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Der Quacksalberstandard

Liebe Tageszeitung “Der Standard”. In deiner Rubrik “Gesundheit”, Unterabteilung “Vorsorge”, bringst du allen Ernstes einen Artikel über “Ketogene Ernährug”, in dem eine Tiroler Diätologin Daniela Pfeifer was davon erzählt, dass man mit einer an Kohlehydraten armen Nahrung “Krebs aushungern” könne. Frau Pfeifer ist ihres Zeichens “Dipl. Ernährungsberaterin nach den 5-Elementen” und sie absolvierte ein Studium der Traditionellen Chinesischen Medizin, kombiniert mit Zusatzqualifikationen für Metabolic Typing, Traditioneller Chinesischen Diätetik sowie Fettstoffwechsel und Entgiftung und ist diplomierte Shiatsu-Praktikerin. Ihre Spezialisierung sind Nahrungsmittelintoleranzen, insbesondere die glutenfreie Ernährung und die zahlreichen negativen Auswirkungen von Gluten auf Körper und Stoffwechsel. Mehr “Alternativmedizin” geht fast gar nicht mehr. Was bringst du, “Standard”, als nächstes? Einen wohlwollenden Beitrag über die “neue germanische Medizin” des Mörders Ryke Geerd Hamer? Die Anleitung “Krebswegmachen durch Onanieren bei Vollmond”? Würde mich nicht überraschen. 

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Fantasien von Antisemiten

Heute im “Standard”:

 

 

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“PI”-Hetze jetzt auch im “Standard”

Jetzt ist die Tageszeitung “Der Standard” wohl endgültig nicht mehr zurechnungsfähig. Anstatt einen journalistisch sauberen Artikel über die ideologischen Brandstifter, die die Lunte zum Massenmord in Norwegen mit angezündet haben, zu bringen, lässt man diese Luntenanzünder in einem Gastkommentar zu Wort kommen! Ausgerechnet das halbgare und verlogene Distanzierungsgewäsch von “Politically Incorrect” serviert man uns, statt mal zu recherchieren, was dort sonst so Tag für Tag geschrieben wird und wie sehr das dort Geschriebene mit den paranoiden Vorstellungen des norwegischen Massenmörders übereinstimmt. Dem “Standard” zum Nachdenken, hier ein paar Leserkommentare, die die Stammuser von “PI” unter den Versuch der Redaktion, sich vom Sozialistenkinderkiller abzugrenzen, geknallt haben:

-Vielleicht ist die Tat tatsächlich eine Kampfansage an die verlogene Welt der MSM und der Multi-Kulti-Apologeten. Damit hat A.B. einen,aus seiner Sicht, Hauptschuldigen für das europäische Desaster von MultiKulti treffen wollen.

-Der Norweger hat uns klargemacht, was die Kehrseite des “inoffiziellen” Nichtbeachtens seiten der Offiziellen ist: Der Frust steigert sich. Er aeussert sich im dem was passiert ist.

-Wenn der Täter Multikulti und die verheerenden Folgen davon in der norwegischen Gesellschaft erwähnt, so ist er nicht allein.

-Alles sehr suspekt und unglaubwüdig. Wer steckt wirklich dahinter ? Wer hat es in Auftrag gegeben ? Wieder einmal Menschen geopfert, um politische Ziele zu erreichen ? War der “blonde Norweger” nur ein Werkzeug ? Wo wird der nächste, angeblich “rechte” Anschlag stattfinden ?

-Es ist eine konsequente Reaktion, er hat die bekämpft, die für ihn die Schuldigen sind. Die Mittel die er gewählt waren falsch, wahrscheinlich hat er für sich keine andere Wahl mehr gesehen, als diese Mittel zu wählen. Ich bin mir sicher das es noch viel mehr Menschen gibt die verzweifelt sind und überlegen ob friedliche Mittel wirklich noch zum Ziel führen.
Sozialisten und Islamisten nutzen schon seit Jahren die Mittel der Gewalt.

-In weiten Teilen muss man ihm Recht geben und werden viele mit ihm sympathisieren.

-Die überfallenen Jugendlichen aus dem Sozi-Lager sollen gerade an einer israelkritischen Kampagne mitgewirkt haben und werden in der Presse mit einem ? Transparent “Boikott Israel!” abgebildet.

-Die Massenzuwanderung und „Multi-Kulti“, die nicht klappen will, führen zu Radikalisierung an allen Seiten. Sogar der normale Bürger dreht langsam durch. Das wird letztendlich zum Bürgerkrieg führen – Jugoslawien lässt grüßen (dort hat „Multi-Kulti“ auch nicht geklappt). Ich hoffe sehr, dass die Regierenden die Botschaft verstanden haben: so geht es nicht weiter. Zumindest um ihre eigene Haut zu retten (der Terrorakt galt doch ihnen).

-Wenn das keine Inszenierung ist, kommt es doch genau richtig um vom Linken Dauer-Terror abzulenken.

-Die Positionen von Anders B., die in dem von Dir verlinkten Welt-Artikel als “hasserfüllte Gedankenwelt” betitelt sind an einigen Stellen polemisch, zum Teil aber nichts anderes, als eine nüchterne Beschreibung der nachweisbaren politischen Tatsachen in Europa. Ich finde sein Maß an Polemik in diesen Zitaten ist angesichts des Themas im erträglichen Rahmen und es überwiegt durchaus die sachliche und vollkommen berechtige Kritik an dem beispiellosen Umvolkungsprojekt unserer Eliten.

-Ich würde deswegen niemals gewalttätig werden, aber ich würde dafür gerne Schwachköpfen wie unseren großmäuligen Schrumpfhirnen der kultursozialistischen 68iger links und rechts eine Ohrfeige geben, als dankeschön für die Suppe, die sie uns da mit ihrer einen Turboextremismus erzeugenden unterdrückenden Ideotie eingebrockt haben.

Na, reicht das, lieber “Standard”? Nein? Na gut, dann schauen wir mal, was für Artikel diese angeblich so zerknirschten “Konervativen” in den Tagen seit dem Attentat publiziert haben:

“Einwanderung per Asylbetrug”

“Wien subventioniert Ekelkunst von Zuwanderern”

Und, besonders “schön”:

“Utoya: Jugendliche dachten an Pali-Theater”

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“Der Standard”: Unsere tägliche Falschmeldung gib uns heute!

Die Tageszeitung “der Standard” hat eine Fotostrecke von einem israelischen Waffenschrottplatz veröffentlicht. Unter Bild Nummer 3 lesen wir: “Israel verfügt – pro Kopf gerechnet – über den größten Wehretat der Welt”. Klingt fetzig, aber es stimmt nicht. Den größten Wehretat per capita haben die Vereinigten Arabischen Emirate, gefolgt von den USA. Erst danach kommt Israel. Sicher, die 1.882 Dollar, die Israel pro Jahr und Kopf in die Verteidigung steckt, sind viel Geld, aber leider machen die nicht so freundlichen Nachbarn diese Ausgaben zur notwendigen Lebensversicherung. Warum aber befördert der “Standard” Israel zum Militärausgabenweltmeister? Nun, man ist dort wohl der Ansicht, “dritthöchster Wehretat pro Kopf” läse sich nicht reißerisch genug und würde das Bild vom waffenstarrenden Militärgiganten Israel, das so viele Leser dieser Zeitung im Kopf haben, nicht so hübsch bestätigen. Oder man war zu faul, zehn Sekunden in eine Recherche zu investieren. Oder, dritte Möglichkeit: Man lässt die Bildunterschriften generell von Anfängern schreiben, die Meinung und Bericht noch nicht zu trennen gelernt haben. Für letztere Annahme spricht ja auch, dass Osama bin Laden in einer BU im “Standard” zunächst “ermordet” wurde (erst nach Leserprotesten wurde das in “getötet” geändert). Generell passt diese Manipulation Falschmeldung aber ganz gut zum von Unkenntnis, Vorurteilen und Parteinahme geprägtem Umgang europäischer Medien mit Nahostthemen.

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Rauscher vs. Manfred Herrnhofer

“Standard”-Kommentator Hans Rauscher hat den Vizepräsidenten der Österreichischen Richtervereinigung, Manfred Herrnhofer, scharf kritisiert, weil dieser, bezogen auf Kritiker der Verfahrensführung beim Wiener Neustädter “Tierschützerprozess” sagte: “Wir sind nicht in der Türkei, wir sind nicht im Sudan, wir sind in Österreich. Da wird menschenrechtskonform verhandelt.” Und weil Herrnhofer angeregt hat zu überprüfen, ob die Behauptung der Strafrechtswissenschafterin Petra Velten, wonach dieser Prozess “unvereinbar mit der Strafprozessordnung und der Menschenrechtskonvention” sei, eventuell selbst einen Straftatbestand beinhalte. Da Rauscher nicht juristisch, sondern emotional argumentiert, will er Herrnhofer sicherheitshalber in die rechte Ecke rücken, indem er ihn mit folgendem, freilich völlig aus dem Kontext gerissenem Satz zitiert: “Ich komme aus einem Bundesland, in dem der Abwehrkampf zur kulturellen Identität gehört, wir haben Erfahrung im Umgang mit übermächtig scheinenden Gegnern”. Für den gemeinen “Standard”-Leser, der nicht anders denken kann als in schwarzweiß, ist damit alles klar. Eine böse rechte Justiz verfolgt edle Tierfreunde, die mutmaßlich nichts anders getan haben, als nur ein bisserl zu erpressen und zu drohen und zu stalken, und die man daher also besser heilig sprechen sollte statt in einem Prozess über ihre Schuld oder Unschuld zu verhandeln, weil ja, so rein gefühlsmäßig, pöse Pelzhändler eh keine Rechte haben sollten, und dann kommt noch so ein ein urböser KÄRNTNER daher und behauptet, ganz entgegen dem Gefühl der bobogrünen Szene, es ginge beim Prozess gegen die Helden der Veganer mit rechtsstaatlich korrekten Dingen zu. Dass der sich das traut, obwohl die “Standard”-Leserschaft das Urteil längst gefällt und die Angeklagten im neuen überrechtstaatlichen Verfahren namens “Abstimmung mit dem Bauch per Leserbrief” freigesprochen hat, das ist doch wohl empörend, oder?

Blöd ist nur, dass Manfred Herrnhofer gar kein finsterer rechter Richter mit Burschenschafterschmiss ist, sondern ganz im Gegenteil ein fortschrittlich eingestellter Jurist, der sich mit seinen klaren Absagen an die Anmaßungen der FPÖ und Jörg Haiders, den Rechtsstaat für ihre Zwecke zu hijacken bzw diesen durch populistische Unrechtsmaßnahmen auszuhebeln, einen Ehrenplatz auf der Schwarzen Liste der Rechtsextremen erkämpft hat. Es war Herrnhofer, der öffentlich “nein” gesagt hat, als Haider in Kärnten versuchte, Polizei und Justiz in Personalunion zu spielen und den demokratischen Rechtsstaat zu umgehen, indem er nicht rechtskräftig verurteilte Asylbewerber auf der Saualm internieren lassen wollte. Es war Herrnhofer, der immer wieder Justizschelte und Einmischungen seitens BZÖ und FPÖ schärfstens zurückwies. Und weil Herrnhofer sich den “Luxus” erlaubt, an die Überparteilichkeit des Rechtssystems zu glauben, reagiert er auch auf Einmischungen von anderen Parteien oder Interessengruppen in die Arbeit der Justiz allergisch.

Es ist  jedermanns Recht, die Prozessführung im “Tierschutzverfahren” zu kritisieren. Es ist aber nicht jedermanns Recht zu unterstellen, diese Prozessführung sei mit der Strafprozessordnung und den Menschenrechten unvereinbar. Denn dies sind allerschwerste Kaliber, mit denen da auf einen laufenden Prozess gefeuert wird, und nicht nur auf diesen, sondern auf die Justiz als solche. Und das ist der Punkt, den Rauscher nicht kapiert, und den die Leserschaft des “Standard” nicht kapiert: Selbstverständlich kann man bemäkeln, dass die Richterin im Tierschutzprozess ein wenig schnippisch wirkt, dass sie sich vielleicht ein bisserl zu sehr als strenge Domina aufführt. Aber agiert sie “gegen die Strafprozessordnung” und “gegen die Menschenrechtskonvention”? Nein, tut sie nicht. Man kann das Benehmen der Dame unsympathisch finden, und man kann das auch sagen, aber so zu tun, als würde hier ein Schauprozess gegen Dissidenten stattfinden, ist lächerlich. Allen Angeklagten stehen alle Rechtsmittel offen, und nur weil einem Angeklagten mal das Wort abgeschnitten wird, bedeutet noch lange nicht, dass der Prozess vergleichbar wäre mit einer Farce, wie sie zB im Iran Alltag ist.

Rauscher schreibt weiter: Altgediente Gerichtssaalberichterstatter können stundenlang über inkompetente, unfaire, populistische und unter dem Einfluss von vergorenen Substanzen stehende Richter erzählen. Aus vielen Prozessberichten kann man mit einiger Aufmerksamkeit skurrile bis ungeheuerliche Verhaltensweisen von Richtern und Staatsanwälten herauslesen. Besonders Richter(innen) betrachten sich oft als unanfechtbare Instanzen, die im Gerichtssaal schalten und walten können. Der Ton, der da angeschlagen wird, ist manchmal unerhört. Und das ist teilweise wahr. Ich war ja selber Gerichtsberichterstatter, und ich habe Verfahren miterlebt, in denen sich Richter und Staatsanwälte gehörig im Ton vergriffen und wo das Urteil oft schon zu Beginn des Prozesses festzustehen schien, vor allem dann, wenn es sich bei den Angeklagten um Berufsverbrecher handelte. Und ich habe Verfahren gesehen, in denen die Urteile meinem Bauchgefühl zuwider liefen. Was ich aber nie erlebte waren Richter, die, wie es Rauscher reichlich untergriffig behauptet, besoffen und mit böser Absicht gegen die Menschenrechtskonvention agierten. Ich habe mies gelaunte Richterinnen erlebt, Richter mit unnötigem Sarkasmus und Richter mit offensichtlich vorgefassten Meinungen. Aber Richter, die absichtlich die Menschenrechte eines Angeklagten missachtet hätten, sind mir nicht untergekommen. Das bedeutet nicht, dass es nicht Richter, Staatsanwälte und Polizisten gäbe, die, pardon, echte  Arschlöcher sind, nur: Die, die so sind, sind erstens eine Minderheit und zweitens nicht allmächtig, denn es gibt da eben so Sachen wie die nächste Instanz und den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof.

Manfred Herrnhofer, der von Rauscher als Verteidiger einer irgendwie bösen Justiz angeschwärzt wurde, ist einer jener Richter, die ich gerne hätte, sollte ich je in die Situation kommen, mich vor Gericht wiederzufinden. Er lässt in seinen Verhandlungen schon mal ein zitables scharfes Bonmot vom Stapel, ja, aber er bleibt immer fair und extrem korrekt. Wer die Prozesse, bei denen Herrnhofer Vorsitzender ist, mitverfolgt, erkennt sogar eine Tendenz zu einer möglichst humanen und sozial sinnvollen Auslegung der strafrechtlichen Möglichkeiten. Herrnhofer ist keiner, dem es Spaß macht, arme Teufel zu möglichst harten Strafen zu verknacken. Er ist aber auch keiner, der den Rechtsstaat, egal in welche Richtung, beugen mag. Hans Rauscher hätte sich die “Mühe” machen sollen, sich mal mit Herrnhofer zusammenzusetzen und zu reden. Er hätte dann zwar keinen so knackig justizkritischen Kommentar schreiben können, aber vielleicht ein bisschen was über den Idealismus und den hohen ethischen Anspruch jenes Juristen lernen können, den er da so billig und tatsachenwidrig als Vertreter einer “rechten” Justiz punziert hat.

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“Stänkerjuden”

Eine berüchtigte Neonaziswebsite, jene mit “Alpen” und “Donau” nämlich, beschimpft den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeine Wien, Ariel Muzicant, immer wieder als “Stänkerjuden”. In den Foren des Standards postet ein User mit dem Namen “DieBo”, der immer wieder durch seine leidenschaftliche Verteidigung des iranischen Regimes sowie seinen Hass auf die USA und Israel auffällt. Einen Artikel über israelische Vorwürfe, wonach Nordkorea Waffen an Hamas und Hizbollah liefere, kommentierte “DieBo” wie folgt: “Vom Stänkern verstehen die was”. Zufall?

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Nazis und Naziversteher

Die Berichterstattung über den Prozess gegen den Neonazi Gerd Honsik lockt sie alle wieder aus ihren Löchern, die Nazis, die Naziversteher, die Revisionisten, die Relativierer, die Kämpfer für die “Meinungsfreiheit”. Die Braunen und ein paar nützliche Idioten toben sich in den Internetforen der “Qualitätszeitungen” Die Presse und Der Standard aus…

Aus “Die Presse”:

Honsik als Fels in der Brandung. Alles würde über dem System wie ein Kartenhaus einstürzen, wenn sich die Politik der Wahrheit stellen müsste. Nur mit grausamen Menschenrechtsverletzungen (die Verwehrung der Verteidigung durch Beweisverbote ist international ein geächtetes Verbrechen gegen die Menschlichkeit) können sich die Holo-Systeme mit Hilfe der neuen Inquisition noch über die Runden retten.

Nach jahrzentelanger Gehirnwäsche müssen die Kommentare hier ernüchternd sein.

Er stellt eine ganze Weltordnung in Frage, wenn er die Gaskammern leugnet.  Deshalb wird diese Aussage so hart bestraft. Und deshalb wird das iranische Volk zerbombt werden, weil ihr Führer alles für ein Märchen hält. Vielleicht werden wir demnächst ein Twin-Tower-Gesetz bekommen.

Auf jeden Fall ein politischer Prozeß. Eine Demokratie mit all ihren Ansprüchen an sich selbst tut sich mit politischen Gefangenen nie einen Gefallen. Was will man noch China erzählen, wenn es hier nicht anders läuft?


Es wird höchste Zeit, daß die “Tatsachen” dieser Zeit nicht länger von Politikern und Richtern in Geschichtsbücher diktiert werden, denn es gibt zu viele offene Fragen, die endlich geklärt gehören. Daß Familienväter und anständige Menschen, die halt meinen, sich eine abweichende Meinung zu historischen Details leisten zu müssen (wobei ja immer Zivilcourage gefordert wird!), schlimmer wie ECHTE Verbrecher verfolgt werden, ist schlicht eine Schande, nein ein VERBRECHEN. FREIHEIT FÜR ALLE POLITISCH VERFOLGTEN! MEINUNGSFREIHEIT EINFÜHREN!

Da jeder deutsche und österreichische Richter sein Amt sofort verlieren würde, wenn er auch nur einen einzigen Beweisantrag annimmt, so fühlt sich auch Richter Böhm im Amt des Holo Inquisitors sichtlich unwohl. …er dürfte wohl auch wissen, daß Honsik defacto und dejure recht hat.

Wie immer man zu den Aussagen stehen mag, tatsache ist, dass hier jemand verurteilt wurde und lange jahre gerichtlich verfolgt wird, weil er eine bestimmte Meinung vertritt. Sonst gar nichts…DAS hätte die Justiz im 3. Reich auch grade noch geschafft.

Wir werden von Statthaltern der Kriegsgewinner regiert und der letzten Abschaum Österreichs fand so den Weg in die Politik, Verwaltung und sonstige Schlüsselstellen.

Der Richter als auch der STA sind arm dran, weil sie tun müssen, was weiterhin ihr Einkommen sichert. Mit Rückgrat hätten sie diesen Job nie annehmen dürfen. Naja, für die alliierte Verbrecherbande muss man schon mal alle menschenfreundlichen Augen zudrücken. Ich könnte das nicht, dass ich jemanden für Gesagtes jahrelang in den Kerker sperre, schon gar nicht in einem Land, wo zur Naziherrschaft der elterliche Betrieb der Innenminsterin mit Zwangsarbeitern “bestraft” wurde.

Wenn der Artikel korrekt ist, leugnete der “Holocaustleugner” den Holocaust auf deutschem Reischsgebiet.
Dies ist aber sachlich völlig korrekt, denn die Vernichtungslager standen ausnahmslos in den Ostgebieten (Polen,Weissrussland, Ukraine). Dies ist der Grund dafür, dass der Holocaust geheim gehalten werden konnte, und deshalb ein wichtiger Punkt. Es ist eine Ungeheuerlichkeit, dass ein österr.Gericht eine Meinung verhandelt. Noch dazu eine die, sofern aus obigem Bericht ersichtlich, konform läuft mit der überwiegenden Historikermeinung. Man müsste den Staatsanwalt bzw. die Republik für so eine Veranstaltung verklagen.

In einem demokratischen Rechtsstaat wäre so ein Prozess unvorstellbar.

Schandgericht ist nur ein Hilfsausdruck!

niemand will in Österreich die NSDAP wiederherstellen. Das sogenannte “Verbotsgesetz” (“Gummiparagraph”) dient einzig und allein der Ausschaltung politischer Gegner und der Aufrechterhaltung des kolonialen Status Österreichs. Alle wissen das und trotzdem wird dieses Unrechtsgesetz nicht abgeschafft

und die Holocausindustrie lächelt, lehnt sich zurück,…sicher ihrer gewinnträchtigen Devotionalien

Aus “Der Standard”:

manche sagen in den Lagern sei wegen der schlechten Ernährung Typhus ausgebrochen, ob es stimmt? ich war nicht dabei. Jedenfalls zeigt die Handhabe deutlich, dass man in Deutschland und in Österreich nur dann seine Meinung sagen kann, wenn man auf der richtigen Seite steht. Deshalb wird in diesen Ländern auch keiner veröffentlichen, wenn man schreibt, die EU sei für uns der Weg in die Diktatur.

So sehr auch die Nazis zu verurteilen sind: Das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte war, ist und bleibt der Kommunismus mit X mal mehr Opfern als der Nationalsozialismus

wenn jemand glaubt, dass etwas anders stattgefunden hat als die allgemeine Sichtweise ist: wieso impliziert das, dass man die alten Zeiten wiedererrichten will? Das hat doch rein gar nichts miteinander zu tun.

Er hat ja nicht geleugnet, dass Millionen Juden umgebracht worden sind, sondern dass es Gaskammern auf deutschem Staatsgebiet gab. Jene in Auschwitz oder sonstwo im Ausland hat er ebenfalls nicht geleugnet. Ob man deswegen ständig Haftstrafen ausfassen muss, ist zu bezweifeln. Für die Zeit, die er im Gefängnis verbringen muss, können andere ihre Kinder umbringen.

Man sollte eine ordentliche objektive Auseinandersetzung mit dem Thema erlauben. Dann können alle Thesen des H. entkräftet werden und er endlich als Lügner enttarnt werden. Es bedarf keiner Gesetze, die einem verbieten in eine gewisse Richtung zu forschen – wenn alles glasklar ist sollte die Forschung die Wahrheit ans Tageslicht bringen.
Aber Gesetze, die einem Vorschreiben wie es damals war – daran hat man zu glauben und wenn es da steht dann ist es einfach so – finde ich kontraproduktiv. Das macht alles nur noch schlimmer. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung ist in diesem Fall sicher wichtig – aber großteils nicht gestattet.

Wenn jemand behauptet, es haette keine Gaskammern gegeben, geht er in den Knast. Gesetz. Wenn jemand behauptet, dass Frauen weniger wert sind, und dem Mann dienen muessen, dass HIV-Aids eine Strafe Gottes fuer Homosexualitaet ist, dass Unglaeubige zur Hoelle fahren und dort in Ewigkeit gefoltert werden, dass Abtreibung Mord ist, dass Gott den Himmel und die Erde erschaffen hat, dass die Frau aus einer maennliche Rippe stammt etc.etc., dann darf der auf Steuerzahlerkosten unsere Kinder in Religion unterrichten. So schaut’s aus!

Zu behaupten, die “Geschichtsschreibung bei den Nürnberger Prozessen” sei “einseitig” gewesen, ist ein Verstoß gegen das Verbotsgesetz? Na dann lest euch mal den Punkt “Kritik” unter dem Wikipedia-Eintrag zu “Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess” durch. Oh Moment, so einen Punkt gibt es nicht. Ich meinte den Punkt “Criticism” in “Nuremberg Trials” der englischsprachigen Wikipedia. Gänzlich unverdächtige Leute übten massive Kritik an diesen Prozessen – nicht nur weil der sowjetische Ankläger gefälschte Dokumente über Katyn vorlegte, aber auch deswegen.

weisen sie hrn. honsik nach, dass er lügt – also bewusst falsches verbreitet… ich denke eher er ist von seiner meinung überzeugt und daher fällt das nicht unter lüge….außerdem ist lügen NICHT strafbar

Gerade als Linker sollte man sich doch dagegen prinzipiell wehren, dass man fuer seine Meinung vor ein Gericht gestellt werden kann. Denn das war genau, was die Nazis und andere Diktaturen gemacht haben und weiterhin machen.

Naja, sooo klar sind die historischen Fakten nun auch wieder nicht. zB würde mich interessieren, wie viele Leute damals denn nun wirklich eingeweiht gewesen sein sollen. Bis heute gibt es kaum stichhaltige schriftliche Beweise für den ausdrücklichen Befehl zur Judenvernichtung, noch am ehesten ein nach dem Krieg gefundenes Exemplar des Protokolls der sog. Wannsee-Konferenz.

Leider ist die Welt nicht schwarz/weiß. Honsik ist ein Narr und gehört bestraft.  Wiesenthal ist trotzdem eine  fragwürdige Gestalt

In Wahrheit zeigen Verbotsgesetze nur die Angreifbarkeit und Verlogenheit derer, die sie erlassen müssen.

wer falsche oder nicht der veröffentlichten Meinung entsprechende Ansichten vertritt, der muss verurteilt und weggesperrt werden. Das war ja im 3. Reich auch so!! Schliesslich will der Sieger beim  Geschichtsbücherzusammenstellen nicht gestört werden!

Weiter so und schauts euch bei der nächsten Wahl die zugewinne der FPÖ an, traurig das man FPÖ Wählen muss um politische und gesetzliche normalität wieder herzustellen.

Tja, die Mitläufer sind immer bei der Meinungsmehrheit. sämtliche Herr Karls dieses Landes sind eben momentan fürs Verbotsgesetz…dafür gibt von obersten Blockwart Häupl auch eine billige Gemeindewohnung!

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Kühlen sie sich ab, Herr Misik!

Wer wissen möchte, wieviel absurden Schwachsinn man in einen gut sechs Minuten langen Videocast packen kann, der möge sich Robert Misiks neueste Ergüsse im “Standard” ansehen und -hören. Da strickt er eine paranoide Verschwörungstheorie der Sonderklasse, die sich in etwa wie folgt zusammenfassen lässt: Wer an der Theorie des anthropogenen Klimawandels zweifelt, ist quasi automatisch auch “für Israel”, “gegen die Moslems”, neoliberal sowieso, ein kaltherziger Asylbewerberabschieber, für Israel (Misik kann das gar nicht oft genug behaupten), ultrakonservativ/ultraliberal, erliegt einem “sektenhaften Wahn”, glaubt “ein paar schwindeligen Ingenieuren” mehr als “99,9 Prozent der seriösen Wissenschaftler”, konsumiert böse “angloamerikanische Medien”, bewegt sich in “Kreisen, in denen ein paranoider Stil vorherrscht”, ist neoliberal und gegen offene Grenzen (sic), ist Anhänger einer “Dschungelmarktwirtschaft”, ist ein “harter Rechter und Marktwirtschaftsapologet” (und, wie Misik nicht müde wird zu betonen “gegen die Moslems”), ist, obwohl “knietief in antisemitischer Tradition” steckend “ganz wild für Israel” (ja, schon wieder Israel), hält Menschenfreundlichkeit und Mitgefühl mit Ärmeren für einen “Defekt”, und so weiter und so fort. Gegen Ende dieses seltsamen Ausbruchs kommt Misik dann endlich aus der Deckung und sagt, worauf es ihm wirklich ankommt: “Klimaleugner” seien deswegen solche, weil sie “gegen eine langfristige industrielle Planung”, also gegen den Kommunismus sind.

Mann, Mann , Mann, mein lieber Scholli! Nichts gegen eine polemische Auseinandersetzung mit “Klimaleugnern”, aber das, was Misik hier abzieht, klingt verdächtig nach Hitzekoller eines grün lackierten Kommunisten am Rande des Nervenzusammenbruchs. Bitte, Herr Misik: Kühlen sie sich ab! Gehen sie ins Schwimmbad! Schaffen sie sich einen Ventilator an! Wenn sie wieder einen kühlen Kopf haben, werden sie sich hoffentlich für diesen wilden Rant, diese sagenhaft dummen Unterstellungen und Pauschalisierungen in Grund und Boden schämen. Ach was, werden sie nicht, es ist ja nur mal wieder kenntlich geworden, was sie in Wirklichkeit für einer sind und was sie ansonsten so gerne hinter der Maske des eh ganz netten Bobo-Linksliberalen zu verstecken versuchen: Ein Altkommunist mit dem erschreckend simplen Weltbild eines DDR-Kaders aus den 70er Jahren.

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Nicht lustig 2

Karikaturisten für Tageszeitungen sind insofern arm dran, da sei jeden Tag unter Zeitdruck eine halbwegs originelle, im Idealfall sogar treffend-satirische Zeichnung abliefern müssen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man als Cartoonist Machwerke kreiieren sollte, die arm im Geiste sind, wie es zB heute Sinisa Pismestrovic in der “Kleinen Zeitung”, Österreichs zweitauflagenstärkster Tageszeitung, getan hat. Pismestrovic´künstlerischer Kommentar zur “Free Gaza”-Sache sieht so aus: Ein riesiger Militärstiefel mit der Aufschrift “Israel” zertrampelt eine Friedenstaube. Ja, kein Scherz. Sogar den Olivenzweig im Maul der Taube hat der Zeichner nicht vergessen. Ganz so, als hätten die bösen israelischen Militaristen ein Floß voller Hippies angegriffen und nicht etwa einen mit gewaltbereiten Islamisten bemannten Blockadebrecher, dessen strategischer Zweck es war, eine neue Nachschublinie für Hamas-Waffen freizukämpfen.

Karikaturen wie diese erscheinen derzeit in vielen westlichen Zeitungen und transportieren damit brav das von den Organisatoren der “Free Gaza”-Provokation beabsichtigte Propagandastück. Zusammen mit teuherzigen Kommentaren entweder ahnungsloser oder böswilliger Journalisten und diversen Wortmeldungen von Politikern, die fast unisono eine “Aufhebung der Blockade” fordern, wohl “vergessend”, dass Israel die Wareneinfuhr und den Personenverkehr nach/von nach Gaza nicht aus Sadismus  streng kontrolliert, sondern weil es sich im Kriegszustand mit der dort herrschenden Hamas befindet, die die Ermordung von Juden und die Zerstörung Israels offen propagiert und nach derzeit zum Glück eingeschränkter Möglichkeit auch praktiziert, ergibt das eine ungustiös einseitige Stimmungsmache gegen Israel.

Nun sollen, ja müssen Karikaturisten schon der Form ihres Mediums wegen ihre Aussagen zuspitzen. Was sie nicht müssen ist, hetzerische Propaganda zu verbreiten. Zusammen mit der Karikatur im “Standard”, die eine eiserne Faust mit der Aufschrift “Israel” zeigte, die  ein harmloses Schiffchen zerschmettert, wobei nach allen Seiten hin Pakete mit Rot-Kreuz-Aufdruck durch die Luft fliegen, ist dies bereits die zweite klar faktenwidrige und einseitig antiisraelische Karikatur, die binnen zweier Tagen in einer österreichischen Tageszeitung erschienen ist. Stilistisch und inhaltlich hätten die beiden Zeichnungen so auch in einer iranischen oder syrischen Zeitung abgedruckt werden können.

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Israel: Hans Rauscher sorgt sich

Nach dem provozierten “Free Gaza”-Fiasko verspüren Antisemiten und Israelfeinde aller Einfärbungen frischen Wind in der Unterbuxe. Das war zu erwarten und ist nichts Neues, denn diesen Herrschaften kann Israel es nicht recht machen, es sei denn, es löste sich auf. Unangenehm wird es aber, wenn des Antijudaismus und Antizionismus bislang völlig unverdächtige Intellektuelle wie der “Standard”-Kolumnist Hans Rauscher den derzeit besonders billig zu habenden Applaus suchen, der jedem geklatscht wird, der Israel öffentlich eine reinwürgt, und das auch noch als Besorgnis tarnt. Ich erlaube mir, Rauschers ensprechenden Kommantar genauer auszuleuchten:

-“Schwere Zeiten für die Freunde Israels” lautet die Überschrift der Kolumne.

Hm, das ist soweit ja nichts Neues. Als “Freund Israels” stand man schon immer einer Wand aus rechten  Traditionsantisemiten, linken Antizionisten, arabisch-islamischer Propaganda, missratenen politischen und militärischen Aktionen Israels und unzähligen Nachplapperern gegenüber. “Leichte Zeiten” gab es für Israelfreunde also nie.

-Spätestens seit dem letzten Libanon-und Gaza-Krieg musste die Effizienz, Disziplin und Präzision, für die die israelische Armee berühmt war, stark in Zweifel gezogen werden. Berichte über unangemessene Gewaltanwendung gegen Zivilisten, über ungerechtfertigte Tötungen und sogar über Plünderungen untergruben die moralische Autorität des Vorgehens gegen die Terroristen von Hizbollah und Hamas.

Hans Rauscher möge bitte die Nachweise für diese Anschuldigungen erbringen. Welche IDF-Soldaten haben wann und wo geplündert, unangemessen (illegale?) Gewalt angewendet und ungerechtfertigt getötet? Und wurden diese Soldaten dafür bestraft? Wer solche Anschuldigungen vorbringt, darf sie nicht einfach flapsig in eine Kolumne einweben, sondern sollte sie schon untermauern können – vor allem als “Freund Israels”.

-Nun scheint es wieder zu einem unkontrollierten Drauflosknallen gekommen zu sein, bei dem mindestens neun NGO-Aktivisten, meist türkischer Herkunft, getötet wurden. So etwas erwartet man von der schießwütigen Soldateska einer Bananenrepublik – oder, leider, von brutalisierten amerikanischen Berufssoldaten im Irak oder Afghanistan – aber nicht von der hochprofessionellen Armee eines Staates, dessen internationale Glaubwürdigkeit davon abhängt, dass ihm legitime Selbstverteidigung abgenommen wird.

“Unkontrolliertes Drauflosknallen auf NGO-Aktivisten”, “schießwütige Soldateska”, “Bananenrepublik”,  “brutalisierte amerikanische Berufssoldaten”…das ist die Sprache der antiimperialitsischen Szene, das sind Propagandaworthülsen aus dem Fundus des links- und rechtsextremen Spektrums. So reden und schreiben Israelfeinde, seit es Israel gibt. Weshalb verwendet Rauscher diese Wortwahl in einer Kolumne, in der er seiner Sorge um die Sympathiewerte Israels Ausdruck zu verleihen vorgibt?

-Die Wahrheit ist, dass es vielen langjährigen Freunden Israels zunehmend schwerfällt, die Exzesse der israelischen Militärpolitik zu akzeptieren. Die noch unangenehmere Wahrheit ist es, dass besonders unter jüngeren und gebildeteren Menschen, die im politischen Leben Europas gegen Antisemitismus, Rechtsextremismus und NS-Verharmlosung kämpfen, Israel schon längst keinen moralischen Bonus mehr hat, sondern dass im Gegenteil Israel als Aggressor und rücksichtslose Besatzungsmacht über gut fünf Millionen Palästinenser empfunden wird. Und zwar nicht nur von Antisemiten.

Von jungen und gebildeten Menschen, die nicht nur den Toten der Shoa nachtrauern, sondern aus der Geschichte gelernt haben und in der Lage sind, sich zu informieren, wird Israel keinenswegs grundsätzlich als “Aggressor und rücksichtlose Besatzungsmacht” empfunden. “Junge und gebildete Menschen”, die nicht links- oder rechtsradikalen Zirkeln angehören und entsprechend verblendet sind, diskutieren vielmehr offen über Perspektiven und Möglichkeiten einer auf lange Sicht vielleicht machbaren Friedenslösung im Nahen Osten, die sowohl den palästinensischen Arabern eine eigenständige Zukunft ermöglicht, als auch das Fortbestehen Israels als jüdischer Staat garantiert. “Junge und gebildete” Menschen kritisieren auch schon mal das Vorgehen Israels, seien es schlecht vorbereitete und ausgeführte Militäraktionen wie die Stürmung der “Free Gaza”-Schiffe oder die Feldzüge im Libanon und in Gaza, sei es die Siedlungspolitik oder das Erstarken irrationaler, zur Selbstüberschätzung neigender Kräfte in Israel. “Junge und gebildete” Freunde Israels werden aber nie so naiv sein, um nicht zu wissen, dass zB im konkreten Fall Israel gar nichts anderes übrig blieb, als die Gaza-Schifferlfahrer vom Brechen der Blockade abzuhalten, es sei denn, man fände Gefallen daran, dass die Hamas wieder auf dem Seeweg mit schweren Waffen beliefert werden kann, was die Folge einer zusammengefallenen Blockade wäre.

-Ein Blick in die Internetforen genügt, um zu erkennen, dass die Sympathie , die Israel gerade auch unter jungen Eliten entgegengebracht wurde, so gut wie weg ist. Das ist eine verheerende Entwicklung, vor allem in Deutschland und Österreich, wo eine Verantwortung der Heutigen besteht, die furchtbaren Verbrechen der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Nein, Herr Rauscher, ein “Blick in die Internetforen” allein schon des “Standard” genügt, zu erkennen, dass sich das antijüdische, fatktenresistente Ressentiment dort offen austobt. “Junge Eliten” erblicke ich dort eher selten, zumeist sehe ich Postings von erbarmungswürdiger Schlichtheit, Wortmeldungen von linken und rechten Fanatikern, von Halb- bis Ungebildeten und immer öfter auch solche von Djihadisten. (Nicht nur) Meine Erfahrung mit “Internetforen”, unter denen Rauscher vermutlich “das Internet” versteht, zeigt etwas gänzlich anderes: Je intelligenter und gebildeter, also je näher an der wirklichen Elite, desto positiver denken junge Menschen über Israel und desto differenzierter und informierter gehen sie an das große Nahostthema heran. Um das zu erkennen muss man freilich ein wenig Recherche betreiben und mehr lesen als bloß die Userkommentare in der eigenen Zeitung.

-Trotzdem müssen sich gerade die Freunde Israels schon seit längerem ein realistisches Bild von der israelischen Politik machen. Besonders die jetzige Regierung ist an einem echten “Friedensprozess” in Wirklichkeit nicht interessiert. Sie glaubt, den Status quo aufrechterhalten zu können. Das bedeutet: die Besatzung über die Palästinenser in der Westbank mehr oder minder unbegrenzt aufrechtzuerhalten; die Siedlungen, vor allem rund um Ostjerusalem ausbauen, andere Siedlungen mitten im Palästinensergebiet zumindest nicht signifikant abbauen; die Palästinenser und die Hamas in Gaza sowie die Hizbollah im Südlibanon militärisch in Schach halten. Die Sicherheitslage ist so tolerierbar, es gibt schon lange keine Selbstmordattentate mehr. So kann man auf Sicht weiterleben. Diesen komischen neuen Präsidenten in Washington muss man einfach aussitzen, der wird ohnehin nur eine Amtszeit haben. Aus dieser Haltung, die von der Mehrheit der israelischen Bevölkerung vielleicht nicht geteilt , aber toleriert wird, ergibt sich aggressiv getönter Stillstand. Das ist nicht gut für Israels Freunde, aber noch weniger gut für Israel selbst.

Keine Sorge, Herr Rauscher, die meisten echten Freunde Israels machen sich sehr wohl ein realistisches Bild von der israelischen Politik. Dass dieses realistische Bild aber oft von jenem abweicht, dass die Mainstreamedien malen, spricht eher gegen letztere als gegen die Freunde Israels, egal was diese, Herr Rauscher, ihrer werten Meinung nach “müssen”. Wir “Freunde Israels” leiden folglich auch weniger unter der Lage in und um Israel, denn darunter leiden die Israelis und die Araber, sondern unter hastig heruntergeklopften und schlecht fundierten Kommentaren wie dem ihren. Gebildete Menschen und “junge Eliten” haben die oft lästige Eingeschaft, größere Zusammenhänge zu erkennen, kritische Anaylsen zu erstellen und einen bewussten Umgang mit der Sprache zu pflegen. “Gebildeten Menschen und jungen Eliten” käme es zB nicht in den Sinn, in einem Kommentar, der Sorge um das Image Israels ausdrücken soll, antiisraelische Kampfbegriffe zu verwenden.

Kurz: Ihr sicherlich gut gemeinter Kommentar zur angeblich so schweren Lage der Freunde Israels verschlimmert die Lage der Israelsympathisanten bloß, Herr Rauscher,  und er transportiert sogar Klischees, die von Freunden Israels, aber auch von halbwegs neutralen Beobachtern der Lage längst als solche enttarnt worden sind. Wahr ist allerdings – und hier nehme ich gleich mal mich selber an der Nase – dass man sich auch als “Freund Israels” oft genug der Schwarzweiß-Malerei nicht entziehen kann und dann recht kritiklos und einseitig wird, was nicht gut ist, denn man muss sich einen offenen Geist bewahren. Mir ist diese Problematik immerhin bewusst, was ich bei den aggressiven antiisraelischen Stimmen eher nicht sehen kann…

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