Der Affenzirkus ist eröffnet

Wie zu erwarten war und wie es jeder vorhersagte, der noch alle Tassen im Schrank hat, wird die UN-„Rassismuskonferenz“ in Genf von den abscheulichsten Menschenrechtsverletzern und Antisemiten der Welt dafür genützt, um ihre Propaganda zu verbreiten, die westlichen Werte zu verhöhnen und den demokratischen Staaten eine lange Nase zu drehen. Bei der pünktlich zu Hitlers Geburtstag eröffneten Veranstaltung legte gleich mal der iranische Frauen-, Linken-, Minderheiten- und Schwulenmörder Mahmoud Ahmadinejad los und bezeichnete Israel als das „grausamste und rassistische Land“ der Welt, das dazu noch eine „völlig rassistische Regierung“ habe. Der Vertreter Russlands, das gerade in Tschetschenien einen Völkermord zuende gebracht hat, Vize-Außenminister Alexander Jakowenko, grinste in die Kameras und provozierte in Richtung jener Staaten, die diesen groteske Zombieball boykottieren, dass diese wohl „noch nicht bereit sind, sich den wachsenden Herausforderungen von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung zu stellen“. Und was sagt der österreichische Außenminister und Geistesgigant Michael Spindelegger (ÖVP) über diesen Affenzirkus oberster Rangordnung? Er hält Österreichs Teilnahme daran für „das richtige Signal“ und bedauert, dass nicht alle EU-Staaten so blöd und würdelos sind wie die Wiener und sich von blutsaufenden Diktatoren und Möchtegernjudenvernichtern den Rassismus erklären lassen. Die Frage ist nun, ob Spindelegger einfach nur bescheuert ist oder vielleicht doch zu jener Fraktion der ÖVP gehört, für die ein Antisemit erst dann ein solcher ist, wenn er „eigenhändig sechs Juden erwürgt hat“?

9 Gedanken zu “Der Affenzirkus ist eröffnet

  1. Ich möchte die Aufmerksamkeit auf den Onlineauftritt der „Presse“ lenken:

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/471890/index.do

    Dort werden, wie es scheint, offen antisemitische bzw. offen holocaustlegitimierende Kommentare (vgl. Kommentar von „pour le merite“, 20.04.2009 13:57) freigeschalten, wohingegen Entgegnungen zwar manchmal, aber anscheinend nicht mit derselben Selbstverständlichkeit freigeschalten werden.

    Meiner persönlichen Meinung ist dies – angesichts der Drastik der dort freigeschaltenen Kommentare – ein grösseres Ding.

    Es würde mich interessieren, ob

    a.) Dahinter eine Methode steht
    b.) Antisemitische Kommentare sowie Entgegnungen dazu in einem ähnlichen prozentualen Verhältnis zurückbehalten werden (was eine erstaunliche Menge abgeschickter antisemitischer Kommentare implizieren würde).

    Für jede Art des Experimentierens mit der dortigen Freischaltungspraxis bin höchstwahrscheinlich nicht nur ich dankbar.

  2. Update (O-Ton jeweils extrahiert):

    Ahmadinedjad ist ein mutiger Kämpfer gegen den neuen Nazismus (=Israel). Ausserdem sind israelische Politiker meistens Terroristen:
    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/472151/index.do

    Offtopic (naja, eigentlich nicht): Alles Gute zum Geburtstag, Adolf Hitler; Honsik verurteilen wäre Rassismus; und überhaupt, vielleicht hatte er ja sogar Recht; man kann sich ja bei nichts so wirklich sicher sein:
    http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/472175/index.do

  3. Was? Habe ich das jetzt richtig mitgekriegt? Die Österreicher sind ebenfalls gegangen?
    Haben sie denn geglaubt sie bekommen ein Kipferl zum großen Braunen?

  4. Was? Habe ich das jetzt richtig mitgekriegt? Die Österreicher sind ebenfalls gegangen? Haben sie denn geglaubt es gibt ein Kipferl zum großen Braunen?

  5. Update 3:

    Juden haben keine Seele; Juden, die NICHT auf Profit aus sind, sollten doch bitte endlich für Frieden in Israel sorgen; Der Krieg muss in die israelischen Wohnzimmer kommen (ist er ja schliesslich noch nicht); Schon bei Saddam Hussein wurde ja damals auch nur Lügen verbreitet:
    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/472478/index.do

    Wenn man das Baath-Regime kippt, muss mit der israelischen Regierung ex aequo gehandelt werden; Österreichs Position sollte neutral sein (= nicht einfach den Saal verlassen, sondern däumchendrehend sitzenbleiben), und WENN ÜBERHAUPT, dann sollte sich Österreich in Äquidistanz (=Neutralität) zwischen Israel und Iran üben:
    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/472413/index.do

  6. Noch sei es zu früh, von Kriegsverbrechen zu sprechen, aber, Anzeichen für Kriegsverbrechen gebe es jedoch. Zum Beispiel hat Amnesty Reste von Phosphorgranaten gefunden. Diese gelten
    zwar per se nicht als verbotene Waffen, sie dürfen jedoch nur dann eingesetzt werden, wenn beispielsweise eine Kampftruppe in ihrem Schutz fliehen muss. Es ist verboten, Phosphorgranaten auf den Feind oder auf die Zivilbevölkerung abzufeuern. Es wurden überall in zivilen Gebieten
    Überreste von Phosphorgranaten gefunden.
    Leute wurden von ihnen getötet,
    und Ärzte erzählten, wie sie ganze
    Gliedmaßen amputieren mussten, weil
    die Verbrennungen nicht heilten. Was sagt der Lindwurm zum Vorgehen der israelischen Armee?

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