Obamas Rede

Sollte es einem, wie ich meine, doch recht intelligenten und gebildeten Menschen wie Barack Obama nicht zu denken geben wenn nach seiner groß beworbenen, an „den islam“ – wer immer das auch sein mag – gerichteten „Versöhnungsrede“ (Subtext: „Entschuldigung, dass wir 9/11 nicht ganz locker weggesteckt haben als Strafe Allahs, Entschuldigung für Madrid, Entschuldigung für die Londoner Subway, Entschuldigung für die Beseitigung des Monsters Saddam Hussein, Entschuldigung für unsere Ungläubigkeit, im Grunde sind wir alle gleich und was unterscheidet eine Prom-Night schon von einer arrangiereten Hochzeit und überhaupt, sehet die Sternlein, die KANN doch nur ein gütiger Gott gemacht haben, wie schon in der Thora, in der Bibel und im Koran geschrieben steht und bla bla bla bla bla bla?“) ausgerechnet die Pistolieros der Fatah, der Bomber der Hamas, die Menschenfreunde der jemenitischen Islah und der Muslimbruderschaft und ähnliche Extremungusteln aus den Büschen springen und „hurra“ schreien, wenn auch, wie im Falle der Hamas besonders deutlich, mit der üblichen „Israel-must-die-Würze“ versehen? Nicht? Ok, dann weitermachen mit der Mission „Welt schönreden, Augen zudrücken“!

10 Kommentare zu „Obamas Rede

  1. Ich glaube, es war eine Rede an die „islamische Welt“(!) und nicht an „den Islam“. Denn „den“ Islam gibt es ja bekanntlich nicht, da muss man differenzieren.

  2. Das stimmt schon zum Teil Lindwurm. Tatsache ist aber, dass Obama und sein Team zumindest die nächsten 4 Jahre den Ton angeben werden – was natürlich auch direkten Einfluss auf den Staat Israel hat. D.h. das ominöse „Mischmaschinen“ Zitat von Botschafter Mitchell wird man in Jerusalem sehr aufmerksam gehört haben. Und eine Operation ähnlich wie „Cast Lead“ wird es in den nächsten 4 Jahren mit Unterstützung der USA nicht mehr geben. Selbst wenn die Hamas Raketen bis nach Tel Aviv schiesst. So sehen die Tatsachen nun aus, Nethanjahu wird hoffentlich klug genau sein, sich darauf einzustellen.

  3. Tja, es wäre besser gewesen, Obama nicht zum US-Präsidenten zu wählen. Mir kamen dieser Mann und der lächerliche Hype um ihn von Anfang an suspekt vor.

  4. Haha, wie der Lindwurm im Grabe rotieren wird, wenn der Obama mal als Friedensstifter in die Geschichte eingeht. „Denn es kann nicht sein, was nicht sein darf.“

  5. Obama entschuldigt sich – ganz wie von Ahmadinejad gefordert – für den Sturz Mossadeghs.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2009/02/17/georg-hoffmann-ostenhof-und-die-demokratische-volksrevolution/

    Zugegeben: die Operation Ajax, die sich gegen einen demokratisch gewählten Politiker richtete, ist bestimmt kein Grund, stolz auf die CIA zu sein.

    Ob der demokratisch gewählte Mossadegh auch tatsächlich ein Demokrat war, oder dabei war autoritäre Züge zu entwickeln, ist eine andere Frage.

    Das Schah-Regime hatte seine grausamen Seiten – es war keine Demokratie, sondern ein autoritäres Regime- hatte aber demokratischen Elementen (bestimmt nicht weniger als das heutige totalitäre Mullah-Regime): die weiße Revolution hatte per Referendum das Wahlrecht für Frauen gebracht.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fe_Revolution

    die Wikipedia-Seite zum Schah strotzt zwar vor linker Rhetorik wie „Marionetten-Regime“, „Schah einer der brutalsten Diktatoren der Nachkriegszeit“

    trotzdem klingen selbst dort die Gründe für die Unzufriedenheit harmlos, wenn man bedenkt was für ein Regime danach folgte:

    „Es gelang dem Schah und seinen Beratern nicht, bei der Planung und Durchführung ihrer Reformen die öffentliche Meinung ausreichend zu berücksichtigen und erfolgreich zu beeinflussen. Vor allem die den Islam tangierenden Reformen wie die Förderung der Emanzipation von Frauen oder der Rückgriff auf vorislamische Werte mussten auf erbitterten Widerstand der Mullahs stoßen.“

    gegen das Mullah-Regime gibt es kaum militanten Widerstand – von brutalen Schandtaten wie beim Savak hört man wenig – das liegt aber daran, dass jeder Iraner weiß, dass das Mullah Regime nicht nur ein autoritäres Regime wie das Schah-Regime ist, sondern dessen Totalitarimus dem Regime ermöglicht, Gegner genadenlos zu vernichten.

    Auch in Österreich hatte es gegen das autoritäre Dollfuß-Regime noch erheblichen kommunitischen und sozialistischen Widerstand gegeben – das NS Regime machte nach einer kurzen brutalen Anfangsphase jedem aktiven Widerstand binnen kürzester Zeit ein Ende

    auch im revolutionären Iran zeigte man den linken Revolutionären, die zuvor vom Schah trotz Savak und Folter kaum gebändigt werden konnten, schnell ihre Grenzen auf.

    Die meisten von ihenen waren allerdings nicht so blöd in einen linken sozialrealistischen Bruderstaat zu flüchten (im Gegensatz zu den linken Juden der 30er Jahre, die in Stalins Sowjet-Reich reihenweise ermordet wurden), sondern setzten sich in den „imperialistischen Westen“ ab.

    Statt sich der eigenen Rolle bei der Revolution zu hinterfragen, waren es gerade sie, die den „Mythos Mossadegh“ schufen: „Hätten die USA nicht Mossadegh gestürzt, gäbe es kein Mullah-Regime. Schuld am Mullah-Regime sind daher die USA.“

  6. @Philip

    du magst „liberale Ansichten“ haben, aber das beweist nur, dass die politischen Ansichten oft wenig mit dem Charakter eines Menschen zu tun haben.

    Strache ist ein gefährlicher Nazi – privat soll er ein netter Typ sein.

    du hast politische Ansichten, die ich vielleicht sogar teile – privat bist du offensichtlich das letzte Weh.

  7. das ganze in verbindung mit der atombombe von iran die laut vielen wissenschafterInnen 2009 fertig sein soll, den aussagen von ahmadinejad die 2009 als „großes jahr“ für die „islamische welt“ gelten wird und vielen kleineren geschichten ist israel akut bedroht.

    auch wenn ich bush für vieles nicht geliebt habe, sein kurzs mit hamas und iran war richtig.

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