Der „Antizionist“ hat immer „recht“

Ein paar israelische Soldaten berichten von Unrechtshandlungen während des Gaza-Kriegs, große israelische Zeitungen schreiben darüber, die Armee leitet ein Ermittlungsverfahren ein. Für die Antisemiten ein weiterer „Beweis“ für die Grundschlechtigkeit der Juden, für mich ein Beweis dafür, dass Israel ein demokratischer Rechtsstaat mit einer funktionierenden Öffentlichkeit ist. Für den Antisemiten, der sich selber gerne als „Antizionisten“ bezeichnet und meint, dieser Deppentrick sei nicht durchschaubar wie Aquariumglas, kann Israel nichts richtig machen, weil allein schon die Existenz Israels und der Juden für ihn ein historischer Fehler, ein Verbrechen ist. Wenn Israels Armee sich völlig korrekt verhält, dann erfindet der „Antizionist“ kurzerhand Gräuel, der er dieser Armee anlasten kann. Wenn die Armee eine Fehler macht und den untersucht, dann sagt der „Antizionist“ triumphierend „ha!“. So hat der Antisemit immer recht, ganz egal, was Israel auch macht.

10 Kommentare zu „Der „Antizionist“ hat immer „recht“

  1. wenn Verbrechen geschehen sind, müssen diese natürlich aufgeklärt werden und gehören veröffentlicht – die Haaretz Berichterstattung erscheint mir aber doch etwas voreilig- ebenso wie der Gastkommentar von Gil Yaron auf der „Achse des Guten“:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gil_yaron_in_gaza_war_alles_erlaubt/

    „Das geht aus einem Protokoll einer Konferenz hervor, auf der Elitesoldaten und Kampfpiloten im Gespräch mit Wehrpflichtigen von ihren Erfahrungen in Gaza erzählten. Die Konferenz, die am 13. Februar in der Rabin-Armeeschule stattfand, wirft ein schlechtes Licht auf das Verhalten der israelischen Streitkräfte.“

    eine Konferenz bei der zufällig lauter „Elitesoldaten“, dabei waren, die Greueltaten ihrer Kameraden beobachtet haben wollen – ein Haaretz-Jouranlist serviert der Welt dann die Geschichte, die wohl noch sehr „heiß“ ist…

  2. und falls sich dann herausstellt, dass alles erstunken und erlogen ist, interessiert das auch keinen mehr. die nachricht ging doch schon um die welt! zuerst prüfen und dann verurteilen, nee nee wo kämen wir denn da hin wenn jetzt schon sogar die juden ein recht darauf haben, unschuldig zu sein bis die schuld erwiesen ist.

    übrigens unvorstellbar, dass in nem krieg unschuldige sterben. das kann auch nur passieren, wenn israel krieg führt!

  3. Schwach, echt schwach. Und wieder mal die alte „wer Israel kritisiert, ist Antisemit“-Leier. Naja, typisch für den Lokus der pseudo-liberalen Blogszene in Österreich eben.

  4. Eine Armee ist immer eine Armee und Krieg bleibt Krieg. Warum soll es ausgerechnet in der IDF ausschließlich Engel geben? Dies anzunehmen wäre ein Vorurteil aber im positiven, es bliebe jedoch ein Vorurteil.
    Die Veröffentlichung macht traurig, betroffen, jedoch beweist sie Zivilcourage und Demokratieverständnis und dies macht wiederum zuversichtlich.

  5. @ yitz: du kommst hier nicht gerade sympathisch rüber, ne? wie wärs, wenn du mal mehr zu nem thema beisteuern würdest als häme, persönliche untergriffe und beleidigungen?

    ich mein…mir is schon klar, dass das andauernde „PI-beiträge-nach-bösen-kommentaren-durchsuchen“ einen auf dauer nervlich fertigmachen muss, aber lass es bitte nicht hier aus. das sagt dir jemand, der nicht immer mit dem lindwurm d’accord geht, wie du aus den kommentaren zu den letzten paar beiträgen erkennen kannst, ihn dennoch als liberalen, kritischen blogger schätzt.

  6. ganz ehrlich, ich erkenne in dem bericht keine treffende analyse. ich sehe es als schwarz weiss malerei.
    nicht alle setzen israel und judentum gleich. vom lindwurm wird dies aber immer wieder getan und so erscheint mir ein beitrag, lieber lindwurm, als eine parteinahme für israel, eine art persilschein. israel korrektes verhalten anzudichten scheint mir absolut an der realität vorbei. ob der mossad mit den mirage, oder die siedlungspolitik des herrn sharon, die blockaden der grenzen auc für medikamente,… wohl gemerkt ich differenziere hier zwischen dem staate israel und seinen bürgern, sowie zwischen israeli und juden als religion, recht vereinfachend geschrieben.
    als neokärntner möchte ich auch nicht mit der politik dieses bundeslandes in verbindung gebracht werden, das verbitte ich mir sogar, aber trotzdem werde ich wohl, oder übel zu der rotte gezählt werden. ich denke nicht, dass du dir damit einen gefallen tust und ich hoffe ja, dass immer mehr diese sonderrolle israels zugunsten eines anderen bildes weicht. ich hoffe, dass man nicht immer die vorurteile, die von den nazis und davor eingeimpft wurden sich ständig am staate israel aufhängen und somit deine parteinahme menschlich erklärlich ist, aber sachdienlich ist sie deshalb nicht. israels politiker sind oft genauso machthungrig und skrupellos wie andere auch und ihr handeln kann ich da nicht generell in schutz nehmen. es geht hoffentlich nicht mehr darum, ob der staat israel existiert, oder nicht, sondern um die frage, wie ein staat im nahen osten sich verhält und aufgrund dieser basis ist er auch kritikfähig. hier geht es eben nicht um vorurteile gegen juden, zumindest hoffe ich das.
    ich fürchte es wäre aber an der zeit ein wenig an der pr des judentums zu feilen, um eben nicht dieses sehr vereinfachende bild „des juden“ zu bedienen. es macht keinen sinn, offenbar, immer wieder die selbe, emotionsgeladene vergangenheit darzustellen. fakten glaube ih hätten uns weitaus mehr gebracht, denn dadurch wurde die position der opfer manipulierbar. durch emotionen manipuliert man und genau dies kann der antisemit, oder antizionist,… für sich nutzen. leider zeigt sic heute beim durchschnittlichen österreicher, oder deutschen, dass sie die geschichten einfach nicht mehr hören und sehen können. eine eigene verantwortung lehnen sie aufgrund ihrer jugend ab und so drängen sie die problematik generell ins abseits. dies kann und soll aber keinesfalls sinn des lernprozesses sein. da lief und läuft was falsch.
    ich kenne menschen jüdischen glaubens, die israel nicht brauchen und wollen, andere die israel für das gelobte land halten und dazwischen gibts auch noch eine menge. nicht alle werden durch das vorgehen der israelischen regierungen, welche auch immer es sein sollte, vertreten. judentum ist eine religion und wir reden ja auch von österreichern und nicht von katholiken, ….
    differenzierung wäre wirklic hiflreich in der diskussion und nicht vereinfachung. selbstverständlich bleibt mir hier auch nichts anderes übrig als zu vereinfachen und an der oberfläche zu haften, aber es kommt manchmal auf den grad der polemik an.

  7. Der Punkt ist doch, dass Israel ein Rechtsstaat ist, in dem solche Dinge untersucht werden. Leute, die daraus einen Vorwurf für Israel und die Juden konstruieren, sind in der Tat Antisemiten.

  8. jupanqui. so viele worte und das resultat ist schwachsinn. teile nicht, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. da haben wir die isr. regierung, die isr. menschen, die juden, die, die mit israel zu tun haben wollen, die, die nichts mit israel zu tun haben wollen. alles warme luft (den volkstümlichen ausdruck dafür spar ich mir).
    wenn die sogenannten ehrenwerten israelkritiker, denen kein aufwand zu groß ist, gründe zu finden warum man israel kritisieren darf oder nicht, jemals eine bisschen aufwand dafür betreiben würden andere zu kritisieren, dann wären sie ja fast schon seriös.
    aber….nichts, nada, für die ehrenwerten israelkritiker ist die welt vollkommen in ordnung, wenn da nicht israel wäre…..

  9. hallo oren1, immer diese unterstellungen, kein argument, aber schwachsinn unterstellen. wie geschrieben, es gibt nicht nur schwarz weiss!

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