Ulrikes Gaza-Kitsch

Ulrike Putz, „Spiegel“-Berichterstatterin aus Nahost, weiß, was ihre Leser wollen: Geschichten über schneidige junge Terror-Raketenbastler, rührende Stories über symapthische Hamas-Doppelagenten im Westjordanland, die sich treusorglich um ihre Mütter kümmern, verständnisvolle Berichte über Massakrierer jüdischer Religionsschüler, und generell den ganzen Katalog an Kitsch und einseitien Schuldzuweisungen, den die von Personen wie Putz betriebene Verklärung von Terroristen zu armen Unterdrückten so hergibt.

Aktuell widmet sich die Putz mal wieder den wackeren Kanalratten, äh, Tunnelgrabern aus Gaza. Über die Hamas-U-Bahnen, gegen die die ägyptische Regierung aus guten Gründen kämpft, würde der Gazasteifen seit 2007 „versorgt“ werden, schreibt Ulrike, mal eben „vergessend“ zu erwähnen, dass Gaza zu 90 Prozent von der UNO und von Israel versorgt wird. Und sie lässt einen Hamas-Funktionär zu Wort kommen: „Der Westen setzt darauf, dass die Menschen gegen ihre Regierung meutern, wenn das Elend ins Unermessliche steigt“. Das Elend in Gaza würde in der Tat ins Unermessliche steigen, würde der Nachschub an Kindersexsklavinnen, Viagra und Schießprügel unterbunden, nicht wahr? Die himmelschreiende Ungerechtigkeit, den wohlgenährten, nicht hungernden und sehr fruchtbar seienden Gazaianern den Nachschub an Terrorismuswerkeugen zu kappen und die florierenden Geschäfte der „Tunnelbarone“ zu unterbinden, macht Frau Putz ganz traurig und wütend, so dass sie einen palästinensischen Arzt mit dem hübschen Satz zitieren muss: „Unser Herz ist schon jetzt ein Stein in unserer Brust“, sagt der palästinensische Arzt. „Wenn unsere Brüder uns verraten, werden wir diesen Stein nehmen und ihn werfen.“ Jaaa, das ist es, das ist der gute Stoff, nach dem die deutschen Leser so gieren, diese schwülstige Rhetorik, diese Revolutionsromantik der brennenden Herzen! Dass der „paästinensische Arzt“ in einer Art freud´scher Fehlleistung zugibt, ein Herz aus Stein zu haben, wird wohl kaum einem der Palästinenser-Romantik-Junkies auffallen, so wie sie  ja bis zum heutigen Tag den Unterschied zwischen Ursache und Wirkung bei den israelischen und ägyptischen Sicherheitsmaßnahmen gegen eine der gefährlichsten Terrorbanden der Erde nicht geschnallt haben.

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4 Gedanken zu “Ulrikes Gaza-Kitsch

  1. Ich wollte nur mal verlautbaren, dass ich dumm wie Stroh bin und außerdem noch hässlich. Danke für ihre Aufmerksamkeit.

  2. Ja, das Palästinenser Groupie vom SPIEGEL ist wirklich schlimm aber leider keine Ausnahme in den deutschsprachigen Medien. Offenbar geht sie uns beiden gleichermaßen auf die Nerven, denn sie kommt auch in meinem aktuellen Eintrag vor:
    „Das deutsche Feuilleton ist in die Palästinenser verliebt wie Kara Ben Nemsi Effendi in Hadschi Halef Omar, darum klingen die SPIEGEL-Berichte von Ulrike Putz aus dem Gazastreifen auch wie Karl Mays Erzählungen vom wilden Kurdistan.“ (http://wp.me/i0jo)

  3. Putz hat wahrscheinlich schlechte Erfahrungen gemacht. Ich habe gehört, sie wurde von ihrem israelischen Freund verlassen. Frauen halt

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