April 7, 2008...9:03 Uhr vormittags

Das Agrarsprit-Verbrechen

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Eine weltweite Hungerkrise zieht am Horizont herauf und diesmal sind nicht Misswirtschaft oder kommunistische Wahnideen schuld, sondern zu einem großen Teil die verbrecherische Politik, landwirtschaftliche Flächen zur Erzeugung von “Biodiesel” heranzuziehen. Gigantische Subventionsmaschinen wurden in den vergangenen Jahren angeworfen, um Farmern in aller Welt den Umstieg auf Agrarspritproduktion schmackhaft zu machen, was zwei Hauptfolgen hat: Die landwirtschaftlichen Flächen, die Nahrungsmittel herstellen, werden kleiner, und durch den Biodiesel-Hype werden sie auch teurer. Eine Doppelmühle, aus der die Armen dieser Erde nicht mehr herauskommen werden, sollte das ökologisch getarnte Verbrechen weitergehen. Jean Ziegler, der UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, fand dazu deutliche Worte: “Die Umwandlung von fruchtbarem Ackerland zur Herstellung von Biokraftstoffen ist ein Verbrechen gegen die Menschheit.”

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