Human Rights Farce

Die „Menschenrechts-NGO“ Human Rights Watch drückt auf die Tränendrüsen der „Israelkritiker“. HRW hat dazu einen Bericht mit dem eines Schundroman würdigen Titel „Ich habe alles verloren“ veöffentlicht, in welchem mehrere Beewohner des Gaza-Streifens beklagen, israelische Soldaten hätten ihre Häuser, Fabriken und Gartenzwerge „grundlos zerstört“. Mit Israel legt sich HRW seit einiger Zeit besonders gerne an. So bezichtigte die Organisation den Judenstaat, im Libanonfeldzug von 2006 „Kriegsverbrechen“ begangenen zu haben.

Schaut man sich HRW etwas genauer an, wird es für die noblen Menschenrechtsaktivisten freilich peinlich. So stellte sich etwa heraus, dass  der Militärexperte der NGO, welcher auch die Berichte über den Libanonkrieg und den Einsatz in Gaza verfasst hatte, ein begeisterter Sammler von Nazi-Devonationalen war, der in einschlägigen Internetforen mit dem Pseudonym „Flak88“ (!) auftrat. Außerdem hat der nette Israelkritiker ein 400-Seiten-Buch über militärische Auszeichnungen in der Wehrmacht verfasst. Wahrlich ein sehr glaubwürdig-neutraler „Experte“…

2009 wurde außerdem bekannt, dass eine Delegation von Human Rights Watch unter der Leitung der Nahost-Chefin der Gruppe nach Saudi Arabien reiste, um dort Spendengelder aufzutreiben – mit dem unfassbaren „Argument“, man brauche die Kohle, um der „Israel-Lobby“ die Stirn bieten zu können. Da man sich im wahabitischen Gottesstaat, in dem die Menschenrechte systematisch und institutionell verletzt werden, vor allem mit Offiziellen traf, widerlegte HRW dadurch auch ihre oft und gerne verbreitete Behauptung, man lasse sich keinesfalls von Staaten oder staatsnahen Institutionen finanzieren, da dies die Unabhängigkeit der Arbeit beeinträchtigen würde. Kurz: Human Rights Watch bettelte bei einer arabischen Diktatur um Geld, bekam dieses wohl auch und hat dadurch massiv an Glaubwürdigkeit eingebüßt.

Entwerten diese Erkenntnisse generell die Arbeit von HRW? Darf HRW tatsächliche oder vermeintliche Menschenrechtsverletzungen seitens Israel nicht mehr kritisieren? Keineswegs.  Doch man wird den Veröffentlichungen und Kampagnen der NGO mit Vorbehalt und Misstrauen begegnen müssen, vor allem, wenn es um Nahost-Themen geht. Niemand will oder kann „Human Rights Watch“ oder anderen verbieten, Kritik an Aspekten der israelischen Politik zu üben. Doch wenn sich jemand einer der schlimmsten Diktaturen der Welt mit dem Angebot, gegen Bares Stimmung gegen Israel zu machen, andient, dann wird aus Human Rights Watch schnell eine „Human Rights Farce“.

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2 Gedanken zu “Human Rights Farce

  1. Marc Garlasco, der Sammler von Nazi-Memorabilien, war offenbar einzigartig in HRW, denn er war sowohl kompetent als auch unparteiisch gegenüber Israel eingestellt. Dies schreibt Benjamin Birnbaum in The New Republic:

    http://www.tnr.com/article/minority-report-2

    Der sehr lesenswerte Artikel stellt dar, wie tief HRW vom Haß auf Israel durchdrungen ist, und dazu die Wahrheit umdichtet.
    Hier z.B. der Absatz, in dem beschrieben wird, wie es dazu kam, daß HRW Israel den Einsatz von Phosphorbomben unterstellte:

    But Garlasco would later tell Apkon and others that he thought the white phosphorous controversy had been blown out of proportion. From his experience at the Pentagon, Garlasco knew that U.S. and British forces had used white phosphorous in Iraq and Afghanistan, and usually for the same purpose that the IDF used it in Gaza: as a smokescreen to obscure troop movements on the ground—a permissible use under international law. To be sure, Garlasco did not believe that the IDF had used white phosphorous properly in every instance. But he told multiple people that he thought HRW had placed too much emphasis on this issue—specifically telling one person that he had been pushed by HRW headquarters to focus on white phosphorous at the expense of topics he thought more deserving of attention because, he suspected, it was regarded as a headline-generating story. (HRW denies that it pushed Garlasco on the subject.) What’s more, while making legal judgments was not within Garlasco’s jurisdiction, he told Apkon that he did not think Israel’s use of white phosphorous amounted to a war crime. (In a subsequent report on white phosphorous, the first of six thus far on the Gaza war, HRW would say that evidence “indicates the commission of war crimes.”)

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