Arschlochstaat Litauen

Litauen ist das nette baltische Land, in dem laut Gesetz „jeder Aufruf zu homosexuellen, bisexuellen und polygamen Beziehungen“ verboten ist. Litauen ist auch das Land, in dem Teilnehmer an einer Demonstration für Schwulen- und Lesbenrechte von tausenden Gegendemonstranten tätlich angegriffen und mit Rufen wie „Tod den Schwulen“, „Litauen den Litauern“ (??) oder auch, besonders bizarr, „Homo-Nazis“ bedacht werden. Neben jeder Form von Liebe, die nicht zwischen Mann und Frau zum Zwecke der Fortplanzung stattfindet, halten die Litauer auch Abbildungen von Hämmern und Sicheln (in Kombination, getrennt darf man sie darstellen) oder Roter Sterne für sehr gefährlich, weswegen man „sowjetische Symbole“ vor zwei Jahren gesetzlich verboten hat. Das Hakenkreuz jedoch sei „Teil des kulturellen  Erbes Litauens“ und repräsentiere keineswegs den Faschismus, sondern „die Architektur des Universums“, weswegen man es auch straflos öffentlich zeigen dürfe. Das hat ein litauisches Gericht entschieden.

Äh, hallo Brüssel, jemand zuhause? Ein EU-Mitgliedsstaat diskriminiert Homosexuelle und erklärt die Swastika zum Nationalerbe, und Europa schweigt? Nimmt man diese rechtsextremen Tendenzen als baltische Folklore hin und hofft mit fest zugedrückten Augen, dass der Spuk schon wieder von selbst vorbeigehen wird, bevor man aus Vilnius Bilder von Menschen mit aufgenähten Davidsternen oder Rosa Winkeln zu sehen bekommt?

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