Arschlöcher auf See

In meiner Naivität hatte ich die „Free Gaza“-Halbmondfahrer ja bislang zwar als deppert, aber relativ harmlos eingeschätzt. Ein Artikel in der „Welt“ (und nicht nur dieser) lassen mich aber vermuten, dass hier nicht nur Idioten, sondern wahre Arschlöcher auf See unterwegs sind. Ich zitiere: (…) Dabei hatte sich die israelische Regierung zuvor sogar um einen Kompromiss bemüht und den Organisatoren der Friedensflotte angeboten, die Ladung freiwillig in Aschdod zu löschen. Man werde die Hilfsgüter dann an die Vereinten Nationen übergeben, die sie auf dem Landweg nach Gaza bringen könnten. Zuvor wollten die Israelis nur prüfen, ob zwischen den Hilfsgütern möglicherweise auch Waffen versteckt seien. Die Organisatoren wollten von dem Angebot nichts wissen. Dann bot die Familie des vor vier Jahren von der Hamas entführten Soldaten Gilad Schalit den Organisatoren an, sich bei der Regierung in Jerusalem dafür einzusetzen, die Friedensflotte nach Gaza zu lassen. Im Gegenzug wünschten sich die Schalits, die Passagiere der „Friedensflotte“ mögen sich bei der Hamas dafür einzusetzen, dass ihrem Sohn ein Paket mit Lebensmitteln und Briefen übergeben werden dürfe. Auch dieses Ansinnen wurde abgelehnt. (…) Die Bindung der Organisatoren an die Hamas scheint beunruhigend eng zu sein. Bei der Abschiedsfeier eines der Schiffe in Istanbul sollen nach Informationen des israelischen „Intelligence & Terrorism Information Center“ zwei hochrangige Hamas-Mitglieder aus Großbritannien und ein jordanischer Führer der Muslimbruderschaft anwesend gewesen sein.

Ginge es den „Free Gazaianern“ um die Versorgungslage der Gazabewohner, würden sie in Kooperation mit Israel ihre Hilfsgüter abliefern, ohne mit aller Gewalt die Konfrontation mit der israelischen Marine zu suchen, um sich dann öffentlichkeitswirksam als Opfer stilisieren zu können. Ginge es den „Free Gazaianern“ um die Menschenrechte, hätten sie den Vorschlag der Familie Schalit angenommen oder würden sich zumindest der Form halber für die Freilassung von Gilad einsetzen. Es geht diesen Leuten aber weder um die Menschen in Gaza, noch um Menschenrechte, es geht ihnen allein darum, die Hamas zu unterstützen, Israel zu dämonisieren und ihr Bedürfnis nach Selbstdarstellung zu befriedigen.  

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13 Gedanken zu “Arschlöcher auf See

  1. Die WELT hat wohl ungeprüft sämtliche israelische Propagande abgeschrieben.
    Guck mal hier die tweets an:
    http://twitter.com/freegazaorg:
    Danny Ayalon said today, „Freedom Flotilla organizers should have transferred something for the abducted soldier Gilad Shalit as well“ We not only responded, several people asked to take the letter in.Shalit’s lawyer knows that.Perhaps he and Ayalon should communicate better

  2. @alien59: danke für dein detailliertes Eingehen und Wiederlegen der ganzen Vorwürfe dieser israelischen Desinformationskampagne! 🙂

  3. @alien 59 und foo:

    wenn ihr wirklich Interesse an dem Schicksal der Gazaner haben solltet – woran erheblicher Zweifel besteht -, dann engagiert ihr euch gegen die Hamas.

  4. Arschlöcher sind solche, die in internationalen Gewässern auf unbewaffnete Hilfsschiffe schießen. 3 Tote – heute morgen fehlt mir für gepflegtere Ausdrucksweise der Nerv!

  5. Hab ihr alle einen an der Waffel???
    Ständig bricht Israel internationales Recht, und ihr sagt das ist ok!

  6. immer dieses stupide hin und her.

    der hat 3 gekilled, ja aber der hat 5 gekilled.

    als erwachsener intelligenter und informierter mensch, hat man einfach zu wissen, dass die hamas aus gefährlichen fanatikern besteht, die in keinster weise unterstützt werden dürfen.

    je mehr widerstand sich gegen jegliche islamo-faschistische gruppierungen bildet, umso freier werden wir menschen in zukunft leben.

    dass israel sich nicht immer wie ein musterknabe verhält, ist angesichts der umstände wohl auch nicht verwunderlich.

    Pfugge

  7. Trommeln wir ein paar Leute zusammen, und gehen wir mal an der österreichischen Grenze mit Stöcken und Feuerwaffen auf die Grenzposten los… mal sehen wie schnell diese dann „die Menschenrechte brechen“ 😉

  8. Piet: falsches Beispiel – eher, wenn die österreichischen Grenzposten 70 km im Landesinneren Deutschlands mit Waffen deine Haustür eintreten, gehst du mit einem Stock auf sie los. Wer wäre dann zu verhaften?

  9. „eher, wenn die österreichischen Grenzposten 70 km im Landesinneren Deutschlands mit Waffen deine Haustür eintreten, gehst du mit einem Stock auf sie los. Wer wäre dann zu verhaften?“
    Hochheitsrecht, Linker. 🙄

  10. Fakt ist, wie wir wieder in den Medien verfolgen können, dass die Israelis denken, sie wären die übermenschen und können sich alles erlauben. ganz ungestraft. das muss mit allen mitteln verhindert werden!!!

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