Die SPD am Stammtisch

Wenn man sich in Deutschland oder Österreich an einen Stammtisch setzt, wo politisiert wird, und die Sprache auf internationale Politik kommt, dann wird man alsbald hören: „Was geht das uns an?“, gefolgt von „Das sollen die Bloßfüßigen doch selber erledigen“, „Ich zahl doch keine Steuern damit die in Dschibuti Geld verteilen“ und so weiter und so fort. Die SPD unter dem Hartz-IV-Miterfinder Steinmeier hat an so einem Stammtisch Platz genommen und übernimmt dessen Haltungen, entweder aus echter Inhumanität oder aus verzweifeltem Populismus. Steinmeier will sich dagegen sperren, den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan und am Horn von Afrika um ein jahr zu verlängern. Ganz wie die ach so menschenfreundliche „Linke“ will also auch die SPD gerne wieder die Taliban an der Macht sehen. Was geht es auch den Deutschen Michel an, wenn weit weit weg Frauen zu Vieh degradiert werden und ein barbarisches Regime Homosexuelle sowie demokratische Politiker, vor allem solche mit linken Überzeugungen, ermordet? „Nix geht uns das an“, denkt sich Steinmeier.

Arme SPD. Unter Figuren wie Steinmeier und Schröder zur schlimmsten Sozialabbaupartei Deutschlands und zum willigsten Erfüller von Industriellenträumen abgestiegen, haben auch die alten Ideale von der Internationalen Solidarität längst ausgedient. Die wird zwar von der „Linken“ und der SPD gerne im Munde geführt, doch muss man hinsehen, was diese Parteien darunter verstehen. Für die „Linke“ bedeutet „Internationale Solidarität“, komplett deutschlandzentristisch zu agieren und ansonsten zumindest ideell mit Diktaturen, Klerikalfaschisten und jedem Schwerverbrecher, der zufällig die USA nicht mag, zu paktieren. Für die SPD hat der Begriff genau jene Ernsthaftigkeit, wie ein „Ich liebe dich“, das man bei einem One-Night-Stand flüstert. Wenn es vermeintlich oder real Wählerstimmen bringt, dann sollen die Leute, denen man theoretisch Solidarität verspricht, halt verrecken oder gefoltert werden oder in Arbeitslagern landen, was juckt das die Fettsäcke an der SPD-Spitze?

Ein Gedanke zu “Die SPD am Stammtisch

  1. Super Beitrag!
    Mittlerweile klammert sich die Führungsspitze an jedes Brett dass im Meer der Bedeutungslosigkeit an ihnen vorbei treibt, in der Hoffnung auf Wählerstimmen.
    Nächstes Jahr sind bei uns in NRW Landtagswahlen und wahrscheinlich hofft man, dass man vielleicht in NRW wieder die Regierung stellen kann.

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