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Terror in Boston und Arschlochösterreicher

Der achtjährige Martin ist stolz, denn sein Vater hat gerade den Bostoner Marathon bewältigt.  Er läuft zur Ziellinie und umarmt Papa. Dann geht er zurück zu seiner Mutter und seinen Schwestern. Die Bombe explodiert. Martin stirbt. Die Explosion reißt seiner Schester ein Bein ab und verletzt seine Mutter schwer. Zwei weitere Menschen sind sofort tot, Hunderte müssen in Krankenhäuser gebracht werden. Der City-Marathon, eine sportliche Großveranstaltung ohne fanatische Fans, die einander tot prügeln oder rassistische Gesänge anstimmen, ohne Hurrapatriotismus und ohne Männlichkeitswahn, dafür mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen sozialen Schichten und aus verschiedenen Ländern, die, angefeuert von vielen Tausenden, zusammenkommen, um gemeinsam an ihre körperlichen Grenzen zu gehen, endet in einem Blutbad. Jeder Terroranschlag ist widerwärtig und macht einen traurig und wütend. Besonders fassungslos ist man, wenn die Mörder Ziele wählen, die für Lebensfreude und ein friedliches Zusammenkommen stehen. Wie die Olympischen Spiele 1972, oder eben wie eine große Laufveranstaltung. Terroristen haben keine Achtung vor dem menschlichen  Leben, daher wählen sie mit Vorliebe Ziele, die für Lebendigkeit stehen: Israelische Schulbusse, irakische Basare, amerikanische Welthandelszentren, deutsche Diskotheken, italienische Bahnhöfe, afghanische Schulen… . Jeder Mensch, der noch nicht völlig verroht ist, muss sich zutiefst verletzt fühlen, wenn auf diese Weise Leben ausgelöscht werden, und er wird keine Entschuldigungen oder Relativierungen gelten lassen. Ein Blick auf die Leserkommentare der Tageszeitungen zeigt jedoch, wie verbreitet der Typus des kalten Unmenschen, der kein Mitleid mehr kennt, inzwischen ist. Dieser Typ Mensch kann nicht einfach mal sein Maul halten, nein, er muss seinen geistigen Dünnpfiff gerade dann verbreiten, wenn das Blut der Opfer noch nicht mal getrocknet ist.

“Der Standard”:

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“Die Presse”:

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“Kleine Zeitung”:

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“Kurier”:

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usw….

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Nette Leute

Die “Krone” berichtet, wie auch andere Medien, über die Kritik der Volksanwaltschaft an den unmenschlichen Bedingungen, unter denen Asylbewerber auf der Kärntner Saualm interniert worden waren. Das ist natürlich wieder einmal eine Gelegenheit für die aus Überzeugung Inhumanen, ihren Menschen verachtenden Dreck zu posten.

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Da wollen die Leserinnen der “Presse” natürlich nicht nachstehen:

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Auch die Leserschaf des “Kurier” überschlägt sich vor Nächstenliebe:

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Im “Standard”:

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“Kleine Zeitung”

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Blauer Blutdurst

 

 

Auf der Facebookseite von FPÖ-Führer Strache geht es rund

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Arschlochweihnachten

Weihnachten ist schon ein lustiges Fest. Da sitzen antisemitische Xenophobiker ergriffen vor den Abbildern einer jüdischen Flüchtlings-Patchworkfamilie und singen sentimentale Lieder. Gleich danach hetzen sie am Stammtisch oder im Internet wieder gegen Flüchtlinge, Juden und alles, was ihnen sonst noch fremd vorkommt. Diese Leute sind dermaßen dem Denken entwöhnt, dass ihnen die himmelschreienden Widersprüche nicht einmal auffallen. Den Soundtrack zu dieser allgemeinem Dumpfheit lieferte heute eine Sprecherin der ORF-Wohltätigkeitsveranstaltung “Licht Ins Dunkel”, die den erneuten Spendenrekord mit folgendem Satz bejubelte: “Die Spender wissen bei uns halt, dass ihr Geld nur Österreichern zugute kommt”. Ich gratuliere, besser hätte auch ich die Niedertracht in diesem Land nicht zusammenfassen können.

Wie sehr der Geist der Nächstenliebe gerade in diesen feierlichen Tagen durch die Herzen der Österreicher weht, lässt sich bei der Lektüre der Leserforen in den Zeitungen gut ersehen. Asylbewerber, die derzeit in der Wien  gegen ihre Lebensbedingungen protestieren, kriegen die geballte Menschenfreundlichkeit der weihnachtlich gestimmten Arschgeigen zu fühlen.

Krone:

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Die Presse:

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Der Standard:

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Kleine Zeitung:

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“Heuschreckenähnliche Schwärme fremder Menschen”

Die “Krone” berichtet von den Umtrieben griechischer Neonazis an Schulen. Die Leser der “Krone” applaudieren – nicht dem kritischen Bericht, sondern den Nazis.

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Was Österreicher wünschen: “Realistische Endszenarien” für Israel

Wie zu erwarten war, drehen die Antisemiten angesichts der Tatsache, dass sich Israel nicht länger ohne Gegenwehr mit Raketen beschießen lässt, kräftig am Rad und verbreiten in den Leserkommentaren der österreichischen Tageszeitungen ihren geistigen Sondermüll. Das kann man ärgerlich finden, aber ist es auch faszinierend zu sehen, welche Gipfel das Wahnwitzes diese Figuren zu erklimmen in der Lage sind. Sozusagen den Mount Everest des Wahnsinns erreichen ein paar ganz Irre, die sich “Endszenarien” für Israel wünschen oder eine pakistanische Atombombe herbeisehnen.

“Krone”:

 

 

 

 

 

“Die Presse”:

 

 

 

 

 

“Kurier”:

 

 

 

 

 

“Kleine Zeitung”:

 

 

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“Antisemitismus ist doch nie und nimmer antisemitisch, echt nicht”

Um die von FP-Chef Strache auf Facebook gepostete antisemitische Karikatur gibt es erwartungsgemäß viel Wirbel. Dieser Politiker, der sich eigentlich nur entschuldigen, von allen Funktionen zurücktreten und ansonsten die Pappn halten sollte, wie es in einer zivilisierten Gesellschaft der Fall wäre, kann es nicht lassen und provoziert weiter.

Auf Facebook beharrt Strache nach wie vor darauf, dass die antisemitische Karikatur nicht antisemitisch sei:

Er macht sich die Welt, wi-di-wi-di wie sie ihm gefällt:

“Trallalalala, der Himmel ist gelb und die Sonne ist blau, oben ist unten, bei meiner Ehr´”:

Zur Erinnerung:

Herr Strache, hörn´s doch auf, uns zu verarschen! Wir sind weder blind, noch blöd. Und hören´s auf, wie ein Kleinkind die Schuld von sich schieben zu wollen:

Sie haben hier nichts verlinkt, Strache, sie haben ein Bild abgespeichert, das sie vermutlich auf einer Neonazi-Webseite gefunden haben, und es auf Facebook gepostet. Nicht, dass das rechtlich einen großen Unterschied machen würde, denn auch für verlinkte Inhalte ist man natürlich belangbar, wenn die einen strafrechtlichen Tatbestand erfüllen.

Aber seien sie nicht betrübt von der pösen links-linken Jagdgesellschaft, es gibt ja noch genügend Geistesschwache und Nazis, die fest zu ihnen halten, wie die folgende Dokumentation zeigt.

“Krone”:

“Die Presse”:

“Kurier”:

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Durchdrehende Freiheitliche

Ein paar kurze Einblicke in eine schwer paranoide und sehr aggressive Subkultur

“Krone”:

 

 

 

“Die Presse”:

 

 

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Beschneidung: Pogromstimmung wabert durch die Zeitungen

Was jeder, der noch bis drei zählen kann, vorhersagen konnte, ist natürlich eingetroffen: Die unselige “Beschneidungsdebatte” lässt alle Dämme brechen und lockt die niederträchtigsten Antisemiten aus ihren Höhlen. Der ehemalige IKG-Präsident Ariel Muzikant findet drastische Worte zum diskutierten Beschneidungsverbot in Österreich, die allerdings gar nicht mehr so drastisch klingen, wenn man ein wenig Ahnung hat vom Judentum und der zentralen Bedeutung der Beschneidung (Ein Beschneidungsverbote ”wäre dem Versuch einer neuerlichen Schoah, einer Vernichtung des jüdischen Volkes, gleichzusetzen – nur diesmal mit geistigen Mitteln”). Mittlerweile fordert ja eine breite und höchst interessante Koalition, die von Nazis wie der NPD und Rechtsaußenpolitikern wie dem Kärntner Landeshauptmann (der ja im Moment keine größeren Sorgen zu haben scheint und der sich nicht entblödet zu behaupten, keinen Unterschied zwischen männlicher und weiblicher Beschneidung zu erkennen) über diverse Kinderrechtler aller Fraktionen bis hin zu Grünen, manchen Sozialdemokraten und dezidiert Linken, die Religionskritik mit Religionsvernichtung verwechseln, reicht, dass man den Juden gefälligst eine ihrer heiligsten Traditionen verbieten müsse. Und damit eben jüdisches Leben in Deutschland und Österreich unmöglich machen würde. Wer sich, wie ich, gedacht hatte, das würden sie sich nicht trauen, die Antisemiten, zumindest nicht in den nächsten 1.000 Jahren nach dem Holocaust, der war auf dem Holzweg. Sie trauen sich, und sie fühlen sich auch noch moralisch überlegen dabei. Da ist es kein Wunder, wenn der Pöbel sich ermuntert fühlt, seinen antisemitischen inneren Schweinehund Gassi zu führen und auf Muzikants Warnung entsprechend reagiert. In diesen Tagen gilt besonders, dass man einen Antisemiten daran erkennt, dass er seine Sätze mit “ich bin kein Antisemit, aber” beginnt. Und Dummköpfe erkennt man daran, dass sie tatsächlich davon ausgehen, ihre wie auch immer motivierte Kritik an der männlichen Beschneidung würde vom braunen Gesindel nicht als Jagdschein (miss?)verstanden werden.

“Kleine Zeitung”:

“Der Standard”:

“Kurier”:

“Die Presse”:

“Krone”:

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Volkssport “Israelkritik”

Ja ja, ich weiß: Schon WIEDER dieses Thema. Aber wenn man halt in einer Zeit lebt, in der der Hass auf Juden vom Feuilleton bis zum Würstelstand und allem dazwischen alles zukleistert, will ich zumindest dokumentieren, will ich den absehbaren Entschuldigungsversuchen all jener vorbeugen, die in ein paar Jahren wieder einmal vorgeben werden, von nichts gewusst zu haben.

Der Israelische Botschafter in Österreich, Aviv Shir-On, schreibt einen Gastkommentar im “Standard”. Na mehr hat er nicht gebraucht! In den Leserkommentaren dazu wird der ganze Katalog antisemitisch unterfütterter “Israelkritik” Punkt für Punkt abgehakt.

 

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