Schlagwort-Archive: “Krone”

Schiraffenland

Die idealtypische FPÖ-Wählerin zeichnet sich durch folgende Erkennungsmerkmale aus: Liest die “Krone” und postet dort, beherrscht perfektes Deutsch und ist voller Liebe und Toleranz. Das gehäufte Vorkommen solcher Figuren im Wählerreservoir macht Österreich zum Schlaraffenland für rechte Demagogen, was mir allerdings manchmal einen Hals so dick wie den einer Giraffe beschert.

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Land der Hämmer

Die Leserschaft von Österreichs auflagenstärkster Tageszeitung macht angesichts der Abschiebung von Flüchtlingen klar, warum man sie fürchten und verachten muss.

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Terror-Sympathie in der “Krone”

In Vorarlberg ist der Versuch, ein Heim für Asylbewerber anzuzünden, glücklicherweise gescheitert. Leserinnen und Leser der “Krone” zeigen unterdessen offen, wes Ungeistes Kind sie sind.

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Und so weiter und so fort.

 

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“Heuschreckenähnliche Schwärme fremder Menschen”

Die “Krone” berichtet von den Umtrieben griechischer Neonazis an Schulen. Die Leser der “Krone” applaudieren – nicht dem kritischen Bericht, sondern den Nazis.

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Die Krone des Antisemitismus

Ich werde hier nicht das machen, was die meisten anderen deutschsprachigen Medien tun, nämlich den Israelis vorschreiben, was sie zu tun hätten, ich werde lediglich dokumentieren, welches Ausmaß der Hass auf Juden in Österreich, dieser unverbesserlichen Brutstätte des Antisemitismus, hat. Wie immer bricht dieser Antisemitismus dann ganz offen hervor, wenn Israel es wagt, sich gegen die Bedrohung von Leib und Leben seiner Bürger zu wehren.

So geht es in den Leserforen der “Krone”, Österreichs auflagenstärkster Tageszeitung, zu:

 

 

Und so weiter und so fort. All das in MODERIERTEN Foren. Und all diese Figuren dürfen wählen, sind vielleicht Nachbarn… Mir ist einfach nur mehr schlecht.

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Griechen aufs Maul hauen

Felix Baumgartner, der Held des Boulevards, das Aushängeschild der “Schneller-Höher-Weiter”-Koffeinplörre, hat einen griechischen LKW-Fahrer geschlagen und wurde dafür heute rechtskräftig verurteilt. Der gegen Griechenland aufgehetzte Pöbel klatscht Beifall. Nicht dem Gericht, sondern Baumgartner.

 

 

 

 

 

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Part of the political game

Uwe Scheuch gewährt der “Krone” tiefe Einblicke in sein besonders Verständnis von Fairness und politischer Kultur:

“Krone”: Hand aufs Herz: Wenn irgendein anderer in Ihrer Situation wäre – was würden Sie mit ihm machen?
Scheuch: Ich würde von jedem anderen den Rücktritt verlangen, ist doch klar! Das ist eben das politische Spiel.

Nachzulesen hier. 

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Zum Tod von Hans Dichand

Hans Dichand, Herausgeber von Österreichs auflagenstärkster Tageszeitung “Krone” , ist heute im 90.Lebensjahr verstorben. Er war, nimmt man die Verbreitung der “Krone” in Relation zur Einwohnerzahl Österreichs, einer der erfolgreichsten Zeitungsmacher der Welt, prägte über Jahrzehnte die Medienlandschaft des Landes und versuchte immer wieder auch, den reichweitenbedingeten Einfluss seines Blatts für direkte politische Interventionen zu nutzen, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Die Macht der “Krone” und damit jene von Dichand war nämlich vor allem deswegen eine, weil viele Politiker sie für real hielten und sich daher bemühten, dem Mann, der sich selbst “im Vorhof der Macht” verortete, zu gefallen. Es gelang Dichand beispielsweise, durch eine reichlich aggressive Kampagne den ehemaligen SPÖ-Innenminister Caspar Einem aus dem Amt zu schießen. Gegen den SPÖ-Kulturminister Rudolf Scholten hetzte die Krone ebenfalls und schreckte dabei selbst vor antisemitischer Stimmungsmache nicht zurück. Und als der ÖVP-Politiker Wolfgang Schüssel gegen den Willen Dichands eine Koalitionsregierung mit der FPÖ bildete, eröffnete die “Krone” ein mediales Sperrfeuer dagegen, was Schüssel aber nicht daran hinderte, zwei Legislaturperioden lang zu regieren. Mit der Macht der “Krone” verhielt es sich also wie mit des Kaisers Neuen Kleidern – sie existierte nur, wenn man fest daran glaubte. Dichand war sehr launisch bei der Vergabe seiner Gunst und er entzog so manchen politischen Schützlingen seines Blattes die Liebe schneller, als es diesen recht sein konnte. Das jüngste und letzte Beispiel dafür war wohl die FPÖ-Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin, Barbara Rosenkranz, welche Dichand eine Zeit lang von seinen Redakteuren in den Himmel schreiben ließ, bloß um sie dann zutiefst zu demütigen, indem er sie zu einer eidesstattlichen Distanzierung vom NS-Gedankengut zwang. Das Beispiel zeigt wie kaum ein anderes die ganze Ambivalenz der Dichand´schen Persönlichkeit. Einerseits fuhr er mit seiner Zeitung eine konsequent xenophobe, teilweise auch antisemitische Linie und ließ es zu, dass manche seiner Kolumnisten und vor allem der berüchtigte Reimeschmied Wolf Martin immer wieder knapp am Verbotsgesetz entlangschrammten, andererseits waren ihm eindeutige Nazitöne und offener Rechtsextremismus zuwider. Wie Dichand nun persönlich wirklich politisch tickte, kann man nicht mit letztgültiger Sicherheit sagen. Er hatte sicherlich eine verdächtig große Toleranz für weit rechts stehende Positionen und ließ in seiner Zeitung immer wieder sehr rechte Stimmen zu Wort kommen, weit mehr und öfter, als es für den Erfolg der “Krone” als populistisches Boulevardblatt nötig und nützlich gewesen wäre. Er war aber daneben auch, zumindest privat, ein Philantrop und stets auf der Suche nach Anerkennung seitens der demokratischen, kulturellen und wirtschaftlichen Eliten und versuchte überdies, ein gutes Verhältnis zur jüdischen Community und zum Staat Israel aufzubauen, was aber wegen der Blattlinie, die er zu verantworten hatte, auf wenig Gegenliebe stieß. Was den Mann aber vor allem anderen umtrieb, war sein extrem ausgeprägter Zug zum persönlichen ökonomischen Erfolg,  so dass er letztlich stets die Verkaufszahlen und das Inseratenaufkommen in der “Krone” vor alle anderen Dinge stellte. Kurz: Hans Dichand war eine bedeutende Persönlichkeit der österreichischen Nachkriegsgeschichte, ein extrem erfolgreicher Vollblutmedienmacher, ein geschickter Geschäftsmann und eine vielfach schillernde Figur. Sein Tod macht Österreich um eine große, nicht unbedingt immer positive zu sehende Persönlichkeit ärmer. Das muss man zugeben, auch wenn man den Mann und seine Zeitung nicht gemocht haben sollten.

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