Österreichs Außenministerin Ursula Plassnik (ÖVP) fühlte sich heute bemüßigt, die Israelis via Presseaussendung zu maßregeln. „Die Sperre der Grenzübergänge zum Gazastreifen ist keine passende Antwort. Sie trifft primär die Zivilbevölkerung und ist sicher nicht der Weg, um die Menschen im Nahen Osten für Friedensansätze zu gewinnen“, ließ die Kärntnerin verlautbaren. Das klingt einleuchtend, denn die 170 Raketen, die allein in den vergangenen zwei Wochen aus dem Gazastreifen auf israelische Zivilisten abgefeuert wurden, sind sicher ein überzeugenderer Weg, die Menschen im Nahen Osten von Friedenslösungen zu überzeugen, nicht wahr? Die Israelis mögen es zwar – stur, wie sie sind – nicht einsehen, dass sie sich widerstandslos totbomben lassen sollen, aber von ihnen spricht die Frau Außenministerin ja nicht, sie spricht von den Menschen im Nahen Osten. Sprache kann furchtbar entlarvend sein…
Natürlich vergisst die Frau Minister nicht, die üblichen Floskeln von wegen „Gewaltspirale“ und davon, das „Feld nicht den Extremisten und Falken“ zu überlassen, zu verwenden. Und sogar den Israelis gesteht sie generös zu, „ein Recht auf ein Leben in Sicherheit und Frieden ohne die permanente Bedrohung durch Raketenbeschuss“ zu haben. Aber dass eben diese Israelis, deren Leben durch permanenten Rakentenbeschuss bedroht wird, sich wehren, das geht dann doch zu weit. Israel sollte auf Plassnik hören und das Leben seiner Bürger der höchst kompetenten UNO anvertrauen, die bisher noch jeden Völkermord im Nachhinein schärfstens verurteilt hat und gerade im Nahostkonflikt durch maximale Neutralität aufgefallen ist. Erst heute wieder hat UN-Menschenrechtskommissarin Navanethem Pillay Israel einen „Bruch des Völkerrechts“ vorgeworfen, ohne den Raketenhagel, der auf Israel niedergeht, auch nur mit einem Wort zu erwähnen.
Zusammengefasst: Würde Israel auf Figuren wie Plassnik oder Pillay hören, der Nahe Osten wäre schon bald ein großer jüdischer Friedhof.
6 Kommentare
November 20, 2008 um 2:43
Warum dürfen solche Pfeifen wie die Bohnenstange aus Kärnten eigentlich ein so hohes Amt bekleiden?
November 20, 2008 um 3:14
Also ich vermisse diese Bilder, wenn der kleine Schüssel mit der grossen Plassnik am Bildschirm zu sehen war- ihr gehört wieder ein kongenialer Partner zur Seite gestellt! Es ist so wie bei Dick und Doof(oder bei Bud Spencer und Terence Hill)-zussammen unschlagbar, aber einzeln eher ein Desaster.
Klar- zu solchen Aussagen wie sie Frau Plassnik getätigt hat, lässt man sich hinreissen,wenn einem „die andere Hälfte“fehlt, der „Lebensmensch“abhanden gekommen ist. Vielleicht könnte sie ja mit Petzner…
November 20, 2008 um 3:45
[...] Vgl. dazu auch Der Lindwurm: Skandalöser Völkerrechtsbruch: Juden lassen sich nicht abschlachten. [...]
November 20, 2008 um 8:03
apropos UNO Experten:
http://aron2201sperber.wordpress.com/2008/11/20/schweizer-prediger-als-krisengewinnler/
November 21, 2008 um 5:28
So ganz verstehe ich den Zusammenhang jetzt nicht – inwieweit verhindert die Sperrung der Grenze Raketenbeschuss?
November 23, 2008 um 7:27
[...] Völkerrechtsbruch: Juden lassen sich nicht abschlachten Überschrift auf Der Lindwurm, 20.11.2008 über die Maßregelungen Israels durch die österreichische Außenministerin und die [...]