Schnelllektion für Appeaser

Schnell und ohne orientalische Schnörkel haben die Taliban auf das Angebot von US-Präsident Obama, mit den „Gemäßigten“ unter den Gottesfaschisten Gespräche führen zu wollen, reagiert:

„Obama hat gesagt, er wolle sich an gemäßigte Taliban wenden“, sagte der Sprecher, „doch solche Taliban gibt es nicht in Afghanistan“. Es gebe „nur eine Taliban-Bewegung“ und diese sei nicht zu Verhandlungen bereit. „Unsere Kämpfer und Kommandanten gehorchen den Befehlen von Mullah Omar und werden nicht verhandeln“, so Mujahed. Gespräche mit der afghanischen Regierung oder gar den Amerikanern könne es nur geben, wenn diese zuerst die Bedingungen der Taliban erfüllten. „Die internationalen Truppen müssen vollständig abziehen, erst dann kann es Gespräche geben“, forderte Mujahed. Zudem erteilte er Vorstellungen, die Kämpfer von Mullah Omar könnten nach einem Deal ihre Waffen niederlegen, eine klare Absage. „Wir werden unsere Waffen nie abgeben“

Die Taliban, eine der abscheulichsten politischen Verbrecherorganisationen dieses Planeten, geben den Appeasern damit die Antwort, die diese verdienen und die jeder, der sich mit Totalitarismus länger als fünf Minuten befasst hat, erwarten konnte: Erst wenn alle Forderungen der Klerikalfaschisten erfüllt sind und diese auf ganzer Linie gesiegt haben, werden sie gnädigerweise „Gespräche führen“. Wenn also in Kabul wieder die Talibs regieren, Präsident Karzai am Galgen baumelt, in den Fußballstadien wieder Frauen gesteinigt und Oppositionelle geköpft werden, dann werden es die Faschisten Allahs in Betracht ziehen, mit Obama zu reden – über dessen Kapitulation und die Einführung der Scharia in den USA natürlich, worüber auch sonst?

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14 Gedanken zu “Schnelllektion für Appeaser

  1. Money makes the world go around….das gilt auch für die Taliban bestimmt.
    Es gibt bestimmt einige Abtrünnige, die sich auch davon verleiten lassen und mit den USA zusammenarbeiten.

  2. habe Obamas Angebot an die „gemäßigten Taliban“ für einen Übersetzungsfehler des Standards gehalten – aber scheinbar hat er wirklichen den Ausdruck verwendet. Ich habe Obama für klüger gehalten.

    An die einzelnen Menschen kann man sehr wohl Angebote machen – so wie man versuchen musste rassistische Südstaatler von der Abkehr von der Rassentrennung zu überzeugen.

    Auf die Idee einen gemäßigten KKK als Partner gegen die Rassentrennung zu gewinnen, wäre wohl kein vernünftiger Mensch gekommen…

    Obamas Narrative, wonach ein Bündnis mit gemäßigten Extremisten die Grundlage für den Erfolg im Irak gewesen sei, entbehrt jeder Grundlage. Bei der Surge Strategie erhöhte man die Zahl der Streitkräfte – gerade die Bekämpfung von Al Qaida & Co vor Ort veranlaßte viele nicht islamistische irakische Kämpfer die Fronten zu wechseln.

    Auch im Irak sprach man von einem verlorenen Krieg aus dem man sich sofort zurückziehen müsste. Die Opferzahlen in Afghanistan sind bei weitem nicht so hoch wie zu den schwierigen Zeiten im Irak. Trotzdem lesen wir schon wieder von einem ungewinnbaren Krieg und das man das Land am besten den „gemäßigten Taliban“ überlassen soll.

    So weit war man auch schon unter Obamas demokratischem Vorgänger Clinton – wie gemäßigt sich die Taliban gebärdeten, konnte man dann beobachten.

  3. ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass obama und co so dumm sind. vielleicht hat er ja gewusst, wie die taliban reagieren werden und glaubt, jetzt mehr unterstützung für militärische aktionen zu haben, jetzt wo er sagen kann „ich habs ja im guten versucht“ ?!

    ich will einfach nicht glauben dass obama einer von den dummen appeasern ist ich will nicht ich will nicht….

  4. Vielleicht wollte er mit der Aktion einen Keil in die Taliban treiben und/oder Al KAida von ihnen „isolieren“? Hoffe ich jedenfalls….

  5. Hmm. Vielleicht wollte er einfach diese Reaktion von der Taliban provozieren. Er sollte schlau genug sein, zu wissen dass Extremisten schlechte Verhandlungspartner sind. Außerdem hört er auf seine Berater, die er nicht unbedingt nach deren Weltferne zusammengestoppelt hat. Im Übrigen bin ich am ehesten dafür, dass die Schariah in Goa in Indien eingeführt wird. Da verschanzen sich tausende Hippies, die in ihren Ländern die Bürden und Pflichten des Mittelstands nicht mehr ausgehalten haben.

  6. zum thema appeasement sei jedem das buch von Henryk M. Broder „Hurra, wir kapitulieren!“ ans herz gelegt.

    bg
    pfugge

  7. Die Opferzahlen in Afghanistan sind bei weitem nicht so hoch wie zu den schwierigen Zeiten im Irak. Trotzdem lesen wir schon wieder von einem ungewinnbaren Krieg und das man das Land am besten den “gemäßigten Taliban” überlassen soll.

    Natürlich ist der Krieg ungewinnbar. Jeder Krieg in Afghanistan ist ungewinnbar, in der gesamten Geschichte hat es noch keine externe Macht es geschafft, einen Krieg in Afghanistan gewinnen: nicht das Britische Empire, nicht die SU, und auch nicht die USA. Nicht umsonst haben die Briten in ihren indischen Kolonien ihre Grenzen zu Afghanistan mit Gurkhas gesichert, was auch von Pakistan weitergeführt wurde.

  8. der Afghanistan-Krieg ungewinnbar?

    Die Sowjetunion hatte Afghanistan militärisch klar beherrscht, obwohl zut Zeit des kalten Krieges die Mudschaheddin von den USA massiv unterstützt worden waren.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2008/08/04/obamas-berater/

    1988 als es bereits zu einer starken Annäherung zwischen den USA und der UdSSR gekommen war, zogen die Russen ab – ein Stellvertreter-Krieg war sinnlos geworden.

    selbst dann hielt sich Nadschibullah noch bis 1992 an der Macht.

    Auch die Taliban, die den Bürgerkrieg gewannen waren zu einem großen Teil eine externe Macht aus Pakistan.

    Afghanistan ist sicher ein schwieriges Land – der Krieg gegen ein paar Tausend Taliban-Kämpfer kann jedoch militärisch – außer durch freiwillige Aufgabe – nicht verloren werden.

    Ohne selbst ein Terror Regime (wie das der Talban) zu errichten, wird es allerdings nur langsam, mühsam und verlustreich gehen.

    Dieses Opfer muss es uns aber wert sein, da die Alternative eine Basis für den weltweiten islamistischen Terrorismus bedeutet.

  9. Die Sowjetunion hatte Afghanistan militärisch klar beherrscht, obwohl zut Zeit des kalten Krieges die Mudschaheddin von den USA massiv unterstützt worden waren.

    Nein, haben sie nicht, sie Geschichtsfälscher.

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