Kärnten – hoffnungslos

Laut einer neuen Gallup-Umfrage würde das in drei Parteien aufgespaltene „Dritte Lager“ in Kärnten 50 Prozent erreichen wären am kommenden Sonntag Wahlen. 23 Prozent würden für den Haider-Gedenkverein BZÖ stimmen, 19 Prozent für Uwe Scheuchs FPK (FIK) und acht Prozent für die original fidele FPÖ. Die SPÖ wäre mit 25 Prozent zwar stimmenstärkste Partei, hätte aber gegenüber den Landtagswahlen von 2009 erneut vier Prozent eingebüßt. Die ÖVP müsste sich mit 15 Prozent zuftrieden geben, die Grünen liegen irgendwo zwischen sieben und neun Prozent.

Diesen Hammer muss man erstmal verdauen. Nach all den Skandalen, die Stück für Stück aufgedeckt werden, werden die Verantwortlichen von den Kärntner Wählern nicht etwa abgestraft, nein, meine lieben Mitbürger würden die Blau-Orange-Braunen sogar mit der absoluten Mehrheit ausstatten. Und die SPÖ schafft es weiter zu verlieren. Es tut mir leid, liebe Leserinnen und Leser, aber mir fehlen die Worte.

3 Kommentare zu „Kärnten – hoffnungslos

  1. …mit worten is das auch nicht mehr zu beschreiben…jedes wort ist nur ein hilfsausdruck für diese zustände…

  2. So gesehen kann es einen wirklich grausen, laß das ganze aber bitte mal nüchtern betrachten. Man sollte sich die Fragestellungen der Umfrage schon mal genauer ansehen, bevor das Volk verdammt wird. Laß uns das ganze mal in Relation ( über wieviele Leute reden wir eigentlich) setzen. Da sind die vielen orangen Bürgervertreter auf Bezirks u. Gemeindeebene, die sicher gute Arbeit leisten, und wesentlich bürgernäher sind als die Volksparteien. Bei denen fehlen zusätzlich echte Alternativen. Anscheinend wird Politik allein hier so schlecht bezahlt, das fähige Köpfe, die mehr als Macht-Affinität im Schädel haben, sich garnicht erst auf ein politisches Amt einlassen.
    Wie hat der ehemalige Rechnungshofpräsident vor ein paar Tagen treffend im Fernssehen formuliert: Das österreichische Recht gibt eine viel zu enge Verstrickung von Politik u. privaten Interessen der Politiker zu! Da ist doch alles klar, oder? Der ewige Schrei nach „Zur Rechenschaft ziehen,….“ läuft doch hier schon ins Leere. Weiter: Über wie viele Wähler reden wir eigentlich. Österreichweit soviel wie New York als Stadt! Kärnten ist nicht mehr als eine amerikanische Durchschnittsstadt, Hamburg allein hat mehr Wähler. Ich wähle Hamburg als Beispiel, weil ein Hr. Schill sich dort auch ganz alleine disqualifiziert hat. Allerdings haben deutsche Bundes-Politiker auch den Mum, ihre Landesparteien wirkungsvoll in die Grenzen zu weisen. Einen Dörfler-Spruch wie: Die Bunderegierung besteht aus Tockern, weil sie die Hypo retten hätte da unweigerlich das Ende der Polit-Karriere zur Folge gehabt. Anderserseits sind diese Bundespolitiker nicht Willens, oder nicht in der Lage, zu transportieren, warum die Rettung der Hypo unbedingt u. zu jedem Preis sein mußte. Mag sich bitte jemand vorstellen, was hier in Klagenfurt rund um die Hypo los gewesen wäre, wenn der schon bestellte Konkursverwalter kurz vor Weihnachten die Aktiva der Bank geschlossen hätte?

  3. Ergänzung:
    Die Vielen Unpolitischen, vielleicht weniger gebildeten oder interessierten. die „die da oben werdens schon richten“ Denker gibts natürlich auch. Und deren Zahl darf nicht unterschätzt werden. Damit gewinnt die Zahl der wirklichen „braunen Socken“ ein ganz anderes Gewicht.
    Wer hier postet, ist politisch engagiert. Wir sollten unsere Kraft viel mehr dahin lenken, möglichst viele zu einem Urnengang zu bewegen. „UND DAS MIT SACHLICHEN ARGUMENTEN“. Persönliche Angriffe, werden immer Mauern bauen, statt Stimmungswandel erzeugen.

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