Friedensfreunde überall

Dem „Standard“ entnehme ich, dass nun auch im schönen Innsbruck die Sympathisanten der friedlichen und fortschrittlichen Hamas auf die Straße gegangen sind, um gegen die völkermordenden Nazijuden zu demonstrieren, wobei diese Manifestation des Guten beinahe durch einen fanatischen israelfreundlichen Hassgreis gesprengt worden wäre, hätte der exzellent organisierte Ordnungstrupp der islamistischen Friedensfreunde nicht sofort beherzt eingegriffen und den einsamen Mann mitsamt seiner noch einsamerern Israelfahne der dankbaren Polizei übergeben. Eine ähnliche, Allah sei Dank ebenfalls im Keim erstickte zionistische Provokation bei einem Friedensmarsch in Düsseldorf hat der Kollege von „Band of Brothers“ dokumentiert und kommentiert. Da fragt man sich doch: Was glauben diese Leute eigentlich, wo sie sind, wenn sie mitten in Europa das Schandbanner mit dem Davistern entrollen und damit pazifistische Muslime bis aufs Blut reizen? Ein Glück dass die Ordnungsdienste der Muslimbruderschaft ebenso auf Zack sind wie die Exekutive, die notfalls mit Gewalt dafür eintritt, dass für den heldenhaften Kampf der Hamas und gegen den feigen Genozid der Juden demonstriert werden kann und dabei Fahnen und Abzeichen der Gaza-Islamisten gezeigt werden dürfen. Ist ja nicht so, als wäre die Hamas von der EU als terroristische Vereinigung eingestuft worden, nicht wahr?

Das auch schon in die Jahre gekommene Postergirl der Antiglobalisierungsbewegung, Naomi Klein, kann natürlich nicht einfach mal die Klappe halten, sondern fordert originellerweiße: „Kauft nicht bei Juden“. Dieser höchst vernünftigen und dringend notwendigen Aufforderung zu einer Maßnahme, die einst von den weitsichtigen Nationalsozialisten erdacht worden war, kann sich Evelyn Hecht-Galinski natürlich nur anschließen. „Gerade auch als deutsche Jüdin“ trete sie dafür ein, Israel zu boykottieren und den Palästinensern „uneingeschränkte Hilfe“ zukommen zu lassen, so tönte „die Tochter“ bei einer Kundgebung des Hamas-Fanclubs in Düsseldorf. Also, Frau Merkel, hopp hopp, schicken Sie der Hamas ein paar Panzer, Raketen, die auch mal ein paar hundert Zionistenkinder erwischen und wenn Sie schon dabei sind, ein paar Kanister Zyklon-B. Sowas in der Art schwebt Hecht-Galinski doch vor, nehme ich an?

Ja, liebe Leserinnen und Leser, ich weiß, das ist sogar für Lindwurm-Verhältnisse furchtbar sarkastisch, aber wohl auch verständlich, denn wie sonst kann man noch reagieren angesichts das anschwellenden Stumpfsinns allerorten? Wie anders als mit Zynismus kann man die galoppierende Verblödung noch kommentieren? Dass fundamentalistische Muslime für die Hamas auf die Straße gehen, kann ich ja noch verstehen, aber was zum Henker treibt „Linke“ dazu, sich mit einer klerikalfaschistischen Bande ultrareaktionärer Mittelalterfans zu solidarisieren? Wenn einem das Los der Palästinenser am Herzen liegt, dann kann man sich doch nur wünschen, dass sie von der Schreckensherrschaft der Theokraten befreit werden, oder? Wenn es einem um den Frieden geht, dann muss man doch gegen die kompromissunwilligen Gotteskrieger demonstrieren und nicht für sie, oder? Sind solche Minimalgeistesleistungen denn wirklich zuviel verlangt? Offensichtlich ja, denn es findet ja mittlerweile auch keiner mehr was dabei, wenn in Europas Städten zu Tausenden für eine vernichtungsantisemitische Organisation auf die Straße gegangen wird.

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9 Gedanken zu “Friedensfreunde überall

  1. was zum Henker treibt “Linke” dazu, sich mit einer klerikalfaschistischen Bande von ultrareaktionären Mittelalterfans zu solidarisieren?

    was die Hamas veranstalten schaut nach revolutionärem Kampf aus – das gefällt Linken. Der reaktionäre Inhalt (Islamismus) wird einfach ausgeblendet.

    Doch dieses Phänomen ist keine Einbahnstraße:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2008/10/08/konvertiern-oder-chomsky-konsultieren/

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2008/09/25/warum-empfiehlt-uns-bin-laden-chomsky/

  2. „aber was zum Henker treibt “Linke” dazu, sich mit einer klerikalfaschistischen Bande von ultrareaktionären Mittelalterfans zu solidarisieren?“

    Ich glaube hinsichtlich des Antisemitismus im Allgemeinen und Israel im Speziellen sind Begriffe wie „links“ oder „rechts“ schon lange obsolet geworden. Der einzige Unterschied besteht darin, dass „Linke“ sich als Kollektiv per se als „menschlich“, „fortschrittlich“, „friedensliebend“, „kritisch“ und auf der „richtigen Seite stehend“ ja sowieso betrachten.

  3. Sehr schade! Wie kann einer so klugen Frau wie Naomi Klein, die sich für so viele gerechte Sachen und die Armen der Welt einsetzt, nur so ein MÜLL in den Kopf kommen! So eine wahnsinnige Idee ist nicht zu rechtfertigen und das macht mich sehr traurig.
    Wenn es um Menschenrechtsverbrechen geht müsste man die meisten Länder der Erde boykottieren anstatt ein Land an den Pranger zu stellen.

    Aber noch etwas was mich bisher persönlich an diese Frau band: Ich bin jetzt 21 und bin seit 2 Jahren in Naomi Klein verliebt. Sie ist zwar mit 38 etwas älter als ich aber ich finde sie passt gut zu mir: Sie ist wunderschön und links eingestellt. Außerdem finde ich ihre Ausstrahlung traumhaft und habe auch mal von ihr romantisch geträumt. In der 12. Klasse mal etwas von ihr gelesen dann habe ich Bilder von ihr angeguckt und gedacht: Das ist meine Traumfrau, tolle Einstellung und tolle Ausstrahlung.

    Deshalb betrübt mich diese Idee sehr…ich hoffe sie kommt wieder zur Vernunft!

  4. Natürlich ist das verhalten vieler Linker zu kritisieren.
    Aber leider wird in der jungle world immer mehr auch rechten Meinungen ein Forum geboten, was ich sehr schade finde: uli krug ist ein stockreaktionär und Hetzer gegen alles linke
    Krug ist nie und nimmer links und fortschrittlich!

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