Kärnten: Run auf Slowenischunterricht

„Kärnten wird einsprachig“, ließ das BZÖ vor drei Jahren inserieren und plakatieren, und kaum eine Woche vergeht, in der nicht irgend ein Haideriander gegen die slowenischsprachigen Kärntnerinnen und Kärntner hetzt, deren Recht auf Sprache und Kultur in Frage stellt, oder – wie es der Eingangs erwähnte, unfassbar einfältige Slogan vermittelt – ganz im Sinne der Nazis auf eine „Germanisierung“ des südlichsten Bundeslandes drängt. Doch jenseits des völkischen Getöses und trotz der 45 Prozent, die am 1. März in den Wahlkabinen diesen deutschnationalen Quatsch für gut befunden haben, gibt es in Kärnten immer mehr Menschen, die nach einem Blick auf die Wirtschaftsdaten und auf die Landkarte einsehen, dass es vielleicht doch nicht von Nachteil ist, in einer kulturell und ökonomisch so verflochtenen Gegend die Sprache der Nachbarn verstehen und sprechen zu können, und daher melden immer mehr Eltern ihre Kinder zum Slowenischunterricht an. Auch wenn es immer noch viel zu viele Kärntner gibt, die sich aus ihren Tälern nicht hinaustrauen, weckt das die Hoffnung, dass die historisch überholte Deutschtümelei in Kärnten irgendwann mal als das gesehen wird, was sie ist: Lächerliches, anachronistisches Suhlen im eigenen Dreck, während überall sonst die Welt immer grenzenloser und offener wird.

2 Kommentare zu „Kärnten: Run auf Slowenischunterricht

  1. „Suhlen im eigenen Dreck. Garantiert“. Es klingt nach……,pardon, nach dem nächsten kommenden
    Wahlslogan des BZÖ. Lindwurm du bist genial!

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