Beschneidung: Pogromstimmung wabert durch die Zeitungen

Was jeder, der noch bis drei zählen kann, vorhersagen konnte, ist natürlich eingetroffen: Die unselige “Beschneidungsdebatte” lässt alle Dämme brechen und lockt die niederträchtigsten Antisemiten aus ihren Höhlen. Der ehemalige IKG-Präsident Ariel Muzikant findet drastische Worte zum diskutierten Beschneidungsverbot in Österreich, die allerdings gar nicht mehr so drastisch klingen, wenn man ein wenig Ahnung hat vom Judentum und der zentralen Bedeutung der Beschneidung (Ein Beschneidungsverbote “wäre dem Versuch einer neuerlichen Schoah, einer Vernichtung des jüdischen Volkes, gleichzusetzen – nur diesmal mit geistigen Mitteln”). Mittlerweile fordert ja eine breite und höchst interessante Koalition, die von Nazis wie der NPD und Rechtsaußenpolitikern wie dem Kärntner Landeshauptmann (der ja im Moment keine größeren Sorgen zu haben scheint und der sich nicht entblödet zu behaupten, keinen Unterschied zwischen männlicher und weiblicher Beschneidung zu erkennen) über diverse Kinderrechtler aller Fraktionen bis hin zu Grünen, manchen Sozialdemokraten und dezidiert Linken, die Religionskritik mit Religionsvernichtung verwechseln, reicht, dass man den Juden gefälligst eine ihrer heiligsten Traditionen verbieten müsse. Und damit eben jüdisches Leben in Deutschland und Österreich unmöglich machen würde. Wer sich, wie ich, gedacht hatte, das würden sie sich nicht trauen, die Antisemiten, zumindest nicht in den nächsten 1.000 Jahren nach dem Holocaust, der war auf dem Holzweg. Sie trauen sich, und sie fühlen sich auch noch moralisch überlegen dabei. Da ist es kein Wunder, wenn der Pöbel sich ermuntert fühlt, seinen antisemitischen inneren Schweinehund Gassi zu führen und auf Muzikants Warnung entsprechend reagiert. In diesen Tagen gilt besonders, dass man einen Antisemiten daran erkennt, dass er seine Sätze mit “ich bin kein Antisemit, aber” beginnt. Und Dummköpfe erkennt man daran, dass sie tatsächlich davon ausgehen, ihre wie auch immer motivierte Kritik an der männlichen Beschneidung würde vom braunen Gesindel nicht als Jagdschein (miss?)verstanden werden.

“Kleine Zeitung”:

“Der Standard”:

“Kurier”:

“Die Presse”:

“Krone”:

44 Kommentare

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44 Antworten zu “Beschneidung: Pogromstimmung wabert durch die Zeitungen

  1. tom93

    ja, wirklich ekelhaft – aber keine überraschung

    diese beiträge gehören an die grosse glocke gehängt. zumindest die zuständigen redakteure sollten dazu stellung beziehen müssen.

  2. heisseluft

    Du hast es wieder mal auf den Punkt gebracht, herr Lindwurm! Von den geposteten Kommentaren wird mir speiübel! Da haben sich entweder alle Schleußen geöffnet oder diverse rechtsextreme Parteiverbände, “antizionistische Linke” und rechtsextreme Vereine haben sämtliche Foren okkupiert um eine Meinungshoheit zu simulieren…(was aber irgendwie nach Verschwörungstheorie klingt oder nach Wunschdenken)!
    In Sinne dieser graußigen Würschtel: wer Religionsfreiheit und unterschiedliche Lebensweisen nicht akzeptiert, sollte in ein land verschwinden, in dem das auch gesetzlich nicht akzeptiert wird. Also liebe Antisemiten, ab nach Nordkorea!!!

  3. borrachon

    Wobei mal andererseits sagen muss, dass der Shoah-Vergleich wirklich dämlich war. Auch nicht viel gescheiter wie die unselige “Holocaust auf Ihrem Teller” Kampagne. Vielleicht sollte wieder etwas mehr Vernunft einkehren. Beschneidung führt weder zum “grausamen und langsamen Tod” von Kindern noch ist sie eine “unbedingt notwendige hygienische Maßnahme”. Es ist allerdings schon sehr seltsam wie wichtig es für manche Religionen ist ob nun ein Stück vom Pimmel dran ist oder nicht…..

  4. “Und damit eben jüdisches Leben in Deutschland und Österreich unmöglich machen würde.”

    So ein Quatsch. Man kann Religionen auch mit intakter Vorhaut ausleben.

  5. “wer Religionsfreiheit und unterschiedliche Lebensweisen nicht akzeptiert, sollte in ein land verschwinden, in dem das auch gesetzlich nicht akzeptiert wird.”

    Och, genau so gut könnte man sagen: Wer das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper nicht akzeptiert, sollte in ein Land verschwinden, in dem das auch gesetzlich nicht akzeptiert wird.

    Es ist mir irgendwie unverständlich, wieso Religionen das Recht haben sollten, ungefragt am Pimmel eines anderen rumzuschneiden.

  6. josef

    hier progromstimmung herbeizureden ist selber fas.stuides gegenargument:
    wenn die religion “X” vorschreiben würde,
    es ein jahrhundertelanger brauch wäre
    und es käme jemand, der sagt, was es eigentlich ist,
    nämlich “X”, dann würde man sofort
    antisemitismus, islamophobismus, religionsfeindlichkeit
    oder – schlimmer noch: atheismus orten.

    nun setzen wir beliebig ein:
    X= nass machen (taufe)
    X= körperverletzung
    X= kannibalismus
    X= männl. beschneidung
    X= FGM

    aber klar, wer progrom sehen will, der sieht progrom und in vielen fällen wahrscheinlich nicht zu unrecht.

  7. Alexander

    die dabatte ist eine völlig legitime. es geht um die konsequente zurückdrängung der religion aus bereichen, in denen sie nichts zu suchen hat.
    sklaventum und väterliches züchtigungsrecht waren auch tradition. bis es eben verboten wurde.
    eine religion, die körperliche eingriffe bei unmündigen durchführt ist diesbezüglich nicht zu schützen. das mit antisemitismus und progromen gleichzusetzen zeugt einfach nur von ignoranz und/oder verfolgungswahn.

    religionen sind von menschen erzeugte, dogmatische konstrukte. nie hat irgendein gott irgendjemandem irgendwas befohlen. wer mir jetzt mit irgendwelchen “schriften” kommt, sitzt schon so tief in der suppe, dass er den tellerrand schon lange nicht mehr sehen kann.

    trotzdem will ich niemand daran hinder zu glauben, was er/sie will, solange das nicht zum nachteil anderer geht.

    körperperliche unversehrtheit vor religionsfreiheit!

  8. markus

    fürn lindwurm einseins11

    lg

  9. Amet Mut

    Wenn dieses rechte Gesindel sich wirklich für die Kinder interessieren würde würden sie zumindest einmal die Klappe halten. Ja ich gebe zu, dass Antisemiten und Islamophobe auf diesen Zug aufspringen. Das ist mehr als ärgerlich und sollte so weit wie möglich strafrechtlich verfolgt werden.
    Aber das ändert doch nichts am Kern der Sache: Jede Religion muss sich an Gesetze halten die für alle gelten. Und dies beinhaltete nun einmal auch die Körperverletzung an Kindern. Wenn hier Ausnahmen gemacht werden, dann können wir auch Steinhaufen neben Scheidungsgerichten und Schwulenbars aufschütten und für den sofortigen Gebrauch freigeben. Und es werden sich in allen drei monotheistischen Weltreligionen Leute finden lassen die eifrig Gebrauch von dieser Möglichkeit machen werden.

    Es gibt sowohl im Judentum als auch im Islam durchaus interne Diskussionen wie die religiösen Rituale an einen modernen Staat angepasst werden können. Ich nenne hier nur einmal Brit Shalom und Jews against circumcision. Ich denke nicht dass jüdisches Leben zerstört würde. Es würde vielleicht einige Zeit dauern aber nach einer Generation – und dessen bin ich mir sicher – würde die Welt die Vorreiterrolle in Sachen Kinderschutz anerkennen. Auch und vor allem die Eltern die nicht zusehen müssen wie sich ihre Söhne vor Schmerzen krümmen.

  10. Lass die brüllen, Lindwurm. Jetzt lassen eben viele endlich ihre Masken fallen.

    Im Übrigen: Feststellung des Bundesverfassungsgerichts, dass zur Religionsfreiheit auch das Recht gehöre, „sein gesamtes Verhalten an den Lehren seines Glaubens auszurichten“.

    @josef

    wenn man Wort benutzt, sollte man auch wissen wie man sie schreibt. Progrom kann sicher nicht, denn pro kommt aus dem Lateinischen und POgrom aus dem Russischen. Da geht schon daher nicht zusammen.

  11. “So ein Quatsch. Man kann Religionen auch mit intakter Vorhaut ausleben.”

    Das sollte man doch bitte den Religionen selber überlassen. Ich glaube nicht, dass die Nachhilfe brauchen.
    Dass ein solches Verbot jüdisch religiöses Leben unmöglich macht, wissen Juden besser.

  12. “Aber das ändert doch nichts am Kern der Sache: Jede Religion muss sich an Gesetze halten die für alle gelten. ”

    Welches Gesetz verbietet denn Beschneidungen? Es gibt weder gegen noch dafür ein Gesetz. Vor dem Urteil in Köln gab es kein Kläger und kein Richter, daher ist die Feststellung falsch, wenn sie denn so gemeint war, Religionen halten sich nicht an die Gesetze.
    Und bitte hört auf von Ritualen zu schreiben, das ist weder ein Brauch noch ein Ritual, es ist ein Gebot, was etwas völlig anderes ist.

  13. Pingback: Der deutsche und österreichische Mob meldet sich zu Wort « Zwischenwelten

  14. Amet Mut

    Nein, ich wollte nicht unterstellen dass sich Religionen nicht an das Gesetz halten. Ich will damit ausdrücken, dass Religionen nicht über dem Gesetz stehen. Wenn also die Beschneidung von Jungen aus nicht medizinischen Gründen als strafbare Körperverletzung gewertet wird – und sei es nur durch die aktuelle Rechtsprechung – kann es in einem säkularen und weltanschaulich zur Neutralität verpflichteten Staat keine Ausnahme für religiöse Beschneidungen geben. Somit halte ich es persönlich für unmöglich ein grundgesetzkonformes Gesetz zu formulieren, dass die Beschneidung von minderjährigen Jungen aus religiösen Motiven ausdrücklich erlaubt.

    Verzeihung wegen des Ritus. Hier noch ein paar Gebote – nachzulesen auf http://www.jewsagainstcircumcision.org/

    “In the 613 mitzvos, we” (Anm. gemeint sind Personen jüdischen Glaubens) “are commanded to:
    (N 41) Not imprinting any marks on our bodies (Lev. 19:28)
    (N 45) Not making cuttings in our flesh (Deut. 16:1)

    The following acts are traditionally punishable by death according to the Torah:
    Cheating on your husband (Lev 20:10)
    Fornicating — if you’re female (Deut 22:21)
    Homosexuality (Lev 20:13)
    Blasphemy (Lev 24:16)
    Insulting one’s parents (Exod 21:17)
    Disobeying one’s parents (Deut 21:18-21)


    Mir ist nicht bekannt, dass diese Gebote heute noch praktiziert werden oder auch nur die Forderung danach besteht. Wo also liegt der Unterschied? Das konnte mir noch niemand erklären. Falls es jemand kann bitte, bitte erleuchtet mich.

  15. Hallo Amet Mut,

    die kann es auch nicht mehr geben, weil nur ein Sanhedrin die Todesstrafe aussprechen konnte und da es dies seit der Zerstörung des Tempels nicht mehr gibt, gibt es logischerweise auch keine Todesstrafe mehr. Wobei ich doch einen Unterschied zur Brith Mila sehe.

    Die oberen Gebote beziehen sich auf Tätowierungen, wobei es nicht um eine Verstümmelung geht, dass diese verbietet, sondern darum, dass sich viele Götzendiener damals etwas auf die Haut drucken ließen.
    Es hat alles unterschiedliche Gründe, die nichts mit Beschneidungen zu tun haben, bzw. die nichts damit zu tun haben, Beschneidungen an Jungen zu verbieten.

    “Somit halte ich es persönlich für unmöglich ein grundgesetzkonformes Gesetz zu formulieren, dass die Beschneidung von minderjährigen Jungen aus religiösen Motiven ausdrücklich erlaubt.”

    Das wird sicher nicht einfach für den Gesetzgeber, aber wie ich oben schrieb, hat das BVG auch schon folgendes in einem anderen Fall vor nicht allzu langer Zeit beurteilt:
    Feststellung des Bundesverfassungsgerichts, dass zur Religionsfreiheit auch das Recht gehöre, „sein gesamtes Verhalten an den Lehren seines Glaubens auszurichten“.

  16. alice

    @Yael
    Haben Sie nicht einen eigenen Blog, auf dem Sie Ihr Sendungsbewusstsein in seiner ganzen voluminösen Fülle ausleben können? Das wird allmählich echt schon lästig, wenn man dauernd nur auf Ihre Posts stösst. Oder schreiben Sie doch ein Buch drüber!
    Wollte zu diesem echt leidigen Thema bereits das furchtbare Video, das auf PI erschien hierher verlinken……

  17. Eigentlich möchte ich gar nicht wirklich haben, dass sie diesen Kommentar freischalten, weil ich in kleinster Weise mit all den kommentierenden Volksverhetzern (ein noch gültiger Straftatbestand), einschließlich Ihrer Wenigkeit, im selben Atemzug auf einem derart nach Selbstgerechtigkeit nur so vor sich hin strotzenden Medium in Erscheinung treten will.

    Was ist, bitte sehr, an den Unmutsäußerungen der von Ihnen zusammengetragenen Kommentare zu bemängeln? Wollen Sie in der Tat behaupten, dass es sich bei diesen Menschen um sogenannte Antisemiten handelt? Wenn ja, dann haben Sie dringenden Aufholbedarf, was dass erkennen von Hassbotschaften betrifft, dass Sie künftig hin besser unterscheiden lernen, zwischen Gegnern einer Körperverletzung und den sogenannten Antisemiten

    Ein Tipp: tapferimnirgendwo.wordpress.com/hassmails

  18. Amet Mut

    Yael,
    zunächst danke für die Aufklärung. Ich freue mich immer wenn ich Wissenslücken schließen kann. Können Sie mir bitte auch Ihre Sicht zu den folgenden Aussagen mitteilen? Ich habe sie im der ersten Antwort nicht erwähnt um den Post nicht noch länger zu machen. Gleiche Quelle (http://www.jewsagainstcircumcision.org/)

    • Slavery (Exod 21:1-11, Deut 15:12-18)
    • Animal and human sacrifices (Lev 4:3, 4:23)
    • Divorce for men only (Deut 24:1)
    • Female subservience to men including obedience to every order and no right to refuse sex, (Gen 3:16)

    Lässt sich Judentum und die Existenz jüdichen Lebens und Kultur auf eine kindliche Vorhaut reduzieren? Ich weigere mich dies zu glauben, denn dies wäre in meinen Augen tatsächlich eine schwere Beleidigung für eine Religion und Kultur, die wie alle anderen auch Respekt und Hochachtung verdient.

    Zurück zu den gesetzlichen Aspekten. Ich gestehe jedem zu sein komplette Leben an seiner Religion auszurichten und diese frei auszuüben solange nicht die Rechte anderer betroffen sind. Wenn ich nun davon ausgehe dass Kinder nicht als Eigentum ihrer Eltern anzusehen sind, sondern eigenständige Menschen mit allen Grundrechten ausgestattet, dann haben Kinder m.E. auch das Recht auf einen unversehrten Körper solange nicht medizinische Gründe einen Eingriff erforderlich machen. Ich spreche niemandem das Recht ab seine Kinder religiös zu erziehen, genauso wenig wie ich Eltern das Recht abspreche ihre Kinder in anderen Angelegenheiten gemäß ihrer Weltanschauung zu erziehen. Aber auch die nicht religiöse Erziehung hat Grenzen. Ich sehe einen eindeutigen Widerspruch, wenn es Eltern nicht erlaubt ist ihre Kinder zu schlagen aber aus religiösen Motiven eine Körperverletzung durchzuführen. Wenn ich sie recht versanden habe – dann haben sie die Beschneidung selbst als Verstümmelung bezeichnet oder habe ich das missinterpretiert? Ich bin nicht gegen eine Beschneidung ich bin gegen den Zeitpunkt der Beschneidung. Ich weiß, dass dies mit den jüdischen Geboten schwer zu vereinbaren ist. Aber andererseits ist es – wie sie ja festgestellt haben – auch für den Gesetzgeber schwer dies explizit zu erlauben. Wenn wir alle zusammenleben wollen dann kann ich nur dem Staat den Vorrang geben. Religion ist Privatsache und kann von jedem so ausgeübt werden wie er will aber sie findet eben m.E. ihre Beschränkung wenn Rechte und Freiheiten anderer berührt werden.
    Haben sie auch bedacht, was passiert wenn das Kind mit der Religionsmündigkeit seinen Anspruch erhebt sein komplettes Leben eben nicht jüdisch oder muslimisch auszurichten? Wie will man ihm dann dieses Recht wieder zugestehen? Eine Beschneidung ist irreversibel.

    Dies ist eben meine Meinung ich mache von meinem Recht Gebrauch diese frei zu äußern. Ich gestehe jedem zu anderer Meinung zu sein. Es geht darum Argumente auszutauschen und zu hoffen den “Gegner” zu überzeugen, indem man seine Argumente widerlegt und anzweifelt.
    Und es stimmt mich ehrlich gesagt traurig, wenn ich von manchen Leuten in einen Topf mit Antisemiten und rechten Gestörten geworfen werde.
    Yael, ich bin noch gespannt auf die Antwort der obigen Fragen. Ich werde mich dennoch an diesem Punkt aus der Diskussion in diesem Forum zurückziehen und danke nochmal für das beseitigen einer Wissenslücke.

  19. alice

    Was sollte mich mich Ihr Gelabere interessieren, Anonymous?
    Ich schreibe wo ich will, es sei denn Sie halten es nicht so mit der Meinungsfreiheit, ergo, diese bezieht sich wohl nur auf Typen wie Sie!

    Und Tschüss!

  20. Hallo Amet,

    “Lässt sich Judentum und die Existenz jüdichen Lebens und Kultur auf eine kindliche Vorhaut reduzieren? ”

    Nö, das sagt ja auch keiner.

    Slavery (Exod 21:1-11, Deut 15:12-18)
    • Animal and human sacrifices (Lev 4:3, 4:23)
    • Divorce for men only (Deut 24:1)
    • Female subservience to men including obedience to every order and no right to refuse sex,

    Menschenopfer gab es nie. Tieropfer nur im Tempel, aber der existiert nicht mehr. Frauen können sich selbstverständlich auch scheiden lassen.
    Sex darf jede verweigern, ich kenne diese Übersetzung so überhaupt nicht. Im Gegenteil, die Frau hat Anrecht auf ein erfülltes Sexualleben, der Mann muss diese ausdrücklich erfüllen und eine Frau hat das Recht, wenn der Mann ihr sexuelles Bedürfnis der nicht erfüllt, sich scheiden zu lassen. Das widerspricht dem oben zitierten. Daher kommt mir das nicht ganz koscher vor. Aber dazu müsste ich die entsprechenden Stellen alle inklusive Kommentare lesen, aber das nimmt viel Zeit in Anspruch.
    Sklaverei ist kein Gebot im Judentum, es wurde lediglich geregelt, wie z.B., dass am Schabbes auch Sklaven und Tiere “ruhen” müssen etc.

    “Wenn ich sie recht versanden habe – dann haben sie die Beschneidung selbst als Verstümmelung bezeichnet oder habe ich das missinterpretiert?”

    Nein, es ist auch für mich keine Verstümmelung, sondern das bezog sich aufs Tätowieren, denn diese wird oft als Verstümmelung angesehen, obwohl das Verbot nichts damit zu tun hat. Das wird oft verwechselt.

    “Eine Beschneidung ist irreversibel. ”

    Das ist nicht richtig, es gibt heute operative Methoden, das wieder sozusagen rückgängig zu machen.

    “Haben sie auch bedacht, was passiert wenn das Kind mit der Religionsmündigkeit seinen Anspruch erhebt sein komplettes Leben eben nicht jüdisch oder muslimisch auszurichten?”

    Das kann man aber auch mit einer Beschneidung, es gibt keine Religion, die beschnittene nicht aufnimmt.
    Die Beschneidung ist auch kein Zeichen, dass jemand Jude ist. Die Religionszugehörigkeit hat damit nichts zu tun, die wird über das jüdischsein der Mutter entschieden. Die Beschneidung ist ein Zeichen des Bundes mit Gott.

    “Und es stimmt mich ehrlich gesagt traurig, wenn ich von manchen Leuten in einen Topf mit Antisemiten und rechten Gestörten geworfen werde.”

    Das kann ich gut nachvollziehen, aber ich sehe Sie da ganz bestimmt nicht. Ich freue mich mehr, dass ein Ausstausch möglich ist und Sie sich für das Judentum so interessieren. Vielen Dank dafür.

    Alles Gute!

  21. “Wollte zu diesem echt leidigen Thema bereits das furchtbare Video, das auf PI erschien hierher verlinken……”

    Ich hoffe, Lindwurm wird nie etwas von dieser rechtsextremistischen und Islamhassenden und überhaupt religionshassenden Dreckseite veröffentlichen. Verschonen Sie uns mit dem rechtsextremen Mist hier. Tschüss, HaFalzan!

  22. Schulamith

    @alice

    PI-Tante, schreibt doch bei PI, da gehören rechte Idioten wie Du hin. :D

  23. alice

    @Yael
    Ach ja? Meinungsfreiheit würde sich nur auf “Typen” wie mich beziehen??
    Welcher Tatsache verdankt denn dieser Artikel seine Existenz? Doch wohl der, dass die Meinungsfreiheit der Beschneidungsgegner als Antisemitismus deklariert. Gleich der erste Kommentator, tom, fordert doch umgehend, dass die Redakteure, die “SOLCHE” Kommentare in Zeitungen freischalten, angeprangert werden müssten und Stellung beziehen sollten.

    Ihre Replik andererseits lässt auf Ihre hochmütige Haltung schließen.

    Und eine Frage sei mir noch gestattet: Wer bestimmt denn eigentlich, was “rechts” oder gar “rechtsextrem” ist?

  24. “Doch wohl der, dass die Meinungsfreiheit der Beschneidungsgegner als Antisemitismus deklariert.”

    Wer tun denn das? Ich sehe hier niemanden. Dass die Kommentare, die Lindwurm eingestellt hat, antisemitisch sind, ist keine Frage. Wenn das jemand anders sieht, würde ich gern Argumente dagegen lesen. Darum geht es bei Ihnen nun wirklich nicht, sondern Sie wollen sich über mich auskotzen. Tun Sies, wenns Ihnen Spaß macht. Aber das interessiert hier niemanden. Mich sowieso nicht, denn es geht Sie schlicht nichts an, wo oder was ich schreibe. Wenn überhaupt, hat das die Betreiber der Blogs anzugehen, Sie aber nicht.

    PI ist eindeutig rechts, da kann sogar die NPD in Sachen Moslemhass von vielen dort was dazulernen. Die geben sich den Anschein der Israelfreundlichkeit, aber eben nur den Anschein. Und das nur, weil sie Moslems hassen. Israel ist nur der Mittel zum Zweck. Wehe Israel oder Juden tun mal etwas, was sie nicht wollen, dann kommt deren wahre Gesinnung zum Vorschein. Da wird auch schon mal der Holocaust geleugnet.

    http://www.politblogger.eu/warum-pi-bei-pro-israel-demos-unerwunscht-ist/

    Aber Gott sei Dank sind die hier nicht Thema und mit denen will ich auch nichts zu tun haben.

    Also argumentieren Sie. Auf eine weitere persönliche Anmache werde ich nicht mehr reagieren.
    Schönen Abend noch.

  25. Ahmet Mut,
    danke für Deine Fragen. Chapeau, dass Du fragst und etwas wissen willst!

    Und bezeichnend immer, wie Yael hier angegangen wird, weil sie es wagt, auf gute Fragen zu antworten und den jüdischen Standpunkt zu erläutern.

  26. alice

    Was PI betrifft, so bin ich da eher distanziert. Dieses schreckliche Beschneidungsvideo habe ich auch nur entdeckt, weil ich einem Link gefolgt bin. Leider. Denn diese – von einem Chirurgen durchgeführte (!!) – Operation hat sich (hoffentlich nicht für immer) in mein Gedächtnis eingebrannt. Und nur aus diesem Grund fühlte ich mich bemüßigt, hier einen klitzekleinen Aspekt meiner Wahrnehmung zu deponieren. Doch ich weiche der (Wort)Gewalt :-) !!

    Nur eins noch: Was bedeutet ‘HaFalzan’? Konnte auf Google nichts Erhellendes finden. Wahrscheinlich ist es etwas Beleidigendes…..

  27. wiltrud

    @alice: falzan= aufgeblasene Null, Furz
    yael wirft gerne mit schimpfwörtern um sich, sie hat scheinbar eine stattliche sammlung davon ; )

  28. Wiltrud, da wissen Sie mehr als ich. :D
    Und was angebliche Beleidigungen angeht, ist Alice kein Kind von Traurigkeit. Aber damit habe ich weniger Probleme als mit Antijudaistinnen wie Sie. Und Tschüss.

  29. Schulamith

    Das wirst du sicher finden, Wiltrudchen.

    אנטישמי להתראות! :D

  30. alice

    @wiltrud

    Danke für die Aufklärung! Das ‘Kompliment’ will ich gerne erwidern.

    Abgesehen davon, erscheint diese Debatte eher wie ein riesiges Ablenkungsmanöver. Die Leute sollen sich an Nebenschauplätzen ereifern und ihren Frust abladen. Nebenbei könnte man ja vielleicht noch ein kleines Gesetzerl verabschieden, das den Nanny-Staat noch besser zum Eingreifen in familiäre Belange legitimiert. Nein, ich höre nicht das Gras wachsen! In Holland sollen schon dicke Kinder der Familie entzogen worden sein – Prävention vor Gesundheitsschäden. Nachtigall, ick hör’ dir trapsen….
    Ich wünsche allen noch einen schönen Rest-Sommer!

  31. wiltrud

    nicht scheinbar, es sei denn Du wolltest Dich selbst Lügen strafen.

    Anscheinend ist das Wort meine Süße, anscheinend.

  32. Schulamith

    Stimmt sogar, Alice. Vor allem aufgeblasen durch Menschen die das gar nichts angeht: Nämlich euch: Nichtjuden und Nichtmuslime. Sieht man vor allem im deutschsprachiges Raum und hier.
    Gell, Wiltrudchen? :D

  33. wiltrud

    @yael, schuamith: beschränken sich ihre hebräischkenntnisse nur auf schimpfwörter?
    sie instrumentalisieren religion u. verstecken sich dahinter um ihre argumentationsnot zu verbergen und andersdenkende zu verunglimpfen.
    ich werde diese “diskussion” nun auch mit ihren mitteln beenden:
    ” Und Tschüss,אנטישמי להתראות!”, “Tschüss, HaFalzan!”
    “Ich sag mal lieber auf Hebräisch, was ich von Ihnen in Zukunft zu halten habe:לקק לי את התחת!”

  34. Ich habe argumentiert, aber ob Sie das kapieren oder nicht, ist mir völig schnuppe.
    Sie gehen mit auf den Geist, Wiltrud. Zur Diskussion haben Sie ja eh nichts beizutragen außer Ihrem bekannten Antijudaismus. Geschenkt.

  35. Schula

    Ach Wiltrudchen, das gebe ich gern zurück: לקק לי את התחת!”
    Argumente bei Ihnen? Null. Tschüsschen, Klein Wiltrud.

  36. alice

    Obwohl ich mich bereits verabschiedet hatte, werden wir mir noch Prügel nachgeworfen.
    “Du hast SOGAR recht” spricht doch schon Bände. Und danke, dass mir ein Blick hinter die Fassade der Höflichkeit gewährt wurde.
    Was Wiltrud vor den Anfeindungen so Böses gesagt haben soll, erschließt sich mir leider nicht. Wahrscheinlich bin ich einfach zu unsensibel dafür. LOL

    Btw Wo bleibt die Gleichbehandlung? Manche dürfen von WIR und IHR reden, andere wiederum nicht…….????

  37. Schula

    Kann ich dir gerne noch mit auf den Weg geben: Wiltrud diagnostiziert Juden und Muslime hätten ein grausames Gottesbild, würden ihre Kinder auf dem Altar opfern. Daß sie später schrieb, so hätte sie es nicht gemeint, ist unerheblich, denn nichts anderes schrieb sie.

    Du widersprichst dir doch selber. Erst willst du ein Video einstellen, daß zeigen soll, wie grausam Beschneidungen sind (bezeichnender Weise vom Hetzblog PI), dann schreibst du selber wie lächerlich Vorschriften in Bezug auf Eltern sind. Da gebe ich dir recht. Und wegen dieses Widerspruchs schrieb ich das “sogar”.
    Deine Kommentare sind mir zu extrem durchwachsen.

  38. magellan

    Lydia, paß’ bloß auf! Hier wird nicht widersprochen!

  39. Schulamith

    Quatschkopp.

  40. Pingback: Gesamtübersicht Beschneidung & Kindeswohl im theologischen Amtsverständnis – mesop.de « Moment Mal

  41. Antwort: Eine besonders dumme Sau, die nicht mal die Eier hat, per Impressum zu dem zu stehen, was sie schreibt.

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