Mai 1, 2008...1:33 Uhr nachmittags

Chavez schaufelt sich sein Grab

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Venezuelas Präsidentenclown Hugo Chavez muss einen gewaltigen Muskelkater in den Armen haben, so intensiv, wie er sich sein eigenes Grab schaufelt. Nun hat er den größten Stahlkonzern des Landes, Sidor, enteignen lassen , weil dessen Aktionäre angeblich eine zu hohe Entschädigung für die geplante Verstaatlichung gefordert hätten. Hauptaktionär war mit 60 Prozent die belgische Gesellschaft Ternium SA, die jetzt Milliarden Euro abschreiben darf. Mit Aktionen wie dieser stellt Chavez sicher, dass kein ausländisches Unternehmen mehr in Venezuela investieren wird, denn wer ist schon scharf darauf zu riskieren, enteignet zu werden, wenn es dem Operetten-Diktator gerade in den Kram passt? Investitionsunsicherheit ist das schlimmste Gift für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Das haben auch die Chinesen kapiert, die ausländischen Investoren umfassende Garantien und Rechtssicherheit gewähren. Der Hugo hat hingegen nichts verstanden, und wie die Geschichte weitergeht, ist abzusehen: Den enteigneten Konzern werden nun Günstlinge von Chavez leiten, Parteibonzen oder Gewerkschafter, die von Wirtschaft keine Ahnung haben, und das Unternehmen wird in tiefrote Zahlen schlittern und vom Staat mit den Einnahmen aus dem Ölgeschäft künstlich am Leben gehalten werden müssen. Das Ölgeschäft wird auch das einzige sein, aus dem noch Devisen in das Land gespült werden, denn spätestens mit dieser jüngsten großen Enteignung wird niemand, der noch bei Verstand ist, Kapital in Venezuela investieren. Mit dem Land wird es steil beragab gehen und Chavez wird genau das tun, was autoritäre Führer in solchen Situationen immer tun: einen Außenfeind suchen bzw. Sündenböcke wie die von den Chavisten so verachteten Juden.

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