Kommunismus ist keine Alternative

Robert Misik beklagt in seinem Video-Tagebuch, dass es an einem „utopischen Bewusstsein“ mangele, hofft aber darauf, dass angesichts der Wirtschaftskrise sich ein solches wieder entwickeln würde. Der Mann hat wohl nicht realisiert, dass es die gerade großen ideologischen Utopien waren, die zu den schlimmsten Verbrechen aller Zeiten geführt haben. Zwar beantwortet Misik die Titelfrage seines Beitrags – „Ist der Kommunismus die Alternative“ – vorsichtig verneinend, doch warum der Kommunismus keine Alternative ist, keine sein darf, das mag das ehemalige Mitglied der Politsekte „Revolutionäre Marxisten“ (heute „Sozialistische Alternative“) nicht deutlich beantworten. Mehr, als dass der Kommunismus „auch schon eine etwas angegraute Idee“ sei, kommt Misik dazu nicht über die Lippen. Das ist angesichts der vernichtend schlechten ökonomischen, moralischen und ethischen Bilanz der kommunistischen Experimente argumentativ schwach und extrem verharmlosend. Der Kommunismus hat sich immer und überall, wo er an die Macht kam, in eine Herrschaftsform des Massenmordes, der Unterdrückung und der wirtschaftlichen Not entwickelt, und das liegt nicht etwa, wie das Kommunisten gerne hinterfotzig behaupten, an einer „falschen Auslegung bzw. Umsetzung der an sich guten Idee“, sondern ist dem Kommunismus wesensimmanent. Das ist nach den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts, die in manchen Ländern immer noch auf Kosten der dort lebenen Menschen andauern, nicht zu bestreiten, sofern man bei der Wahrheit bleiben will. Wer heute noch den Kommunismus ernsthaft als eine positive Alternative zur Marktwirtschaft sieht, der bewegt sich auf einem ähnlich idiotischem Niveau wie jene Dummköpfe, die bis heute nicht begriffen haben, was der Nationalsozialismus war. Es sei denn natürlich, derjenige weiß über den Komunismus ganz genau Bescheid und sehnt sich nach ihm aus ähnlichen Gründen, wie sich Neonazis nach dem Nazismus sehen, um nämlich seine sadistischen Triebe ausleben zu können.

38 Kommentare zu „Kommunismus ist keine Alternative

  1. Misik wünscht sich eine neue linke Utopie, die sich nicht an der Realität zu messen braucht.

    Schon seine alten 68er Kameraden schwärmten auch lieber von Mao Tse Tung, Ho Chi Minh – als vom Realsozialismus der DDR.

    Hauptsache exotisch und damit in den Auswirkungen verklärbar…

  2. schlecht recherchiert – schlecht gedacht.

    Kommunismus ist die einzig vernünftige Alternative wie die Vergangenheit zeigt; Spanischer Bürgerkrieg 2WW, Ukraine (Machno), Pariser Commune, Matrosen von Kronstadt und so weiter und so fort. Bitte informieren – dann reden!
    Ausbeuterische Marktwirtschaft die jeden Tag jeden Lebenswillen aus den Menschen zieht, Trillionen erzielt, jedoch Tausende Afrikaner, Asiaten etc. sterben lässt.
    Profitgesellschaft und Konsumgesellschaft ist schrecklich!
    Stoppt die Verdummung!
    Für den Kommunismus!

  3. @ sascha: „Kampf der Verdummung“ ist ein hübsches Motto. Soll ich gleich mit diesem Kampf anfangen und dein Posting löschen? 😉

    Die von dir angeführten Beispiele sind mehr als peinlich, handelt es sich doch um kommunistische bzw anarchistische Versuche, die von den sich als richtige Kommunisten Verstehenden, die für dich die falschen waren, für falsch erklärt und blutig bekämpft wurden. Es ist schon recht verzwickt, was? Außerdem: Die 30 Tage der Pariser Kommune beweisen ebensowenig wie ein paar kurzlebige Zuckungen in Spanien. Wo der Kommunismus länger als ein paar Wochen regiert hat, gab es Tod, Not und Gulag.

    Und jetzt, husch husch, wieder zurück an die Hausaufgaben!

  4. Zugegebenermaßen ist Misiks Argumentation nicht gerade blendend, aber deine ist genauso schwach, noch dazu die Begriffswahl holprig, da nützt es auch nichts wenn du schön von der „Wesensimmanenz“ diverser in warentauschenden, kapitalistischen Gesellschaften (beispielsweise der untergegangenen Sowjetunion + Anhang, die für sich nicht einmal die Erreichung des Sozialismus reklamieren konnten) vorkommenden Gräuel schreibst.
    Recht hast du damit, dass Utopien derartige Barbarei wesensimmanent ist, wie auch die tagtäglichen Gräuel jeder Idee „immanent“ sind.
    Vor dem utopischen Sozialismus hat man schon früh gewarnt.
    Im übrigen ist Kommunismus keine Herrschaftsform, weshalb die auch nur annähernde Beschreibung eines solchen Zustandes uns nicht möglich ist.

  5. Ah, wussste ich es doch, dass dieser Beitrag die Hirnwichser und semantischen Pedanten anlocken würde. Blöd nur, wenn man trotz (Ein)Bildung an der Realität vorbeischreibt und es nicht mal der Erwähnung wert findet, dass sich die Herrscher der kommunistischen Länder selbst als Kommunisten bezeichneten. Die dumme Ausrede, dass diese doch gar keine solchen gewesen seien, lasse ich nicht gelten, das kannst du deinem Doktorvater erzählen.

  6. Wow, richtiggehende argumentative Höchstleistungen! Na glücklicherweise erkennt der Lindwurm die Realität, auch wenn er sie nicht in adäquate Begriffe fassen kann.
    Und dass gerade du betonst, dass die Ostblockherrscher sich ja als Kommunisten bezeichneten (weshalb sie so kommunistisch sind wie die „Demokratische Volksrepublik Korea“ demokratisch. Oder etwa nicht?), ist ziemlich ulkig. Im Umkehrschluss hieße das wohl, dass Omar al Rawi kein Antisemit ist, so lange er sich nicht so bezeichnet und dass Strache, Dörfel und die Millionen aber-man-wird-ja-wohl-noch-sagen-dürfens wohl oder Übel geglaubt werden muss, wenn sie beteuern, keine Rassisten/Antisemiten/Sexisten zu sein.
    Dumm ist deine schiefe „Argumentation“.
    Misiks ehemalige politische Heimat ist zwar skurril, dennoch weiß er im Unterschied zu dir wohl noch ansatzweise von was er redet.

  7. Bla bla bla bla, zu mehr reicht`s nicht. Da es im „Real Existierenden Sozialismus“ an jeder Universität das schöne Studienfach Marxismus-Leninismus gab, dürften diese Staaten doch ein klein wenig mit Kommunismus zu tun gehabt haben, oder nicht?. Aber was red ich mit dir? Zurück mit dir in den Elfenbeinturm, du hast das Bügeleisen angelassen. Hier hast du jedenfalls ausgeschissen. Jeder aufrichtige Faschist ist mir am Arsch lieber als so ein klugscheißender Relativist wie du im Gesicht. Jeder deiner Beiträge wird in Hinkunft ohne Vorwarnung gelöscht.

  8. Naja zwischen Kommunismus und Nationalsozialismus gibt es wohl noch einen riesen Unterschied, bzw. Abstieg. Klar dass es hohl klingt den Kommunismus wieder einzuführen und das es in beiden Lagern wenig brilliant ist zu sagen es ist nicht alles schlecht gewesen (so wie es manche Oppas hierzulande gerne tun). Sich ideologisch an den Kommunismus anzulehnen beinhaltet aber doch weniger Gefahr als ein Nazi-Gedankengut herumzutragen. Zwischen Gedanken wie „Arbeiter an die Macht“ und „Ausländer raus“ orte ich noch einen feinen Unterschied. Die Mao Tse Tung und Che Guevara Fans sind freilich die etwas geistig verarmten Genossen. Am Volksstimme Fest in Wien gings jedenfalls friedlich-schräg zu. Um eine ähnlich große Ansammlung von Leuten aus dem rechten Lager würde ich einen gewaltigen Bogen machen um nicht meine Gesundheit zu gefährden. Ich halte Kommunisten heutzutage einfach nicht für besonders gescheit aber sicher weniger böse.

  9. LESEBEFEHL!!!

    Wer Kommunismus, Sozialismus oder Interventionismus (an dem die europäische Wirtschaft aktuell leidet) für Alternativen hält, oder das unbestimmte Gefühl hat, es seien vielleicht doch keine, dem öffnet von Mises die Augen. Mises hellwacher Geist und sein brillanter Ausdruck ermöglichen eine Widerlegung des ganzen Marx’schen Denkgebäudes in nur wenigen Sätzen.
    Die Neuauflage versammelt sechs Vorlesungen, die Mises vor mehr als 40 Jahren vor argentinischen Studenten hielt. Wegen der Vorbildung dieser Studenten bemühte sich Mises erfolgreich um gute Verständlichkeit seiner Aussagen, so dass das heute brandaktuelle Buch jedermann zugänglich ist.

  10. Was ist der Unterschied zwischen Internationalsozialismus und Nationalsozialismus?
    Beide berufen sich auf die selben Denker. Lasalle (beispielsweise) war Vordenker sowohl des Sozialismus, als auch des Nationalsozialismus. Glühender Antisemitismus ist in seinen Schriften verankert. Nach Lasalle war „das Judentum“ nur die Verkörperung des verhassten Kapitalismus und daher zu bekämpfen. Was übrigens, weniger spektakulär als in Deutschland, auch im Sowietreich nicht ohne Erfolg unternommen wurde.
    Hitler scheute den Kampf gegen „das Kapital“ und die Verwirklichung der sozialistischen Utopien; ein Unterlassen, das er später zutiefst bereute.
    Beide Systeme sind kaum unterscheidbarer Ausdruck derselben kranken Denkweise. Nur weil der eine erheblich früher scheiterte, ist der andere nicht besser oder auch nur weniger böse.

  11. interessante debatte, die ihr da führt, aber gleich ein postingverbot, das halte ich für recht undemokratisch! es wundert mich ohnehin, warum diese debatte so verbissen, zumindest teilweise geführt wird.
    spielt es tatsächlich eine rolle, welche utopie realitätsnäher war, oder ist? es sind eben utopien und als solche eben nicht in ihrer reinform verwirklichbar, schon garnicht, wenn man dabei die bedürfnisse der bevölkerung missachtet, oder benutzt,…
    ich lehne alle extreme ab, weil ihnen der mensch an sich nicht folgen kann, oder will.

  12. @ Jupanqui: Postingsverbot kriegt der wombat nicht wegen seiner Meinung, sondern wegen seiner korinthenkackenden Klugscheißerei, also wegen seines Stils. Solche NLP-Typen, die im Stile eines Jörg Haider argumentieren, kann ich nämlich nicht leiden und nehme mir heraus, da recht hart von meinem Hausrecht Gebrauch zu machen.

  13. Die Gleichsetzung von rechts und links ist wirklich abgeschmackt—Die bösen Kommunisten befreiten Europa und v.a. Österreich und Deutschland vom Nazismus: Ist das ein sadistisches Verbrechen? Wohl eher ein Grund die Kommunisten bis heute zu ehren!
    Grade Österreich hat den Kommunisten so viel zu verdanken: Kämpfe gegen Nazis und Austrofaschisten sowie der Widerstand gegen die Naziokkupation.

  14. Was wäre die Kampfkraft der Roten Armee ohne Ausrüstung?
    Und woher kam die Ausrüstung?
    Noch in den 1960er Jahren trugen sowjetische Militärlaster an der Motorhaube Löcher: bei der Auslieferung prangte dort das GMC-Logo.
    Wer hat also Nazideutschland besiegt?
    Ohne die überragende Wirtschaftskraft der USA wäre die Rote Armee ziemlich zahnlos dagestanden!

  15. @lindwurm: hatte mich schon sooo auf die Kommentare zu meiner bewussten Provokation gefreut…

  16. Okok. Kommunismus als Staatsform angewandt kann man also mit nationalsozialistischer Herrschaft vergleichen. Wenn ich die Ideologie vergleiche bin ich noch soweit den Kommunismus zu bevorzugen. Auf jeden Fall tu ich mir noch schwer bekennende Kommunisten hierzulande mit bekennenden Nationalsozialisten gleichzustellen. Erste sind zumeist komplette Hippies und glauben meine liberale Ader bedrohe ihre Freiheit, zweiteren gegenüber halt ich einfach die Pappen sonst kommen 10 davon und wollen mir gleich massiv ans Leder.

  17. Das Blöde ist, dass es sich beim Staatskommunismus bzw. Staatssozialismus de facto um Staatskapitalismus handelt, denn es werden ja nicht die kapitalistischen Grundkategorien wie „Arbeit“ aufgehoben sondern noch im Gegenteil besonders bizarr erhöht, indem man zB „Helden der Arbeit“ prämiert.
    Aber selbst wenn man diesen Staatskapitalismus als Kommunismus oder Sozialismus bezeichnen will, stünde man ja jetzt vor der Aufgabe, eine Wirtschaftsform jenseits von Markt und Staat zu finden, da beide gescheitert sind.

  18. hehe guter beitrag wieder mal. schon komisch, dass die ach so tolle ideologie namens kommunismus in der geschichte der menschheit noch in keinem land so richtig funktioniert hat.

    original von linksclown:
    „Ausbeuterische Marktwirtschaft die jeden Tag jeden Lebenswillen aus den Menschen zieht, Trillionen erzielt, jedoch Tausende Afrikaner, Asiaten etc. sterben lässt.“

    jeden tag zieht mir dieser verdammte kapitalismus meine lebensfreude aus den adern…lol! trillionen? du liest zu viel dagobert-duck-comics, ne?
    und selbstverständlich sind wir alle schuld, unsere verkommene gesellschaft und unsere verkommenen werte, dass in afrika und teilen asiens leute sterben. dass in china 1000e leute hingerichtet werden, daran sind wahrscheinlich auch viel eher wir im westen schuld als ihre staatsform! welche staatsform haben die dort nochmal?

  19. Ohne Kommunismus keine Rote Armee, ohne Rote Armee keine Befreiung Österreichs vom Faschismus: Das kann man nicht trennen!
    Österreich hat den Kommunisten viel zu verdanken nämlich die Befreiung vom Faschismus: Die Rote Armee war eine kommunistische Armee.
    Und außerdem: Auch die KPÖ leistete vor allem von 1938 bis 1945 den meisten Widerstand gegen die Naziokkupanten. Sie war der entschiedenste gegner der Zerstörung Österreichs.

    Und die USA und GB halfen der Udssr zwar Waffentechnisch im Rahmen der Antihitlerkoalition aber die Udssr machte ihnen – wie Luciano Canfora eindrücklich beweist!!- nicht nur viele Zugeständnisse sondern rettete auch die bürgerlichen Demokratien

  20. Lebowski: Diese Argumentation ist leider auch in vielen halblinken Kreisen der BRD verbreitet!
    Jedoch ist Arbeit nach Marx KEINE! nur kapitalistische Kategorie sondern eine überhistorische Tätigkeit die schon in der Urgesellschaft die Menschwerdung des Affen mitbestimmte.
    Arbeit ist auch im Sozialismus/Kommunismus extrem wichtig: Sie ist eben in allen Gesellschaftsformen nötig egal ob Feudalismus Kapitalismus Sozialismus!

    Jedoch war die Arbeit der Arbeiter in sozialistischen Staaten hochgeehrt während sie heute verachtet wird und Arbeiter entwürdigt und ausgebeutet werden.
    Zu den Ehrungen galt zurecht! neben der betrieblichen Demokratie (die es in kapitalistischen Staaten kaum gibt=Dikatatur des Chefs) auch auszeichnungen wie Held der arbeit !

    Des Weiteren musst du eins berücksichtigen: Die Arbeit im sozialismus war befreit! Die Arbeiter arbeiteten für sich selbst und nicht für eine kleine Clique von Kapitalisten!

  21. @lebowski:
    Meine oben angeführte Buchempfehlung möchte ich gerade Dir besonders ans Herz legen!

    @alle:
    Die aktuelle Krise ist eben NICHT auf „Marktversagen“ zurückzuführen. „Der Markt“ ist NICHT gescheitert, wie es die kommunististischen und sozialistischen Experimente sind.

    „Marktversagen“ KANN es gar nicht geben. Versagen einzelner Akteure (in einer freien Gesellschaft hat JEDER das Recht, Fehler zu machen und sich selbst zu schaden) wird in einem wirklich freien Markt sehr schnell korrigiert.

    Diesen freien Markt und die darauf basierende freie Gesellschaft freier Individuen, deren Freiheit durch die Freiheit der Anderen begrenzt ist, haben wir aber leider nicht.
    Wir leben in einem System, welches Freiheit lediglich vorgaukelt. In dem sich die Staaten das Recht herausnehmen, in alle Bereiche des Lebens und der Wirtschaft hineinzureden. Sei es Rauchverbot oder Chemikaliengesetz.
    Diese Regierungsform ist die „mildeste“ Form sozialistischen Irrsinns und wird „Interventionismus“ genannt.

    Wie aktuell zu sehen, kann man mit Interventionismus eine Gesellschaft genauso zerstören, wie mit Kommunismus oder Sozialismus (zu dem der Nationalsozialismus untrennbar gehört).
    Es dauert nur länger und die Menschen fühlen sich dabei weniger unwohl. Zumindest am Anfang.
    In wirklich freien Märkten mit richtigen Unternehmern (statt vierteljahresbilanzhörigen Managern) und vor allem: mit marktgerechtem Geld hatte niemand die aktuelle Krise erzeugen können.

    Einer der schwerstwiegenden Irrtümer sozialistischer Hirnkranker ist die Idee von „befreiter Arbeit“ im Sozialismus kontra „Ausbeutung“ im Kapitalismus. Wenn man nur etwas genauer hinsieht, gibt es im Kapitalismus den beschworenen Gegensatz von Arbeitgeber und Arbeitnehmer eben nicht. Der abhängigste Akteur ist nicht der Arbeiter, sondern der Fabrikant, und der ist von der Gunst seiner Kunden abhängig, die letztendlich wiederum „Arbeitnehmer“ sind. Es gibt den von Marx beschworenen Gegensatz im Kapitalismus NICHT, wohl aber im Sozialismus, in dem der an Wettbewerb und wirtschaftlichem Erfolg nicht interessierte oberste Diktator und Planer auch der Befehlsgeber ist und der angebliche Freie, nur für sich Arbeitende der wirklich Abhängige und Ausgebeutete. Er arbeitet im Sozialismus nämlich eben NICHT für sich und SEIN EIGENES Wohlergehen als Arbeiter UND Konsument, sondern nur für das Wohlergehen einer kleinen Gruppe Gleichster unter Gleichen.

    Ein weiterer Irrtum ist der Glaube an die „Schuld“ des Kapitalismus am Elend weiter Teile der Weltbevölkerung. Auch das ist nichts als ein dämliches, sozialistischen Hirnen entsprungenes Vorurteil. So, wie sich in Europa und Nordamerika gegen den Widerstand der Stände der Feudalgesellschaft aus Habenichtsen und Individuen mit Sachverstand und Unternehmergeist die überaus erfolgreiche Kapitalistische Gesellschaft bildete und dem Elend der Massen ein Ende setzte (ausgerechnet zur Zeit des Frühkapitalismus, als die Menschen in heute unvorstellbarem Elend hausten, VERDOPPELTE sich die Einwohnerzahl Englands…). hätten auch die Bewohner Afrikas und Asien es in der Hand gehabt, sich aus den Fesseln ihrer Traditionen und überkommenen Lebens- und Herrschaftsformen zu befreien.
    Und ohne den ach so bösen Kolonialismus, hätten die Afrikaner nicht einmal die verotteten Reste einer Infrastruktur, ohne die selbst die Nutzung ihrer Bodenschätze (als allerprimitivste Wirtschaftsform, deren Erlöse ausschließlich korrupten Politikern zufließen) unmöglich wäre.

    Es gibt keine Alternative zur freien Marktwirtschaft. Zumindest nicht mit einer Weltbevölkerung von rd. 7 Mrd.

  22. Jedoch ist Arbeit nach Marx KEINE! nur kapitalistische Kategorie sondern eine überhistorische Tätigkeit die schon in der Urgesellschaft die Menschwerdung des Affen mitbestimmte.

    Sagst Du, Moishe Postone etwa sieht das ganz anders 😉

  23. Mit Antikommunisten wie GT die sich eine freie Gesellschaft mit freien Märkten wünschen (wie Pinochet der Marktfreiheit und Neoliberalismus einführte aber Linke hinrichten und foltern ließ, oder Magaret Thatcher die Bergarbeiterstreiks zusammenschiessen ließ) kann man nicht diskutieren.

    Zu Poistone: Also Leute die wirklich gegen den Kommunismus sind wollen mit Poistone auch nichts zu tun haben…also ist die Frage ob du Lebowski dich als Linksgerichtet oder kommunistisch siehst!

    Positone macht aber einen entscheidenden Fehler: Er wagt nicht den Übergang zum Marxismus-Leninismus, zu Klassenkampf und Arbeiterbewegung, sondern reduziert den Marxismus auf Wertkritik.
    Das ist der Fehler und deshalb ist er für mich zwar besser als ein Antikommunist aber doch als Theoretiker zumindest fragwürdig.
    MAn kann dem Marxismus nicht seine praktischen Waffen Klassenkampf und Arbeiterbewegung nehmen…das ist ein falsches verständnis von marx

  24. Positone macht aber einen entscheidenden Fehler: Er wagt nicht den Übergang zum Marxismus-Leninismus, zu Klassenkampf und Arbeiterbewegung, sondern reduziert den Marxismus auf Wertkritik.

    Das kann man auch als Stärke sehen…

  25. Was ist dagegen zu sagen, wenn man darauf hinweist, dass

    … Marx total daneben lag, und zwar mit JEDER seiner relevanten Aussagen?
    … alle, wirklich ALLE Staaten, die sich mehr oder weniger auf Marx, Lenin und/oder andere Gleich- und Ähnlichgesinnte berufen, auf ganzer Linie gescheitert sind: ökonomisch sowieso, aber auch moralisch. Die Auswirkung dieser Ideologien sind verheerend. Und damit meine ich NICHT die 100 Mio Todesopfer der menschenverachtenden Ideologie, sondern die Skrupellosigkeit und ganz besondere Brutalität und Rücksichtslosigkeit, die für überraschend viele ganz normale Menschen aus diesen Staaten typisch ist
    … auf ein in jeder Beziehung NATÜRLICHES, nicht ideologie-basiertes System hingewiesen wird, das den Beweis seiner Tauglichkeit im Gegensatz zu ALLEN anderen Experimenten bewiesen hat und das zur Zeit von Ex-K-Gruppen-Aktivisten in den europäischen Regierungen zerstört wird?

    Heißt „nicht diskutieren können“ etwa, dass es keine überzeugenden Argumente gibt? DAS würde mich nicht wirklich wundern…

  26. lindwurm die polemik gegen sasche ist ja echt billig…kaum kommt kritik schon: 1)löschandrohung, 2)wird man als kind bezeichnet

    so muss man sich nicht sachlich auseinandersetzen…

    naja hoffe das kapital lässt dafür genug kohle rüberwachsen…

  27. GT: es gibt viele Argumente für den Kommunismus.
    Brecht schrieb schon sehr früh: die Ausbeuter nennen ihn ein Verbrechen, doch er ist das Ende aller Verbrechen. Wer sich gegen ihn stellt ist nicht andersdenkender sondern ein nicht-denkender oder an-sich-denkender.

    Das Problem ist, wenn ich jetzt meine Argeumente hervorbringe dass ich zensiert werde und du nicht, da du eine kapitalkonforme Meinung hast.
    Aber das Schwarzbuch des Kommunismus nachzuplappern ist wirklich nicht sehr sinvoll.

    Immerhin befreite Lenin Russland von leibeigenschaft, zarismus, rassismus, antisemitismus, feudalismus, kapitalismus, imperialismus, analphabetismus…sind das verbrechen?

    Ist es ein verbrechen dass die udssr das Land elektrifizierte und in den 70ern in Afghanistan schulen baute und die frauen befreite, während Thatcher und Pinochet die Ikonen der freien Welt! Arbeiter niederschiessen ließen!ß

  28. @lindwurm: gute geschichtsbildung von axel Springer…denke die Welt und BILD werden in Österreich auch gelesen wie ich grade merke…

  29. @ jungerlinker: Leute wie du machen mir Angst. Unschuldig von Elektrifizierung und Aplhabetisierung schreiben und fragen, ob das denn Verbrechen wären, aber das Gulag-System, die Millionen ermordeten und Verhungerten und die totale Unterdrückung der freien Meinung schön außen vor lassen. Das ist unredlich. Du wärst vermutlich der erste, der empört aufschreit, wenn jemand die Verbrechen Pinochets mit der Aussage relativieren würde, er habe immerhin für einen wirtschaftlichen Aufschwung in Chile gesorgt.

    ps: Thatcher hat Arbeiter niederschießen lassen? Auf welchem Planeten denn?

  30. I Sozialismus oder Kommunismus ohne eine „gerechte und gütige“ Führung entgleiten wie auch der ungezügelte Kapitalismus immer in Situationen, die vielen Menschen schaden!
    II Allerdings „brauchten“ die meisten sozialistischen bzw. kommunistischen Systeme schon beim Einsetzen sehr viele tote Widersacher, um überhaupt beginnen zu können – deshalb ist für Individuen der Kapitalismus anfangs „gesünder“!
    III Da aber der Mensch von Natur aus ein habgieriger, lügnerischer, hinterhältiger Neidhammel ist, der nur durch Gesetze und Strafandrohung mit Anderen einigermaßen vernünftig zusammenleben kann, ist die Demokratie-Form gekoppelt mit einer sozialen Marktwirtschaft sicher eines der wenigen Lebensmodelle, die das Individuum fördern und in dem es sich aufzuwachsen und zu leben lohnt!

  31. @lindwurm
    Wie schon andere gesagt haben – Du hast eine interessante Diskussion angestossen. Dabei hast Du einige bekannte Statements zur Verteidigung einer mörderischen Ideologie rausgekitzelt.
    Die Rote Armee hat Europa mit von den Nazis befreit – das stimmt. Um danach als Werkzeug zur Unterjochung von Millionen zu dienen. Das aber erst, nachdem Stalin gemeinsam mit seinen Nazi-Spießgesellen fremde Länder überfallen und Menschen massenhaft ermordet hatte. Die SU musste die Seiten erst wechseln, als der die Nazis schneller waren und den alten Verbündeten das Fell über die Ohren ziehen wollten.

    Der Kindermörder Lenin befreitete die Menschen von vielen Dingen – u.a. Millionen von ihrem Leben. Den Preis für die Elektrifizierung, Aplhabetisierung oder Kollektivierung vergessen manche Leute gern. Deren Argumentation verhöhnt die Opfer des kommunitischen Terrors.
    Die CA baute in Afghanistan eher das.

    Leider fehlt die Zeit die vielen unsinnigen Behauptungen zu berichtigen.

  32. @GT (25.3)
    “Marktversagen” KANN es gar nicht geben. Versagen einzelner Akteure (in einer freien Gesellschaft hat JEDER das Recht, Fehler zu machen und sich selbst zu schaden) wird in einem wirklich freien Markt sehr schnell korrigiert.

    Sorry, das widerspricht jedem auch nur annähernd existenten Konsensus in der Wissenschaft. Marktversagen ist real. Selbst für Manchesterliberale wie dich muss Justiz, Polizei und Landesverteidigung öffentlich bereitgestellt werden. Und wenn mensch die Finanzmärkte betrachtet, so hat dort der Staat versagt, weil Märkte versagten (CDS, Subprime-lending, Ratingagenturen). Damit Marktwirtschaften funktionieren braucht sie ordnungspolitische Regeln. Der Wettbewerb kann manchmal ein zartes Pflänzchen sein, das von den Monopolisten geschützt werden muss. Daher ist alles was nach Anarchokapitalismus riecht ideoloischer Unsinn, genauso unsinnig wie Träume von der Planwirtschaft.

    & Mieses zu lesen geben, ist dasselbe wie Lenin zu lesen geben: Ideologische Verblendung. Hajek und Marx sind interessanter, wenn man ihr jeweiliges Scheitern erkennt.

  33. Also ich persönlich finde diese Diskussion auch sehr interessant – wenn auch teilweise sehr deprimierend. Denn egal was für Argumente mt bewiesen aus der Praxis „die bösen Kapitalisten“ nennen, diese extrem-Kommunisten schlagen sie aus. Schade nur, dass die Argumente von den Kommunisten auf Theorien, z.T von Denkern wie Karl Marx, naja, usw. basieren (warum meinen eigentlich die Kommunisten, dass diese unfehlbar waren??), sowie einigen tollen Heldentaten der roten Armee. Aber was ist das schon gegen tatsächliche Erfahrungen? Fakt ist und bleibt, dass es den Leuten schlechter ging in kommunistischen Ländern…. muss ich extra Beweise nennen? Also, liebe Kommunisten, bitte seid nicht wie hasserfüllte Betonklötze, zu oft beleidigend und jedes Argument mit allen (Computer(welcher übrigens samt Internet ein Produkt des Kapitalismus ist))-Kräften ausschlagend, an denen aber von der anderen Seite alles abprallt. Wenn ihr Kommunisten seid, dann gut so, jeder soll seine Meinung haben, ihr dürft sie ja sogar aussprechen – aber bitte nicht mit solchen lapiden Beweisen und so einen Hass.

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