Sparschwein für Verbrecher?

Die Hypo Alpe Adria hat laut Medienberichten in der Zeit, als sie praktisch als Privateigentum von Jörg Haider und seinen Spezi von der ÖVP geführt wurde, neben Mafiosi auch gesuchte Kriegverbrecher und Terroristen zu ihrer illustren Kundschaft gezählt. Es ist sicher nicht so, dass dies ein Hypo-Spezifikum ist. Viele europäische Banken und unter ihnen vor allem österreischische, liechtensteiner und schweizer institute , sind bei Verbrechern aller Gefährlichkeitsstufen sehr beliebt, vom exjugoslawischen Gangsterboss über den arabischen Djihadisten bis zum Drittweltdespoten schätzen sie alle die Diskretion dieser Bankhäuser. Dennoch scheint man bei der Hypo AA besonders geringe Skrupel (gehabt?) zu haben, mit dem Abschaum der Menschheit Geschäfte zu machen. Dafür sprechen ja auch die windigen Kredite für noch windigere Projekte, die man vorzugsweise an russische „Geschäftsleute“ und koatische Bürgerkriegsmassenmörder vergab, Kredite, von denen nie ein Cent zurückbezahlt wurde. Vielleicht, weil es gar nicht darum ging, dass etwas zurückbezahlt wird? Weil Teile dieser Gelder auf wundersamen Wegen in den Kassen von Parteien oder parteinahen Personen im Umfeld der Hypo AA landeten? Der wütende, vor allem von Haider mit Verve geführte Kampf der FPÖ (zeitweise BZÖ) gegen die Lockerung des Bankgeheimnis erscheint nach den jüngsten Enthüllungen jedenfalls in einem neuen Licht.

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