Mahmud Abbas, Chef der palästinensischen Autonomiebehörde und nach Meinung europäischer Politiker ein “Moderater”, hat den nun freigelassenen Mörder Samir Kuntar (ok, ok, ich passe mich der in der Bloggosphäre vorherrschenden Schreibweise des Namens an) als “Doyen der arabischen Gefangenen” bezeichnet und dessen Familie seine herzlichen Glückwünsche übermittelt. Derselbe Abbas, der vom Westen zum Verhandlungspartner geadelt wurde, schrieb 1982 in Moskau eine Doktorarbeit, in der er den Holocaust relativierte, Zionisten als “wahre” Urheber der Shoah brandmarkte und die Existenz von Gaskammern bestritt. Derselbe Abbas, von dem die internationale Staatengemeinschaft erwartet, er würde einen palästinensischen Staat aufbauen und mit Israel Frieden schließen, gehörte bei den Verhandlungen in Camp David im Jahr 2000 zu den schärften Gegnern des großzügigen Teilungsplans, welcher einen Palästinenserstaat inklusive Ostjerusalem ermöglicht hätte. Derselbe Abbas, der über einen Großteil der internationalen Finanzhilfe in der Höhe von etwa fünf Milliarden Euro verfügt, weigert sich bis heute, Israels Legitimität als jüdischen Staat anzuerkennen und pocht auf das “Rückkehrrecht” der einst geflüchteten und vertriebenen Palästinenser samt ihrer Nachkommen, was natürlich das Ende Israels bedeuten würde. Demselben Abbas, bei dem sich westliche Diplomaten die Klinke in die Hand geben, wird von Abu Doud, der das Massaker an israelischen Sportlern bei der Olympiade 1972 in München geplant hatte, vorgeworfen, er habe als Schatzmeister der PLO über den Terroranschlag nicht nur im Vorfeld Bescheid gewusst, sondern sei auch in dessen Planung und Finanzierung eingebunden gewesen. Mit demselben Abbas, der für 2009 seinen Rücktritt angekündigt hat, in einen andauernden Machtkampf mit der Hamas und den Radikalen der eigenen Fatah verwickelt ist und von dem nicht klar ist, wer ihm nachfolgen wird und welche Agenda der Nachfolger haben wird, soll ein Frieden ausgehandelt werden können?
Wie, beim Shaitan, sollte das möglich sein? Außerdem wäre es dem Lindwurm lieber, wenn seine Steuergelder nicht an Holocaustleugner und Terrorfinanciers verschenkt würden.