Schlagwort-Archive: Rassismus

“Heuschreckenähnliche Schwärme fremder Menschen”

Die “Krone” berichtet von den Umtrieben griechischer Neonazis an Schulen. Die Leser der “Krone” applaudieren – nicht dem kritischen Bericht, sondern den Nazis.

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Zwischen allen Stühlen

Immer wenn Israel Krieg führen muss, möchte ich am liebsten meinen Fernseher verkaufen, keine Zeitungen mehr lesen und das Internet abmelden, denn in solchen Zeiten ist niemand einsamer als der linke Freund des Judenstaates. Gefühlte neun Zehntel derjenigen, die sich selbst als links definieren, betätigen sich in solchen Zeiten als offensichtlich kritiklose Wiederkäuer längst überholter und immer schon falsch gewesener antiisraelischer Positionen aus dem Kalten Krieg und imaginieren wider alle Evidenz weit rechts stehende klerikalfaschistische Terroristen und Unterdrücker wie die Hamas als Freiheitskämpfer, wo doch alles, wofür die kämpfen, der Tod von Juden und die Unterwerfung des Menschen unter die Tyrannei der Religion ist. Diese Sorte von Linken, die ansonsten völlig zu Recht Ungerechtigkeiten anprangert, ist nicht in der Lage zu behirnen, dass das größte jemals begangene Unrecht der Zivilisationsbruch der Shoah war und das oberste Gebot für Humanisten – und solche müssen Linke sein, denn ohne Humanismus ist auch linke Politik nichts als potentielle Terrorherrschaft – daher sein muss, dass sich die Shoa niemals wiederhole. Der Staat Israel mit seinem Militär und seinem Geheimdienst ist der einzige Garant dafür, dass Auschwitz nie mehr sein kann und niemand mehr Jüdinnen und Juden straflos und ohne Gegenwehr abschlachten darf. Nicht die Gutherzigkeit von Linken sorgt dafür, nicht die Großzügigkeit interkonfessioneller Dialogführer, nicht progressive Auslegungen des Koran und auch nicht Gesetze gegen Rassenwahn und Neonazismus. Nein, alleine Jüdinnen und Juden mit Gewehren in der Hand machen möglich, was primäre und sekundäre, rechte und linke Antisemiten so sehr hassen, nämlich die Selbstverteidigung einer vom Wohlwollen anderer unabhängigen jüdischen Nation.

Aber nur weil große Teile der Linken verabscheuungswürdige Positionen zu Israel haben ist es nicht so, als würden gerade in Zeiten der akuten Bedrohung Israels nicht viele Rechte erneut unter Beweis stellen, dass sie in Sachen Kotzbrockigkeit immer noch führend sind, zumindest aber den Dummlinken in nichts nachstehen . Ich denke da an diese seltsamen neuen Freunde Israels, die nur deswegen solche sind, weil es in Israel einen Rechtsrutsch gegeben hat und es sich bei den militärischen Feinden Israels zufällig um Muslime handelt, und die, wäre die “Islam-Frage” zu ihrer Zufriedenheit erledigt oder käme in Israel wieder die Linke an die Macht, ihre Freundschaft sehr rasch aufkündigen würden. Das sind Leute, die versteckt hinter ihrer Israelsolidarität rassistische Vorurteile und rechtskonservative Ideologien transportieren, was im Extremfall bis hin zur faktenwidrigen Verleugnung der Existenz rechtsextremen Vernichtungsantisemitismus reicht. Das dumme Geblöke mancher Linken, wonach Israel ein imperialistischer Apartheidsstaat sei, finde auf der rechten Seite sein Äquivalent in der ebenso dummen Behauptung, der “wahre Antisemitismus” sei links (was manchmal bis hin zur wahnwitzigen Behauptung reicht, Hitler sei ein Linker gewesen).

Ich bin nicht der einzige Mensch, der sich in diesen Zeiten zwischen den Blöcken der Dummheit und der Niedertracht heimatlos fühlt. Aber ich habe es satt, Linken erklären zu versuchen, warum ich jede Maßnahme, die der Sicherheit Israels dient, begrüße und gleichzeitig den auch in Israel wie überall sonst vorhandenen Rassismus ablehne. Ich habe es ebenso satt, Rechten erklären zu versuchen, dass Israel keinen Kampf gegen “den Islam” führt, sondern gegen Menschen, die Juden vertreiben oder ermorden wollen (bzw generell israelische Bürger, denn die Raketen der Hamas unterscheiden ihre Opfer ja nicht nach Religion oder Ethnie), dass Araber keine Untermenschen sind und dass das reale Israel ein multikultureller und multiethnischer Staat ist. Ich habe es satt, auf Facebook dumme antisemitische Karikaturen und Fotomontagen sehen zu müssen, die von angeblichen Linken verbreitet werden, so wie ich es satt habe, auf Facebook von Rechten verbreitete Karikaturen und Fotomontagen sehen zu müssen, welche Araber als Tiere darstellen. Daher abschließend an diese Linken und Rechten (es sind zum Glück ja nicht alle so): Nehmt eure Eindimensionalität und steckt sie euch sonst wo hin! Werdet glücklich mit euren simplen schwarz-weißen Weltbildern aber lasst mich damit in Ruhe!

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Man spricht Deutsch

Immer offener wird Fremdenhass in Österreich institutionalisiert. Der oberösterreichische Wohnbaulandesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ, was sonst?) will nun die Vergabe von geförderten Wohnungen an Deutschkenntnisse der Antragssteller knüpfen. Und da hat er ja recht. Ohne ausreichend “Daitsch” ist es ja in der Tat schwierig, mit dem Hundeshasser aus dem zweiten Stock über den gefährlichen Dackel vom Mieter im Ersten zu schimpfen, um dann, wenn man mit dem Dackelbesitzer redet, über die doofe Kynophobie des mieselsüchtigen Herrn aus dem Zweiten zu granteln. Um ein friktionsarmes Zusammenleben zwischen Zuwanderen und Eingeborenen zu erleichtern, sollten erstere zumindest folgende Phrasen auf Deutsch beherrschen:

-Wenn nicht gleich eine Ruhe ist, hole ich die Polizei.

-Das ist eine Wiese und kein Hundeklo

-Mei Hund scheißt wohin er wü

-Hier wird Müll getrennt, sie Schwein.

-Unterem Adolf hätt´s das net gebn

-Auslända auße!

Und schon würden sich viele arme verängstigte Rassisten viel wohler fühlen mit neuen Nachbarn, die von irgendwo aus der gefährlichen weiten Welt in die oberösterreichische Idylle gezogen sind. Ach ja, nur damit die Dinge ein bisserl fair bleiben: Zuwanderer sollten selbstverständlich den Anteil ihrer Steuergelder, die sie für das geförderte Wohnen bezahlen, rückerstattet bekommen, so lange ein Haimbuchner im Amt ist. Wie es ja generell eine gute Idee wäre, würden die pösen “Ausländer”, gegen die die FPÖ andauernd hetzt, in einen Steuer- und Abgabenstreik streten. Wieso sollten auch Leute, die als Menschen zweiter Klasse behandelt werden, erstklassige Steuern und Sozialabgaben blechen?

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Padautz: Juden auch nur Menschen!

In Israel wird seit einiger Zeit eine heftige Debatte um Rassimus, genauer: um als rassistisch deutbare Äußerungen von Rabbinern und rechten Aktivisten geführt. Was sagt uns das? Nichts anders, als dass Israel ein ziemlich normaler Staat mit einem ziemlich normalen Idiotenanteil, einem ziemlich normalen Teil an anständigen Menschen und einer ziemlich normalen Streitkultur ist. Was aber die derzeitigen Rassismusdiskussionen in Israel von jenen in allen anderen Ländern der Welt unterscheidet, ist der Berichterstattungsoverkill ausländischer Medien. In Israel sagen also ein paar Rabbiner etwas (meiner Meinung nach) Dummes, viele andere Rabbiner, Politiker und Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens widersprechen, und Europas Zeitungen sind voll davon? Da ist sie einmal mehr, diese Israelfixierung, diese mitschwingende Enttäuschung darüber, dass Israelis und damit mehrheitlich Juden auch nur ganz normale Menschen sind. Wann wird man endlich begreifen, dass die Shoa israelische Juden nicht dazu verpflichtet, besonders edel und gut zu sein?

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Rechte Reise nach Jerusalem

Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass derzeit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und der FPÖ-Chefideologe Andreas Mölzer in Israel weilen, wo sie “auf Einladung israelischer Rechtspolitiker” gemeinsam mit anderen europäischen Rechtsblinkern “über Strategien gegen den islamischen Terror” beraten. Und es stimmt ja: Da haben sich die israelischen Rechtspolitiker zwei echte Experten für diesen Sachbereich ins Land geladen. Immerhin kann keine andere europäische Partei das Wirken islamischer Terrorismusunterstützerstaaten dermaßen persönlich beurteilen wie die FPÖ, die mit ihrer “Österreichisch-Syrischen Gesellschaft”, ihrer “Österreichisch-Libyschen Gesellschaft”, ihrer ehemaligen “Österreichisch-Irakischen Gesellschaft” sowie durch zahlreiche Besuche ihrer Parlamentarier im Iran wirklich Bescheid wissen muss, wie die so ticken, die “islamischen Terroristen”.

A world with(out) zionism

Andreas Mölzer war zB 2006 nach einer Visite bei den Teheraner Holocaustleugnern dermaßen abgestoßen, dass er sogleich, aus Protest natürlich, über sein Periodikum “Zur Zeit” T-Shirts mit dem Konterfei von Mahmoud Ahmadinedjad und der Aufschrift “a world without zionism” an seine bekanntermaßen extrem philosemitischen Leser verkaufte. In der Ausgabe 8/06 von “Zur Zeit” verlieh Mölzer seiner Ablehnung der iranischen Klerikalfaschisten sowie seiner unverbrüchlichen Solidarität mit Israel auch schriftlich Ausdruck: “Wir haben uns immer politisch und publizistisch für die Belange des iranischen Volkes eingesetzt und den imperialistischen Zionismus und die Weltpolizei-Bestrebungen der USA verurteilt.” In “Zur Zeit” erschienen auch viele weitere eindeutig pro-jüdische Artikel, die unter anderem “jüdische Ritualmorde an Christen” anprangerten, Adolf Hitler als “großen Sozialreformer” lobten, die Juden für den Antisemitismus und Winston Churchill für den Zweiten Weltkrieg verantwortlich machten.

Abendland in Christenhand

Und erst der Strache! Gegen den wirkt Henryk M. Broder wie der reinste Julius Streicher, so sehr liebt der FPÖ-Chef die Juden. Das konnte man beispielhaft 2009 beobachten, als Strache in Österreichs auflagenstärkster Tageszeitung Inserate schalten ließ, aus denen er herausbrüllte: “FPÖ-Veto gegen den EU-Beitritt von Türkei und Israel”. Und darunter stand geschrieben, die FPÖ sei die einzige Partei, die verhindern wolle, dass “Österreich in den blutigen Nahost-Konflikt hineingezogen wird”. Auch der FP-Wahlslogan “Abendland in Christenhand” drückt den tiefen Respekt der FPÖ für Menschen jüdischen Glaubens aus, ebenso das Plakat mit dem schönen, ganz sicher nicht vom Rassenwahn infizierten Text “Mehr Mut für unser Wiener Blut”. Die Jugendorganisation der FPÖ geht in ihrer bedingungslosen Solidarität mit Israel sogar so weit, dem jüdischen Staat die Existenzberechtigung rundweg abzusprechen und Israel liebevoll als zur “Atommacht herangewachsene, aggressive Siedlerkolonie” zu bezeichnen.

Kreisky reloaded?

Sarkasmus off: Um all die antisemitischen, antiisraelischen, proarabischen und NS-affinen Äußerungen und Aktionen der FPÖ aufzuzählen, fehlt hier der Platz. Verplappert hat sich wohl FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimski, der seinen Chef “in der Tradition von Bruno Kreisky” sehen will. Der legendäre österreichische Bundeskanzler der 70er Jahre bezog im Nahost-Konflikt bekanntlich nicht gerade eine proisraelische Position, sondern machte die PLO international hoffähig und setzte auf beste Beziehungen zu arabischen Nationalisten. Immerhin hat Vilimski nicht gelogen, denn in dieser Hinsicht (und nur in dieser) stehen Strache und seine arabophilen Kameraden tatsächlich in der eher unsympathischen Tradition der Sozialdemokraten von einst (und leider auch einigen von heute). Was aber treibt “israelische Rechtspolitiker” dazu, in Figuren wie Mölzer oder Strache Verbündete zu sehen?

Neue rechte Strategien

Es ist ein Mix von Zutaten, der diesem Quark seinen üblen Geschmack verleiht. Um die bizarr anmutenden neuen Allianzen zu verstehen, muss man zunächst die strategische Neuausrichtung der (extremen) europäischen Rechten analysieren. Diese (extreme) Rechte hat nach Jahrzehnten innerer ideologischer Grabenkämpfe  realisiert, dass mit rabiatem Antisemitismus der klassischen Schule nur in sozio-ökonomischen Ausnahmezuständen ein Blumentopf zu gewinnen ist. Im wirtschaftlich und sozial siechen Ungarn konnte man beispielsweise mit einer schamlosen antijüdischen Sündenbockkampagne punkten, im trotz Finanzkrise immer noch wohlhabenden Westeuropa funktioniert das (noch) nicht, auch mangels ausreichender Zahl an Juden. Eine neue “Feindgruppe” musste her, eine, die sich auch deswegen als solche eignet, da Teile dieser Gruppe sehr leicht als “fremd” zu identifizieren sind und, da diese Gruppe eine große ist, auch ausreichend Indiviuen beheimatet, die verhaltensauffällig sind und so den Rechten die Verallgemeinerung des Einzelfalls erlauben. Die Muslime erwiesen sich als ideale Besetzung für diese Rolle. Sie sind zahlreich vorhanden, es gibt unter ihnen echte Integrationsverweigerer und real gefährliche Personen, anhand der oftmals in islamisch dominierten Staaten herrschenden Barbarei lassen sich nachvollziehbare Horrorszenarien entwerfen und die Parteien der Mitte und der Linken haben die Problematiken, die sich durch eine massenhafte Einwanderung von Muslimen, unter denen sich auch radikale Kräfte mit Eroberermentalität befinden, völlig unterschätzt und es weiters absurderweise rechten bis rechtsradikalen Kräften erlaubt, sich als Verteidiger der westlichen Zivilisation zu inszenieren. Kurz gesagt: Muslime eignen sich als “Feindgruppe” aus mehreren Gründen besonders gut, vor allem aber deswegen, weil der “Antiislamismus” im totalen Gegensatz zum Antisemitismus bei real existierenden Problembereichen andocken kann. Anders gesagt: Von Juden ging niemals eine Gefahr für die westliche Zivilisation aus, von manchen Muslimen aber sehr wohl. Der Antisemitismus ist ein reines Wahngebäude, der Antiislamismus nur zum Teil.

“Reine” Staaten

Es ist aber nicht nur der Erfolg islamfeindlicher Parteien, Ideen und Gruppen und die von diesen Israel zugewiesene Rolle als “Frontstaat” gegen “den” Islam, der das Anbandeln europäischer Rechtsaußenparteien mit weit rechts stehenden israelischen Gruppen ermöglicht. Auch das relativ neue rechte ideologische Konstrukt vom “Europa der Vaterländer” (oft auch “Europa der Regionen”) spielt hier eine Rolle, die man kennen muss, um zu verstehen, was gerade geschieht. Hinter der nett klingenden Floskel verbirgt sich die Abneigung gegen ein multinationales und multiethnisches, aber rechtlich vereinheitlichtes Europa, in dem Niederlassungsfreiheit herrscht. Dem setzen die Rechten ihre Vision von politisch völlig unabhängigen und allenfalls wirtschaftlich verwobenen Staaten entgegen, in denen der Rumäne eben nicht dieselben Rechte in Österreich haben solle wie der autochthone Österreicher. Dieser “neue” Ansatz der Rechten ist in Wahrheit ein sehr alter, nämlich einer auf ethnischer und kultureller “Reinheit” beruhender. Die Proponenten dieser Strömung werden nicht müde zu betonen, wie wertvoll und großartig fremde Kulturen doch seien – solange sie dort bleiben, wo sie nach Meinung dieser Ideologen hingehören. Deutschland den Deutschen, Italien den Italienern, Ungarn den Ungarn, Arabien den Arabern – und Israel den Juden.

Israel without arabs?

Hier nun schließt sich die Klammer, in der das Fragezeichen stand, warum sich israelische Rechtsaußenpolitiker plötzlich so gut mit europäischen verstehen. Man ist sich nicht bloß einig in der Ablehnung “des Islam”. Wichtiger ist, dass man im utopischen Bestreben nach ethnisch und/oder religiös klar definierten Staaten übereinstimmt. Die extreme Rechte in Israel, die, das muss man erwähnen, nicht von der Mehrheit im Likud und auch nicht von Lieberman verkörpert wird, sondern von echten Extremisten zumeist außerhalb des etablierten Politikbetriebs, träumt von einer Einverleibung des Westjordanlandes, von der Vertreibung der israelischen Araber und von der Einwanderung aller Juden dieser Welt in dieses neue Großisrael. Und genau deswegen stoßen sich diese Leute auch nicht an Parteien wie der FPÖ, in der es von Antisemiten nur so wimmelt, denn diese iraelischen Extremisten halten Juden, die nicht in Israel leben, ohnehin für Verräter. So krank das auch klingt: Wer Juden durch Antisemitismus zur Immigration nach Israel drängt, liegt in den Augen derjenigen, die von einem “reinen” Großisrael tagträumen, genau richtig. Natürlich weiß jeder, der noch halbwegs bei Verstand ist, dass diese Vertreter eines pervertierten Radikalzionismus auf dem Holzweg sind. Auch in Israel weiß fast jeder, dass so ein Großisrael weder militärisch dauerhaft durchsetzbar, noch finanzierbar wäre.

Wehe, die Mitte und die Linke versagt!

Und damit kommen wir zu einer Schlussbemerkung, die aber verdammt wichtig ist: In Israel werden Rechtsparteien gewählt, weil diese effektiv gegen die akute Gefahr für Leib und leben durch arabische Terroristen vorgehen, und nicht weil man mehrheitlich mit den wahnhaften Ideen von Leuten übereinstimmt, die es für ihre religiöse Pflicht halten, ganz Judäa und Samaria zu erobern und alle Araber zu vertreiben. Und es sind deswegen so viele Israelis von den europäischen Linken enttäuscht, weil diese spätestens seit 1967 im Idiotengleichschritt mit den realsozialistischen Staaten mehrheitlich auf eine proarabische Linie eingeschwenkt sind, weil sie die Bedrängung Israels durch vernichtungswillige Nachbarn leugnen oder herunterspielen, weil sie gehirntot mit islamischen Fundamentalisten paktieren, weil sie oft genug keine Ahnung haben, wovon sie reden, wenn sie über Israel reden. Trotzdem sind die Rechtsradikalen und die religiösen Fanatiker in Israel nicht mehrheitsfähig und heftig umstritten. Israel ist ein fortschrittliches Land, das in vielen gesellschaftspolitischen Fragen sogar weiter entwickelt ist als die meisten europäischen Staaten. Es ist ein HighTech-Staat, es ist multikulturell, lebensbejahend und vor allem angesichts der Brutalität seiner Feinde erstaunlich friedlich. Dennoch hat das Land auch genügend Probleme und, wie alle Länder dieser Welt, etliche Deppen unter seiner Bevölkerung. Noch sind die Deppen eine Minderheit, doch wenn sich die oftmals beschämende Haltung der europäischen Mitte- und Linksparteien gegenüber Israel nicht ändert, könnten die Deppen irgendwann regieren. Und wenn in Israel und in Europa nur mehr Deppen regieren, wenn also diejenigen an der Macht wären, die sich dieser Tage in Ashkelon getroffen haben, dann wird die Welt in Blut waten.

ps: Ich gäb was dafür, ein Mäuschen sein zu können, das in diversen FPÖ-Parteilokalen dem nervösen Klicken der Gehirnzellen lauschen kann, jetzt da der größte Zahntechniker aller Zeiten plötzlich nach Jerusalem pilgert…

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Gratulation, Herr Bossman

Dass die slowenische Hafenstadt Piran mit dem Sozialdemokraten Peter Bossman einen gebürtigen Afrikaner zum Bürgermeister gewählt hat, freut mich gleich aus zwei Gründen: 1. ist das der Beweis, dass Europa trotz der Abwehrreaktionen vorgestriger Kräfte unaufhaltsam immer bunter wird, und 2. springen die Nazis und andere Rassisten wegen dieser Sache vor hilfloser Wut im Quadrat. Sehr schön.

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Das “Ausländerproblem”

Das “Ausländerthema” hat, glaubt man der Wahlmotivforschung, viele Wiener dazu bewogen, eine Partei zu wählen, auf derem zweiten Listenplatz ein gewisser Johann Gudenus kandidierte, der so schöne Sätze sagt wie: “Ich lasse mir von der Faschismuskeule nicht meinen Brei verderben”. Viel schlechter Deutsch spricht ein vor zwei Wochen illegal eingereister Tschetschene auch nicht. Überhaupt, die Ausländer! Fragt man die armen Hascherln, die sich vor den Fremden so zu fürchten vorgeben, dass sie den Strache quasi wählen müssen, bekommt man meist wunderliche Legenden zu hören. Da ist dann von “Ausländern” die Rede, die ohne Wartezeit eine Gemeindewohnung bekommen hätten, während der Schwippschager der Schwester der Cousine jenes Arbeitskollegen, von dem man diese skandalöse Sache erfahren habe, schon seit Jahren auf einen Platz im Billigmieteparadies warten müsse, und dieser Schwippschwager der Cousine eines Arbeitskollegen sei sicherlich nicht ausländerfeindlich, aber seine brutale Schlechterbehandlung durch die Gemeinde Wien beweise, dass “die Roten nur für die Ausländer sind”. Beliebt ist auch das Märlein vom “Ausländer”, der, kaum in Österreich angekommen, sich gar nicht mehr wehren könne vor lauter Sozialknete und der dann, reich geworden durch Transferleistungen, die er, so die Erzählung, allein aus dem Grund bekomme, weil er “Ausländer” sei, frech mit dem BMW auf die Donauinsel fährt, wo er wochentags höhnisch seinen Hammel grillt, während die armen Autochthonen im Schweiße ihres Angesichts brav arbeiten. Solcherlei Fantasystories habe ich nicht erfunden, die machen tatsächlich die Runde und werden gerne geglaubt. Schon zu den Zeiten des politischen Aufstiegs Jörg Haiders habe ich Leute, die ich für klüger gehalten hatte, derlei Geschichten erzählen hören, und es hat sich nichts geändert. Zwar waren diejenigen, die diesen Quatsch verbreiten und glauben, während der Zeit der Regierungsbeteiligung der FPÖ ein bisschen stiller, weil sie intellektuell zu verdauen versuchten, dass die Blauen die “Ausländer” nicht mit Zahnbürsten die Gehsteige putzen ließen oder sie per Viehwaggons außer Landes schafften, sondern im Gegenteil den Zuzug billiger Arbeitskräfte zum Wohle ihrer eigentlichen Klientel, dem Großkapital nämlich, mehr förderten, als es eine SPÖ je tat, und dass Haiders “Partei der Kleinen Leute” vehement die Massensteuern erhöhte und Volksvermögen zu Gunsten ihrer finanzkräftigen Förderer verschleuderte, doch kaum war das blau-schwarze Gruselkabinett abgewählt, waren auch all die  gebrochenen Wahlversprechen der FPÖ vergessen und schon bald konnte sich Strache erfolgreich als Reservehaider inszenieren. So ein extrem schlechtes Kurzzeitgedächtnis ist nur mit Debilität zu erklären, da braucht man gar nicht erst Verständnis für die ach so armen “Protestwähler” heucheln.

Natürlich gibt es auch ganz reale Probleme, die die Migration mit sich bringt, doch die meisten davon sind recht einfach lösbar. Wenn der neu in die Mietskaserne eingezogene türkischstämmige Nachbar immer wieder spät nachts laut Musik spielt, lässt sich das, falls gutes Zureden nichts bringt, durch einen Anruf bei der Hausverwaltung oder der Polizei abstellen. Das gilt auch für andere gern angeführte Reibereien mit Zuwanderern. Es gibt Regeln und Gesetze und an die haben sich alle zu halten. Wer allerdings seinen Nachbarn hasst, nur weil der eine dunklere Hautfarbe, eine krummere Nase oder eine andere Religion hat, dem ist gesetzlicherseits nicht zu helfen, denn gegen rassistische Ärgergefühle sind Polizist und Bezirksrat machtlos. Machtlos, weil man es mit dem Irrationalen zu tun hat. Ein Rassist wird sich, um ein in Wien oft gehörtes Zitat zu verwenden, auch dann “als Fremder in der eigenen Stadt” fühlen, wenn er durch die Zuwanderung keinen einzigen realen Nachteil erleiden muss. Er mag halt einfach keine Fremden, it´s as simple as that.

Was also tun? Selbstverständlich sollte die Politik dafür Sorge tragen, dass sie dort, wo sie das zivilisierte Zusammenleben befördern kann, dies auch macht. Tut sie meines Wissen ja auch im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Was die Politik zwar könnte, aber keinesfalls sollte, ist, rassistischen Ressentiments nachzugeben und dem Pöbel Befriedigung zu verschaffen, indem sie auf noch schwächere Gruppen losgeht. Und man sollte auch den Mut aufbringen und den Leuten reinen Wein einschenken! Österreich, wie auch alle anderen EU-Staaten, sind Einwanderungsländer, die ethnische und kulturelle Zusammensetzung ändert sich, der “White Man´s Blues” wird bald ausgesungen sein. Wem das nicht passt, der kann ja empörte Leserbriefe an die “Krone” oder “Politically Incorrect” schreiben und sich ärgern, bis er platzt. Ich persönlich habe jedenfalls keine Lust mehr, Verständnis für Depperte aufzubringen, oder, wie es einst ein französischer Politiker angesichts des Aufstiegs des Front National einmal sagte: “Arschlöcher sollte man Arschlöcher nennen dürfen”.

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Dem “Mustafa eine aufbrennen”…

Dass es immer noch widerwärtiger geht, beweist die FPÖ, die dieser Tage einen Comic an Wiener Jungwähler verschickt hat, in dem es eine Szene gibt, die man durchaus als Aufruf zur Gewalt gegen Türken verstehen kann.

Übersetzung : “Wenn du dem Mustafa eine verpasst, spendiere ich dir eine heiße Wurst”. “Ich nehme eine Burenwurst mit süßem Senf und einem Stück Brotende, HC”. (Bild © FPÖ via Salzburger Nachrichten)

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Lustig ist das Zigeunerleben?

Etwas Gutes hat die populistische Antiroma-Politik von Nicolas Sarkozy samt ihren bizarren diplomatischen Verwicklungen ja: Europa redet endlich über die Lage einer Volksgruppe, die in mehreren EU-Mitgliedsstaaten systematischer Diskriminierung ausgesetzt ist und deren Angehörige von Politikern mit dem Moralniveau eines Regenwurms einmal mehr dazu missbraucht werden, als unfreiwillige Statisten in einem b-movie namens “Harte Sheriffs greifen durch” herzuhalten. Aber so positiv es auch ist, dass über das Thema nun diskutiert wird, so oberflächlich bis dümmlich sind leider viele Diskussionsbeiträge.

Zigeuner waren und sind der Albtraum der Regulierungswütigen, der Amtsstempelschwinger und all jener, die den Wert von Menschen an deren ökonomischer Verwertbarkeit bemessen. Sie waren und sind aber auch Projektionsflächen für die Ängste und Wunschträume der Spießer, und zwar ganz unabhängig davon, ob diese Spießer nun bürgerliche Zwangscharaktere, weltfremde linke Schwärmer oder rechte Rassisten sind. Ablehnung, Furcht und Vernichtungswünsche gegen bestimmte Gruppen gehen oft genug Hand in Hand mit Neid auf deren tatsächliche oder angedichtete Lebensweise und nur oberflächlich überdeckten Fantasien davon, selber solch ein Leben führen zu dürfen. Es ist gut denkbar, dass so mancher SS-Mann, der tagsüber an der Ermordung von Sinti und Roma beteiligt war, abends im Suff sehnsuchtsvoll “Lustig ist das Zigeunerleben” gegröhlt und dabei von der großen Freiheit geträumt hat, denn wer in Zwangsstrukturen lebt, der möchte diesen entkommen, auch wenn er das Gegenteil behauptet und lebt. “Brauchen dem Kaiser kein Zins zu geben” – das spricht das unterdrückte Freiheitsstreben in der Seele des Spießers ebenso an wie die den Zigeunern angedichtete sexuelle Freizügigkeit, was auch Randy Newman gut erkannt hat, der im Song “Sigmund Freud´s Impersonation of Albert Einstein” singt: “Americans dream of gypsies, I have found / Gypsy knives and gypsy thighs that pound and pound and pound and pound”.

Das Problem liegt aber nicht nur in den einerseits dämonisierenden, andereseits romantisierenden Vorstellungen, die sich viele von den Sinti, Roma und anderen Gruppen machen. Das Problem beginnt bereits damit, dass Kollektiven bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden, was sie in toto zu der Bösartigkeit oder dem guten Willen der Mehrheit ausgelieferten Objekten degradiert. Wer also seriös von Zigeunern sprechen will, darf zu den nicht in die Klischees passenden Sinti und Roma nicht schweigen. Und es gibt sie ja, die völlig gewöhnlichen Berufen nachgehenden und in festen Behausungen lebenden Menschen ziganer Herkunft. Es gibt erfolgreiche Künstler, Anwältinnen und Ärzte unter ihnen. Nur wird über die kaum berichtet, obwohl es sehr berichtenswert wäre, denn sie hatten es unglich schwerer, Karriere zu machen, als die Mitglieder der Mehrheitsgesellschaften. Und besonders aufschlussreich ist ein Blick auf die Gründe, warum es diese Leute so schwer haben.

Wenn die Frage besprochen wird, weshalb ein großer Teil der Zigeuner in so erbärmlichen Verhältnissen lebt und warum es für sie so schwer ist, sich den Erfordernissen der modernen kapitalistischen Gesellschaft anzupassen, bekommt man zumeist Bullshit zu hören. Die Rechten sprechen dann von “Integrationsunwilligkeit”, “rückständiger Kultur” oder gar “rassischer Minderwertigkeit”, und die Linken meinen, alles mit Diskriminierung und Fehlverhalten der  Mehrheitsgesellschaften erklären zu können. Beides ist allzu bequem und der Faulheit geschuldet, sich mit den Roma und Sinti wirklich zu beschäftigen (und dass der rassistische Ansatz ohnehin objektiv falsch und dumm ist, sei nur der Vollständigkeit halber gesagt). Zu behaupten, die Zigeuner seien an ihrer beklagenswerten Lage selber schuld ist genauso realitätsblind wie die Annahme, sie trügen gar keine Mitverantwortung an ihrem Elend.

Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein waren die ökonomischen Hauptgrundlagen des “Fahrenden Volks” die Tätigkeit als Wanderarbeiter und Erntehelfer, als spezialisierte Dienstleistungserbringer wie Messerschleifer und Kesselflicker sowie als Musiker, Schausteller, Viehhändler und Artisten. Technische Neuerungen machten viele dieser Möglichkeiten zum Broterwerb zunichte, was freilich nicht nur Zigeuner betraf, aber diese besonders stark erschütterte, denn eine stockkonservative, in fast archaischen Clanstrukturen organisierte Lebensweise machte es ihnen schwer, sich an die veränderten wirtschaftlichen Herausforderungen anzupassen. Die neuen Berufe, die die alten ersetzten, waren gebunden an Ort und Zeit, weshalb sich zum Beispiel ein auftragslos gewordener, aber immer schon sesshaft gewesener Handwerker leichter tat, statt seine alte, aber überflüssig gewordene Profession auszuüben in der Fabrik zu arbeiten, als eine Gruppe, deren Kultur seit jahrhunderten ständige Mobilität einschloss, aber überhaupt nicht auf die neue Arbeitswelt  eingestellt war. Das wurde durch immer strengere gesetzliche Maßnahmen gegen das “Hausieren” und das “Vagabundieren” ebenso verschärft  wie durch den Nationalismus, der nicht nur das ehemals große Europa in immer kleinere, durch Grenzkontrollen abgeschottete Einheiten aufteilte, sondern auch Bekenntnisse zur Nation einforderte, sich immer stärker völkisch definierte und daher ethnische Minderheiten als Störfaktoren betrachtete. Und mit dieser Entwicklung wuchs auch die wohl abscheulichste Erfindung der Moderne heran, der Rassismus, der, einst erfunden zur ideologischen Rechtfertigung des Kolonialismus, natürlich vor Minderheiten auf dem eigenen Kontinent nicht halt machte. Bald schon sahen sich die Zigeuner einer rassistisch aufgeladenen Feindseligkeit gegenüber, die ihnen sowohl von bürgerlichen Demokratien, faschistischen Diktaturen und später auch vom Realsozialismus entgegenschlug. Die Erfahrungen, die die Sinti und Roma mit der staatlichen Gewalt machten, reichten von gesetzlicher Schlechterstellung über  Umerziehungsversuche bis hin zum Massenmord. Sozialdemokraten ließen den Roma die Kinder wegnehmen und propagierten die Sterilisation von Zigeunerinnen, Nationalisten wollten ihnen mit Verboten das Reisen austreiben, Faschisten sperrten sie in Ghettos, die Nazis ermordeten sie und die Kommunisten erzwangen Anpassung und, wenn auch nur pro forma, Teilnahme am Produktionsprozess. Kurz: Alle Erfahrungen, die die Zigeuner im 20. Jahrhundert mit dem Staat machten, waren negativ. Es sollte daher niemanden wundern, dass die Roma extrem mistrauisch gegen Politik und Obrigkeit wurden , sich in ihren Clans und Familien und uralten Strukturen einigelten und ihrer Parallelkultur mehr vertrauten als selbst gut gemeinten staatlichen Maßnahmen.

Wie steht es um die oft ins Feld geführte Neigung zu Kriminalität und halblegalen Aktivitäten, die man den Sinti und Roma gerne vorwirft? Es wäre eine Lüge zu behaupten, hier wäre alles paletti und nur eine Erfindung böser Rassisten. Natürlich sind Mitglieder von Gruppen, denen ein ökonomisches Fortkommen durch eine Fülle von Einschränkungen erschwert wird, anfällig dafür, einen Teil des Lebensunterhaltes durch illegale Tätigkeiten zu bestreiten. Außerdem sehen sich viele Zigeuner den streng hierarchischen Clanstrukturen stärker verpflichtet als den staatlichen Gesetzen, was bedeutet, dass ein Clanchef, der kriminelle Geschäfte machen will, genügend Fußsoldaten finden wird. Wie problematisch das ist, sieht man auch am Phänomen des organisierten Bettelns. Jene meist aus Osteuropa stammenden Roma, die bei jedem Wetter in Demutshaltung vor den Supermärkten knien und die Hand aufhalten, tun das nicht, weil sie das gerne machen, sondern weil sie dem Clanchef Geld schulden und ihren “Kredit” auf diese entwürdigende Weise abarbeiten müssen. Es ist nicht mal übertrieben, hier von sklavereiähnlichen Zuständen zu sprechen. Die Gesetzgeber und die Ordnungsorgane reagieren auf solche Vorkommnisse aber ausschließlich mit Bettel-Verboten und Platzverweisen. Angesetzt wird einmal mehr bei den kleinen Fischen, die selber bloß Opfer sind. Die Fädenzieher im Hintergrund und die Gruppenzwänge interessieren die Staatsgewalt kaum.

Soweit ein paar Hintergründe zur so genannten “Roma-Problematik”. Wie aber sollen die Demokratien der EU damit umgehen? Ich habe nun auch kein Patentrezept auf Lager, aber die stärker werdende Tendenz, Zigeuner wieder in Sippenhaftung zu nehmen und sich auf Kosten dieser Minderheit politisch zu profilieren ist widerlich und kaum hilfreich. Ich sage nur soviel: Es gibt Gesetze und deren Einhaltung soll die Polizei überwachen, ganz egal, ob es sich um Roma oder Niederbayern handelt. Und man sollte die wirklich schlimme rassistische Diskriminierung der Zigeuner vor allem in der Slowakei, Ungarn und Rumanien endlich als das benennen, was sie ist: Ein Skandal, der im Europa des 21. Jahrhunderts keinen Platz haben darf. Nicht zuletzt muss man aufwachen und die Rückkehr des Antiziganismus als Werkzeug rechter Demagogen auch in Westeuropa nicht tolerieren. Ich persönlich würde gerne sehen, dass sich jene, die im Namen der Menschenrechte gerne zu tausenden auf die Straße gehen, wenn sich ein Palästinenser den Fuß verstaucht, mit der selben Inbrunst für Menschen einsetzen, die ganz real und mitten unter uns unter Ausgrenzung und Verächtlichmachung und Vertreibung leiden.

ps: Einmal mehr empfehle ich am Thema Interesierten das hervorragende Buch “Die Hundeesser von Svinia” von Karl-Markus Gauß, erschienen im Zsolnay-Verlag.

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Roma-Abschiebungen: EU vs Sarkozy

Die Offiziellen der EU finden endlich klare Worte zur skandalösen Roma-Deportationspolitik von Nicolas Sarkozy. Gut so! Frankreich hat alles Recht der Welt, rechtsstaatlich gegen Kriminelle vorzugehen. Frankreich hat aber nicht das geringste Recht, ganze Ethnien zu kriminalisieren und Sippenhaftung anzuwenden.

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