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Der ewige Nazi

Erstmals seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts hetzt eine Partei in Österreich gegen eine Gruppe von Menschen mit der Behauptung, diese Gruppe würde Krankheiten verbreiten. Es ist natürlich die FPÖ, die auf Motive der NS-Propaganda zurückgreift.

Das neue „Handbuch für freiheitliche Politik“, ein Leitfaden für Parteifunktionäre, macht das Zuwanderungsthema zum Hauptmotiv, berichtet Ö1. (…) Nicht nur für Kriminalität und Arbeitslosigkeit seien die Zuwanderer in Österreich verantwortlich, sondern auch für hohe Immobilienpreise und sogar für die Verbreitung von Krankheiten. Von Ö1 dazu befragt, meint FPÖ-Vizechef Nobert Hofer, dies dürfe man nicht als Pauschalurteil missverstehen. “Wer im Ausland unterwegs ist, bringt Krankheiten mit herein“, meint er.

Das historische Vorbild: “Ratten verursachen Krankheiten wie Pest, Lepra, Cholera etc. Sie sind hinterlistig, feige und grausam und treten meist in großen Scharen auf. Sie stellen unter den Tieren das Element der heimtückischen, unterirdischen Zerstörung dar. Nicht anders als die Juden unter den Menschen.” (Aus dem nationalsozialistischen Hetzfilm “Der ewige Jude”)

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What´s new, pussycat?

Irgendwas ist immer, auch und gerade dann, wenn man mal von allem die Schnauze voll hat und bloggingtechnisch untertaucht. Es gäbe viel zu kommentieren. Deutsche Grüne und ihr heißer Flirt mit organisierten Pädophilen; deutsche Konservative und Rechte, die diesen Flirt mit dem systematischen Kindesmissbrauch durch Pfaffen und Mitarbeiter kirchlicher Institutionen gleichsetzen, triumphierend “ihr auch” schreien und gleich mal alle 68er als verderbte Sittenstrolche darstellen möchten, obwohl es ohne die antiautoritäre Bewegung noch heute nur “ja Herr Pfarrer bitte Herr Pfarrer danke Herr Pfarrer” heißen würde und kein Schwein sich dafür interessieren würde, was Kindern widerfährt, da Kinder ja grundsätzlich zu gehorchen und die Autoritäten immer recht hätten; höhnische Kommentare im “Spiegel”, weil Angelina Jolie so frech war, die Pläne Gottes/der Natur/des Schicksals vorsorgechirurgisch zu durchkreuzen statt Mattuseks romantisch-wilde Wichsfantasie zu bleiben und tapfer den absehbaren Krebs zu ertragen;  die EU arbeitet auf Betreiben von Lobbygruppen weiterhin  an ihrer Delegitimierung, indem sie auf wehrlose Olivenöl-Kännchen in der Gastronomie losgeht; Österreichs Grüne können gar nicht schnell genug mit der ÖVP, der Partei der Insektizid-Farmer und Schneekanonengeneräle und Deregluierungsprofiteure, im Koalitionsbett landen; Die SPÖ plakatiert irgendwas mit “Arbeit” und hofft, im Herbst mal wieder in der Rolle als geringstes Übel um genügend Stimmen barmen zu können, um weiterhin unter der ÖVP Kanzler spielen zu dürfen; Viktor Orban frisst einen  Sack Kreide und schleimt sich beim Jüdischen Weltkongress ein, während in seinem Land Antisemiten Orden bekommen und judenfeindliche homophobe  antiziganistische Vollgummis alles zu verfolgen beginnen, was nicht weiß, christlich, heterosexuell und illiberal ist; in Niederösterreich wird ein Rosenkranz durch den anderen ersetzt; in Wien malen sie die Radwege grün an und  in Kärnten schießen sich die Freiheitlichen im Zuge eines gewaltigen Erneuerungsschubes überraschenderweise auf die slowenische Minderheit als Feindbild ein, weil es das ja noch nicht gab. Ja, da könnte man in der Tat so einiges darüber schreiben. Ich mag aber nicht.

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Kurz mal Pause

Ich kann mich derzeit nicht konzentrieren, daher mache ich mal Pause.

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Ciao, Proletariat

Dass wer den Schaden hat für Sport nicht zu sorgen braucht, ist eines der wesentlichen Kennzeichen des Entertainment-Kapitalismus, wo man nach jeder weiteren täglichen  Zitterpartie auf dem Basar, auf dem wir alle unsere Haut zu Markte tragen müssen, nicht viele andere Freuden und Hoffnungen mehr hat als zu sehen, wie der Biggest Loser im Big Brother Haus durch Frauentausch ein Dancing Star bei Deutschland sucht den Superstar wird. Mitleid ist was für Schwache, und die Schwachen sind die, denen man die Wohnung wegnimmt, die man im Jobcenter schikaniert, die irgendwann auf der Straße verrecken. Schwach will aus gutem Grund niemand sein, und wer sich von den Schwachen abgrenzen will, der verspottet sie und schließt sich der Meute der Starken an, die die Schwachen verprügelt. Nur in so einem Umfeld können sich Figuren wie der britische Arbeitsminister Iain Duncan Smith, der die Armen verhöhnt, indem er, angetan in feinsten Zwirn und mit teurem Uhrwerk behängt, verkündet, er könne jederzeit mit 63 Euro pro Woche überleben, noch auf die Straße trauen. Der Mann wird dafür sogar  beklatscht.

Der Zerstörung des europäische Sozialstaates wird in jüngerer Zeit gerne von dem grotesken Argument begleitet, Arbeit müsse sich wieder lohnen, und das tue sie nur dann, wenn diejenigen, die keine Arbeit haben, noch weniger bekämen. Darauf muss man erst mal kommen. Obwohl sich Arbeit selbstverständlich nur dann “wieder lohnen” würde, wenn die Löhne stiegen, behaupten die Herrschenden rotzfrech, Arbeit auch zu Dumpingpreisen lohne sich dann, wenn der Arbeitslose noch schwerer bestraft wird. Wodurch die Löhne natürlich weiter sinken. Es sagt viel, wenn nicht alles über den Zustand von Gewerkschaften und “Arbeiterparteien” in Europa, wenn eine dermaßen unverschämte Lohnsenkungspropaganda ohne nennenswerten Widerstand verbreitet werden kann. Und natürlich sagt das auch alles über die geistige Verfassung des Proletariats, das tatsächlich der Meinung zu sein  scheint, es ginge ihm besser, würde man die Armut verschärfen. Willig lässt sich die Arbeiterschaft in eine Parodie des Klassenkampfes hetzen und tritt begeistert nach unten. So einem Proletariat muss man nicht mal mehr Ketten anlegen, die schmiedet es nämlich fleißig selber und trägt sie auch noch stolz.

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Bring out your dead – to Facebook

Ich habe das Video, das derzeit auf Facebook kursiert und die Enthauptung einer Frau zeigt, nicht gesehen und ich habe auch nicht vor, das nachzuholen. Die Vorstellung vom Inhalt bereitet mir genug Unbehagen, ebenso wie der Gedanke, dass dieses Snuff-Video derzeit weltweit der Renner auf den Schulhöfen ist und die lieben Kinderlein es fleißig weiterverbreiten und tauschen. Nennt mich blasiert, aber ich habe mir auch die Videos vom Gaddafi-Lynchen, vom Saddam-Henken und vom Ceausescu-Abknallen nicht “uncut” angesehen. Diesen Luxus der Zivilisiertheit gönne ich mir. Ich behaupte nicht, das jeder, bei dem die Neugier auf das Morbide über die Pietät siegt, ein Barbar ist, aber der Akt an sich, das öffentliche Umbringen nämlich, ist barbarisch, und das Drücken des “Gefällt mir”-Buttons auf Facebook ist wie das Gejohle der mittelalterlichen Meute, die einer Hinrichtung beiwohnt. Und derlei Meuten gehe ich gerne aus dem Weg.

So wie ich den Voyeurismus bezüglich gefilmter Tode unschön finde, habe ich auch ein Problem mit dem Verwenden der Videos oder Fotos davon zu Propagandazwecken, was leider seit dem Siegeszug der “Sozialen Medien” epidemische Ausmaße angenommen hat. Selbst wenn man eine recht gepflegte Freundesliste hat, schlüpfen sie doch manchmal durch, diese Bilder getöteter Menschen, gerne aufgepeppt mit trauernden Verwandten, Bilder, die einen emotional auf eine Seite in einem der vielen Konflikte auf dieser Welt ziehen sollen. Ich mag das nicht. Ich bedarf keiner Fotos von erschossenen Kindern um zu wissen, dass Krieg meist scheiße ist. Ich lasse mich davon auch nicht beeinflussen, gerade in Zeiten von Photoshop nicht. Ich finde es widerwärtig und primitiv, wenn auf diese Weise Propaganda betrieben wird, ganz egal, wer jeweils dahinter steckt. Leider funktionieren Schock-Bilder bei vielen Menschen gut und sorgen für die gewünschte Empörung, die das Hirn ausschaltet und die Gefühle übernehmen lässt, und daher ist kein Ende der Flut von Todesvideos und Todesfotos auf Facebook und Twitter abzusehen. Wer auch immer Tote zu beklagen hat oder sich auch bloß aus taktischen Erwägungen wünscht, er hätte, zerrt die Fotos davon, ob echt oder gestellt, durchs Internet, reduziert das Leid der Abgebildeten zu Rufzeichen, die die eigene Position hörbar machen sollen, und am Ende ist nur mehr Geschrei übrig.

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Dringender Spendenaufruf

Liebe Leserinnen und Leser, ich brauche Geld. Einige unerwartete Ausgaben haben mein ohnehin sehr mageres Bankguthaben völlig aufgefressen und es sind noch einige Rechnungen unbezahlt. Außerdem muss ich mir eine neue Brille kaufen, weil meine Sehkraft nach den 13 Jahren, in denen ich meine jetzige Sehhilfe trug, doch wieder nachgelassen hat. Es wäre schön, wenn Ihr mich unterstützen könntet. Jeder Euro zählt. Wer den Paypal-Button nicht benutzen will, kann mir gerne auch Bares schicken.

Danke im Voraus

Euer Lindwurm

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Qual der Wahl

Bei den Landtagswahlen in Tirol sind fast 44 Prozent der Wahlberechtigten zuhause geblieben. Wie es scheint, gibt es eine Tendenz zur Frustration. Vielleicht zeigt uns ein Blick auf die wahren Parteiprogramme, woran das liegen könnte?

SPÖ: Für weniger Sozialstaat. Sonst werden die Ratingagenturen und die Wirtschaftsexperten ganz böse und haben uns nicht mehr lieb.

ÖVP: Für weniger Sozialstaat. Das senkt die Löhne.

FPÖ: Für weniger Sozialstaat. Das senkt die Löhne und außerdem die Ausländer und die Zigeuner und tob wüt brüll keif.

Grüne: Für weniger Sozialstaat. Weil uns das als innerstädtische Doppelverdiener eh nicht betrifft und die Kohle für die Förderung von Alternativenergie ja irgendwoher kommen muss.

Team Stronach: Für weniger Sozialstaat. Weil der Fabriksherr schon drauf schauen wird, dass die Armen und Kranken nicht verhungern werden.

Neos: Für weniger Sozialstaat. Weil eh der Papa einspringt wenn es eng wird. Bei euch etwa nicht?

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Homo-Ehe: Erbärmliche Koalitionen

Es ist sicher was dran an dem Verdacht, dass Politikerinnen vor allem aus dem im weiteren Sinne linken Lager unfähig oder nicht willens sind, auf die sich im Zuge der Globalisierung verschärfenden Klassengegensätze mit schlüssigen Konzepten und Strategien zu reagieren und sich daher mehr auf jene Bereiche konzentrieren, die sich noch gestalten lassen, ohne dass Ratingagenturen oder IWF tadelnd den Zeigefinger erheben, zum Beispiel gesellschaftspolitische Fragen im Allgemeinen und die Homosexuellen-Ehe im besonderen. Und sicher ist auch richtig, dass die Mehrheit der Schwulen und Lesben auf diesem Planeten ganz andere Sorgen hat als das Recht, endlich auch wie die Heterosexuellen standesamtlich abgesegnet zusammen unglücklich zu werden. Etwa die Sorge, verhaftet, eingesperrt oder ermordet zu werden. Das macht aber den Kampf vor allem westlicher Homosexueller und fortschrittlicher Kräfte für die “Ehe für alle”, wie die Franzosen sie so schön nennen, nicht falsch. Homosexuelle Paare von der Ehe auszuschließen ist ebenso eine Diskriminierung, wie Frauen das Wahlrecht vorzuenthalten. Und wie das Frauenwahlrecht muss auch die Ehe für alle gegen den Widerstand reaktionärer Kräfte erkämpft werden. In Frankreich ist die Front der Gegner besonders schön kenntlich geworden, als Politiker der konservativen UMP Seite an Seite mit Faschistinnen des FN, Neonazis, erzreaktionären Katholiken, Monarchisten und Muslimen teils gewaltsam gegen die Reform der Ehegesetze protestierten. Leider hatte sich auch der französiche Oberrabbiner Gilles Bernheim, der inzwischen wegen einer Plagiatsaffäre zurückgetreten ist, dieser Allianz der Ewiggestrigen angeschlossen. Die Ablehnung von Menschenrechten für Schwule und Lesben ist bei vielen Menschen dermaßen stark, dass islamophobe Faschisten gemeinsam mit Muslimen und Rabbiner gemeinsam mit einer Antisemitenkoalition dagegen aufmarschieren. Dabei hat niemand verlangt oder beschlossen, dass rechte Katholiken, Konservative, Faschisten, Islamisten und orthodoxe Juden nicht mehr heiraten dürfen. Die können in ihren Kirchen und Moscheen und Synagogen und Druidenkreisen (oder wo auch immer Nazis heiraten) tun und lassen, was sie wollen, aber sie haben kein Durchgriffsrecht auf das Standesamt mehr, und das fuchst diese Herrschaften so sehr, dass sie zu Mitteln der außerparlamentarischen Opposition greifen und Radau schlagen. Auch das dürfen sie, solange dabei niemand zu Schaden kommt, aber viel erbärmlicher, als zu Zehntausenden kollektiv durchzudrehen, nur weil ein paar Menschen das Recht auf Eheschließung bekommen, geht es kaum noch.

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Bedauerliche Einzelfälle?

Heute vor 70 Jahren begann der Aufstand im Warschauer Ghetto. Vom 19 April bis zum 16. Mai wehrten sich mutige Jüdinnen und Juden gegen die Mörder ihres Volkes. Die Ideologie, die Holocaust und Weltkrieg über die Menschheit brachte, ist auch 70 Jahre später nicht tot. Sie lebt weiter, unter anderem in Österreichs größer Oppositionspartei FPÖ. Das hindert die konservative Volkspartei und leider auch Teile der Sozialdemokraten nicht daran, sich die Option einer Koalition mit dieser Partei offen zu halten. Daher werde ich hier ansatzweise dokumentieren, was für eine Partei diese FPÖ ist (eine volle Dokumentation hätte den Umfang eines dicken Buches). Das wird die Verharmloser und Leugner nicht bekehren, aber es soll niemand sagen, er wüsste nicht, wes Geistes Kind diese Leute sind!

Die Schlüsselfigur des österreichischen Neonazismus war Norbert Burger. Der war in den Südtirol-Terrorismus verwickelt, gründete 1953 den “Ring Freiheitlicher Studenten” und schuf mit der Nationaldemokratischen Partei (NDP) eine Nachfolgeorganisation der NSDAP. Dieser Neonazi hatte beste Kontakte zur Spitze der FPÖ, wie “profil” berichtetJörg Haider traf sich 1988 mit Burger im Haus des FPÖ-Rechtsaußen Otto Scrinzi im kärntnerischen Moosburg, um über gemeinsame Aktionen zur 50-jährigen Wiederkehr des „Anschlusses“ zu beraten. Heinz-Christian Strache war von 1989 bis 1991 mit Burgers Tochter Gudrun verlobt. Strache 2007 im „Falter“ über seinen Beinahe-Schwiegervater: „Er war eine Art Vaterersatz.“

Der derzeitige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nahm zusammen mit Neonazis an “Wehrsportübungen” teil, traf sich mit der “Wiking Jugend”, zeigte öffentlich den Kühnengruß, pflegete Kontakt zum extrem militanten Neonazi Gottfried Küssel und veröffentlichte 2012 auf seiner Facebookseite eine antisemitische Karikatur im “Stürmer”-Stil. 2007 wollte Strache das Verbotsgesetzt abgeschafft sehen. Dieses Gesetz verbietet in Österreich die Neugründung von NSDAP, SS und SA. Weitere freiheitliche Befürworter einer Verbotsgesetzabschaffung waren und sind unter anderem: Der Ring Freiheitlicher Jugend, der steirische FP-Chef Gerhard Kurzmann, die ehemalige Präsidentschaftskandidatin der FPÖ, Barbara Rosenkranz, Strache-Stellvertreter Norbert Hofer und viele andere.

Der Obmann der FPÖ-Landesorganisation Wien, Johann Gudenus, nannte die als “Zweite Intifada” bekannte blutige Terrorkampagne der Palästinenser einen “Freiheitskampf” und forderte: “Es wird Zeit, dass die Öffentlichkeit über den seitens der Israelis geführten Staatsterrorismus aufgeklärt wird” (2002, anlässlich der Einladung des rechtsextremen Antisemiten Richard Melisch durch den “Ring Freiheitlicher Jugend”). Seiner Meinung nach behandelt Israel die Palästinenser “wie Tiere”.

Der “Ring Freiheitlicher Jugend” in Tirol bezeichnete Israel als eine zur “Atommacht herangewachsene, aggressive Siedlerkolonie ohne Existenzberechtigung”, die  einen “Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser” führe.

Der Linzer Fraktionschef der FPÖ, Sebastian Ortner, musste kürzlich zurücktreten, nachdem ein Video aufgetaucht war, dass ihn zusammen mit Neonazis bei einer “Wehrsportübung” zeigt, wo unter anderem trainiert wurde, wie man politischen Gegnern besonders effektiv die Kehle durchschneidet.

Eine E-Mail des Inhalts “du Judenschwein, wir werden dich totschlagen” und eine gerichtliche Verurteilung deswegen war in der FPÖ Oberösterreich kein Karrierehindernis.

Die FPÖ brachte einen Comic unters Volk, der politische Gegner als Schweine, Ratten und Drogensüchtige darstellte.

Andreas Mölzer, “Chefideologe” der FPÖ, verkaufte als Chefredakteur der Zeitschrift “Zur Zeit” T-Shirts mit dem Konterfei des iranischen Präsidenten Ahmedinedjad und der Aufschrift “A World Without Zionism”. Es erschienen unter seiner Leitung weiters Artikel, die die Kriegsschuld Deutschlands bezweifelten, Hitler als “Sozialreformer” verharmlosten, antisemitische mittelalterliche Ritualmordlegenden aufwärmten und den Massenmord durch Vergasung leugneten.  In der Ausgabe 8/06 von “Zur Zeit” schrieb Mölzer: “Wir haben uns immer politisch und publizistisch für die Belange des iranischen Volkes eingesetzt und den imperialistischen Zionismus und die Weltpolizei-Bestrebungen der USA verurteilt.”

FPÖ-Funktionäre pflegen gerne enge Beziehungen zu langjährigen eingeschworenen Todfeinden Israels. Herbert Scheibner, ehemals FPÖ, dann BZÖ, war mehrfacher Präsident der “Österreichisch-Syrischen Gesellschaft”. Jörg Haider gründete persönlich die “Österreichisch-Libysche Gesellschaft”, deren Präsident er war und die fast ausschließlich mit Politikern von FPÖ und BZÖ besetzt ist.

Das sind nur ein paar Fälle, die mir spontan ins Gedächtnis gekommen sind. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht ein Funktionär oder Mitarbeiter der FPÖ mit dem Verbotsgesetz in Konflikt gerät oder durch rechtsextreme Äußerungen auffällt. Die FPÖ ist KEINE normale Partei. Sie ist von der Spitze bis zum Fußvolk rechtsextrem durchseucht.

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Terror in Boston und Arschlochösterreicher

Der achtjährige Martin ist stolz, denn sein Vater hat gerade den Bostoner Marathon bewältigt.  Er läuft zur Ziellinie und umarmt Papa. Dann geht er zurück zu seiner Mutter und seinen Schwestern. Die Bombe explodiert. Martin stirbt. Die Explosion reißt seiner Schester ein Bein ab und verletzt seine Mutter schwer. Zwei weitere Menschen sind sofort tot, Hunderte müssen in Krankenhäuser gebracht werden. Der City-Marathon, eine sportliche Großveranstaltung ohne fanatische Fans, die einander tot prügeln oder rassistische Gesänge anstimmen, ohne Hurrapatriotismus und ohne Männlichkeitswahn, dafür mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen sozialen Schichten und aus verschiedenen Ländern, die, angefeuert von vielen Tausenden, zusammenkommen, um gemeinsam an ihre körperlichen Grenzen zu gehen, endet in einem Blutbad. Jeder Terroranschlag ist widerwärtig und macht einen traurig und wütend. Besonders fassungslos ist man, wenn die Mörder Ziele wählen, die für Lebensfreude und ein friedliches Zusammenkommen stehen. Wie die Olympischen Spiele 1972, oder eben wie eine große Laufveranstaltung. Terroristen haben keine Achtung vor dem menschlichen  Leben, daher wählen sie mit Vorliebe Ziele, die für Lebendigkeit stehen: Israelische Schulbusse, irakische Basare, amerikanische Welthandelszentren, deutsche Diskotheken, italienische Bahnhöfe, afghanische Schulen… . Jeder Mensch, der noch nicht völlig verroht ist, muss sich zutiefst verletzt fühlen, wenn auf diese Weise Leben ausgelöscht werden, und er wird keine Entschuldigungen oder Relativierungen gelten lassen. Ein Blick auf die Leserkommentare der Tageszeitungen zeigt jedoch, wie verbreitet der Typus des kalten Unmenschen, der kein Mitleid mehr kennt, inzwischen ist. Dieser Typ Mensch kann nicht einfach mal sein Maul halten, nein, er muss seinen geistigen Dünnpfiff gerade dann verbreiten, wenn das Blut der Opfer noch nicht mal getrocknet ist.

“Der Standard”:

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“Die Presse”:

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“Kleine Zeitung”:

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“Kurier”:

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usw….

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