Oktober 14, 2008...12:32

Haiders letzte große Show

Zu den Kommentaren

Einmal noch wird Jörg Haider im Mittelpunkt einer Veranstaltung stehen, die so sein wird, wie er sie zu Lebzeiten geliebt und gefördert hatte: aufgeblasen, überdimensioniert und mit größtmöglicher Medienberichterstattung. Die Trauerfeierlichkeiten am kommenden Samstag , die mit „Staatsbegräbnis“ nur unzureichend beschrieben werden können, hätten dem megalomanischen Ego des Verstorbenen sicherlich geschmeichelt. Unterdessen will der trinkfeste Klagenfurter Bürgermeister Harald Scheucher einen Park nach dem tödlich verunglückten Landeshauptmann benennen.

Die Haider-Fans haben ihr Idol mittlerweile posthum zum König ernannt:

Auch die größten Künstler des Landes erweisen ihm die letzte Ehre:

Und einige haben einfach nur Angst davor, dass jetzt die menschenfressenden Slowenen über die Karawanken kraxeln werden oder gar die schrecklichen Wiener einfallen könnten:

Trotz dieser Peinlichkeiten und trotz des zu erwartenden Massenauflaufs am Samstag wiederhole ich an dieser Stelle, dass keineswegs alle Kärntner oder auch nur eine Mehrheit der Kärntner Anhänger und Fans von Jörg Haider sind. Wenn man, wie es die meisten Medien machen, nur zu den „Gedenkstätten“ geht und dort jene Menschen interviewt, die Kerzen, Fotos und Teddybären (!) hinlegen, wird man freilich nur auf tief traurige Haider-Groupies treffen. Doch weder steht das Land still, noch rennen hier alle mit Trauermienen herum.

11 Kommentare


Eine Antwort schreiben