Terrorismus als Krieg der Armen?

Terroristenverstehen ist in gewissen pseudofortschrittlichen Kreisen eine fast unausrottbare Seuche. Das ging von gar nicht mal so „klammheimlichen“ Sympathien für die RAF über ein „Verständnis“ für palästinensische Judenmörder bis hin zu Schadenfreude, die ich nach 9/11 bei so vielen Freunden und bekannten sehen musste, die seither Ex-Freunde und Ex-Bekannte sind, und es dauert an. Ein schiefes „Argument“, das man immer wieder von Terrorverharmlosern hört, ist, dass der Terrorismus der „Krieg der Armen“ sei. Nichts könnte ferner von der Wahrheit liegen. Terrorismus, der ein solcher ist, also über Steinewerfen hinausreicht, braucht Logistik, Waffen, Sprengstoff und jede Menge Geld. Das sind lauter Sachen, die sich ein „Armer“ nicht leisten kann, denn arme Menschen sind mit dem Kampf ums tägliche Brot vollauf ausgelastet. Gerade der aktuelle islamistische Terrorismus zeigt, dass es vor allem Sprösslinge von reichen Familien sind, die sich mit dem Ermorden der „gottlosen“ theoretisch und praktisch befassen, denn diese Herrschaften haben Zeit, ein weiterer Luxus, für den man Geld besitzen muss. Man braucht gar nicht mal an den Milliardär Bin Laden erinnern, es reicht ja auch, den Hintergrund des zum Glück gescheiterten nigerianischen Flugzeugsprengers Umar Faruk Abdulmutallab zu beleuchten: Der stammt aus einer reichen Familie (sein Vater ist Bankier und Ex-Minister) und besuchte Eliteschulen. Also nix mit „armer Unterdrückter, der sich verzweifelt gegen die bösen Reichen wehrt“.

Aus Armut und Unterdrückung entstehen unter Umständen Volksaufstände und Revolutionen, aber nicht  Terrorismus. Zum Mittel des Terrors greifen meist selbst ernannte „Avantgarden“ und politisch-religiöse Fanatiker, und es ist keineswegs übertrieben zu sagen, dass Terror in den allermeisten Fällen von Menschen verübt und gesteuert wird, die nicht gerade humane Ziele verfolgen. Dazu gehört auch der Staatsterrorismus, der sich meist gegen die eigene Bevölkerung wendet und von Regimen angewendet wird, die durch freie demokratische Wahlen hinweggefegt würden. Natürlich wird auch gerechtfertigter gewaltsamer Widerstand gegen Tyrannen von diesen in wortverdrehender Manier als „Terrorismus“ verunglimpft, doch auf dieses Relativieren fallen nur Beschränkte und/oder Kulturrelativisten herein, denen die Unteilbarkeit der allgemeinen Menschenrechte egal ist.

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3 Gedanken zu “Terrorismus als Krieg der Armen?

  1. Bei Terroristen liegt ein banales Gut-Böse Schema vor: Gläubige -Ungläubige, Mensch oder Schwein.
    Für eigenes Elend, Versagen wird immer das Böse von außen verantwortlich gemacht. Ähnlich wie in einer Sekte.Im Selbstempfinden des Terroristen steht er über den anderen Menschen, über demokratischen Entscheidungen. Gefühle wie Angst oder Mitgefühl nimmt er nur noch dumpf oder garnicht mehr wahr.Es ist ein verkappter Möchtegernmachthaber, der alles was nicht in sein Gut- Böse Schema passt ausblendet.Oft, wie z.B. bei der RAF , ohne genau zu wissen was denn für eine angeblich bessere Gesellschaft er will.
    Anzahlmäßig gibt es nicht viele Terroristen. Diese kleine Prozentzahl aber kann viel Leid über Menschen bringen. Ihre Motivation und Freude (klammheimlich im Sympathiesantenkreis)liegt in der Zerstörung, nicht im Verbessern oder Aufbau.

  2. Gerade diese linken Terrorsympathisanten haben auch eine Vorliebe für Armut und so kam ihnen auch die Wirtschaftskrise recht – da gerade wirtschaftsliberale Länder zu dem Zeitpunkt ein Problem mit den Terros hatten und das ist bekanntlich den Linken ein Dorn im Auge.

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