Burn, bankhouse, burn?

Heldenhafte griechische Kapitalismuskritiker haben ihrem Unmut über den Sparkurs der Regierung mit einem kleinen Dreifachmord Ausdruck verliehen. Jetzt, nachdem drei kleine Bankangestellte, unter ihnen eine schwangere Frau, in den von „Autonomen“ gelegten Flammen umgekommen sind, wird es sich „das Kapital“ aber zweimal überlegen, den Griechen anzuraten, mit 60 statt mit 50 in Pension zu gehen…

Ja, ich kann den Frust vieler Griechen verstehen und bin nicht der Meinung, dass Steuererhöhungen kombiniert mit Lohn-, Sozialleistungs- und Pensionssenkungen das Land aus der Krise holen werden. Massive Kappungen bei der Kaufkraft haben noch nie auf Dauer funktioniert. Aber das mal beiseite: Was konnten die drei getöteten Arbeitnehmer in der angezündeten Bank für die Sauwirtschaft der Regierung und die harten Sparauflagen der internationalen „Helfer“? Wahllos irgendeine Bank in Brand zu stecken ist als praktische Kapitalismuskritik in etwa so sinnvoll wie eine McDonalds-Filiale zu verwüsten, um seinem Antiamerikanismus Ausdruck zu verleihen. Aber gewaltbereiten Linksradikalen mit Logik zu kommen, wäre wohl vergebliche Liebesmühe…

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3 Gedanken zu “Burn, bankhouse, burn?

  1. ??? wie soll man sonst seinen Antiamerikanismus Ausdruck verleihen, wenn man keinen Mc Donalds verwüsten soll…

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