Juli 3, 2008...7:01

Italien: Rassismus in Aktion

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Italiens rechtsgerichtete Regierung zeigt vor, wie Rassismus in Aktion funktioniert. Innenminister Roberto Maroni wird allen in Italien lebenden Roma präventiv die Fingerabdrücke abnehmen lassen. Eine Volksgruppe, in diesem Fall “Zigeuner”, unter allen anderen herauszupicken, sie unter Generalverdacht zu stellen und Männer, Frauen und Kinder kriminaltechnisch behandeln zu lassen, das ist nicht nur eine Schande für Italien, sondern für die gesamte EU. Maronis Aktion ist weit mehr als ein rassistischer Akt, sie ist ein Alarmsignal, denn wenn in einem Land nicht allein der Antisemitismus ansteigt, sondern auch eine weitere große Opfergruppe des NS-Faschismus, die Roma, verstärkt zum Ziel des Hasses und sogar staatlicher Repression wird, dann müssen alle Warnleuchten der Demokratie aufblinken. Nachdem in Italien bereits “schwarze Listen” mit den Namen jüdischer und/oder pro-israelischer Universitätsprofessoren verbreitet werden und ernsthaft darüber diskutiert wird, ob die Juden im Mittelalter nicht vielleicht doch Christenkinder für Blutopfer ermordet haben könnten, kommt nun die amtliche Stigmatisierung einer ganzen Volksgruppe.

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