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Saudummer Mob vs. Jutta Ditfurth

Nazis, Zinskritiker, Israelkritiker, Antitizonistinnen, Chemtrail-Freaks, lluminaten-Fürchter, Reichsdeutsche und andere Aluhutträger der gehirnbefreiten regressiven Verschwörungsszene wollen unter der geistigen Führung des Radioplapperers Ken Jebsen (“ich weiß, wer den Holocaust als Propaganda erfunden hat”) für den Frieden demonstrieren, gar eine “neue Friedensbewegung” starten. Jutta Ditfurth hat sich, ebenso wie Konstantin Wecker, von den ekelhaften Spinnern in aller Deutlichkeit distanziert. Das bringt diese Figuren zum schäumen und sie offenbaren in ihrer Empörung, wie sie ticken.

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Blaue Mörder in spe

In einer geschlossenen Facebookgruppe, die sich “Wir stehen zur FPÖ!” nennt, wird zum Völkermord aufgerufen. Die Reaktionen jener FPÖ-Politiker, die entweder selber Mitglied der Gruppe waren oder aber davon gewusst haben müssen, sind so erwartbar wie erbärmlich: “Ich weiß von nix. Ich hab das nie gesehen. Facebook? Was ist Facebook? So ein komisches Internetzdingsbumms, oder? Haben sicher alles die Linken gemacht usw”. In Wahrheit wurde hier einmal mehr der wirkliche Charakter dieser Partei kenntlich. Ich bin es ehrlich gesagt leid, schon wieder all die Fakten aufzuzählen, die Wehrsportübungen des Parteichefs, die Jobbik-Kontakte, die heißen Drähte zu arabischen und postsowjetischen Despoten, der Antisemitismus, der Hass auf den Islam und so weiter und so fort. Es ist alles bekannt, kann alles nachgelesen werden, dürfte keinen mehr überraschen. Es ist eine Partei, die am Rechtsextremismus nicht anstreift, sondern das organisatorische und ideologische Zentrum des europäischen Rechtsextremismus ist. Es ist die Partei, die Anders Behring Breivik wählen würde, wäre er Österreicher. Trotzdem kann sich die ÖVP nicht dazu durchringen, eine Koalition mit diesen Figuren auszuschließen. Trotzdem wird FPÖ-Führer Strache immer noch wie ein ganz normaler Politiker behandelt, darf ins Fernsehen, gibt Zeitungsinterviews, Klatschblätter interessieren sich für sein Privatleben. In Diskussionsforen reden seine  Fußsoldaten Klartext und verkünden, dass sie morden wollen und auch werden, sollten sie Gelegenheit dazu bekommen. 

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Facebooksperre für Strache? Nicht gut

Immer wenn FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache den Mund aufmacht weiß ich, dass da gleich was rauskommen wird, das ich ablehne, dass er eine Meinung vertreten wird, die ich nicht teile, oder dass er schlicht Unsinn plappern wird. Der liegt ja meist sogar dann faktisch und moralisch falsch, wenn er nur über das Wetter redet. Dennoch finde ich die 3o-tägige Sperre, die Facebok nun gegen Strache (laut Strache) verhängt hat, nicht gut oder  bejubelnswert. Der Sperre haftet ein Ruch von Willkür an, denn eine Begründung liefert Facebook für seinen Schritt nicht. Wäre Strache gesperrt worden, als er eine antisemitische Karikatur postete, hätte ich das begrüßt und verstanden, aber darauf bezieht sich Facebook nicht. Straches Facebookprofil wurde wohl so häufig als “anstößig” oder “beleidigend” oder “verhetzend” gemeldet, dass die Firma mal auf gut Glück die Notbremse gezogen hat. Und das ist problematisch, denn es kommen hier keine gesetzlichen oder wissenschaftlichen Standards zur Anwendung, sondern Privatmeinungen von Usern und die Privatmeinung von Facebook. Das ist natürlich Facebooks gutes Recht als Hausherr, so wie es mein Recht hier auf diesem Blog ist, Leserkommentare, die mir nicht behagen, zu löschen, aber es ist eben auch eine Erinnerung daran, dass Facebook mit echter Meinungsfreiheit nicht allzu viel zu tun hat, sondern ein Unternehmen ist, das jederzeit jeden daran hindern kann, am Austausch auf dieser Plattform teilzunehmen, ohne das näher begründen zu müssen. Heute trifft es den Strache, morgen vielleicht einen seiner Kritiker. Darin sehe ich keinen Grund zum Feiern.

ps: Dass Strache “vermutet, seine Kritik am US-Spionage-Skandal sei der Auslöser für die Sperre gewesen”, zeugt mal wieder prächtig von einer hübschen Mischung aus Größenwahn und Publikumsverarschung und bringt uns zum Eingang dieses Blogbeitrages. Immer, wenn der den Mund aufmacht, kommt was Blödes.

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Die elende Türkei-Heuchelei

“Türkei will Nutzung von Twitter strafbar machen”, brüllt eine Überschrift der “Welt” in eben diese hinaus. Echt? Will die Türkei das? Weiter unten im Text lese ich: Nach Angaben der Regierung sollen nur jene belangt werden, die “zu Aufruhr aufriefen” oder “falsche und irreführende Informationen verbreiten”. Klingt unsympathisch, aber nicht mehr nach dem generellen Twitter-Verbot, das uns die Headline glauben lassen will. Und wie ist die Sache mit den “sozialen Medien” dort geregelt, wo kein Erdogan und keine islamistische AKP regieren? Als in Großbritannien die Vororte brannten, hat Premier David Cameron angekündigt, Facebook, Twitter & Co für den Fall neuer Unruhen sperren zu lassen. Den harten Worten folgten harte Taten: Jordan Blackshaw (20) und Perry Sutcliffe-Keenan (22) wurden vom Chester Crown Court jeweils zu Haftstrafen von vier Jahren verurteilt, weil sie im Internet zu Unruhen aufgerufen haben sollen. Und wie ist es in New York, dieser Metropole westlichen Lebensstils und freier Meinungsäußerung? wenn Sie dort etwas twittern, und damit “einen falschen Bericht oder eine falsche Warnung über eine Katastrophe oder Notsituation verbreiten, wenn das voraussichtlich zu Unannehmlichkeiten oder zu Panik in der Öffentlichkeit führen kann”, steht darauf bis zu einem Jahr Haft. Nehmen wir an, es gibt eine große Demonstration, jemand twittert, dass die Polizei in die Menge schießen würde, und es bricht Panik aus: Der Tweet wäre strafrechtlich relevant. Außerdem darf, wer in den USA per social media zur Gewalt aufruft, durchaus mit Besuch vom FBI rechnen. In Deutschland sind über Twitter verbreitete Beleidigungen, Verleumdungen und falsche Tatsachenbehauptungen illegal. Im theoretischen Extremfall drohen biss zu fünf Jahren Gefängnis. In Österreich wälzt die Regierung ein “Maßnahmenpaket gegen den Terrorismus” vor sich her, das unter anderem den Aufruf zu terroristischen Aktivitäten oder das Gutheißen von Terrorismus unter Strafe stellen soll. Diese Beispiele zeigen, wohin die Reise geht und dass viele Staaten schon jetzt, wenn sie es wollen, die sozialen Netzwerke lahmlegen und deren Nutzer kriminalisieren können. Die Türkei hat da gar nix Neues vor, sie schließt nur zu den anderen Staaten und vor allem zu den Nato-Bündnispartnern auf.

Wie dieses Beispiel zeigt, ist das westliche Wedeln mit dem Ausschimpffinger in Richtung Türkei ein wenig bigott. Was ist denn im Land am Bosporus überhaupt passiert? Demonstrantinnen und Demonstranten haben gegen ein geplantes Einkaufszentrum protestiert und diesen Protest nach dem harten Vorgehen der Polizei auch gegen die regierende konservativ-islamische AKP und den türkischen Premier Erdogan ausgeweitet. Spätestens ab dem zweiten Tag waren die Kundgebungen nicht mehr genehmigt und daher illegal. Die türkische Regierung tat dann das, was jede Regierung auf diesem Planeten macht: Sie hat mehr und besser ausgerüstete Cops geschickt, die den Protest mit  brutaler Gewalt brechen sollten. Das haben die dann mit Wasserwerfern und Tränengas auch erledigt. Wer verfolgt hat, wie in Frankfurt ein ganzes Stadtzentrum gegen Demonstranten fast militärisch abgeriegelt wurde und wie Politik und Polizei dort die Versammlungsfreiheit faktisch aufgehoben haben, wird sich schwer tun, im Vorgehen der türkischen Behörden eine ganz besondere Bösartigkeit zu erkennen. In ganz Europa ist es durchaus üblich, dass die Polizei mit extremer Härte, die bis zum Schusswaffengebrauch gehen kann, auf Demonstrantinnen losgeht, sobald die Regierungen den Eindruck haben, es ginge ums Eingemachte (und sobald eine kleinere oder größere Gesetzesüberschreitung der Demonstranten als Rechtfertigung herhalten kann).

Interessant ist, dass Leute, die ansonsten jeden Schritt in Richtung Polizeistaat befürworten, die das Folterlager Guantanao verteidigen und denen die Polizei gar nicht hart genug vorgehen kann, wenn zum Beispiel Antikapitalistinnen oder Muslime demonstrieren, plötzlich ihr Herz für den Straßenkampf entdecken, sobald sie meinen, es ginge mal gegen den Richtigen. Die FPÖ, ansonsten verlässlich auf der Seite von Polizei und Schlagstock, verurteilte die Eskalationen in Istanbul ebenso wie es die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP taten. Die politische Elite eines Landes, in dem nervige Tierrechtler wie Schwerverbrecher eingesperrt und mit aller Härte, die Polizeiapparat und Justiz hergeben, drangsaliert werden, fordert von der Türkei “Mäßigung”. Angela Merkel, Letztverantwortliche einer Regierung, die schon mal über den Militäreinsatz im Inneren nachdenkt und auch sonst schnell mit Polizei-Hundertschaften zur Hand ist, wenn irgendwo protestiert wird, ist tief besorgt. Stinkt das nicht alles zum Himmel? Ist diese Verlogenheit nicht unerträglich? Weil´s uns gerade in den Kram passt und weil Erdogan ein politischer Muslim ist, sind wir alle plötzlich ganz doll gegen Polizeigewalt und für Demonstrationsfreiheit? Aber wenn die spanische, griechische, deutsche, italienische Polizei die Leute zusammenschlägt, ist das was ganz anderes? Da möchte man ja kotzen bei diesem Aufmarsch von Heuchlern!

Ich bin nun auch kein Freund von Erdogan und finde die, die gegen ihn demonstrieren, sympathisch. Aber ich sehe auch, dass in der Türkei keine Militärjunta herrscht, sondern eine demokratisch gewählte Regierung, und auch wenn ich kein Formaldemokrat in dem Sinne bin, dass ich Demokratie als reine Diktatur der Mehrheit interpretiere würde, sehe ich im Moment in der Türkei zwar Tendenzen, die ich persönlich nicht gut finde, wie zum Beispiel den wachsenden Einfluss der Religion, aber keinen Zug hin zum Faschismus. Die Türken wollen doch mehrheitlich mehr Islam, also sollen sie auch mehr davon bekommen. Sollen sie sich doch dem Deppentrend des 21. Jahrhunderts anschließen, zusammen mit ihren Kumpels vom arabischen Frühling und mit den christlichen Schwulenhassern und Rechtsextremisten! Die ganze Welt wird seit ein paar Jahrzehnten rasant dümmer, wieso sollten die Türken da eine Ausnahme bilden?

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Bring out your dead – to Facebook

Ich habe das Video, das derzeit auf Facebook kursiert und die Enthauptung einer Frau zeigt, nicht gesehen und ich habe auch nicht vor, das nachzuholen. Die Vorstellung vom Inhalt bereitet mir genug Unbehagen, ebenso wie der Gedanke, dass dieses Snuff-Video derzeit weltweit der Renner auf den Schulhöfen ist und die lieben Kinderlein es fleißig weiterverbreiten und tauschen. Nennt mich blasiert, aber ich habe mir auch die Videos vom Gaddafi-Lynchen, vom Saddam-Henken und vom Ceausescu-Abknallen nicht “uncut” angesehen. Diesen Luxus der Zivilisiertheit gönne ich mir. Ich behaupte nicht, das jeder, bei dem die Neugier auf das Morbide über die Pietät siegt, ein Barbar ist, aber der Akt an sich, das öffentliche Umbringen nämlich, ist barbarisch, und das Drücken des “Gefällt mir”-Buttons auf Facebook ist wie das Gejohle der mittelalterlichen Meute, die einer Hinrichtung beiwohnt. Und derlei Meuten gehe ich gerne aus dem Weg.

So wie ich den Voyeurismus bezüglich gefilmter Tode unschön finde, habe ich auch ein Problem mit dem Verwenden der Videos oder Fotos davon zu Propagandazwecken, was leider seit dem Siegeszug der “Sozialen Medien” epidemische Ausmaße angenommen hat. Selbst wenn man eine recht gepflegte Freundesliste hat, schlüpfen sie doch manchmal durch, diese Bilder getöteter Menschen, gerne aufgepeppt mit trauernden Verwandten, Bilder, die einen emotional auf eine Seite in einem der vielen Konflikte auf dieser Welt ziehen sollen. Ich mag das nicht. Ich bedarf keiner Fotos von erschossenen Kindern um zu wissen, dass Krieg meist scheiße ist. Ich lasse mich davon auch nicht beeinflussen, gerade in Zeiten von Photoshop nicht. Ich finde es widerwärtig und primitiv, wenn auf diese Weise Propaganda betrieben wird, ganz egal, wer jeweils dahinter steckt. Leider funktionieren Schock-Bilder bei vielen Menschen gut und sorgen für die gewünschte Empörung, die das Hirn ausschaltet und die Gefühle übernehmen lässt, und daher ist kein Ende der Flut von Todesvideos und Todesfotos auf Facebook und Twitter abzusehen. Wer auch immer Tote zu beklagen hat oder sich auch bloß aus taktischen Erwägungen wünscht, er hätte, zerrt die Fotos davon, ob echt oder gestellt, durchs Internet, reduziert das Leid der Abgebildeten zu Rufzeichen, die die eigene Position hörbar machen sollen, und am Ende ist nur mehr Geschrei übrig.

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Old Economy

Bei Facebook: In den Arbeitsräumen der Facebook-Zentrale herrscht im wahrsten Sinn des Wortes ein “frostiges” Betriebsklima. Auf Anweisung von Firmenchef Mark Zuckerberg darf das Thermometer die 15-Grad-Marke nicht übersteigen. Das soll sich positiv auf die Produktivität auswirken, plauderte jetzt Zuckerbergs rechte Hand Sheryl Sandberg im Zuge der PR-Tour für ihr neues Buch “Lean In” aus.

Bei AppleNoch weitaus rabiater als im Hauptquartier in Cupertino wird über die Sicherheit von Apple-Produkten übrigens dort gewacht, wo die Geräte tatsächlich hergestellt werden. Im Juli 2009 machte der Fall eines Angestellten des Apple-Zulieferers Foxconn in Taiwan Schlagzeilen. Unter der Aufsicht des Mannes war einer von dem Vernehmen nach zwölf iPhone-Prototypen verschwunden. Die Unternehmenssicherheit habe ihn “auf unerträgliche Weise” verhört, dabei sei es auch zu Handgreiflichkeiten gekommen. Am 16. Juli 2009 sprang der Mann von einem zwölfstöckigen Gebäude in seinen Tod.

Und was macht Google? Zum Beispiel diesGoogle hat ein neues Produkt vorgestellt, das es Unternehemen ermöglicht, ihre Angestellten über Smartphones in Echtzeit zu lokalisieren. “Maps Coordinate” ist eine Kombination aus GoogleMaps und einer App, die auf den zu überwachenden Mobiltelefonen installiert werden muss.

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Böse Religionskritik, guter Antisemitismus?

Heinz-Christian Strache, FPÖ-Chef und größter Verteidiger des Christentums seit mindestens Karl Martell, postete auf Facebook folgenden Grammatik-Fail und Syntax-Amoklauf:

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Nur zur Erinnerung: Das schreibt derselbe Strache, der auf seiner Facebookseite eine lupenrein antisemitische Karikatur im Stürmer-Stil gepostet hat.

Schauen wir uns das noch einmal an:

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Sich über Religionen und deren Bodenpersonal lustig zu machen, ist in Straches Wunderwelt also ganz böse und ruft Bestrafungsfantasien hervor (“in anderen Ländern müsste Deix mit Konsequenzen rechnen…”), Juden als Verursacher und Profiteure der Finanzkrise zu verleumden ist hingegen voll okay? I rest my case.

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Blauer Blutdurst

 

 

Auf der Facebookseite von FPÖ-Führer Strache geht es rund

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Occupy-Nazis

Auf der Facebookseite von “Occupy Wall Street” lässt das antisemitische Gesindel alle Hemmungen fallen. Dort wurde das folgende unglaublich bösartige und den Holocaust relativierende Bild gepostet:

 

Die Kommentare der Okkupanten fallen dementsprechend aus:

 

 

 

 

 

 

Mir war von Beginn an klar, dass im 99-Prozent-Gehabe von “Occupy” der Antisemitismus mindestens als verkürzte Kapitalismuskritik ein Einfallstor hatte. Dass sich der Facebook-Arm von “Occupy” als stramme Linksnationalsozialistenveranstaltung entpuppt, ist daher leider weniger überraschend, als manche meinen.

 

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FPÖ, Davidsterne, Schweinefleisch und ein großes Schweigen im Land

Am 18. August postete FPÖ-Chef Strache dieses Bild auf seiner Facebookseite:

Wer heute nachschaute, fand dasselbe Bild, aber mit verändertem Text:

Aha, zuerst mal antisemitisch und antimuslimisch rumpöbeln und dann, nachdem der Hut brennt, das Posting nachträglich zu entschärfen versuchen. Blöd nur, dass es inzwischen tausende Screenshots gibt und Facebook natürlich auch alles loggt.

Reichlich armselig auch die Versuche Straches, sich aus dem Skandal mit der antisemitische Karikatur im “Stürmer”-Stil herauszuwinden. Da setzt der rechtsradikale Politiker, wie die Kollegen vom Blog “Bawekoll” lobenswert herausgearbeitet haben, auf die vermeintliche Macht der optischen Täuschung. Zum “Beweis”, dass die Davidsterne auf der Karikatur keine Davidssterne seien, postet Strache einen Ring mit Davidsternmotiv. Und dreht ihn in eine falsche Position:

Das ist putzig. Genauso putzig wie der Hinweis darauf, die FPÖ “vermittle” in Hebron zwischen Palästinensern und Israelis. Wir wollen jetzt mal gar nicht darauf eingehen, mit welchem Mandat die Blauen für das, was sie da angeblich tun, ausgestattet wurden (es war kein israelisches und kein österreichisches), aber in Israel ist den Herrschaften von der FPÖ sicher der eine oder andere Davidstern untergekommen, zum Beispiel auf der Israelischen Nationalflagge:

Und jetzt vergleichen wir noch einmal den von Strache als “Beweis” geposteten Ring, in die richtige Position gedreht, mit der ebenfalls von Strache geposteten Karikatur:

Jene Partei, von deren versprengten Mitgliedern einst die FPÖ gegründet wurde, wusste übrigens ganz genau, wie ein Davidstern aussieht:

Nein, Strache, aus dieser Sache werden sie sich nicht mehr herauswinden können. Da hilft all das unverschämte Lügen und Täter-Opfer-Umkehren und Manipulieren von Postings nicht. Sie haben nachweislich antisemitische Propaganda verbreitet, Strache. Eine zweite Möglichkeit gibt es theoretisch noch: Sie haben das Bildungsniveau eines Vorschulkinds. Auch das würde sie, Strache, für alle politischen Funktionen in diesem Land disqualifizieren. Würde, leider nicht wird, denn sie wissen ja genau, wo sie sind, in Österreich nämlich, wo dieser Skandal schon morgen wieder vergessen sein wird, wo sie kein Bundespräsident, kein Bundeskanzler, kein Vizekanzler und  kein Zeitungsherausgeber zum sofortigen Rücktritt auffordert, wo es wohl als verzeihlich gilt, wenn der Anführer der größten Oppositionspartei Karikaturen veröffentlicht, die inhaltlich und stilistisch den Hetz-Zeichnungen des “Stürmer” entsprechen. Die ÖVP sieht natürlich auch keinen Anlass, klar zu stellen, dass sie mit einer Strache-FPÖ keine Koalition eingehen werde. Nein, im Land herrscht ein großes Schweigen. Aber sorgen sie sich nicht, Strache, auch wenn es die österreichischen Eliten nicht für notwendig erachten, sie so zu ächten, wie sie es verdient hätten – als selbst ernannter Philosemit und Israelfreund können sie nun abdanken, das glaubt ihnen jetzt nämlich außer einer Gruppe Denkbehinderter wirklich keiner mehr. Und international haben sie sich damit wohl endgültig ins Aussätzigeneck gestellt.

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