November 10, 2009...12:11

Gefährliches Eisenstadt

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In der burgenländischen Metropole Eisenstadt geht es gefährlich zu. Stets ist mit einem blutigen Selbstmordanschlag von radikalosteuropäischen Terroristen zu rechnen. Daher fordert die SPÖ auch das einzig Richtige: Soldaten sollen in Eisenstadt für Sicherheit sorgen. Sorry fürs Blödeln. Der wahre Grund für das Begehr der Roten: Pro Tag komme es landesweit zu drei Einbrüchen, so Landesgeschäftsführer Robert Hergovich. Die Kriminalität steige, am stärksten in der Landeshauptstadt und im Bezirk Eisenstadt, wo es bis zu sechs Anzeigen täglich gebe. Hier könne man nicht länger zuschauen, „jetzt muss endlich etwas passieren“, erklärte Hergovich.

Tja, Herr Hergovich, sie Genie, was „passieren muss“, wäre ein Wohlstandsaufschwung in Osteuropa, sonst werden auch die schmucken Bundesheersoldaten nix nützen. Und ja, sie haben recht damit, eine Aufstockung der einst von ÖVP und der großen „Sicherheitspartei“ (lol) FPÖ eingesparten Polizeikräfte zu fordern, denn gegen Einbrecher sind die Damen und Herren von der Exekutive allemal effektiver als die schlecht ausgebildeten Milchgesichter vom Bundesheer. Aber ok, wenn die Burgenländer unbedingt freiwillig das haben wollen, was zB Israel unter Zwang haben muss, nämlich bewaffnete MP-Träger/innen allerorten und Straßensperren und Kontrollen, dann noch viel Spaß damit. Ach ja, ich hätte noch einen Tipp für die nächste Aussendung der SPÖ-Burgenland: Unbedingt die Errichtung eines Sicherheitszauns zu Ungarn fordern. Ich denke, das würde sich angesichts der Feierlichkeiten zum 20jährigen Jubiläum des Endes des Eisernen Vorhangs besonders gut machen.

3 Kommentare

  • Ham die bald Wahlen im Burgenland?

    Ansonsten sei dem Herrn Hergovich die Lektüre der Verfassung angetragen. Der Einsatz des Bundesheeres nach innen ist seit dem Ende des 2.Weltkrieges ausdrücklich ausgeschlossen. (Gott sei Dank).

  • was zB Israel unter Zwang haben muss, nämlich bewaffnete MP-Träger/innen allerorten und Straßensperren und Kontrollen

    Ich weiß ja nicht, welche Teile von Israel du bisher gesehen hast, aber an den allermeisten Orten sieht man keine „MP-Träger/innen“, maximal an gewissen Plätzen mit erhöhten Sicherheitsanforderungen, wie z.B. der Westmauer, selbst die Security an Bus- und Zugbahnhöfen ist nicht schwer bewaffnet, „einfache“ Pistolen sind da der Standard. Und Straßensperren?! Die einzigen, die mir untergekommen sind, sind die auf den Transitstraßen durch’s Westjordanland, z.B. wenn man von Jerusalem aus nach Elat oder Masada fährt. Möglicherweise verwechselst du Security-Personal mit SoldatInnen in ihrer Freizeit. Und die haben zwar Munition mit, deren Waffen sind aber nicht einmal halbgeladen.

  • Ich habe noch nie begriffen was das Bundesheer eigentlich dort unten noch soll.
    Die Grenzen sind seit ein Jahren offen! Oder bewachen die Soldaten noch den abgerissenen Eisernen Vorhang?
    Andererseits, was haben wir zu meiner Zeit gemacht? Sinnlos in der Gegend herumgestanden und gesoffen … ist egal, ob man das in der Kaserne tut, oder an der bgl. Grenze.


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