Der für den 11. Dezember geplante Auftritt des Kaberettistenduos Stermann & Grissemann in Klagenfurt wurde abgesagt. Die Agentur begründet dies mit den Drohungen gegen die Satiriker und mit dem versuchten Anschlag auf den Veranstalter. Das ist leider die denkbar schlechteste Reaktion auf den in Kärnten um sich greifenden Terror der Haiderianer, denn wenn es eine Lektion gibt, die uns die Geschichte lehrt, dann die, dass jedes Zurückweichen vor autoritären Bewegungen von diesen als Sieg interpretiert wird und sie zu noch aggressiverem Vorgehen ermuntert. Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, ob es Signale der Exekutive gegeben hat, wonach für die Sicherheit der Künstler nicht garantiert werden könne. Denn wenn wir schon soweit sind, dass Kritiker des BZÖ in Kärnten für vogelfrei erklärt werden, dann weiß auch der Lindwurm keinen Rat mehr, außer Emigration oder aktiven Widerstand. Man wird sehen, wie das antifaschistische Kärnten auf die jüngsten unfassbaren Vorgänge reagieren wird. Wir dürfen nicht zulassen, dass unser Bundesland zur “No-Go-Area” für kritische Künstler, BZÖ-Gegner, Muslime, Juden und Asylbewerber wird. Und wir dürfen ebensowenig zulassen, dass die Rechtsextremen wieder damit anfangen, slowenischsprachige Mitbürger zu terrorisieren!
Kaberattisten sagen Kärnten-Auftritt aus Angst vor rechter Gewalt ab
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Schitt. Das war eindeutig die falsche Reaktion-ich hätte mich über einen Auftritt der beiden Kleinkünstler echt gefreut und das wäre (im besten Fall) eine Lektion für Kärnten gewesen,wie der Lindwurm richtig schrieb.
Angst habe ich vor den ganzen deutschnationalen Kärntner keine, aber schön langsam gehen sie mir gewaltig auf den Sack.
Ich finde es geradezu enttäuschend, nein, erschreckend, dass die einzige Reaktion zu diesem Vorfall ein Schulterzucken zu sein scheint. Von politischer wie gesellschaftlicher Seite.
Gut, ich bin kein Fan von Stermann-Grissemann. Ihr Humor war und ist mir einfach zu stumpf. Aber das systemkritische Künstler in einem Land nicht auftreten können aus Angst vor Übergriffen, und dass so etwas von Seiten der Politik ignoriert, schlimmstenfalls unterstützt wird, halte ich für mehr als bedenklich.
Negative Reaktionen auf “Willkommen Österreich – Haider Edition” waren zu erwarten. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, schließlich hat jeder das Recht, seine Meinung kund zu tun. Aber dieser beispiellose Anschlag auf die Meinungsfreiheit und die Freiheit der (klein)Kunst und die Gleichgültigkeit dem gegenüber… Erneut bin ich betrübt, mich Kärntner nennen zu müssen.
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Ja dann hoffe, ich das es noch genügend Menschen mit klaren Geisteszustand gibt die in der Heimat verblieben sind und sich noch nicht im Exil befinden. Rest-Kärnten ist schon was besonderes ..