Was tun mit den Banken?

Die jüngsten Vorschläge von US-Präsident Barack Obama zu einer stärkeren Kontrolle des Geschäftsgebahrens der Banken mag ebenso gut gemeint sein wie der Wunsch des österreichischen Bundeskanzlers Werner Faymann, dass die Geldinstitute nach ihrer Milliarden kostenden Rettung durch den Steuerzahler einen Solidarbeitrag zum Budget leisten. Allein: Wer wird am Ende des Tages dafür bezahlen? „Die Banken“ oder doch die Leute, die die Kunden dieser Banken sind? Wer den Kapitalismus kennt, kennt auch die Antwort. Und das meine ich nun nichtmal als Vorwurf den Banken gegenüber, denn die wollen, sollen und müssen Gewinn machen, und solange die gesetzlichen Rahmenbedingungen dermaßen gestaltet sind, dass neue Kosten für die Institute auf die Kunden überwälzt werden können, wird das auch gemacht. Obama, Faymann und andere Sozialdemokraten geben es hier ein wenig zu billig, zu populistisch. Sinnvoller wären wohl Maßnahmen, die die kurzfristigen internationalen Spekulationsgeschäfte zumindest ein klein bisschen steuern und vor allem besteuern würden, sowie eine verstärkte persönliche Haftung der Managerkaste für von ihr angerichtete Disaster. Aufs Geratewohl Geld von den Banken abzuzapfen kann jedoch keine Politik im Sinne des „Kleinen Mannes“ sein, denn dieses Geld muss genau dieser „Kleine Mann“ dann wieder aus eigener Tasche zahlen.

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