Schwarzbraune Problembären

Der ÖVP-nahe Wiener Akedemikberbund ist unbelehrbar. In einer Pressekonferenz verstieg sich der Obmann des Problemschwarzbärenverbandes, Josef Müller, zu der Behauptung, das NS-Verbotsgesetz sei mit einem „tragenden Element der NS-Zeit“, nämlich dem Vebot der freien Meinungsäußerung, vergleichbar. Das Verbotsgesetz sei eine „Schande„, da man sich damit der „gleichen Waffen wie die Nazis“ bediene.

Uff, soviel Stuss in einer einzigen Pressekonferenz, das soll Herrn Müller erst einmal jemand nachmachen! Entweder ist der Mann völlig verblödet oder ein Nazisympathisant. Anders ist es nicht zu erklären, dass er auf Gedeih und Verderb (eher auf Verderb, denn Müller und seine  schwarzbraunen Kameraden sind wohl sogar der ÖVP zu jenseitig) das Verbot der Neugrüdung von NSDAP, SS und SA bekämpft und es den Nazis erleichtern will, ihre Geschichtslügen zu verbreiten.

Am beklopptesten finde ich ja Müllers „Argument“, man bediene sich mit dem Verbotsgesetz der „gleichen Waffen wie die Nazis“. Ja gute Morgen, Herr Müller, gegen Nazis ist JEDE Waffe recht, und ich schlafe wesentlich besser, wenn ich weis, dass Nicht-Nazis mindestens die gleichen, vorzugsweise aber die besseren Waffen haben als das braune Geschmeiß.

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5 Gedanken zu “Schwarzbraune Problembären

  1. bleibt nur zu hoffen, dass sich der schneeball nicht in eine lawine verwandelt, sonst endet alles wieder mit einem „leichenberg“.

  2. „gegen Nazis ist JEDE Waffe recht“
    Nö, ganz sicher nicht. In einem Rechtsstaat ist niemals jedes Mittel recht. Irgendwo muss eine Grenze bestehen, wenn schon nicht bei der Einschränkung der freien Meinungsäußerung (Zur leichteren Einordnung: ich gehöre zur Kategorie „völlig verblödet“), dann z.B. bei der systematischen Internierung und Ermordung (um das mal auf die Spitze zu treiben).

  3. Selbstverständlich ist zum Schutz vor Mördern – und Nazis morden, wenn man sie lässt – jede Waffe recht. Wir reden hier nicht über „Rechte“ oder „rechtskonservative“, sondern über echte Nazis, und mit solchen diskutiert man nicht, sondern hält sie, frei nach Wiglaf Droste, mit allen gebotenen Mitteln davon ab, das zu tun, was Nazis eben tun, wenn man sie nicht davon abhält.

  4. Erst dann, wenn die Leute denen man eine rechtsextreme Gesinnung anerkennt versklavt, vergast und in riesigen Gruben verscharrt werden bekäme dieses Argument mit den „gleichen Waffen“ den Hauch einer Zulässigkeit.

    Und Dummheit oder Unwissenheit mussten in Österreich leider schon als Begründung für viele Abscheulichkeiten herhalten, deswegen sei es gesagt wie es ist: Der Herr Müller ist so neo-nationalsozialistisch, wie man heute noch sein „darf“ ohne vor Gericht zu landen. Punkt.

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