Ulrichsbergtreffen: Was Mut bewirkt

Dass ich das noch erleben darf! Das Ulrichsbergtreffen wurde heuer erstmals seit Jahrzehnten abgesagt. Das ist der Entschlossenheit von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) zu verdanken. Sein klarer Befehl, das Bundesheer nicht am Treffen teilnehmen zu lassen, nachdem der NS-Devotionalienhandel des geschäftsführenden Obmanns der Ulrichsberggemeinsschaft, Wolf-Dieter Ressenig, bekannt geworden war, hat die Veranstalter nicht nur vor ein fast unlösbares Logistikproblem gestellt, sondern auch anderen Menschen, darunter auch solchen, von denen man das nicht erwartet hätte, den Mut gegeben, mal Tacheles zu reden. So traten nicht nur der ehemalige SP-Politiker und Präsident der Ulrichsberggemeinschaft, Rudolf Gallob, und der Obmann des Vereins, der Klagenfurter ÖVP-Stadtrat Peter Steinkellner wegen „mangelnder Abgrenzung zum Extremismus“ zurück. Sogar BZÖ-Landeshauptmann Dörfler erklärte, er bleibe der Veranstaltung fern, da ihm diese „zu weit rechts“ sei. An diesem Beispiel sieht man, was schon eine relativ kleine Geste des politischen Anstands und ein bisschen politischer Mut verändern können. Darabos hat vorgezeigt, wie man mit Rechtsextremisten umzugehen hat, und wie gut das der Demokratie tut.

Ein Gedanke zu “Ulrichsbergtreffen: Was Mut bewirkt

  1. Stimmt – ich habe den Eindruck, dass die SPÖ sich langsam aber sicher zu einer klaren Linie zu den Rechten und der Ausländer-Thematik durchringt. Auch Kräuters Vorschlag ist ja eine Wohltat der Vernunft.

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