Das sind nicht unsere Freunde

Ein guter, wichtiger Kommentar auf Ynet, der einmal mehr betont, was ich seit Jahren schreibe: Rechtsradikale, die vorgeben, Freunde Israels zu sein, sind keine Freunde Israels. Die haben nur vorübergehend ihr Lieblingsfeindbild, die Juden nämlich, gegen Muslime ausgetauscht. Wer genau hinsieht auf das, was in den Zirkeln der so genannten “Neuen Rechten”, die sich nach außen israelfreundlich gibt, diskutiert wird, der stößt sehr rasch auf Antisemitismus der schlimmsten Sorte. Die vorgeblich freundliche Haltung gegenüber Juden und dem jüdische Staat Israel hat für diese “Neue Rechte” nur eine einzige Funktion, nämlich eine taktische.

8 Kommentare

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8 Antworten zu Das sind nicht unsere Freunde

  1. borrachon

    Hmm,
    wer aber auf Foren der deutschen Linkspartei und norwegischer “Pro-Palästina” Kommitees schaut findet auch sehr bald Antisemitismus der schlimmsten Sorte. Oder wie heißt es in einem Kommentar zu dem Artikel: “Norway is our enemy, the American right is our friend.”

  2. Tom93

    Ja, borrachon, findet man – UND ?

  3. Lustig – Jnet bezieht sich auf bekannte, proisraelische Parteien wie die FPÖ, FN und ähnlich gelagerte Konsorten.

  4. Guerrero

    Den gleichen Schiss gibts doch jetzt an jeder “linken” Ecke – und Ynet hat in seinem Artikel eigentlich nur, die “FPÖ” und “FN” angeprangert und wenn man’s breit fassen will, den Finni.

    “Diese neuen Nazi-Parteien, ganz egal, wie sie heißen und wie sie sich verbrämen, diese Parteien in ganz Europa, in Skandinavien, in Frankreich, in Italien, in Holland und überall, sind eine Riesengefahr für Europa. Die europäischen Rechtsparteien hätten den Antisemitismus durch die Islamophobie ersetzt. Lasse man sie gewähren, dann beschreite man eine Entwicklung, wie in Deutschland in der ausgehenden Weimarer Republik. Das ist ein Vorgang, den man noch ganz am Anfang ersticken muss.”
    http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15271322,00.html

  5. magellan

    Es wäre ratsam, wenn sich alle wieder etwas einkriegen würden. Sowas gehässiges, wie manche antifa-standard-poster vom stapel ließen, sucht seinesgleichen
    Den vorwurf kann man ihnen nicht ersparen, dass sie mit diesem widerlichen triumphgeheul die stimmung noch mehr aufheizen. Mir erscheint das alles wie eine sportveranstaltung: WER IST FIESER
    Dabei repräsentieren die sog. linken und rechten die Tasten ein und desselben Klaviers. Und der “feind” ist ein gemeinsamer.

  6. tom93

    das “triumphgeheul” über 80 erschossene jungsozialisten?
    magellan, bist du irgendwo ang’rennt?

  7. magellan

    Du weißt ganz genau, dass mit “triumphgeheul” NICHT die furchtbare untat gemeint ist, die da gefeiert wird, sondern die vermeintliche tatsache, dass man den rechten endlich wieder ein kapitalverbrechen anhängen kann. Deine reaktion repräsentiert haargenau die taktik, nach der die die ach so gerechten aus Eurer ecke vorgehen: Eine gestellt naive umdeutung von ereignissen, die solange in die welt hiausposaunt werden muss, bis sie wahr wird.

    Sehr schräg, wie eine gruppe von menschen glaubt, quasi unfehlbar zu sein in ihrem ge”rechten” kampf gegen das böse schlechthin!

  8. tom93

    ja, magellan, du hast recht.
    mir ist klar, dass du “triumph” nicht auf den tatsächlichen akt der erschiessung beziehst, sondern auf die argumentative “verwertbarkeit”.
    und vielleicht sollte man auf die ständige rechtsrechte polemik nicht mit einer ebensolchen antworten.

    aber ich sage dir jetzt etwas, dass in die panischen und gehetzten hirne derer, die sich einem ständigen abwehrkampf gegen das “gute” befinden, nicht hineingeht:

    ich würde sehr gerne auf diesen triumph plus geheul verzichten, wenn dafür 80 junge “gutmenschen” wieder am leben wären.

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