Februar 9, 2010

Ich bin ein Feind Gottes

Im Iran werden seit der Machtergreifung der Mullahs immer wieder Oppositionelle ermordet, nachdem sie der “Feindschaft gegen Gott” angeklagt wurden, ein Gummiparagraph, der einzig zum Umbringen von Regimegegnern erfunden wurde. Nun droht erneut einem jungen Iraner, der gegen die Diktatur der Klerikalfaschisten demonstriert hatte, unter Berufung auf dieses “Verbrechen” die Todesstrafe. Was ist das für ein armseliger Gott, der mit der Todesstrafe gegen “Feinde” geschützt werden muss! Ein Würstchen von Gott muss das sein, mit einem dermaßen mageren Selbstbewusstsein, dass er seine “Gläubigen” dazu zwingt, sich fünfmal am Tag vor ihm in den Staub, pardon, auf den Teppich zu werfen. Aber keine Sorge, Mullahs, euer Gott ist nicht die einzige lächerliche Figur im Pantheon, der jüdisch-christliche Gott ist ebenfalls ein Arschloch, der seine Geschöpfe quält und ermordet und absurde Unterwerfungsgesten einfordert. Und wisst ihr, Mullahs, warum das so ist? Weshalb alle Götter, die auf diesem Planeten jemals verehrt wurden und werden, solche miesen kleinen sadistischen Verlierertypen sind? Weil wir sie erfunden haben. Sie sind das Spiegelbild der verkrüppelten menschlichen Psyche, das Echo des Pfeifens im dunklen Walde, die Fantasiefreunde verängstigter Kinder, die eingebildete Versicherung gegen das unweigerliche Ende des Daseins.  Viele von euch Mullahs (und Imamen, Priestern und Rabbis und etc) wissen das natürlich, aber es ist halt so bequem, von den Ängsten und der Dummheit der Menschen zu leben und diese mit der Furcht vor bösen Männern im Himmel zu beherrschen, nicht wahr?

Ach ja, bei Gott soll man sich doch andauernd bedanken. Nun gut, ich bedanke mich:

-für die 100.000 Toten auf Haiti

-für den Krebs, den du mit geschenkt hast

-für all die Freunde und Bekannten, die du in deiner Gnade hast in jungen jahren verrecken lassen durch Krankheiten und Unfälle

-für kinderfickende und -prügelnde Waisenhauspfaffen

-für jede gesteinigte, verprügelte, wie ein Hund ausgesetzte, genital verstümmelte Frau

-für alle Kriege, die in denem Namen geführt wurden

-für den Hass und die Angst, die du schon in die Hirne kleiner Kinder planzt

-für eine Natur, in der das Töten Voraussetzung zum Überleben ist

Ach, seitenlang könnte ich mich bedanken für das Grauen, das du erschaffen hast, Gott. Oh Gott, wie ich dch hasse! Ich bekenne hiermit, aus tiefster Überzeugung ein “Feind Gottes” zu sein.

Cain slew Abel, Seth knew not why
For if the children of Israel were to multiply
Why must any of the children die?
So he asked the Lord
And the Lord said:

Man means nothing, he means less to me
Than the lowliest cactus flower
Or the humblest Yucca tree
He chases round this desert
‘Cause he thinks that’s where I’ll be
That’s why I love mankind

I recoil in horror from the foulness of thee
From the squalor and the filth and the misery
How we laugh up here in heaven at the prayers you offer me
That’s why I love mankind

The Christians and the Jews were having a jamboree
The Buddhists and the Hindus joined on satellite TV
They picked their four greatest priests
And they began to speak
They said, “Lord, a plague is on the world
Lord, no man is free
The temples that we built to you
Have tumbled into the sea
Lord, if you won’t take care of us
Won’t you please, please let us be?”
And the Lord said
And the Lord said

I burn down your cities-how blind you must be
I take from you your children and you say how blessed are we
You all must be crazy to put your faith in me
That’s why I love mankind
You really need me
That’s why I love mankind

Februar 9, 2010

Österreich: Anything goes

Die Wiener Burschenschaft “Olympia” lädt mit Philippe Rushton einen der führenden Vertreter des pseudowissenschaftlichen rassistischen Denkens zu einem Vortrag ein. Einer der höchsten Politiker Österreichs, der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) ist “stolzes Mitglied” bei dieser Burschenschaft. Wir sehen: In Österreich geht alles, hier müsste ein Spitzenpolitiker nicht mal dann zurücktreten, wenn er öffentlich “Heil Hitler” brüllen würde.

Februar 5, 2010

Lesetipp zum Nahostkonflikt

Claudio Casula hat in gewohnt souveräner Art einen kleinen Leitfaden zusammengestellt, wie man den so genannten “Israelkritikern” argumentativ begegnen kann. Hier nachlesen!

Februar 5, 2010

FPÖ: Bitte was?

Staunend entnehme ich dem “Standard” heute folgende Meldung:

Die Kärntner FPÖ – nicht zu verwechseln mit dem BZÖ-Spaltprodukt FPK – will zwar eigenständig bleiben, aber doch mit Bundes-FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache verhandeln, berichtet das Ö1-Morgenjournal. Obmann Harald Jannach hat ein Verhandlungsteam gebildet, das mit Strache klären soll, wie so eine Kooperation aussehen soll. Im Verhandlungsteam ist EU-Abgeordneter Andreas Mölzer, der sich schon länger für eine Zusammenarbeit einsetzt. Ergebnisse sollen bis Ostern vorliegen. FPÖ Generalsekretär Harald Kickl stellte im Ö1-Mittagsjournal klar, dass das Ziel eine gemeinsame Vorgangsweise sein müsse. Ob dies eine Verschmelzung von FPÖ-Kärnten und FPK oder eine Zusammenarbeit sein solle, wollte Kickl nicht beantworten.  Trotz aller Widrigkeiten bereue es Kickl nicht, sich mit dem BZÖ-Kärnten wiedervereinigt zu haben.

Äh, wie bitte? Die FPÖ-Landesorganisation Kärnten will also tatsächlich mit der FPÖ-Bundesorganisation zusammenarbeiten? Oder zumindest darüber nachdenken? Wie wer, wo, was? FPÖ, FPK, BZÖ, FPÖ-Kärnten…was für eine wirre Wirrnis! Ich pack das nicht mehr, ich glaube schön langsam, dass die Verschwörungstheoretiker recht haben und irgendwelche finsteren Kräfte bewusstseinsverändernde Drogen ins Trinkwasser mischen. Hm, das würde auch den Wasser-Wucher in Klagenfurt erklären, LSD ist schließlich auch nicht gratis…

Februar 4, 2010

Kärnten: Lohn der Blödheit

Nach und nach bekommen die Kärntner jetzt im eigenen Geldbörsel zu spüren, was es bedeutet, wenn man Nieten und Blender und Verbrecher wählt. So wurde in Klagenfurt bereits der Preis für das Trinkwasser drastisch angehoben. Jeder Haushalt hat nun, neben den kräftig erhöhten Kosten für das verbrauchte Wassser, zusätzlich einen monatlichen (!) Grundbetrag in der Höhe von sieben Euro zu bezahlen. Die Klagenfurter Stadtwerke nennen das “Wasser-Bereitstellungsgebühr”. Und das ist erst der Anfang von einer ganzen langen Latte an Gebührenerhöhungen, die in nächster Zeit auf die Kärntner und vor allem auf die Bewohner des total bankrotten Klagenfurt zukommen.

So, liebe FPÖ/BZÖ/FIK/ÖVP-Wähler, da habt ihr den Lohn für eure Blödheit.

Februar 4, 2010

Iranischer Todesbasar

Der Iran spielt weiter “orientalische Basarverhandlungen”, und die Weltgemeinschaft ist so blöd, bei dem Spiel mitzumachen. Am vergangenen Dienstag kam die Meldung, Teheran sei “zum Einlenken im Atomstreit” bereit, sprich: sei damit einverstanden, Uran im Ausland anreichern zu lassen. Heute kam bereits die erste deutliche Einschränkung dieses “Angebots” und morgen oder übermorgen wird der Iran wieder komplett auf stur schalten. Sogar Blinde müssten erkennen, dass es den Mullahs nur darum geht, Zeit zu schinden. Das Spielchen wird jetzt seit Jahren betrieben und seit Jahren lässt die restliche Welt sich das gefallen, teils aus banalem Gewinnstreben (EU, vor allem Deutschland), teils um “dem Westen” eines auszuwischen (Russland, China), teils aus Ratlosigkeit (Israel) und nicht zuletzt aus Angst (die sunnitischen Staaten). Wie das Todesbasargeschäft ausgehen wird, liegt auf der Hand: Iran wird die Atombombe haben und der gesamte Nahe Osten inklusive der Türkei wird in einen Wettrüstungsstrudel gerissen werden, auf dessen Grund ein furchtbarer Krieg wartet.

Februar 4, 2010

Wahnsinn in Kärnten

Was macht ein Fabrikant, dessen Produkte sich nicht verkaufen? Er sperrt eine zweite Fabrik auf, welche dieselben Produkte herstellt. Verrückt? Nicht in der Wunderwelt von St.Veit an der Glan in Kärnten. Dort hat die Stadt ein Hotel bauen lassen, gestaltet vom Maler Ernst Fuchs im Stil einer Rummelplatzattraktion, und seit es das Hotel gibt, schreibt es rote Zahlen. Auch der jüngste Pächter hat nun das Handtuch geworfen, denn der “Fuchsbau” will einfach keine Gäste anziehen. Bürgermeister Gerhard Mock wusste von Beginn an ganz genau, dass das Hotelprojekt ein Schuss in den Ofen war, doch was tat er? Richtig, er baute n0ch ein Hotel. Jetzt steht die 12.000-Einwohnerstadt St.Veit mit 340 Betten da und betreibt zwei Hotels, in denen sich das Personal die Füße in den Bauch steht. Aus dem ORF: Auf die Frage, ob eine Kleinstadt wie St. Veit, gleich zwei Hotels mit insgesamt 340 Betten vertrage, sagte Mock, das habe sich die Stadt genau überlegt. Ein Fuchshotel mit 60 Zimmern alleine sei für die Stadt zu klein. Es werde zwar nicht so sein, dass das Hotel im ersten Jahr gleich voll sein werde. “Aber die Veranstaltungen, die Seminare und Kongresse zeigen uns, dass der Weg der richtige ist.”

Ei fein, ein nahezu klassisches Beispiel unternehmerischer Inkompetenz der Öffentlichen Hand. Man baut einfach mal auf gut Glück zwei Hotels und hofft dann, mit dem vagen Hinweis auf “Seminare und Kongresse”, dass die irgendwann einmal auch ausgebucht sein werden. Wer aber den Fuchsbau und das Blumenhotel kennt, der wird sich fragen, wer denn so gemein sein könnte, Teilnehmer eines Kongresses in diesen Buden, die keinerlei zeitgemäßen Luxus bieten, unterzubringen. Aber vielleicht kalkuliert Mock ja anders und lässt so lange neue Hotels bauen, bis die Angestellten dieser Herbergens so zahlreich sind, dass sie in den anderen Hotels wohnen müssen? Das Genie des St.Veiter Bürgermeisters ist schwer zu ergründen…

Der St.Veiter Hotelwahnsinn passt gut zum Klagenfurter Haider-Museums-Irrsinn. Auch die Haider-Ausstellung wird ja wegen des geringen Erfolgs verlängert. Mal ernsthaft: Was bitte soll das? Das ist doch unter marktwirtschaftlichen Aspekten nicht mehr erklärbar und ein Fall für die Psychoanalyse. Oder für den Korruptionstaatssanwalt. St.Veiter und Klagenfurter Lokalkaiser werfen mit Steuergeld um sich, als gäbe es kein Morgen mehr, während sich bereits abzeichnet, dass die Finanzen der Kommunen tief rot sind und auf die Bevölkerung beinharte Belastungen zukommen werden.

Februar 3, 2010

SPÖ-Kärnten: Parteiveteranen und Bürgermeister für Runderneuerung

Die chaotische Obmannsdiskussion in der Kärntner SPÖ sorgt bei Parteimitgliedern, ehemaligen Spitzenfunktionären und auch bei amtierenden Lokalpolitikern für Entsetzen, Frustration und Kopfschütteln – und für radikale Statements. Der Lindwurm sprach mit einigen dieser Leute und bekam Erstaunliches zu hören.

“SPÖ neu gründen”

Der ehemalige Landesgeschäftsführer und Bundesrat der SPÖ-Kärnten, Herbert Würschl, diagnostiziert einen “Mangel an menschlicher und intellektueller Größe bei denjenigen, die die SPÖ auf einen neuen Tiefpunkt gebracht haben” und beklagt, dass sich die Partei “zu sehr am Boulevard orientiert statt an den Bedürfnissen der Menschen, was die SPÖ wegen der daraus folgenden Profillosigkeit an den Rand der Unwählbarkeit gebracht hat”. Der Österreichischen Sozialdemokratie fehlten Persönlichkeiten vom Schlage Bruno Kreisky, Christian Broda oder Hertha Firnberg, welche über den tagespolitischen Intrigantenstadel hinausblicken und echte sozialdemokratische Perspektiven für die Bevölkerung aufzeigen könnten. Gefragt, ob und wie die SPÖ eine Zukunft habe, wartet Würschl mit einem radikalen Vorschlag auf: Er plädiert für eine Neugründung der SPÖ, notfalls auch für die Gründung einer neuen österreichischen Linkspartei. “Das Potenzial ist vorhanden, es gibt auf Bundesebene wie auch in Kärnten viele engagierte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die abseits des Rampenlichts hervorragende Arbeit leisten und im Gegensatz zu manchen Spitzenfunktionären noch nicht vergessen haben, wofür eine sozialdemokratische Partei zu stehen hat. Die derzeitigen Parteigranden verscheuchen mit ihrem egoistischen Intrigenspiel und ihrer inhaltsleeren Wetterwendigkeit die Wähler und frustrieren die Parteibasis zutiefst”. Von den derzeit diskutierten Kandidaten für den Vorsitz der SPÖ-Kärnten hält Würschl allesamt wenig. “Das sind doch alles Herrschaften, die ihre Energie vornehmlich zum Intrigieren und Verhindern einsetzen anstatt der Bevölkerung ein attraktives, wählbares Angebot zu machen. Frische neue Leute und Ideen sind gefragt”.

“Schlecht organisierte Selbsterfahrungsgruppe”

Auch die ehemalige Kärntner SP-Landesrätin und Landesfrauenvorsitzende Sieglinde Trannacher sieht “mittlerweile kaum eine andere Hoffnung, als die SPÖ, wie sie sich derzeit präsentiert, aufzulösen und neu zu gründen”. Vor allem die SPÖ-Kärnten benehme sich wie eine “schlecht organisierte Selbsterfahrungsgruppe”, und die Bevölkerung wisse sehr wohl, dass die kindisch anmutenden Machtkämpfe, die über die Medien ausgetragen würden, “nur die Spitze des Eisberges” seien und vermute zurecht, dass es unter der Wasserlinie noch viel schlimmer aussehe. Trannacher macht es “fassungslos, dass eine einst so starke Bewegung wie die Sozialdemokratie es schafft, sich durch Dummheit und Eiteklkeit selbst ins Aus zu manövrieren”. Eine “SPÖ-Neu” müsse sich den sozialen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen statt auf Rezepte der 50er Jahre zurückzugreifen, und eine solche neue SPÖ bräuchte Persönlichkeiten an der Spitze, die nicht aus dem “Haberer-System der Politschickeria” kämen, sondern charakterlich und weltanschaulich unbestechlich sein müssten. Zwar will sich Trannacher nicht am Namedropping in der Obmanndiskussion der SP-Kärnten beteiligen, doch macht sie deutlich, dass sie den derzeit diskutierten Kandidaten wenig abgewinnen kann. “Die Kärntner SPÖ ergeht sich im Intrigenspiel und die selbst ernannten Anwärter auf die Spitzenpositionen wollen mit Pychotricks und Bandenspiel über die Medien ihre Claims abstecken. Da geht verloren, was die Partei wirklich bräuchte, nämlich eine Grunderneuerung durch intellektuell und ideologisch den aktuellen Anforderung gewachsenen echten Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten.”

Bürgermeister fordern “mutige SPÖ”

Auch die SPÖ-Bürgermeister in Kärnten sind von der derzeitigen Situation ihrer Partei wenig begeistert. Der Feldkirchner Stadtchef Robert Strießnig, von vielen als stiller Hoffnungsträger der Partei gesehen, da er eine jahrzehntelang tief blaue Stadt politisch erobern konnte und als einer der ganz wenigen roten Bürgermeister bei den vergangenen Landtagswahlen kein Katastrophenergebnis in seiner Stadt hatte, sieht zwar derzeit keinen Anlass für eine Neugründung, mahnt aber einen merkbaren Kurswechsel der SP ein. “Die österreichische Sozialdemokratie muss jetzt mit ehrlichen und mutigen Konzepten kommen, um die Belastungen, die unausweichlich auf die Bevölkerung zurollen werden, gerecht zu gestalten. Und eine Belastungswelle wird leider kommen, da Österreichs Gemeinden allesamt finanziell am Krachen sind und bald nicht mehr wissen werden, woher sie das Geld für den Gesundheits- und Sozialbereich nehmen können. In Kärnten tritt dieser Effekt wegen der Chaostruppe, die das Land in den vergangenen jahren regiert hat, ein wenig früher ein, doch treffen wird es letztlich alle Kommunen”. Und was kann/soll die SPÖ tun? Strießnig: “Die SPÖ muss schlicht und einfach sozialdemokratisch agieren. Das bedeutet, dass sie dafür kämpfen muss, dass die kommenden Belastungen nicht allein die kleinen Leute und den Mittelstand treffen. Die Sozialdemokratie hat dafür zu sorgen, dass ein großer Teil des Geldes von dort genommen wird, wo es im fast obszönen Überfluss vorhanden ist. Ich denke da an gewisse Milliardäre, an die Milliardengewinne durch internationale Finanztransaktionen und ähnliches. Auf keinen Fall darf die SPÖ mitmachen bei der Taktik der Konservativen, die große Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausspielen wollen, wie es etwa bei der Diskussion um die Pensionen gut zu beobachten ist. Es wird Zeit, dass die SPÖ mutiger wird und zum Beispiel die Ideen des verstorbenen Alfred Dallinger, den neuen Zeiten angepasst, wieder aufgreift, wie etwa die Wertschöpfungsabgabe.” Zur Obmanndiskussion der kärntner SPÖ will sich Strießnig nicht direkt äußern, hält die derzeitigen Vorgänge in der Landespartei aber für “keine Sternstunde”. Eigene politische Ambitionen, die über Feldkirchen hinausreichen, habe er “mit Sicherheit nicht“.

“Unfassbarer Selbstmord einer Partei”

Ein Bürgermeister einer mittelkärntner Gemeinde, der namentlich nicht genannt werden möchte, spricht gegenüber dem Lindwurm gar von einem “unfassbaren Selbstmord einer Partei”.  Die “blau-orangen Falotten” hätten Kärnten in den Ruin getrieben und dennoch schaffe es die SPÖ nicht, daraus politisches Kapital zu schlagen. “Entweder die SPÖ zieht eine Totalreform inklusive eines neuen Führungspersonals durch, oder wir müssen wirklich an die Gründung einer neuen Partei zu arbeiten beginnen”, so der Mann, der seit Jahrzehnten Lokalpolitik für die SPÖ macht. “All jene, die in den vergangenen Jahren mit der Haider-Gang auf Bussi-Bussi gemacht haben, gehören aus ihren Positionen entfernt, sie müssen Platz machen für unbelastete neue Persönlichkeiten”, fordert der rote Bürgermeister.

Man sieht, es gährt in der SPÖ-Kärnten, und wohl nicht nur in dieser Landesorganisation. Ob die Signale in der Löwelstraße gehört werden?

Februar 1, 2010

Taliban, Hamas und der ganze Rest

Der pakistanische Talibanführer Hakimullah Mehsud dürfte seinen Verletzungen nach dem Präzisionsangriff einer amerikanischen Drohne erlegen sein. Das ist eine gute Nachricht. SO macht man das, SO geht man mit Anführern einer der grausamsten, reaktionärsten und fanatischsten Banden dieser Erde um. Die Taliban sind klerikalfaschistische Fanatiker,  Massenmörder, Frauenunterdrücker, Minderheitenermorder, Terroristen und Terroristenunterstützer sowie völlig barbarisiert und ohne jeden Respekt vor Kultur und Menschenrechten. Mit solchen Leuten verhandelt man allenfalls über deren bedingungslose Kapitulation und nicht über eine eventuelle Regierungsbeteiligung, und schon gar nicht gibt man ihnen Geld, wie es der offensichtlich naive deutsche Außenminister Guido Westerwelle gerne täte. Natürlich ist der darin enthaltene Ansatz, die wirtschaftliche Situation der Afghanen zu verbessern und so den Boden für Radikale unfruchtbar zu machen, nicht ganz falsch, doch die Taliban schwimmen im Geld, das sie durch Drogenanbau, Schutzgelderpressung, Raubmorde und Finanzspritzen arabischer Sympathisanten erhalten.

Wie auch im Falle des iranischen Regimes missverstehen viele westliche Politiker die Natur der Taliban völlig. Menschen, die ihre Frauen schlimmer als Vieh behandeln, ohne Gewissensbisse tausende Landsleute mit Selbstmordattentaten umbringen und Weltkulturerbe wie die Riesen-Buddhastatuen von Bamiyan absichtlich und nicht etwa im Rahmen von Kriegshandlungen in die Luft sprengen, sind nicht an einem Dialog interessiert und akzeptieren Verhandlungen nur, um Zeit zu schinden oder wenn von vorneherein feststeht, dass diese Verhandlungen ausschließlich ihnen Vorteile bringen. Leider sind weite  Teile der westlichen Eliten ethisch und intellektuell schon dermaßen auf den Hund gekommen, dass sie wortwörtlich nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden können und den Faschismus nicht mal erkennen, wenn er ihnen ins Gesicht tritt. Hierbei spielen auch viele Medien und NGOs und vorgeblich linke Gruppierungen eine unrühmliche Rolle, indem sie die kritische Analyse zugunsten eines bequemen Relativismus aufgegeben haben, was dazu führt, dass die Barbarei als schützenswerte kulturelle Eigenart verharmlost wird.

Die unzähligen Opfer dieser Barbarei, wie etwa die afghanischen Frauen und Intellektuellen oder all jene, die lieber Demokratie und Fortschritt statt Mittelalter und vorgeschrieben Bartlängen haben möchten, dürfen auf das Mitgefühl dieser Kreise ebenso wenig  zählen, wie es die irakischen Kurden unter Saddam Hussein durften oder aktuell die iranische Opposition. Und das führt dann wieder dazu, dass der Westen immer mehr an seinen eigenen Werten zweifelt und dadurch auch verlernt, dass man diese im Ernstfall mit der gebührenden Gewalt verteidigen muss. Und ja, gerade auch “am Hindukusch”. Oder sind Afghanen weniger wert als zB Deutsche und haben daher kein Recht auf Demokratie und Rechtsstaat und Freiheit? Diese Frage stellt sich auch bei den palästinensischen Arabern. Wie sehr muss man eigentlich diese Menschen hassen, um ihnen die Hamas oder die Hizbollah oder die korrupte Fatah an den Hals zu wünschen, wie es die “Palästinasolidarisierer” tun?

Januar 31, 2010

Kärnten – hoffnungslos

Laut einer neuen Gallup-Umfrage würde das in drei Parteien aufgespaltene “Dritte Lager” in Kärnten 50 Prozent erreichen wären am kommenden Sonntag Wahlen. 23 Prozent würden für den Haider-Gedenkverein BZÖ stimmen, 19 Prozent für Uwe Scheuchs FPK (FIK) und acht Prozent für die original fidele FPÖ. Die SPÖ wäre mit 25 Prozent zwar stimmenstärkste Partei, hätte aber gegenüber den Landtagswahlen von 2009 erneut vier Prozent eingebüßt. Die ÖVP müsste sich mit 15 Prozent zuftrieden geben, die Grünen liegen irgendwo zwischen sieben und neun Prozent.

Diesen Hammer muss man erstmal verdauen. Nach all den Skandalen, die Stück für Stück aufgedeckt werden, werden die Verantwortlichen von den Kärntner Wählern nicht etwa abgestraft, nein, meine lieben Mitbürger würden die Blau-Orange-Braunen sogar mit der absoluten Mehrheit ausstatten. Und die SPÖ schafft es weiter zu verlieren. Es tut mir leid, liebe Leserinnen und Leser, aber mir fehlen die Worte.