Juni 28, 2009

Achtung: Weniger updates!

Liebe Leserinnen und Leser

Da ich ab morgen meine dritte Chemotherapie bekomme und dazu stationär im Krankenhaus sein werde, wird diese Seite wohl wieder etwas seltener geupdated. Ich bitte um Verständnis und verspreche, auch meinen nächsten “Krankenhausurlaub” zum fleißigen Bloggen zu nutzen. Mit voller Kraft zurück werde ich aber erst Ende September sein, wenn die Chemo endlich überstanden sein wird.

Juni 27, 2009

Bellissimo sperrt wieder auf

Eine gute Nachricht für Klagenfurter Filmfreunde: Die Videothek “Bellissimo” in der Koschatstraße 46 sperrt am 11. Juli wieder auf! Der Lindwurm wünscht dem Bellissimo-Team schon aus Eigeninteresse viel Erfolg, denn dieser DVD-Verleihladen würde Klagenfurt wirklich fehlen und dieses Fehlen würde die Stadt wieder ein Stück kulturell ärmer machen. Um den grandionsen Verhoeven-Film “Startship Troopers” zu zitieren: “I´ll do my part”, und zwar indem ich meine Filme vornehmlich bei Bellissimo ausleihen werde. Aber erst im Herbst, wenn ich meine Krebsbehandlung hinter mir habe.

Juni 26, 2009

Bye, Michael Jackson

Am 29. August wäre Michael Jackson 51 Jahre alt und damit ganz offiziell das älteste Kind der Welt geworden. Ein Herzstillstand verhilft dem gefallenen König des Pop noch einmal zu weltweiter Medienberichterstattung und posthumen Verkaufsrekorden.  Auch der Lindwurm kommt nicht umhin, der 80er-Ikone einen Nachruf zu widmen.

Seien es kosmetische Operationen, ein Vergnügungspark im Vorgarten oder der intensiv gesuchte Kontakt zu, ähem, anderen Kindern – kein anderer Weltstar hat sich dermaßen konsequent gegen ein Dasein als Erwachsener gewehrt wie der immer bleicher werdende Megastar der 80er Jahre. Sollte jemals ein Regisseur eine Horrorfilmversion von “Peter Pan” drehen, dann wäre Michael Jackson ein heißer Kandidat für die Titelrolle gewesen. Das künstliche Erscheinungsbild, das weiche und leise Säuseln, wenn er sprach, die eigenartigen sexuellen Präferenzen – all das war furchtbar creepy.

Michael Jackson wurde natürlich nicht als Freak geboren, er wurde zu einem gemacht. Vom Vater mit Schlägen zum Vortänzer und -sänger der “Jackson 5″, der Soulvariante der Kelly Family, dressiert, hatte er keine Kindheit im konventionellen Sinn, sondern verbrachte jene Jahre, in denen andere Kinder unter Ihresgleichen das menschliche Sozialverhalten trainieren, auf Bühnen, in Tourbussen und in Hotelzimmern, wo er ungewollt Zeuge wurde, wie sich seine älteren Geschwister mit Groupies vergnügten und Drogen einwarfen. Nicht gerade die Umstände, die eine gesunde Psyche befördern. Die Brüderband war ungemein erfolgreich und Michael Jackson bereits Millionär, als er 1971 im reifen Alter von 13 Jahren seine erste Soloplatte herausbrachte. “The Jackson 5″ bestanden über die gesamten 70er Jahre neben Michaels Soloprojekten weiter – und 1977 durften die schwarzen Superstars sogar in Glasgow vor der Queen spielen, was Michael später immer wieder als den Live-Höhepunkt seiner Karriere bezeichnen sollte. Vielleicht, weil die britische Königin für ihn ähnliche mütterliche Qualitäten ausstrahlte wie später seine langjährige platonische Freundin Elisabeth Taylor . . .

Im Pop-Pantheon

1979 veröffentlichte Jackson das Soloalbum “Off The Wall”, das sein erster Megahit wurde und sich rund 20 Millionen Mal verkaufte. Die Platte aber, die Jackson nicht nur in den Pantheon der Popgötterwelt heben, sondern ihn dort auch gleich zuoberst inthronisieren sollte, folgte im Dezember 1982: “Thriller” war das, wovon bis heute jeder Plattenfirmenboss tagträumt, wenn er auf die zunehmende Bedeutungslosigkeit seines Geschäfts und die rückläufigen Verkaufszahlen blickt. Das Album setzte sich 1983 in allen Ländern der freien Welt an die Spitze der Charts, wanderte im Laufe der folgenden Jahre geschätzte 60 Millionen Mal über die Ladentheken und machte Jackson zum erfolgreichsten Solokünstler aller Zeiten – und zu einem Star, wie es seit den Beatles keinen mehr gegeben hatte. Fast jeder Song der Platte wurde sowohl in den USA als auch international zu einem Nummer-1-Hit. Michael Jackson war in jenen Tagen die wohl berühmteste Person des Planeten. “Thriller” verkaufte sich aber nicht nur der durchwegs großartigen Songs und der Top-Produktion von Quincy Jones wegen wie Wasser in der Wüste, sondern auch, weil Jackson und sein Management eine Marketingkampagne führten, wie es sie im Popgeschäft zuvor noch nicht gegeben hatte. Dazu zählten Coups, wie etwa den bekannten Hollywoodregisseur John Landis das Video zum Titelsong von “Thriller” drehen zu lassen, welches dadurch anhaltenden Kultstatus erlangte, und die damals völlig neuartige Verschmelzung von Pop und Big Business. So wurde Jackson etwa zum singenden Aushängeschild für den Getränkekonzern Pepsi, welcher im Gegenzug viele Millionen Dollar zahlte und über zehn Jahre lang die Tourneen des Sängers finanzierte.

1993 bekam Michael Jackson allerdings zu spüren, dass Konzerne keine Wohltätigkeitsvereine sind und ihre Galionsfiguren rasch fallen lassen, wenn an diesen erste Kratzer sichtbar werden. Zu dieser Zeit war Jackson nach Schmerzmitteln süchtig, galt als seltsamer Wunderling, der im Sauerstoffzelt schlief, war nach vielen Gesichtsoperationen und Hautaufhellungen kaum mehr als Afroamerikaner zu erkennen und eine erste Anklage wegen Kindesmissbrauchs wurde öffentlich bekannt. Mit dem fantastischen Vermögen, das ihm “Thriller” und die Nachfolgealben einbrachten, hatte sich Michael Jackson nicht nur die Rechte an den Songs der Beatles und damit einen Goldesel gekauft, sondern auch ein von ihm bezeichnenderweise “Neverland” getauftes riesiges Anwesen samt Kirmesattraktionen, wo er im Laufe der Jahre viele Kinder empfing und auch übernachten ließ. Mit den Eltern jenes Buben, die ihn angezeigt hatten, einigte er sich 1993 noch außergerichtlich, doch zehn Jahre später kam es zu einer offiziellen Anklageerhebung, zu einer Verhaftung des Superstars und schließlich im Jahr 2005 zu einem Geschworenenprozess, bei dem Jackson im Falle einer Verurteilung 20 Jahre Haft gedroht hätten. Die Jury sprach Jackson jedoch von allen Anklagepunkten frei, und er verließ den Gerichtssaal als unbescholtener Bürger. Sein Ruf war trotzdem ruiniert, wozu auch bizarre, größenwahnsinnige Aktionen wie die Enthüllung seiner 30 Meter großen Statue in Budapest beitrugen, oder die Scheinehe mit Lisa Marie Presley und Auftritte zu Vollplayback.

Der Abstieg

Jackson, der insgesamt um die 200 Millionen Tonträger verkauft hat, schaffte es, sein gigantisches Vermögen weitgehend zu verjubeln, daher musste er seine Neverland-Ranch ebenso verkaufen wie große Anteile an den Rechten für die Songs der Beatles. Drei Kinder hatte der ehemalige Kinderstar mit verschiedenen Müttern angeblich gezeugt, und er pendelte später zwischen Irland, Deutschland und Bahrain hin und her. Im Armenhaus wäre er trotzdem nicht gelandet, denn seine früheren musikalischen Glanzleistungen verkauften sich noch immer prächtig, wurden von Radiostationen in aller Welt gespielt, und auch sein – geschrumpfter – Anteil an den Beatlesrechten warf nach wie vor Millionen ab. Dennoch wurde der König des Pop entthront – und die Monarchie nach Michael Jackson I. im Popgeschäft abgeschafft und durch eine wilde junge Republik ersetzt, die sich durch Livemusik und Filesharing konstituiert.

Ob es nun die vielen Medikamente waren, mit denen Jackson sich gegen den mentalen und körperlichen Verfall zu wehren versuchte, oder ob sein Herz einfach die psychische Dauerbelastung nicht mehr mitmachen wollte: Michael Jackson war, ob man ihn nun mochte oder nicht, einer der talentiertesten Musiker des 20. jahrhunderts und DIE Symbolfigur für den vorletzten Goldrausch der Musikindustrie vor Gangstarap und Grunge. Seine eigene Dekadenz spiegelte jene der Industrie und der Konzerne wieder, die in den 80er Jahren den Rock´n Roll fast getötet hätten. Man wird den seltsamen Kerl vermissen, vor allem in den Redaktionen der Yellow Press und in den Vorständen der großen Plattenlabels.

Juni 24, 2009

Pseudolinkes Geschmeiß

Nach Hugo “Arschloch” Chavez hat sich nun auch der angeblich linke Präsident Brasiliens Luiz Inacio Silva auf die Seite der iranischen Demonstrantenmörder und Religionsfaschisten gestellt. Er halte einen Wahlbetrug in Iran für “wenig wahrscheinlich”, so der Ethanolsozialist, der dann auch noch ein Schäufelchen drauflegte und die Freiheitskämpfer diskreditierte, indem er ihnen die Schuld für die Ermordung von Demokraten zuschob (Lula warf der iranischen Opposition vor, das Wahlergebnis nicht zu akzeptieren. Viele “Unschuldige” müssten deshalb sterben, und dies könne “kein Demokrat der Welt” hinnehmen.”)

Frage: Ist die lateinamerikanische Linke moralisch bereits ebenso verkommen wie die europäische? Schwer zu beantworten. Der Irrsinn von Sekten wie der “Antiimperialistischen Koordination” lässt sich schwerlich überbieten (“Der überwältigende Wahlsieg für Ahmadinejad ist aus antiimperialistischer Sicht positiv, denn das dominante Charakteristikum des nun im Amt bestätigten Präsidenten ist die Ablehnung der US geführten Neuordnung des „Nahen Osten“…Die extrem hohe Wahlbeteiligung von über 80% ist ein Zeichen der Stärke und Stabilität des politischen Systems der Islamischen Republik….”). Doch das politische Irrlicht Jürgen Elsässer bemüht sich nach Kräften, die Situation noch verquerer zu kommentieren (nicht ohne sich auf einen weiteren Vertreter der Spezies “durchgeknallter Pseudolinker”, Jürgen Külbel, zu berufen): “Ahmadinedschad ist übrigens ganz relaxt nach Moskau gereist. Nach Staatskrise sieht das nicht gerade aus. Zugegeben, die Discomiezen und Nato-Yuppies, die anfänglich unterwegs waren, haben mittlerweile Zulauf auch von ganz normalen Leuten bekommen, die eine Änderung im Iran wollen. Aber eine Mehrheit ist das auch nicht, selbst wenn man alles twittert …”

“Discomiezen und Nato-Yuppies” – das sind für Elsässer die jungen Menschen, die unter Einsatz und oft genug auch Verlust ihres Lebens gegen eine klerikalfaschistische Diktatur für die Demokratie kämpfen. Kaum ein Schimpfwort wäre stark genug, den eiskalten Zyniker Elsässers treffend zu beschreiben.

Die großen Friedens- und Palästinenserfreunde der “AG Friedensforschung der Uni Kassel” wissen unterdessen nicht so recht, welchen Geschmack sie ihrem unvermeidlichen Senf zur Lage geben sollen, und veröffentlichen daher einfach mal ein paar Texte unterschiedlicher Stoßrichtung, nicht ohne dabei auch dem unsäglichen Külbel Platz für seine paranoiden Ergüsse einzuräumen. Man sieht: In Kassel steht der Arsch für alles offen.

Man muss freilich zugeben, dass die Linke alles andere als ein einheitlicher Block ist und viele linke Strömungen die Demokratiebewegung im Iran unterstützen, doch es ist dennoch bemerkenswert und nicht zu übersehen, dass sich starke Fraktionen dieser politischen Richtung mittlerweile auf ideologischer Augenhöhe mit Neonazis befinden, die ja auch alle voll hinter dem Holocaustleugner und Holocaustandroher Ahmadinedjad stehen. Für mich ist die Sache dennoch einfach: Diese Leute sind pseudolinkes Geschmeiß, dem ich ein Leben im Iran oder einer linksreaktionären Diktatur von ganzem Herzen gönnen würde. Diesen Leuten spreche ich jegliches Linkssein ab. Wer links ist, der kann nicht gleichzeitig brutale Frauenunterdrücker, Antisemiten, religiöse Regime und Schwulenmörder unterstützenswert finden.

Juni 24, 2009

Ich gestehe

Nachdem ich in jüngster Zeit auf diversen neonazistischen und rechtsextremistischen Websites als “völkermörderischer Systemschreiberling”, “notorischer Lügner” und “Judenknecht” bezeichnet wurde, bin ich psychisch zusammengebrochen und kann nun nicht anders, als endlich die Wahrheit zu schreiben, denn das andauernde judenhafte Lügen und Betrügen hat mich seelisch und körperlich krank gemacht.

Ich gestehe,

-dass ich wöchentlich die israelische Botschaft aufsuche, um mir vom Mossad meine nächsten Blogbeiträge diktieren zu lassen. Als Knecht der Juden betrete ich die Botschaft natürlich auf Knien schlurfend, um den geheimen Weltbeherrschern meine absolute Treue und Ergebenheit zu demonstrieren.

-dass ich nichts anderes bezwecke als die Beförderung des Völkermordes an den weißen Rassen, zuvorderst der deutschen, und dass ich versuche, die “großrassige Zusammenarbeit der weißen Völker” (Herbert Schweiger) zu stören, um diese weiter in der “jüdischen Zinsknechtschaft” zu halten.

-dass ich immer wieder Artikel in der verabscheuungswürdigen Systempresse, genauer, der Siegerpresse der Alliierten (zB “Kärntner Monat”) veröffentliche und dafür -  ich schäme mich, das zuzugeben – auch noch bezahlt werde und den Schandlohn gewissenlos am Strand von Tel Aviv verprasse.

-dass ich antifaschistischer Umtriebe schuldig bin und im Auftrag der Weisen von Zion Tag und Nacht anständige Menschen, deren einziges Verbrechen ihre Ehre und Treue ist, verfolge und bei der Systempolizei anzeige. Schließlich habe ich nichts anders zu tun und werde vom Mossad fürstlich dafür entlohnt.

-dass ich es an Respekt für die ehrenwerten Veteranen der SS mangeln lasse.

-dass ich – zusammengefasst – ein Verräter am deutschen Volke bin und eigentlich den Strick verdient hätte, aber von Odin eh schon mit Krebs für meine Untaten bestraft wurde.

So, jetzt habe ich mein Gewissen erleichtert und hoffe, dass diese Selbstkritik mir die Milde und Gnade der tapferen Kämpfer für die deutsche Sache einträgt.

Juni 24, 2009

Internet-Initiative gegen verhetzende Wahlkämpfe

Wem, wie dem Lindwurm, immer noch schlecht ist vom hetzerischen Wahlkampf der FPÖ vor den Europawahlen, der muss nicht mit stiller Wut im Bauch rumlaufen, denn es tut sich was im Cyberspace. Auf der Social-Network-Site Facebook hat sich eine “Bürgerinitiative gegen den modernen Kreuzzug” formiert, eine offene Gruppe, der jeder beitreten kann. Ich finde die Initiative unterstützenswert und werde der Facebookgruppe wahrscheinlich auch beitreten.

Die Selbstbeschreibung:

Wie auch schon bei früheren Wahlkampagnen treten auch bei der EU Wahl 2009 teilweise fragwürdige Slogans wie der Werbespruch der FPÖ „Abendland in Christenhand“ auf. Dies verletzt den säkularen Charakter unserer Demokratie und hetzt gegen die Angehörigen nicht-christlicher Religionsgemeinschaften. Wir sind alle Österreich!

Gemäß dem Österreichischem Parteiengesetz erhalten Parteien einen Wahlwerbungskosten-Beitrag. Wir sprechen uns gegen die Auszahlung dieser Förderung an Parteien, die in verhetzender Weise Wahlkämpfe führen, aus und wir treten gegen die Verwendung religiöser Symbole für parteipolitische Zwecke ein.

Parteien, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religionszugehörigkeit oder ihrer sexuellen Orientierung diskriminieren, dürfen keinen Wahlwerbekosten-Beitrag erhalten bzw. müssen diesen bei Verstoß zurückzahlen.

Wir ersuchen den Nationalrat die Vereinnahmung von jeglicher religiöser Symbolik durch politische Parteien gesetzlich zu verbieten, bzw. jenen, die dies missachten, den Wahlkosten-Beitrag zu entziehen.

Das ist keine normale Facebook Gruppe, sondern eine offizielle Bürgerinitiative, die die obengenannten Ziele verfolgt. Die Ziele sind Änderungen des österreichischen Gesetzes, und diese Änderungen können nur vom Nationalrat durchgeführt werde, daher diese Bürgerinitiative.

Juni 22, 2009

Hugo Arschloch

Es war ja fast zu erwarten: Venezuelas Präsidentenclown Hugo Chavez stellt sich im Kampf der iranischen Bevölkerung für Freiheit und Demokratie auf die Seite der Feinde dieses Volks, auf die Seite der Wahlfälscher und Demonstrantenmörder. Es stellt sich aber die Frage, was einen laut Selbstdarstellung “linken” Politiker dazu bewegt, ein klerikalfaschistisches Regime zu unterstützen? Einfache Antwort: Chavez ist in etwa so “links” wie die vergreisten ehemaligen Zentralkomiteevorsitzenden der realsozialistischen Arbeiterhöllen, hat niemals Marx gelesen bzw. verstanden, ist stattdessen von einem faschistoiden Nationalismus inspiriert und von einem irrationalen Hass auf den Westen und vor allem die USA besessen, so wie sein Vorbild Fidel Castro (welcher, das sei den Klugscheißern gesagt, die USA schon lange vor seiner Machtergreifung und lange vor den Sanktionen gehasst hat wie die Pest). Kurz: Hugo Arschloch beweist einmal mehr, dass er eben kein Linker ist, denn links sein und gleichzeitig für religiöse Faschisten Partei zu ergreifen, das verträgt sich nicht. Das gilt übrigens auch für all die europäischen “antiimperialistischen” Kollaborateure mit religiös-totalitären Bewegungen. Die sind ebenso wenig links wie Chavez, aber genau wie der Uniformfetischist aus Caracas von Gewalt und totalitären Lösungen fasziniert.

Juni 21, 2009

Sprache und Taten der Unmenschen

Das offizielle Teheran bezeichnet die Demonstranten, die für Demokratie kämpfen, als “Terroristen” und “Randalierer“. Woran erinnert mich das bloß? Ach ja, an den Sprachgebrauch der Nazis, die Widerstandskämpfer als “Banditen” verleumdeten.

Der Westen sollte mit dem aufbegehrenden  iranischen Volk in jeder erdenklichen Form solidarisch sein, wozu auch die Öffnung aller Botschaften für die vom Regime Verfolgten gehören muss. Den Machthabern in Teheran sollte außerdem deutlich und ganz undiplomatisch klar gemacht werden, dass die brutalen Versuche, die Demonstrationen niederzuschlagen, Konsequenzen haben werden.

Trotz der schlimmen Übergriffe der iranischen Staatsgewalt ist es erfreulich zu sehen, dass dort keine Ruhe einkehrt. Ein Volk kämpft um seine Freiheit und wird hoffentlich nicht von den Demokraten dieser Welt im Stich gelassen.

Juni 20, 2009

Iran und die Bombe (mal wieder)

In Iran, wo eine verabscheuungswürdige klerikalfaschistische Bande seit 30 Jahren das Volk knechtet, scheint sich das Regime gegen die Demokraten behaupten zu können. Die wahren Machthaber in Teheran haben deutlich gemacht, dass sie zum Äußersten bereit sind, um ihre Diktatur zu verteidigen, und es gibt keinen Grund, auch nur eine Sekunde lang daran zu zweifeln, dass diese Mörder, die überall auf der Welt Regimegegner durch Spezialkommandos umbringen ließen, das eigene Volk zusammenschießen lassen, wenn sie sich bedroht fühlen. Der Westen sollte gut hinsehen und daran denken, dass dieses Regime, diese halbwahnsinnige Gottesdiktatur, kurz davor steht, Atomwaffen zu besitzen. Preisfrage für Dummies: Wie werden sich wohl nuklear bewaffnete Leute, die nicht einmal vor der brutalsten Unterdrückung ihres eigenen Volkes  zurückschrecken, auf internationaler Bühne und gegenüber anderen Staaten benehmen?

Juni 18, 2009

Kampf gegen Nazi-Website

Es reicht. Gegen die Betreiber der Naziwebsite Alpen-Donau.info wird ab sofort mit allen Mitteln, die der Rechtsstaat hergibt, vorgegangen. Ich lasse mir diese Scheiße nicht länger gefallen. Auch wenn es lange dauern sollte: Die Website wird verschwinden und die Verantwortlichen werden sich vor Gericht wiederfinden.