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Herr Zakrajsek und die Neger

Georg Zakrajsek ist ein Wiener Notar und bekennender Waffennarr. Er ist Vorsitzender des Vereins “Interessengemeinschaft Liberales Waffenrecht in Österreich“ (IWÖ) und gibt als solcher gerne Interviews, wenn eine Zeitung mal wieder nach einem besonders bizarren Statement sucht. Außerdem ist er Gastautor der Website “unzensuriert.at”, die vom ehemaligen Dritten Nationalratspräsidenten der FPÖ, Martin Graf. ins Leben gerufen wurde. Er selbst betreibt auch eine Internetseite. Auf “querschüsse.at” schreibt Zakrejsek über Themen, die ihn bewegen. Zum Beispiel die “Neger”. Über Afrikaner hat der Jurist folgendes zu sagen: “Vor kurzem hat der Präsident Obama die Neger Afrikas um sich versammelt. Lauter Staatsoberhäupter, lauter Leute, die man vom Festbankett nahtlos nach Guantanamo hätte transportieren können. Da waren keine Unschuldigen dabei, niemand, der nicht Blut an den schwarzen Händen hätte oder sich zumindest nicht der uferlosen Korruption schuldig gemacht hat. Eine Gangsterversammlung. Und mit diesen Leuten (Mölzer hätte „Negerkonglomerat“ gesagt) wurde beraten, wie man Afrika helfen könne. Ergebnis war vorauszusehen: Milliarden an Wirtschaftshilfe aus den USA. Die anwesenden Potentaten haben in Erwartung des Dollarsegens bereits neue Konten angelegt, weil auf die alten wäre nichts mehr draufgegangen. Da ist nämlich schon die Entwicklungshilfe drauf. Die Chinesen machen es richtig. Und deswegen haben sie auch gigantische Erfolge in Afrika. Sie bauen, produzieren und errichten Straßen und andere Verkehrswege. Neger beschäftigen sie nicht. Sie haben bald erkannt, daß das nicht funktioniert. Sie haben eigene Leute, die sie mitbringen und die so arbeiten, wie sich die gelben Herren das vorstellen. Afrika wird gelb. Das ist die Farbe des Erfolges. Schwarz nicht. Und Weiß leider schon lange nicht mehr.”

Und auch das da: “Wenn man aufzählt, was in Afrika schief läuft, wenn man den längst vergangenen Kolonialismus aufwärmt, sollte man eines nicht vergessen: Afrika wird hauptsächlich von Negern bewohnt. Die morden rauben und stehlen, die vergewaltigen und metzeln Kinder und Frauen hin. Die und niemand anderer. Manchmal sind noch einige Araber dabei. Der Kolonialismus ist schon längst vorbei, die Neger hätten sich inzwischen zivilisieren können. Haben sie aber nicht getan.”

Mit Menschen, die woanders leben als in Österreich, hat´s dieser österreichische Charlton Heston minus Charisma und Aussehen generell nicht so, und wenn Menschen von woanders zu uns kommen, dann nur, um dem armen Zakrajsek die Frauen zu rauben und Krankeheiten zu verbreiten:  “Auf die sind wir aber nicht vorbereitet, genau so, wie wir auf die neuen Menschen nicht vorbereitet sind. Auf die Afghanen, auf die Tschetschenen, auf die Nigerier, auf die Somalier, die Äthiopier, auf die Sudanesen, die Iraker, die Iraner, die Albaner und noch viele andere Völkerschaften, die uns nicht kennen, die wir nicht kennen, die aber deshalb zu uns kommen, weil wir sie freundlich aufnehmen, ihnen Kost, Quartier, Kleidung, Unterhaltung, Fernsehen, Internet bieten, ihnen willige Weiber offerieren und wenn diese nicht willig sind, eben tolerieren, wenn man ihnen die fremde Kultur einigermaßen drastisch beibringt.”

Auch Endlösungen haben es Herrn Zakrjsek angetan: “Da hat gerade ein Tschetschene seine Frau auf offener Straße erschossen und sich dann selbst dazu. Gegen diese finale Lösung kann man nicht sehr viel einwenden, ist aber leider eher selten.” 

Wenn psychisch Kranke abgeknallt werden, findet Herr Zakrajsek dies “erfreulich”: “Psychiatrische Behandlung erfolgreich. So geschehen im US-Bundesstaat Philadelphia in einem psychiatrischen Krankenhaus. Ein Patient schießt plötzlich herum, tötet eine Pflegerin und verletzt einen Arzt. Dieser hat eine Waffe, schießt zurück und beendet die Geschichte. Was soll man dazu sagen? Recht erfreulich, meine ich.”

Ein interessanter Mensch, der da für das Recht auf freien Waffenbesitz streitet und für FPÖ-nahe Internetseiten schreibt. Der hat auch eine interessante Familie, was an seiner interessanten Erziehung liegen könnte. Im Jahr 2007 hat sein damals 12-jähriger Sohn laut Mitschülern mehrmals damit gedroht, eine Schusswaffe in die Schule mitzunehmen. 

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Der Zauber des Kalifats

Derzeit fragen sich viele, was junge Männer aus aller Welt dazu bewegt, ihre oft recht bequeme Heimat zu verlassen, um für den “Islamischen Staat” (IS) zu kämpfen. Wer das verkürzt damit erklärt, dass die halt ein bisschen dumm und ein bisschen faschistisch seien, liegt zwar nicht ganz falsch, aber ausreichend schlüssig ist das noch nicht. Wer wissen will, was die Attraktion von IS ausmacht, muss nachschauen, was dort zu haben ist, das es offenbar woanders nicht gibt. Das Kalifat bietet in der Tat lauter Sachen, die sonst keiner mehr im Angebot hat im heruntergekommenen Weltanschaungs-Handel des Spätkapitalismus: Eine Utopie vom perfekten gerechten System, eine komplett eindeutige Einteilung in Gut und Böse, Ballerspiele endlich live statt immer nur am PC, eine verschworene Gemeinschaft, glasklare Verhältnisse zwischen den Geschlechtern (die Frau gehorcht, der Mann ist der Chef), keine Probleme mehr mit Geschlechtsidentitäten, da Homosexuelle einfach ermordet werden, und Aufstiegsmöglichkeiten an jeder Ecke. Wer im “Westen”, also außerhalb des Kalifats, allenfalls darauf hoffen darf, vom Kloputzer bei McDonald´s zum Schichtleiter aufzusteigen, kann es im Dschihad in kurzer Zeit zum kleinen Warlord bringen. Und auch für den recht wahrscheinlichen Fall eines gewaltsamen Todes ist vorgesorgt. Wer im Dschihad stirbt, kommt direkt ins Paradies, also dorthin, wo nach Ansicht strenger Islamisten das eigentliche, das wirkliche Leben beginnt. Man sieht: Die haben nichts zu verlieren, denn auch wenn sie alles verlieren, gewinnen sie. Mit solchen Konditionen für seine Mitarbeiter kann nicht einmal Google mithalten.

Im Prinzip sind der Islamische Staat und ähnliche radikal-islamistischen Bewegungen in ihrer Wirkung auf junge Männer dem klassischen Faschismus recht ähnlich. Angeboten wird eine Schiefheilung jener psychischen Notstände, die das kapitalistische System zwangsweise hervorbringt. Statt die Widersprüche des Kapitalismus emanzipatorisch überwinden zu wollen, bietet der radikale politische Islam das Aufgehen in einer Masse von Gläubigen an, die sich über Homogenität, über “Reinheit” definiert. Wie im Faschismus oder im Nationalsozialismus wird die Schuld für untragbare Zustände nicht der Warenlogik des Kapitalismus gegeben, sondern einzelnen “Störfaktoren”, die die Harmonie der Gemeinschaft brechen und dadurch alles Schlechte hervorbringen. Nur eine Welt, die von Un- und Andersgläubigen sowie von “Sündern” gesäubert wurde, kann nach Dschihadisten-Logik eine gute Welt werden. Was nicht “halal” (erlaubt) ist, ist “haram” (verboten), und was “haram” ist, wird vernichtet. Das hat in etwa dasselbe Wahn-Niveau der NS-Ideologie, und es ist kein Zufall dass auch die Opfergruppen sich nicht nur ähneln, sondern zum Teil identisch sind.

Es gibt mehrere Gründe für den Aufstieg islamistischer Gruppen und für deren Anziehungskraft. Eine ist die nun schon seit fast 30 Jahren anhaltende Krise des kapitalistischen Weltsystems, die zum Zusammenbruch ganzer Erdteile geführt hat. Im Nahen und Mittleren Osten, in Teilen Afrikas und in Mittelamerika haben wir mittlerweile Zustände, die an die Dystopien aus Science-Fiction-Filmen erinnern. Die staatliche Ordnung kann nicht mehr aufrecht erhalten werden, bewaffnete Banden machen sich im Machtvakuum breit, die Ökonomie funktioniert allenfalls noch in Form von Kriminalität und es gibt keine Hoffnung mehr auf “Entwicklung”, also auf ein Aufschließen dieser Regionen zur Weltwirtschaft. Es sind “überflüssige” Länder mit “überflüssigen” Menschen. Die globale Ökonomie braucht die weder als Produzenten noch als Konsumentinnen. Wer dort wohnt, hat keine Chance auf ein annähernd würdiges Leben, auf ein Einkommen oder auch nur ein Auskommen. Wer nicht verrecken will, hat zwei Möglichkeiten: Flüchten oder sich einer Bande anschließen. Von den radikal islamistischen Gruppen Boko Haram und IS ist bekannt, dass sie ihren Kämpfern um die 500 Dollar pro Monat bezahlen. Das ist in Nigeria und im Irak ein Spitzengehalt, das niemand sonst offeriert.

Der zweite wichtige Grund für die erstaunliche Karriere des islamischen Klerikalfaschismus ist der Zusammenbruch der Sowjetunion vor fast 25 Jahren. Als der realsozialistische Block aufhörte zu existieren, verschwand damit nicht nur in vielen Nachfolgestaaten die offiziell atheistische Politik, die die Aktivitäten der Prediger in den Moscheen streng kontrollierte, sondern auch die Finanzierungsquelle für politische Organisationen, die eine im engeren oder weiteren Sinne linke Politik verfolgten. Die Verlierer, die “Verdammten dieser Erde” konnten nicht mehr auf eine sozialistische Revolution hoffen oder dachten zumindest, dass sie das nicht mehr könnten, und sahen sich daher nach anderen Alternativen um. Die westlichen Staaten hatten damit gerechnet, dass die Menschen überall auf der Welt das amerikanische System mit Kapitalismus und Freihandel und liberaler Demokratie haben wollten, sobald man sie ließe. Das ist auch nicht ganz falsch, doch die Attraktivität dieses Systems, des amerikanischen Traums, schwindet dann, wenn die Menschen sich keine Chance mehr darauf ausrechnen, je daran teilhaben zu können. Die USA haben im Zuge des Kalten Kriegs islamistische Rackets massiv aufgerüstet und finanziert, denn in Washington dachte man, dass alles, was der Sowjetunion schade, letztlich den eigenen Interessen nützen würde. Die Rechnung für diesen geopolitischen Kurzschluss wurde am 11. September 2001 in New York per Luftpost zugestellt. 

Der Islamismus der Marke “Islamischer Staat” ist die Antwort auf die Frage, ob wir mit der liberalen Demokratie das Ende der Geschichte erreicht hätten. Haben wir offensichtlich nicht. Und man darf jetzt nicht denken, dieser Hang zum Totalitären und Faschistischen sei ein Problem des Islam. Der Islam ist den Islamisten nur der Motor, den sie in ihre Faschistenkarre stecken, um voran zu kommen. In Europa werden wir demnächst ganz ähnliche Probleme zu sehen bekommen, denn rechtsextreme Kräfte sind von der Machtergreifung nur mehr wenige Schritte entfernt. In Ungarn regieren sie bereits. Die Gefahr geht hierzulande nicht so sehr von extremistischen Gruppen wie der Goldenen Morgenröte in Griechenland aus, sondern vom moralischen und ideologischen Verfall der bürgerlichen und sozialdemokratischen Parteien sowie von deren Ratlosigkeit im Angesicht der Wirtschaftskrise. Auch in Europa gibt es eine steigende Anzahl “überflüssiger” Menschen, die von der produzierenden Wirtschaft nicht mehr gebraucht werden. Im Zuge der vor allem von Deutschland vorgegebenen Parole, dass Europa “wettbewerbsfähiger” werden müsse, sinken die Löhne und schwinden die Perspektiven. Die Rechten stehen bereit mit ähnlichen Scheinlösungen, wie sie die Islamisten anzubieten haben: Volksgemeinschaft und dazu der Kampf gegen Feindgruppen, denen man die Schuld zuschiebt. Es stehen uns furchtbare Jahre ins Haus. 

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Zum Tod von Robin Williams

Robin Williams hat sich das Leben genommen. Im Fernsehen, in den Zeitungen und im Internet wird wieder mal über Depressionen geredet. Ein paar Promis tweeten entsprechende Outings und nette Psychiater erklären, wie toll man die Krankheit mittlerweile behandeln könne (q.e.d.). Hier ein paar schnelle Gedanken zum Thema.

Depressive sind sehr mühsame Menschen und sie wecken bei Gesunden Aggressionen (die Begriffe “Gesundheit” und “Krankheit” seien hier mal ganz volkstümlich verwendet in dem Sinn, dass seelisch “Kranke” nicht so funktionieren wie die Mehrheit). Gesunde verstehen nicht, warum der Depressive sich nicht einfach zusammenreißt und mal was unternimmt, “was Spaß macht”. Gesunde müssen frustriert feststellen, dass ihre Aufheiterungsversuche nicht wirken. Das macht Angst und das macht zornig. Daher gehen Gesunde auf Distanz zu den Depressiven und bestärken diese dadurch in ihrer Wahrnehmung, minderwertige Menschen zu sein. Weil andersartige seelische Zustände für die, die sie nicht haben, so schwer nachzuvollziehen sind, wecken sie Furcht und Misstrauen, was dann zur Stigmatisierung der Betroffenen führt. Und natürlich steht das, was man nicht versteht, unter dem Verdacht, es sei mutwillig oder vorgetäuscht. “Ach, der ist ja nur faul”, wird dann gedacht, oder in einer Umkehrung von Ursache und Wirkung: “selbst schuld bei dem selbstzerstörerischen Lebenswandel”. Kurz: Dass der Erkrankte nichts für seine Krankheit kann, ist schwer zu akzeptieren in einer Welt, die sich an die Illusion von Kontrolle klammert,

Medikamente helfen oft, aber der Glaube, Depressionen seien heilbar, ist ein Problem für sich.  Weil die Drogen manchmal tatsächlich manche Kranke so weit stabilisieren, dass sie völlig gesund wirken, kommt es zum verhängnisvollen Fehlschluss, jeder Depressive könnte durch Pillen wieder “normal” werden. Doch so wie jeder Mensch anders ist, ist jede Gehirnchemie ein wenig anders. Medikamente wirken nicht bei allen Menschen gleich, da die Voraussetzungen jeweils andere sind. Manchmal halten die Medikamente die Erkrankten “bloß” vom Suizid ab statt sie in fröhliche optimistisch Leute zu verwandeln. Ein Riesenerfolg eigentlich, aber auch eine Belastung, denn wo der Aberglaube herrscht, dass jede Erkrankung der Seele voll und ganz reparabel sei, werden die, die trotz Medikation nicht so werden wie die sogenannten Gesunden, zu Versagern gemacht, die nicht gesund werden wollen. Oder schlimmer noch: Wer trotz Medikation nicht “gesund” wird, sich nicht “rehabilitieren” lässt, gilt als verloren und daher überflüssig, weswegen man ihn ruhig wegsperren, entmündigen oder sogar verrecken lassen dürfe. Für den Depressiven, der oft lange Jahre der Behandlung hinter sich hat, sind Interviews mit Psychiatern, die stolz von ihren Behandlungserfolgen erzählen, daher oft kein Hoffnungsschimmer, sondern wirken wie eine Verhöhnung.

Die Ängste der Gesunden sind freilich nichts im Vergleich zu dem, was die Kranken diesbezüglich durchmachen. Weitgehend ausgegrenzt und nicht mehr für voll genommen sehen sie sich nicht nur mit Vorurteilen und Stigmatisierung konfrontiert, sondern mit einem sozialmedizinischen Apparat, den sie allzu oft als gewaltvoll wahrnehmen. Wer einmal erlebt, wie seine simpelsten Bürgerrechte für null und nichtig erklärt werden, bloß weil jemand der Polizei gegenüber behauptet hat, er habe mit Selbstmord gedroht, woraufhin ihn die Polizei in die Psychiatrie verschleppt, wo er gegen seinen Willen festgehalten und zwangsbehandelt wird, der verliert das Grundvertrauen, in einer grundsätzlich freien und gerechten Gesellschaft zu leben, der sein Wohl am Herzen liegt, und wird in Hinkunft lieber still leiden als sich noch einmal jemandem anzuvertrauen. Das ist wieder so eine Sache die jene, die es nicht selbst erlebt haben, nicht verstehen. Man muss schon selbst mal eingesperrt und entrechtet werden, nur weil man irgendwo einen Satz über sein Befinden gesagt oder geschrieben hat, um zu begreifen, was für ein Trauma das ist. Härter kann eine recht hilflose Gesellschaft der “Gesunden” mit den Bedürfnissen der “Kranken” gar nicht zusammenprallen als mit Zwangsmaßnahmen, deren normierender und autoritärer Charakter nur mühsam als helfend maskiert wird.

Ich weiß nicht, was Robin Williams zu seinem Selbstmord getrieben hat. Aber vielleicht hatte er es ja satt dauernd gesagt zu bekommen, welch gut behandelbares Kinkerlitzchen Depression doch sei? Vielleicht wollte er nicht schon wieder wochenlang in einer Reha-Klinik verschwinden? Vielleicht war er die Einsamkeit leid, in der selbst ein Superstar existieren muss, wenn er als psychisch krank gilt?

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Ship of leftist fools

Fidel Castro entsteigt wieder mal der Gruft und veröffentlicht in seiner Hauspostille Granma einen Kommentar mit dem Titel “Neue und widerwärtige Form des Faschismus”. Gespannt fängt man an zu lesen und fragt sich, wo der alte Fuchs den neuen, widerwärtigen Faschismus sieht. Er wird doch nicht etwa was über Ungarn sagen, wo der Wohlfahrtsstaat durch einen Zwangsarbeitsstaat ersetzt wird und radikaler Antiliberalismus und Antisemitismus en vogue sind? Oder schreibt er über Putins Russland, wo eine leckere Suppe gekocht wird mit Zutaten aus dem klassischen Faschismus, dem Totalitarismus der Stalin-Ära und Neonationalismus mit klerikaler Garnitur? Widmet Castro sich Erdogans Türkei, die gerade zu einer wirtschaftlich neoliberalen Religionsdiktatur umgebaut wird? Oder nimmt er die ISIS aufs Korn, diese radikalislamische Saubande, die mordend durch Syrien und Irak stapft und auf die die Zuschreibung “Faschismus” ja wohl voll und ganz zuträfe?

Natürlich nicht, er schreibt über Israel und Gaza, und die Faschisten sind, so vermute ich (es geht aus dem Gestammel ja nicht eindeutig hervor), die Israelis. Ein wahrer Volltreffer. Klar, es gibt richtigen Faschismus in Aktion (ISIS), in halb Europa setzen neofaschistische Parteien zum Sprung an die Spitze der Staaten an, in einigen regieren sie schon und die Gesellschaften faschisieren sich schleichend durch die totale Vorherrschaft marktradikalen Denkens und Handelns, aber das hindert Castro und mit ihm die noch verbliebenen Idioten der KPÖ nicht daran, sich an Israel abzuarbeiten. Man möchte schreien angesichts dieser am laufenden Band gelieferten Offenbarungseide der verbliebenen Linken dieser Welt, die so dermaßen neben der Spur läuft, dass man sie nicht einmal mehr ruhigen Gewissens als “links” einstufen kann. Noch vor wenigen Jahrzehnten hätte jeder sich selbst als links einordnende Mensch angesichts von Mörderbanden, die Menschen aus religiösen Motiven abschlachten und knechten, zum Kampf gegen diese aufgerufen. Heute, wenn in Gestalt der Hamas so eine Bande, die noch dazu im Grundsatzprogramm den Massenmord an Juden stehen hat, einen Terrorkrieg gegen die liberale Demokratie Israel führt, kommt im günstigsten Fall ein Äquidistanzgewäsch der Marke “alle sind gleich schuld, hört auf zu streiten” heraus. Weite Teile der Linken erkennen nicht einmal mehr den reaktionären, klerikalfaschistischen Charakter der Hamas und die, die wenigstens das schaffen, wollen sich nicht dazu durchringen, dem vergleichsweise enorm progressiven Staat Israel gutes Gelingen im Kampf gegen die Terroristen zu wünschen. Stattdessen beschwert man sich über das Wahlverhalten der Israelis, weil die zum Teil rechte Parteien wählen statt zum Beispiel die antizionistischen, also der Auflösung des Staates Israels verpflichteten aktuellen Kommunisten dort.

In Tagen wie diesen merke ich, wie heimatlos ich politisch bin. Ich bin kapitalismuskritisch und halte das derzeitige Wirtschaftssystem für stark reformbedürftig. ich bin für mehr, für viel mehr Sozialstaat. Ich bin für die völlige Gleichberechtigung von Mann und Frau und für die Akzeptanz aller Lebensformen. Und so weiter und so fort. Ich bin eigentlich für fast alles, was gemeinhin als “links” gilt. Aber wenn das nur zum Preis der Gesellschaft antisemitischer Deppen zu haben ist, die selbst dann noch gegen den Zionismus hetzen werden, wenn sie in ihren eigenen Ländern bereits die Stiefel der echten Faschisten im Nacken haben, dann weiß ich nicht, was ich mit solchen Leuten zu schaffen haben soll. Die sind nämlich offensichtlich zu dämlich, um eine wirklich emanzipatorische Politik jenseits von Floskeln und Dogmen zu machen. Es geht ja nicht allein um Israel und den Zionismus, es geht um viel mehr. Es geht um realistische Einschätzungen, um Analysefähigkeit und, ja doch, um Moral. Jene Sorte Linker, die Israel nicht mag, ist meist personalident mit der, die autoritären Varianten linker Politik gegenüber aufgeschlossen ist. Das sind also die, die nicht das Gefängnis abschaffen, sondern nur den Kerkermeister austauschen wollen. Das sind die, deren geistige Vorfahren schon Millionen Menschenleben am Gewissen hatten und viele weitere Millionen Gefolterte und Gefangene. Aber wenn die angebliche Befreiung nur so zu haben sein soll, also mit Antisemitismus und Gulag und Diktatur des Proletariats, dann kann sie mir gestohlen bleiben, weil sie nämlich keine ist.

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An die Nachwuchslinken

Der Mensch hat es nicht leicht als junger Linker, daher habe ich einen kurzen Ratgeber zusammengestellt, mit dem auch der/die dümmste Linke halbwegs durch diese schwierigen Jahre der politischen Rebellion kommen sollte.

1. Sei ein Großmaul! Linke Zusammenhänge, Splittergruppen und Kleinstparteien sind ideal, um in beinahe realistischer Umgebung deine Führungsqualitäten unter Beweis zu stellen. Das wissen auch Personalchefs zu schätzen, und der Eintrag “Ortsvorsitzender der revolutionären maotrotzkistischen WLAN-Intiative” im Lebenslauf ist längst kein Makel mehr, sondern zeigt deinem zukünftigen Arbeitgeber, dass du ehrgeizig bist und bereit, noch den größten Schwachsinn mit Inbrunst zu vertreten. In deiner kurzen Zeit als radikaler Linker lernst du, dass die Größe der Klappe wichtiger ist als die des Gehirns, dass der Lautere und Gröbere stets gewinnt und dass der Chef die schönsten Frauen bumst (bzw die Chefin die schärfsten Kerle abkriegt). Halte dir immer das Vorbild der deutschen Grünen und teilweise auch Sozialdemokraten vor Augen, wo einstmals super radikale Linke später zu bestens verdienenden Stützen des bürgerlichen Staates wurden und dank ihrer früh gelernten Rücksichtslosigkeit auch kein Problem damit hatten, Hartz IV einzuführen und Jugoslawien zu bombardieren. Vergiss auch nicht einen weiteren wichtigen Teilaspekt des Großmaultums, die Schwafelitis! Nur wer die Dinge so lange zerreden kann, bis um ihn herum alles in tödliche Müdigkeit verfällt, hat das Zeug zum linken Sektenchef, aus dem mal ein richtiger Politiker wird.

2. Sei paranoid! Überall lauern Spitzel des Staates, Agenten von Mossad und CIA und andere Büttel des Kapitals. Benutze im Internet Anonymisierungsdienste wie “Tor”, die jedem, der wirklich an dir interessiert sein könnte, laut zubrüllen, dass du was zu verbergen hast! Vertritt jemand eine andere Meinung als du, ist der mit Sicherheit einer, der dir ans Leder will, vermutlich ein Nazi oder gar ein Antideutscher.

3. Verachte das Proletariat und das Subproletariat! Klar, du willst diese Leute schon irgendwie befreien und ins sozialistische Paradies führen, aber die sind halt wirklich ein bisserl dumm. Du willst sie in Gesprächen vor der Fabrik aufklären über Privilegien, Support, Awareness, sensibles Miteinander, Gender- (queer) Feminismen, Weiß Sein, Rassismus, Adultismus und so weiter, und was machen die? Sie lachen dich aus, diese Fleisch fressenden heteronormativen Rassistenschweine. “Sollen sie doch die FPÖ wählen, sie werden schon sehen, was sie davon haben”, denkst du gekränkt, während du in deine WG zurück schleichst, wo man dich wenigstens versteht. Erfahrungen wie diese lehren dich, so elitär wie möglich zu empfinden und dich den wirklich wichtigen Dingen zu widmen, zum Beispiel den wöchentlichen Plenarsitzungen deiner WG, deiner Katze und der anstehenden Wahl zum Häupling deiner aktuellen Polit-Sekte.

4. Hasse die “Antideutschen”! Keine wie auch immer geartete linke Bewegung wollte je auf Dissidenten, die man so richtig dissen kann, verzichten. Schon Marx und Engels verbrachten mehr Zeit mit dem Lächerlichmachen und dem Widerlegen von Anarchistinnen und anderer linker Konkurrenz als mit dem Klassenkampf, von Lenin, Trotzki und Stalin ganz zu schweigen. Häresie ist Todsünde, und Häretiker ist 1. immer der andere und 2. ist Häresie mit Eispickel und Erschießungskommando und, wenn ganz extreme Maßnahmen nötig sind, mit Entfreundung auf Facebook zu bestrafen. Du weißt zwar nicht genau, was Antideutsche eigentlich sind, aber es reicht doch, dass die keiner so richtig mag mit ihren komischen, von der Mehrheitsmeinung in deiner WG abweichenden Ansichten. Irgendwo hast du gehört, das seien Rechtsextreme, die einen Atomkrieg anfangen wollen, und die “junge welt” schreibt auch nix Gutes über die. Wie aber identifizierst du einen Antideutschen? Ganz einfach: Antideutsche meinen, auch Zionistinnen hätten ein Existenzrecht, und sie verstehen das Konzept des kulturellen Rassismus nicht, da sie nicht einsehen, warum die Todesstrafe für Homosexualität mal was Schlechtes ist und dann wieder ganz okay. Diese Narren!

5. Misstraue Menschen über 40, die immer noch so links sind wie du! Du spürst in deinem Inneren, dass die nicht ganz richtig im Kopf sein können, denn du wirst in deren Alter längst Chefredakteur einer bürgerlichen Zeitung, Werbeagenturinhaber oder Pressesprecher eines namhaften Konzerns geworden sein und die Grünen oder eine liberalkonservative Kleinpartei zu deiner politischen Heimat gemacht haben. Allenfalls wirst du Mitglied der Sozialdemokratischen Partei sein, aber du wirst keinesfalls etwas machen, das verhindern könnte, dass du deiner Familie, die zu betreuen und groß zu ziehen Aufgabe deiner ebenfalls früher mal ganz links gewesenen Frau ist, die natürlich jetzt und seit Jahren nur deswegen Hausfrau und Mutter ist, weil ihr euch basisdemokratisch drauf verständigt habt, den jährlichen Dritturlaub bezahlst. Wärst du mit 40 noch so links wie mit 20, würdest du nicht in der Eigentumswohnung mit Dachterassse im angesagten Viertel wohnen, sondern einsam und verbittert in einer Sozialbude am Stadtrand und wütende Pamphlete bloggen.

6. Ehre die Antifa! Sie ist der letzte verblieben Rest linker Militanz, was österreichische Staatsanwälte nicht davon abhält zu denken, es handle sich um eine gigantische Untergrundarmee, die jederzeit die Regierung stützen könnte. Natürlich macht auch die Antifa mal Fehler, zum Beispiel wenn sie Linke für Rechte hält und dann verprügelt, aber hey: Wo gehobelt wird und so, nicht wahr? Frage dich nie, warum in Zeiten europaweiten massiven Sozialabbaus die Antifa die einzige Militanz ist, zu der ein ganz kleiner Teil der Linken fähig ist, denn dann müsstest du ja hinterfragen, was mit der Linken generell falsch läuft in diesen Tagen.

7. Sieh ein, dass du gar nicht links bist!  Eigentlich willst du ja nur vegan containern und die Frau/den Mann fürs Leben kennen lernen, und weil das eine/einer sein soll, mit dem/der man Pferde stehlen kann, treibst du dich halt in linken Zusammenhängen herum, weil du das irgendwie total rebellisch findest. Eigentlich sind dir die Arbeiterinnen und die Widersprüche des kapitalistischen Systems ja wurscht, du findest bloß den Style der Linken schick und den der Rechten scheiße.

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Dawn of the antisemitic Dead

In Frankreich griffen vor ein paar Tagen tobende Mobs Synagogen an und brannten jüdische oder als jüdisch markierte Geschäfte nieder. “Kommt ausgerüstet! Granatwerfer, Feuerlöscher, Schlagstöcke. Besuch des jüdischen Viertels!”, hieß es zynisch in den Aufrufen zum Pogrom, das unter anderem von der Nouveau Parti ancticapitaliste organisiert wurde, einer trotzkistischen linksradikalen Kleinpartei. In Deutschland mobilisierte die Jugendorganisation der Partei “Die Linke” für Demonstrationen, auf denen im tausendfachen Chor vor Synagogen “Jude, Jude, feiges Schwein – komm heraus und kämpf allein”  und “Adolf Hitler” gebrüllt wurde und bei denen die Nazis der NPD mit Transparenten mitmarschierten, auf denen geschrieben stand: “Gestern Dresden, heute Gaza – Völkermörder zur Rechenschaft ziehen”. Nun sollte man annehmen, dass für jeden Menschen mit einem Rest von Anstand, Intelligenz und Geschichtswissen allein schon die Haltung der NPD ausreichen sollte, um in diesen Tagen eindeutig Partei für Israel zu ergreifen, doch stattdessen schalten große Teile der im weiteren und näheren Sinne linken Bewegungen in den Crazy-Modus, verbünden sich mit Nazis und national-religiösen arabischen Fascho-Gruppen und attackieren diejenigen, die den Irrsinn irre nennen, als “Rechte”, “Bürgerliche” oder, in deren Terminologie noch schlimmer, “Liberale”.

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Wer nicht einmal dann aufwacht, wenn er sich mit echten Nazis auf derselben Seite findet, ist bereits tot und weiß es nur noch nicht. Er ist ein Zombie. Über Zombies wusste der Regisseur George A. Romero viel zu erzählen. In seinem Meisterwerk “Dawn Of The Dead” flüchtet sich eine kleine Gruppe vor den lebenden Toten in ein Einkaufszentrum und hat dort unter anderem das Problem, dass die Zombies von dem Gebäude fast magisch angezogen werden. Die wandelnden Leichen strömen in Massen zur Shopping Mall, weil sie es früher, als sie noch Menschen waren, so gelernt haben und nun, von höheren Gehirnfunktionen abgeschnitten, nicht mehr anders können, als den einst eingeübten Verhaltensmustern zu folgen. Die internationale Linke verhält sich ganz ähnlich. Die orientierte sich, ob ihr das voll bewusst war oder nicht, stets mehrheitlich an Moskau, dem langjährigen Zentrum des Realsozialismus. Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg war die Sowjetunion eine starke Befürworterin eines jüdischen Staates auf dem britischen Mandatsgebiet Palästina, teils aus dem Kalkül, dadurch London zu schwächen, teils aus Überzeugung. Und so waren auch Linke in aller Welt mehrheitlich für den neuen jüdischen Staat, für den Zionismus. Doch als Moskau in den späten 50er Jahren und dann endgültig nach dem Sechs-Tage-Krieg voll auf eine pro-arabische Linie umschwenkte, schwenkten die Linken weltweit mit, ob sie nun Kommunistinnen waren oder Sozialdemokraten oder us-amerikanische Demokraten. Spätestens seit 1967 gehörte es zum guten innerlinken Ton, Israel nicht zu mögen und die “Palästinenser”, die erst kurz zuvor mit ebenfalls sowjetischer Unterstützung zu diesen mutiert waren (vorher waren sie schlicht Araber gewesen), mit Liebe und Solidarität zu überhäufen. Als dann der realsozialistische Block recht überraschend aufhörte zu existieren, konnte er in der Nahostfrage auch keinen neuerlichen großen Schwenk vollziehen, und so blieb auch die Linke der Welt der antizionistischen Position verhaftet und trottet seither, ganz wie Romeros Zombies, mit den einst einstudierten Parolen und verkürzten Zugängen zur Thematik durch die Straßen und zuckt nicht einmal zusammen, wenn daneben Nazis und Klerikalfaschisten marschieren.

In der “taz” barmt derweil ein Stefan Reinecke: “Es muss in einem freien Land möglich sein, straflos das Existenzrecht Israels infrage zu stellen. Im Zweifel für die Meinungsfreiheit.”  Diese Meinungsfreiheit ist aber ebenso wenig gefährdet wie es gesetzlich verboten wäre, Israel das Existenzrecht abzusprechen. Natürlich ist es in Deutschland und Österreich sowohl gesetzlich erlaubt, als auch gesellschaftlich akzeptiert, den Zionismus abzulehnen. Aber zur Meinungsfreiheit gehört auch, dass man denen, die den Zionismus ablehnen, sagen darf, was man davon und von ihnen hält. Prinzipiell gilt: Wer den Zionismus ablehnt, kann das ohne Verdacht des Antisemitismus machen, solange er jede andere Form von Nation und Staat ebenfalls und mit der gleichen Inbrunst ablehnt. Aber für einen arabischen Staat anstelle des jüdischen zu sein und mit palästinensischen Nationalisten dafür zu demonstrieren, ist nichts als Antisemitismus in seiner reinsten Form. Ähnlich ist es mit der Kritik am Staate Israel und dessen Politik. Selbstverständlich darf man Israel und dessen politische Entscheidungen kritisieren. Und weil das so selbstverständlich ist, macht das auch fast jeder, sei er Hinz, Kunz oder Augstein. Aber auch hier gilt zu prüfen, ob der Kritiker seine strengen Maßstäbe auch an andere Nationen anlegt oder ob er sie exklusiv für Israel, den “Juden unter den Staaten”, reserviert hat. Ein antisemitischer Kern ist am Begriff “Israelkritik” schon allein dadurch erkenntlich, dass es ein Wort dafür gibt. Es gibt keine “Deutschlandkritik”, keine “Jamaikakritik” und keine “Indienkritik”, nicht als Begriffe. Hier wird also schon sprachlich der jüdische Staat aus allen anderen Staaten selektiert und entsprechend antisemitisch gefärbt ist die “Israelkritik” dann meistens.

 

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Josef S. und die Freiheit

Das Wiener Landesgericht trägt im Volksmund den Spitznamen “Graues Haus” und wer das Gebäude einmal gesehen hat wird bestätigen können, dass es das gut trifft. Vom Straßenniveau aus betrachtet völlig überdimensioniert wirkend steht es in der Stadt wie ein gigantischer rechteckiger Klotz mit der Ausstrahlung eines bürokratischen Monsters, das dem Betrachter die schmerzhaften Beschreibungen der donaumonarchischen  Beamtenteufel und ihrer Bauten durch Kafka und Musil ins Gedächtnis ruft. In diesem Grauen Haus, das schon architektonisch so wirkt, als wären die Nazijuristen nur auf Mittagspause gegangen und wo man, wenn man daran vorbeigeht, die Schreie der Eintausendeinhundertvierundachzig hier zwischen 1938 und 1945 Ermordeten zu hören meint, hat die österreichische Justiz am 22. Juli 2014 dem deutschen Studenten Josef S. und damit uns allen die Instrumente gezeigt. Durch keine Beweise und nur auf die sich widersprechenden Aussagen eines Zivilpolizisten begründet, verurteilte das Hohe Gericht den jungen Mann zu einer zwölfmonatigen Freiheitsstrafe, vier Monate davon unbedingt, nachdem man den Angeklagten ein halbes Jahr lang in Untersuchungshaft schmoren hatte lassen als sei er des Massenmordes verdächtig und nicht der Teilnahme an einer antifaschistischen Demonstration, bei der kein Mensch ernsthaft zu Schaden gekommen war. Josef S. hatte das Pech, als Demonstrationsobjekt für die Macht des österreichischen Staates auserkoren worden zu sein. Alles, was ihm angetan wurde, sollte den Bürgern und Bürgerinnen zurufen: “Seht gut her! das passiert mit euch, wenn ihr euch mit uns anlegt. Wir sind Richter und Staatsanwältinnen und Polizisten und Justizwachebeamtinnen und viele von uns sind Burschenschafter und FPÖ-Sympathisanten. Wer gegen Burschenschafter und andere Rechtsextreme demonstriert, demonstriert auch gegen die unsrigen, und das nehmen wir persönlich.”

Wie persönlich der Apparat die antifaschistische Demonstration nahm, zeigte sich an dem bedenkenlosen Umgang mit der persönlichen Freiheit von Josef. Man nahm sie ihm einfach ein halbes Jahr lang weg. Wer seine Freiheit noch nie verloren hat, kann nicht wissen, wie das ist, wenn man plötzlich in einen Raum gesperrt wird, dessen Tür sich nicht öffnen lässt, wenn aus relativer Autonomie völlig Abhängigkeit wird, wenn man nicht mehr telefonieren darf, nicht mehr ins Internet kann, nicht mehr auf die Straße gehen und überhaupt gar nichts mehr darf und kann, was man zuvor konnte und durfte. Nach wenigen Stunden, spätestens Tagen nach dem Zeitpunkt des Freiheitsentzuges zeigen die meisten Menschen, die das zum ersten Mal erleben, Symptome des Gefangenenkollers. Der Blutdruck steigt, das Herz rast, kalter Schweiß bricht aus, das Hirn arbeitet wie verrückt und versucht gleichzeitig, in eine Art Standbye-Modus zu schalten. Man will es nicht wahr haben, man hofft auf eine wundersame Befreiung, auf gnädige Haftrichter, auf die erlösende Aufklärung dieser Verwechslung, denn um eine solche müsse es sich zweifellos handeln, man hat doch nichts gemacht, zumindest nichts, was diese Qualen rechtfertigen könnte. Aber nichts passiert. Man passt sich an das Gefängnis an, landet mit einem Nervenzusammenbruch auf der Krankenstation oder knüpft sich aus dem Bettlaken eine Schlinge und macht ein Ende. Josef S. hatte bei all dem Grauen noch Glück, denn es gab draußen Menschen, die sich für sein Schicksal interessierten, die ihm schrieben, die über ihn schrieben, die sich solidarisierten. Fast alle anderen, die in das Räderwerk von U-Haft oder auch Zwangspsychiatrie geraten, stehen allein da, denn auch wenn sie Freundeskreis und Familie haben sollten, zeigt sich bei diesen meist die staatsbürgerliche Konditionierung. “Da wird schon was dran sein”, denkt man über den Freund, der im Knast gelandet ist, “denn ohne Grund sperrt unser Staat doch niemanden ein“. Und war diese Nachbarin, die von der Polizei in die Psychiatrie verbracht wurde, nicht immer schon ein wenig seltsam gewesen, ein bisschen auffällig und anders? Trug sie nicht Röcke, die farblich nicht zu den Socken passten? Man will ihr sicher nur helfen und wer weiß, vielleicht hätte sie mich eines Tages mit dem Beil erschlagen und aus meiner Haut ein Kostüm geschneidert? Man weiß ja nie bei diesen Irren.

Der Fall Josef S. sollte uns alle dazu bringen, das System, das wir ja mit zu verantworten haben, zu hinterfragen statt nur in einen antifaschistischen Reflex zu verfallen. Wir müssen darüber nachdenken, warum in einem Staat, in dem wir das aktive und passive Wahlrecht haben, die persönliche Freiheit von Menschen dermaßen wenig zählt, warum wir, wie ebenfalls in Wien geschehen, Menschen, die einem Politiker damit “drohen”, ihn von UFOs entführen zu lassen, in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher sperren, aus der dieser Mensch jahrelang oder überhaupt nicht mehr herauskommen wird. Wir müssen die Qualität unseres Rechtssystems hinterfragen, in dem es möglich ist, Demonstrantinnen monatelang einzusperren und in dem sich Psychiaterinnen zu Kerkermeistern auf-, nein, abgeschwungen haben. Wir müssen weg von diesen Ausreden und diesem Obrigkeitsdenken, diesem “da wird schon was dran sein” und dem “na die meinen es doch nur gut”, wieder hin zu “unschuldig bis die Schuld bewiesen wurde” und “im Zweifel für den Angeklagten”.  Und wir müssen lernen, die Freiheit als wichtigen Wert zu schätzen, denn das hat die europäische, vor allem aber die österreichische und deutsche Kollektivpsyche bis heute nicht geschafft. Statt der Freiheit ist die Sicherheit der Deutschen und Österreicher höchster Wert, und tatsächlich werden nirgendwo sonst auf der Welt so aberwitzig viele Versicherungsverträge geschlossen. Das Leben ist aber nicht sicher, ist es niemals, es ist kurz und kann jeden Augenblick vorbei sein, was den Raub von Lebenszeit durch Einsperren noch viel schlimmer macht.

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Eins, zwei, drei Sprachpolizei – Vorsicht, die “Normalen” kommen!

Teile des österreichischen Bildungsbürgertums haben sich zusammengerottet und einen Offenen Brief formuliert, in dem sie sich gegen das Gendern aussprechen und eine “Rückkehr zur sprachlichen Normalität” fordern.

Zuerst legen die Briefschreiber dar, wer sie sind, nämlich ihrer eigenen Darstellung und Empfindung nach furchtbar wichtige Leute:

Die gegenwärtige öffentliche Diskussion zur sprachlichen Gleichbehandlung von Frauen und Männern veranlasst die unterzeichneten  Linguisten, Germanisten, Hochschul-, Gymnasial- und Pflichtschullehrer, Journalisten und Schriftsteller, aber auch andere  Personen des Gesellschaftslebens, dringend eine Revision der gegenwärtigen Vorschriften zu
fordern.

Es sind also Herr und Frau Wichtig und die, die diese Wichtigs in ihren Salons bewirten. Nicht irgendwelche Proleten oder, horribile dictu, Leute ohne Matura.

Nach einer Berufung auf das gesunde Volksempfinden (“Laut jüngsten Umfragen lehnen 85 – 90 % der Bevölkerung die gegenwärtige Praxis der Textgestaltung im öffentlichen Bereich ab”) kommt erstmals sowas wie eine Argumentation:

Die feministisch motivierten Grundsätze zur „sprachlichen Gleichbehandlung“ basieren auf  einer einseitigen und unrichtigen Einschätzung der Gegebenheiten in unserer Sprache. Das  „generische Maskulinum“(z. B. Mensch, Zuschauer…) zum Feindbild zu erklären und dessen  Abschaffung zu verlangen, blendet die Tatsache aus, dass unsere Sprache ebenso ein  „generisches Femininum“ (z. B. Person, Fachkraft…) und ein „generisches Neutrum“ (z. B.  Publikum, Volk…) kennt. Alle seit Jahrhunderten als Verallgemeinerungen gebrauchten  Wörter umfassen prinzipiell unterschiedslos beide Geschlechter. Die angeführten Beispiele  beweisen dies.

Hm, ja, generisches Maskulinum, Femininum und Neutrum gibt es in der Tat. Blöd nur, dass erstens niemand gefordert hat, diese Formen abzuschaffen oder zu ersetzen, und noch ein bisserl blöder, dass dieser Offene Brief in Reaktion auf die Diskussion um die österreichische Bundeshymne verfasst wurde, in der es darum ging, ob sich Frauen durch die Formulierung “Heimat bist du großer Söhne” mitgemeint fühlen sollen. Sohn/Söhne ist kein generisches Maskulinum, was Linguisten, Germanisten, Hochschul-, Gymnasial- und Pflichtschullehrer, Journalisten und Schriftsteller, aber auch andere  Personen des Gesellschaftslebens wissen könnten, würden sie die Sprache, die zu verteidigen sie mit flatternden Talaren und klappernden Schreibmaschinen ausgeritten sind, beherrschen.

Dann kommt die erste konkrete Forderung:

Folgende aus den angeführten irrigen Grundannahmen entstandenen Verunstaltungen des Schriftbildes sind daher wieder aus dem Schreibgebrauch zu eliminieren: Binnen-I, z. B. KollegInnen
• Schrägstrich im Wortinneren, z. B. Kolleg/innen
• Klammern, z. B. Kolleg(inn)en
• hochgestelltes „a“ bzw. „in“ im Anschluss an bestimmte Abkürzungen 

Man beachte den Duktus! Der klingt wie ein Ukas aus dem Büro des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, Abteilung Kultur, Untergremium Sprache. Die Kombination aus dekretierendem Imperativ und dem Verb “eliminieren” würde mich nicht so sehr beunruhigen, käme sie von einem Alphabetisierungskollektiv aus dem anarchistischem Katalonien der 1930er Jahre, doch  Linguisten, Germanisten, Hochschul-, Gymnasial- und Pflichtschullehrer, Journalisten und Schriftsteller, aber auch andere  Personen des Gesellschaftslebens sollten über eine größere Sprachsensibilität verfügen. Vielleicht ist diese Sprachsensibilität aber durchaus vorhanden und der Befehlston, den Unterzeichner und Unterzeichnerinnen anschlagen, resultiert aus der Wahnvorstellung, man sei so ungeheuer mächtig, dem Rest des Landes Anordnungen geben zu können? Eine Frage für Psychoanalytikerinnen.

Im weiteren Verlauf des Briefes klagen die Verfasser und Verfasserinnen viel über die mangelnde Praktikabilität gegenderter Sprache und malen ein schlimmes Szenario von armen Schülern und Studentinnen, die vor lauter geschlechtsneutraler Sprache ganz dumm würden, an die Wand und rufen, wie man es von Konservativen ja kennt, laut “denkt denn hier niemand an die Kinder” (und an Ausländer, Behinderte und andere Tschapperln):

Außerdem muss gewährleistet sein, dass durch die traditionsgemäße Anwendung verallgemeinernder Wortformen die Verständlichkeit von Texten wieder den Vorrang vor dem Transport feministischer Anliegen eingeräumt bekommt. Dies vor allem im Hinblick auf

• Kinder, die das sinnerfassende Lesen erlernen sollen,
• Menschen, die Deutsch als Fremdsprache erwerben und
• Menschen mit besonderen Bedürfnissen (z. B. Blinde, Gehörlose, Menschen mit eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten)

Und dann beruft man sich erneut auf den Willen der Mehrheit und warnt vor der Diktatur des feministischen Proletariats:

Sprache war und ist immer ein Bereich, der sich basisdemokratisch weiterentwickelt: Was die Mehrheit der Sprachteilhaber als richtig empfindet, wird als Regelfall angesehen. Wo immer im Laufe der Geschichte versucht wurde, in diesen Prozess regulierend einzugreifen, hatten wir es mit diktatorischen Regimen zu tun. (…) . Ein minimaler Prozentsatz kämpferischer Sprachfeministinnen darf nicht länger der
nahezu 90-prozentigen Mehrheit der Staatsbürger ihren Willen aufzwingen.

Was für eine armselige Unterfütterung der eigenen Befindlichkeiten! 90 Prozent sagen, Scheiße ist Gold, also ist Scheiße Gold. Punkt. Getoppt wird das noch im Schlusssatz, in dem “eine Rückkehr zur sprachlichen Normalität”  gefordert wird. Das ist richtig ekelhaft, kreischt hier doch ein nahezu faschistischer Normierungsswahn aus der bürokratischen Sprache der Linguisten, Germanisten, Hochschul-, Gymnasial- und Pflichtschullehrer, Journalisten und Schriftsteller, aber auch anderen  Personen des Gesellschaftslebens, der jene, die sich tatsächlich ernsthaft mit Sprache befassen, alarmieren muss. Wer “sprachliche Normalität” einfordert und für ideal hält, der ist gedanklich nicht mehr allzu weit weg von “sexueller Normalität”, “religiöser Normalität”, “kultureller Normalität” und am Ende “rassischer Normalität”. Solchen Normierern muss man Einhalt gebieten, übrigens auch jenen, die die Sprache nach angeblich feministischen Grundsätzen gleichschalten wollen. Aber gibt es letztere in kritischer Masse? Gefordert und teilweise umgesetzt wurde bislang lediglich, dass offizielle Amtstexte, Gesetzestexte und dergleichen geschlechtsneutral formuliert werden sollen, damit sich niemand nur “mitgemeint” fühlen muss. Und das ist gut und richtig. Selbstverständlich ist es in Ordnung und war höchst an der Zeit, dass zum Beispiel in der österreichischen Bundeshymne nicht mehr von “großen Söhnen” die Rede war, sondern von “großen Töchtern und Söhnen”. Das kann doch niemand, der kein verwirrtes Macho-Würstchen ist, ernsthaft als Bedrohung empfinden? Und doch formiert sich von der FPÖ über den Stammtisch bis zu den  Linguisten, Germanisten, Hochschul-, Gymnasial- und Pflichtschullehrer, Journalisten und Schriftsteller, aber auch andere  Personen des Gesellschaftslebens eine Ablehnungsfront gegen die Sichtbarkeit von Frauen in der Sprache.

Was geht hier also vor? Bei den   Linguisten, Germanisten, Hochschul-, Gymnasial- und Pflichtschullehrer, Journalisten und Schriftsteller, aber auch anderen  Personen des Gesellschaftslebens dürfte es sich vor allem um ähnliche Reflexe handeln, die man schon bei der letzten großen Rechtschreibreform beobachten konnte, als ein weitgehend identischer Personenkreis laut gegen die geplanten und letztlich durchgesetzten Vereinfachungen der deutschen Schriftsprache wetterte. Man fürchtete die Veränderung als Vorbotin von Nivellierung, Kulturverfall und letztlich des Untergangs des Abendlandes. Menschen, die tatsächlich oder gefühlt weiter oben in der gesellschaftlichen Hierarchie standen, ängstigten sich vor dem Verlust der Sprache als Herrschaftsinstrument, zu dessen leidlich fehlerlosen, vor allem aber recht exklusiven Verwendung sie entweder durch Geburt ins Bildungsbürgertum oder langes Studium gekommen waren, und das betraf keineswegs nur Reaktionäre, sondern sehr wohl auch Progressive, wie das Beispiel der bis heute an der alten Rechtschreibung festhaltenden linken Zeitschrift “konkret” zeigt. Interessant ist, dass diese Kreise derzeit eine Koalition mit vornehmlich männlichen Verlierern der ökonomischen Veränderungen bilden, die recht hilflos sehen, wie sich die traditionelle Arbeitswelt immer mehr auflöst, gut bezahlte Vollzeitjobs für schlecht Ausgebildete immer rarer werden und um diese schwindenden Einkommensmöglichkeiten eine immer stärkere globale Konkurrenz entsteht. Diese vorwiegend jungen und vorwiegend männlichen Menschen müssen seit mehr als 20 Jahren erfahren, dass Veränderungen und “Reformen” stets zu ihren Ungunsten ausfallen und reagieren daher mit Furcht und Aggression auf alles, was neu und anders ist. Da sie die komplexen wirtschaftlichen Zusammenhänge oft nicht durchschauen (genauer: nicht durchschauen können, weil die meisten Parteien und sogar Gewerkschaften kein Interesse an aufgeklärten Arbeitern haben), suchen sie nach Schuldigen und identifizieren als solche Frauen, die nicht nur verstärkt berufstätig sein wollen, sondern das sein müssen, sowie Migrantinnen und andere Ausgebeutete, mit denen sie sich, wären sie informiert und rational, solidarisieren müssten statt sie als “Fressfeinde” abzulehnen. Die seit dem 19. Jahrhundert gängige Rolle des Mannes als Arbeiter und Ernährer der Familie löst sich für sehr viele in Luft auf und das Bewusstsein hinkt den Verhältnissen hinterher. Die ökonomisch abgehängten und überflüssigen Männer (und oft auch Frauen) blicken mit Argwohn und zunehmend auch Hass auf die Ober- und Mittelschichten, die sich von den Lebensrealitäten der Proleten immer weiter entfernen, was dazu führt, dass man sich mit wachsendem Unverständnis gegenüber steht. Die einen verstehen nicht, warum den anderen Themen wie sexuelle Toleranz, Gleichberechtigung und Antirassismus wichtig sind, die anderen verstehen nicht, wovor die einen so viel Angst haben. Dazu kommt nun noch ein massiver gesellschaftspolitischer Backlash auch in Teilen der Eliten und hier wird es nun wirklich gefährlich, denn wenn Sachen wie die Ablehnung geschlechtsneutraler Sprache oder die Diskriminierung von Homo- und  Transsexuellen zu einem gemeinsamen Anliegen von Teilen des Bildungsbürgertums und der wirtschaftlich Ausgegrenzten werden, bildet sich etwas heraus, das direkt in Richtung Voraufklärung, Autoritarismus und vielleicht sogar Faschismus führen kann. Volksgemeinschaft halt.

 

 

 

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Fucking bad times

Ich schlag die Zeitungen auf und will gleich wieder schlafen gehen.

Ein FPÖ-Lokalpolitiker forderte angeblich, man solle “Behinderte vergasen” (es gilt die Unschuldsvermutung).

Die deutsche Justiz gibt Raubkunst zurück – nicht an Erben der Beraubten, nicht an Frankreich, wo der Raub durch Nazis stattfand, sondern an die Erben eines Nazis.

Die deutsche Polizei stellt ihre Wagen und Lautsprecheranlagen Antisemiten zur besseren Verbreitung von Antisemitismus zur Verfügung.

Ukrainisches Militär beschießt russisches Territorium. Der ukrainische Präsident will für jeden getöteten Soldaten “100 Terroristen” umbringen lassen.

Die regierenden Hindu-Nationalisten in Indien wollen eine 182 Meter hohe Statue eines ihrer Helden bauen.

Die aktuell widerwärtigsten Banden der Welt, Boko Haram und ISIS, vereinbaren eine Zusammenarbeit.

 

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“Gratispille für Bettlerinnen, damit keine Kinder entstehen können”

Die “Krone” berichtet von den erschütternden Lebensumständen der Notreisenden, die in Österreich ein paar Euro erbetteln wollen. Vielleicht, obwohl ich das der “Krone” nicht unterstellen mag, gut gemeint. Die Leserinnen und Leser des Revolverblattes zeigen freilich, wie solcherlei in Österreich rezipiert wird.

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