Es war ja fast zu erwarten: Venezuelas Präsidentenclown Hugo Chavez stellt sich im Kampf der iranischen Bevölkerung für Freiheit und Demokratie auf die Seite der Feinde dieses Volks, auf die Seite der Wahlfälscher und Demonstrantenmörder. Es stellt sich aber die Frage, was einen laut Selbstdarstellung „linken“ Politiker dazu bewegt, ein klerikalfaschistisches Regime zu unterstützen? Einfache Antwort: Chavez ist in etwa so „links“ wie die vergreisten ehemaligen Zentralkomiteevorsitzenden der realsozialistischen Arbeiterhöllen, hat niemals Marx gelesen bzw. verstanden, ist stattdessen von einem faschistoiden Nationalismus inspiriert und von einem irrationalen Hass auf den Westen und vor allem die USA besessen, so wie sein Vorbild Fidel Castro (welcher, das sei den Klugscheißern gesagt, die USA schon lange vor seiner Machtergreifung und lange vor den Sanktionen gehasst hat wie die Pest). Kurz: Hugo Arschloch beweist einmal mehr, dass er eben kein Linker ist, denn links sein und gleichzeitig für religiöse Faschisten Partei zu ergreifen, das verträgt sich nicht. Das gilt übrigens auch für all die europäischen „antiimperialistischen“ Kollaborateure mit religiös-totalitären Bewegungen. Die sind ebenso wenig links wie Chavez, aber genau wie der Uniformfetischist aus Caracas von Gewalt und totalitären Lösungen fasziniert.
Juni 22, 2009...11:27
Hugo Arschloch
Zu den Kommentaren
7 Kommentare
Juni 22, 2009 um 1:33
„Hugo Arschloch“: Für diese schöne deutsche Prosa, sei dem Lindwurm gedankt!
Nebenbei: http://freeirannow.wordpress.com/
Juni 22, 2009 um 5:39
Linksfaschisten und Islamofaschisten – da wuchs zusammen, was definitiv moralisch und charakterlich zusammengehört.
Juni 22, 2009 um 8:22
Tja, Despoten mögen einander eben.
Schon witzig: Sonst sind die Linken immer für Revolution und den Kampf gegen das autoritäre/imperialistische Regime. Und jetzt, wo das einmal moralisch gerechtfertig wäre (wo die gewalttätige Autorität diesmal liegt, ist kaum zu übersehen), sympathisiert dieser venezuelanische Clown lieber mit den Tyrannen.
Danke für die klaren Worte.
Juni 22, 2009 um 9:37
das trifft den nagel auf den kopf.
Juni 23, 2009 um 9:54
volltreffer
Juni 23, 2009 um 4:11
Es war immer das Ziel dieser speziellen Sorte Linker und ist es immer, einen Zustand zu schaffen, in dem sie sich einrichten, den Sozialismus für erreicht erklären und jede weitere Veränderung als konterrevolutionär bekämpfen — also nichts anderes als die Errichtung einer Diktatur. Und das hat verblüffende Ähnlichkeit mit dem Mullahregime. Gleichgesinnte.
Juni 24, 2009 um 4:18
der Titel ist zwar nicht sehr elegant formuliert – aber inhaltlich ist der Beitrag absolut richtig