Jetzt haben sie also ihren eigenen Staat, die Kosovaren, und erfreuen sich lautstark an dieser von den USA und Teilen der EU geförderten Souveränität. Dass dem Feiern ein Kater folgen wird, scheint sicher, denn die wirtschaftlichen Kennzahlen des neuen Staates sind katastrophal und lassen darauf schließen, dass das Kosovo von seinen politischen Gönnern auch materiell massivst und für lange Zeit unterstützt werden wird müssen. Die politischen Folgen dieser Staatswerdung lassen sich noch gar nicht abschätzen. Was wird ein unabhängiger Staat Kosovo, der als eine der Zentralen des organisierten Verbrechens, als Hochburg der Koruption und als Nährwasser für Terroristen gilt, für die Region und für Europa nach sich ziehen? Werden sich die Albaner mit der Lösung zufrieden geben oder ist es nicht doch wahrscheinlicher, dass jetzt erst recht die Rufe nach einem Großalbanien lauter werden, einer Vereinigung aller auf mazedonischem, serbischem, kosovarischen, albanischem und montenegrinischem Boden lebenden Albaner? Welche Schlüsse werden andere Völker ziehen, denen man die Eigenstaatlichkeit bisher verwehrt hatte? Der Lindwurm kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass man die Angelegenheit in den Staatskanzleien von Washington, Paris und Berlin nicht wirklich zuende gedacht hat.
Februar 18, 2008...7:56
Kosovo – was nun?
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