Schlagwort-Archive: Persönliches

Aggressives Betteln

Liebe Leserinnen und Leser

Hiermit bitte ich Euch/Sie um Geld. Wer kann und mag, möge mir bitte über den Spenden-Button was zukommen lassen, denn mir steht eine ganze Reihe von unerwarteten Kosten ins Haus, die ich ohne Hilfe nicht bewältigen werde können. Ich habe nicht die geringste Lust, beim Sozialamt vorstellig zu werden und auch nicht bei der Caritas. Ich denke aber, dass dieser Blog, der im Sommer übrigens vom Branchenmagazin “Extradienst” und dessen Lesern und Leserinnen zum zweitbesten Österreichs gewählt wurde, die eine oder andere Spende wert ist. Ich würde nicht fragen, wenn es nicht brennen täte. Danke im Voraus an alle, die den einen oder anderen Euro entbehren und mir zukommen lassen können.

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Danke für den Fisch

Der Lindwurm hat gut lachen, denn der Lindwurm hat wieder alle Zähne im Maul. Und das verdankt er auch jenen großartigen Menschen, die ihn mit einer Spende unterstützt haben. “Aber was, der hat das Geld sicher zum Brandweiner getragen”, höre ich manchen schon sagen. Nix! Wer dem Lindwurm spendet, tut wahrhaft Gutes, das gespendete Geld kommt dort an, wo es ankommen soll, in Lindwurms Gebiss nämlich, und das kann ich beweisen.

rechnung

Ihr seht, verehrenswerte Leserinnen und Leser, Spenderinnen und Spender: Ich bin vertrauenswürdig, ich habe mir keinen Ferrari mit Eurer Kohle gekauft. Ich danke allen, die was gaben, noch einmal herzlich, und weil ich jetzt wieder pleite bin, möchte ich niemanden, der noch in den virtuellen Klingelbeutel einzahlen möchte, mit Gewalt davon abhalten.

Dass ich mir den neuen Zahnersatz teilweise mit Zuwendungen meiner Leser finanzieren konnte, ist ein schönes Gefühl, eine Bestätigung dafür, dass dieser Blog nicht völlig sinnlos ist, dass manche ihn lesen und manche das Gelesene sogar ernst nehmen. Ich weiß, dass ich es dem Publikum nicht gerade sehr leicht und angenehm mache. Es gibt hier nur selten was zu lachen, keine süßen Katzenfotos, keine Kochrezepte. Der Blog ist islamkritisch aber nicht islamophob, links aber nicht parteipolitisch, fortschrittlich aber nicht kommunistisch, liberal aber nicht (sonderlich) wirtschaftsliberal, psychiatriekritisch aber nicht antipsychiatrisch, mit Israel solidarisch aber nicht blind in Israel vernarrt, kritisch und manchmal auch theoretisch aber nicht antideutsch. Nichts und niemand ist hier sakrosankt, keine Religion, kein Staat, keine Partei, keine Ideologie. Ich denke, dass alles und jeder kritisch hinterfragt werden sollte, immer wieder auf´s Neue, dass das Leben ein einziger langer Lernprozess ist und dass am Ende doch das übrig bleibt, was schon kreative Menschen in Wien einst postulierten: Für leiwand, gegen oasch. Darüber, was nun leiwand sei und was oasch, lässt sich gut streiten, aber ich denke doch, dass es da ein paar Basics gibt, von denen ich niemals abweichen werde: Das Eintreten für ein Leben in Würde für jeden Menschen und für die Einhaltung der Menschenrechte; die Achtung vor der persönlichen Freiheit des Individuums; der Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Misogynie und Homophobie; das Auftreten gegen die Anmaßungen von Weltbeherrschungsfantasien, seien diese religiöser oder ideologischer Natur; und generell das Hinterfragen von Autorität. Ich hätte es mir einfacher machen  und zum Beispiel mein eigenes Leben und meine eigenen Probleme nie thematisieren können. Ich hätte hinter einem Pseudonym versteckt und ohne Impressum hübsch klugscheißen können, bis sich sich Balken der Blogosphäre biegen, aber das wäre dann nicht der Lindwurm, wie er sein soll. Der soll nämlich durchaus auch mal persönlich sein, der soll auch zeigen, dass da ein Mensch hinter den Texten steckt und kein allwissender Übertyp.

In diesem Sinne und falls ihr vorher nix mehr von mir lest: Danke fürs Lesen, danke fürs Spenden. Angenehme Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2014. 

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Brieflein an die Regierung

Liebe österreichische Bundesregierung

Du hast ja beschlossen, dass ich ab 2014 keine Invaliditätspension mehr bekomme, da ich unter 50 Jahre alt bin. Ich würde es aber total nett finden wenn du mir sagen könntest, was dann aus mir werden soll. Denn der Arbeitsmarkt ist nicht nur generell im Arsch, liebe Regierung, du weißt auch ganz genau, dass kein Arbeitgeber jemanden mit meiner Krankengeschichte einstellen wird. Ein Jahr mit Krebs im Krankenhaus, ständige Nachuntersuchungen, seit 20 Jahren depressiv, seit 13 Jahren Angstzustände, einmal Zwangspsychiatrierung durch die Polizei – um so einen werden sich die Personalchefs prügeln und Oben-Ohne-Kämpfe im Schlamm liefern. Was also erwartet einen wie mich? Ja sicher, du sagst, du wirst mich “rehabilitieren”. Du wirst schaffen, was die Ärzte bislang nicht geschafft haben, du wirst mich heilen. Wie wird das ablaufen? Sechs Wochen Reha-Klinik und danach ärztliche Kontrolle darauf, ob die Depris und die Angst eh verschwunden sind? Und falls die nicht verschwinden, wieder zwangsweise in die Psychiatrie? Und danach die Frage: “Sind sie jetzt gesund oder müssen wir sie weiter hier festhalten”? Genau so wird das doch laufen, oder? Und für meinen “Fall” wird ein AMS-Beamter, pardon, AMS-Kundenbetreuer zuständig sein, der nicht die geringste Ahnung von seelischen Erkrankungen hat und grundsätzlich darauf trainiert ist, Arbeitssuchende als zu bestrafende faule Schweine zu sehen, nicht wahr? Und das AMS wird mich dann in Kurse schicken. Kurse wie diese: “Wie bewerbe ich mich richtig”, “Deutsch für Anfänger”, “der Computer – das fremde Wesen”, “elektronische Post, ein Wunder”. Und dann wird man versuchen, mich an Arbeitgeber zu vermitteln, die nicht mal genug Jobs für Gesunde anbieten können oder wollen. Und wenn das nix wird, was ja abzusehen ist, wie geht es weiter? Zuerst mal Arbeitslosengeld, dann die “Mindestsicherung”? Ja doch, genau das willst du ja, Regierung. Menschen wie ich sollen nicht 14 mal eine kleine IV-Pension bekommen, sondern zwölf mal die noch viel geringere “Mindestsicherung”. Aber zuvor willst du diese Menschen noch quälen und in Panik versetzen und in furchtbare Existenzangst stürzen. So macht das eine Regierung, die aus Sozialdemokraten und Christsozialen besteht. Und Menschen wie ich müssen wohl auch noch froh sein, dass man uns nicht gleich erschießt oder in Arbeitshäuser sperrt, gell?

Liebe Grüße

Ein von eurer Menschenliebe begeisteter Bürger

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Abzockerklitsche Telering

Ich staunte kürzlich nicht schlecht, als mir der Mobilfunkprovider Telering (T-Mobile) zur Belohnung dafür, dass ich Kunde blieb und einen neuen Tarif wählte, eine Rechnung von über 80 Euro ins Haus schickte. Nicht mal zehn Euro  davon entfielen auf Gesprächsgebühren, der Rest setzte sich aus der “Servicepauschale”, der Grundgebühr für den neuen Tarif sowie der “Bearbeitungsgebühr für den Tarifwechsel” zusammen. Das war aber eh nur die branchenübliche Verarsche. Richtig ärgerlich wurde es, als Telering diesen Betrag am vergangenen Dienstag mangels Deckung nicht von meinem Konto abbuchen konnte, denn schon heute lag eine Mahnung inklusive zehn Euro Mahnspesen in meinem Briefkasten. Bedenkt man nun, wie lange Überweisungen brauchen und wie lange ein Brief zur Zustellung braucht, ergibt sich folgendes Bild: Telering kann den Betrag nicht vom Konto buchen und sendet  eine SMS mit dem Inhalt “bitte zahlen sie den Betrag ein”, wartet aber eine eventuelle Überweisung gar nicht erst ab sondern schickt SOFORT ein Mahnschreiben aus, um unter allen Umständen die zehn Euro Mahngebühr kassieren zu können. Und das ist nun wirklich lupenreines Kunden-Abrippen, das sich durch nichts entschuldigen lässt. So agiert kein seriöses Unternehmen, so gehen Abzockerklitschen vor.

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Stress im Mömax-Restaurant

Das Möbelhaus “Mömax” schickte mir einen Gutschein, mit dem man entweder ein Wiener Schnitzel oder einen Fitness-Salat gratis haben konnte. Einzulösen in den Restaurants von Mömax. “Das ist aber nett”, dachte ich mir, und fuhr heute zur Filiale in der Klagenfurter Völkermarkter Straße. Da es 33 Grad im Schatten hatte, bestellte ich mir den Salatteller. An dem gab es nichts auszusetzen. Als ich zahlen wollte, machte die Kellnerin plötzlich Stress.

“Das geht leider nicht”.
“Was geht nicht?”
“Na sie hätten mir den Gutschein vorher zeigen müssen”.
“Auf dem Gutschein steht aber nirgends, dass der vor der Bestellung vorzuweisen sei”.
“Das ist aber so, außerdem hab ich das schon als normale Bestellung gebucht”.
“Na dann buchen sie´s zurück. Wird doch im Computerzeitalter keine Raketenwissenschaft sein”.
“Ich darf nicht”.
“Na dann holen sie bitte ihre Chefin”

Die Restaurant-Chefin kommt und beharrt darauf, dass der Salat voll zu bezahlen sei, da ich den Gutschein nicht vor der Bestellung vorgezeigt habe. Es entwickelt sich eine Diskussion, die ungefähr fünf Minuten, die sich anfühlen wie eine Stunde, dauert. Danach lässt sich die Restaurantleiterin endlich dazu herab, den Gutschein anzuerkennen. Ich mag sowas nicht. Ich mag nicht wegen 5.90 Euro rumstreiten und Alarm schlagen und streiten müssen. Das ist mir peinlich. Aber 1. habe ich nun mal wenig Geld und 2. geht es schon auch ums Prinzip. Nennt mich pingelig, aber wenn ich einen Gutschein für ein Gratisessen bekomme, dann will ich für dieses Essen auch nicht bezahlen müssen. Das Management von “Mömax” möchte ich gerne fragen: Was erhofft ihr euch davon, den Angestellten aufzutragen, bei Gutscheineinlösungen bockig zu werden? Was wäre passiert, wenn ich den Gutschein vor der Bestellung vorgezeigt hätte? Wäre der Fitnessteller um zwei Tomatenscheiben und drei Gramm Blattsalat spärlicher ausgefallen? Bringt es das? Zahlt sich so eine Geschäftspolitik der Kleinlichkeit aus? Ist es euch egal, wenn Kunden sich verarscht vorkommen, nie wieder einen Fuß in eure Restaurants setzen und ihre negativen Erfahrungen öffentlich machen? Falls ihr das alles mit “ja” beantwortet, dann möchte ich mich gerne um einen Job im höheren Management bei euch bewerben, denn Kunden mit unfreundlicher Unflexibilität verärgern und dazu noch die eigenen Angestellten wie ungute Deppen aussehen lassen, das kann ich auch, das ist ganz easy.

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Peace & Love

Mir hat ein netter Mensch ein paar Sachen über jene Person, mit der ich die vergangenen Tage über in einem eher unproduktiven Streit lag, erzählt. Sachen, die bei mir den Zorn durch Mitleid ersetzen. Daher habe ich die entsprechenden Blogeinträge gelöscht. Diverse Screenshots behalte ich aber. Sicherheitshalber. Ein großes Dankeschön an alle, die mich in dieser Sache unterstützt haben. Ich hoffe aber, dass die Angelegenheit damit erledigt ist.

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Kurz mal Pause

Ich kann mich derzeit nicht konzentrieren, daher mache ich mal Pause.

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