„Either we reach Gaza or martyrdom“

Je mehr über die „Free Gaza“-Flotille und die heutige Aktion der israelischen Armee gegen die Möchtegernblockadebrecher bekannt wird, desto klarer kristallisiert sich heraus, dass es die Schifferlfahrer von Anfang an auf Provokation und Konfrontation abgesehen und mit mit tätlichen Angriffen auf die IDF eine gewaltsame Reaktion herausgefort haben. Wer bereits vor der angeblichen „Friedensfahrt“ das Märtyerertum erhofft, der zeigt, wes Geistes Kind er/sie ist. Und obwohl ich es ja inzwischen (lol, seit ca 90 Jahren) gewohnt sein müsste, bin ich immer wieder auf´s Neue davon überrascht, dass sich Leute, die sich selbst als „links“ oder auch nur „humanitär“ sehen, mit der Muslimbruderschaft, der Hamas und ähnlichem Gesocks gemein machen. Die Schwärmerei von Teilen der Linken für alles Antizivilisatorische und Barbarische habe ich nie verstanden und werde wohl auch nicht mehr lernen, es zu verstehen.

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12 Gedanken zu “„Either we reach Gaza or martyrdom“

  1. Hast du eigentlich auch schon das Video gesehen, das klar zeigt, dass die Israelis auch schon auf mindestens ein Schiff gefeuert haben, bevor sie es überhaupt geentert haben? http://www.youtube.com/watch?v=pn-l_JltCB4
    Die Selbstverteidigungs-Argumentation („wir mussten uns mit scharfen Schüssen wehren, weil wir an Bord attackiert wurden“) können sie sich damit wohl abschminken, wer auf zivile Schiffe schießt, braucht sich auch nicht wundern, dass sich die Besatzung der Schiffe nicht widerstandslos festnehmen lässt.

    Besonders perfide auch der YNet-Artikel, der von einem „brutalen Angriff“ auf die Kommandoeinheit schreibt, wo doch die Kommandoeinheit das Schiff gestürmt (und damit angegriffen) hat.

  2. Schon mal was von „Schüssen vor den Bug“ gehört? Auch „Warnschüsse“ genannt? Soviel zur Horrorstory, die israelische Marine hätte „auf ein Schiff gefeuert“. Es gibt übrigens etliche Videos, von den „Free Gaza“-Deppen selbst gefilmt, die zeigen, dass die Friedenstäubchen auf die IDF-Soldaten eingeprügelt haben. Nein, hier WOLLTE man eine harte Reaktion Israels Provozieren und man hat das ja auch geschafft.

  3. So, und jetzt bin ich mal gespannt, wie du das rationalisierst, dass das ganze 70 km von der israelischen Küste entfernt geschehen ist. Die hoheitlichen Befugnisse eines Landes enden nämlich an der äußeren Grenze der Anschlusszone, weiter draussen hat ein Land nur noch Exklusivrechte auf eine ökonomische Ausbeutung.

    Und weil du den Beschuss als Schuss vor den Bug abtust: die Aggression ging hier eindeutig von der IDF aus. Eine Reaktion der Israelis wäre es gewesen, wenn sie zuerst beschossen worden wären oder wenn das Schiff tatsächlich in hoheitliches Seegebiet eingedrungen wäre. Beides trifft hier nicht zu, ergo war Israel der Aggressor. Und: ob du’s glauben magst oder nicht, aber ein Notwehr- und Selbstverteidigungsrecht gilt auch auf See.

  4. die „Friedensaktivisten“ haben das erreicht was sie wollten:

    dass der „Kriegsprozess“ bzw. das, was Pro-Hamas-„Friedesaktivisten“ unter Friedensprozeß“ verstehen wieder ordentlich angeheizt wurde – und dazu brauchte es nicht einmal Raketen

  5. @foo:

    Als im Video der Warnschuss abgegeben wird laufen gerade 2 Vermummte mit Schlagstöcken durs Bild.

  6. PS: „wer auf zivile Schiffe schießt, braucht sich auch nicht wundern, dass sich die Besatzung der Schiffe nicht widerstandslos festnehmen lässt.“

    Was ist denn das für ein Mist? Wenn Schiffe in ein fremdes Hoheitsgebiet eindringen und sich partout weigern, sich kontrollieren zu lassen – was soll man denn dann machen?

    Irgendwelche Vorschläge, wie Israel diese Situation anders bewältigen hätte können?

  7. @Zashimi:

    durch die „Warnschüsse“ wurden Leute getroffen, klar auf dem Video zu sehen.

    Im übrigen, wie bereits vorhin erwähnt, war das Schiff zu dem Zeitpunkt 70 km von der israelischen Küste entfernt, das ist außerhalb des israelischen Hoheitsgebiets. Das erstreckt sich über 12 Seemeilen Hoheitsgewässer plus 12 Seemeilen Anschlusszone. Außerhalb der Anschlusszone endet de iure der Einfluss Israels, es herrscht lediglich noch ein Exklusivrecht auf die wirtschaftliche Ausbeutung, das sich 200 Seemeilen weit ertreckt.

    Irgendwelche Vorschläge, wie Israel diese Situation anders bewältigen hätte können?

    Ja, sie hätten diese Aktion z.B. erst bei Überschreitung der 12+12-Meilengrenze durchführen können (dann wäre das nämlich eine völlig legale polizeiliche Aktion gewesen), man hätte auf den hier als „Warnschüsse“ verharmlosten Beschuss verzichten können (gab es bei den 5 anderen Schiffen auch nicht, die sind alle völlig friedlich und ohne Gegenwehr besetzt worden), oder – aber an diese Option denkt natürlich niemand hier – man hätte die Schiffe einfach passieren lassen können. Wenn man eine möglichst aggressive Politik verfolgen will, dann nimmt man im ersten Augenblick an, dass das als Schwäche gewertet werden könnte, tatsächlich aber hätte es gezeigt, dass es Israel _nicht_ darum geht, die Zivilisten im Gazastreifen dahinvegetieren zu lassen, sondern es ihnen ermöglicht, die medizinische Versorgung im Gazastreifen zu verbessern (dass etwa 40 % derer, die in Israel behandelt werden können, von Israel an der Grenze zurückgeschickt werden, hatte ich bei einem anderen Artikel glaub ich schon erwähnt). die Zerstörungen des Gazakriegs 2008/2009 zu beseitigen und zerstörte Wohnhäuser wieder aufzubauen. Aber stattdessen Pressekonferenzen zu halten, auf denen behauptet wird, es gäbe keinen Versorgungsnotstand im Gazastreifen, das hat die Glaubwürdigkeit von „niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“.

  8. So weit ich es Beurteilen kann, stand die Israelsiche Aktion im absoluten Einklang mit dem internationalen Prisenrecht. Ist jemand anderer Meinung?

  9. @ foo
    Ich kann mir nicht helfen, ich finde es schon eine sehr seltsame Verhaltensweise von „friedensbewegten Zivilisten“, die nur „humanitäre Hilfe“ leisten wollen auf Beschuss mit scharfer Munition mit Gegenangriffen zu reagieren (falls es überhaupt so war). Eigentlich sollte man annehmen, dass Zivilisten ohne jedes militärisches oder paramilitärisches Training zuerst mal in Deckung gehen wenn scharf geschossen wird, nicht? Also ich zumindest würde mich sicher zuerst einmal verkriechen, wenn ich scharfe Schüsse in meiner Nähe wahrnehme. Noch dazu wenn ich sooo mildtätig und friedensbewegt wäre. Oder sehe ich da was falsch? Niemand der ganz richtig im Kopf ist nimmt einen Knüppel in die Hand und läuft einen einen Uniformierten mit Maschinenpistole zu!

  10. @RockLloque Ja, ich bin anderer Meinung. Das Prisenrecht setzt einen Krieg voraus. Nur, wer sollen hier die Kriegsparteien sein? Welcher Krieg soll das sein? Abgesehen davon ist es sowieso nicht in neutralen Gewässern anwendbar, in solchen befanden sich die Schiffe zum Zeitpunkt des israelischen Angriffs aber (siehe oben).

  11. @Foo
    „Es berechtigt nur kriegführende Staaten und gilt nur außerhalb neutraler Hoheitsgewässer.“
    Wiki

    Du hast „Hoheits-“ vergessen. Also betrifft es sehr wohl internationale Gewässer sowie die Gewässer der kriegsführenden Parteien.
    Auch wenn sie einen Sonderfall darstellen, dürfte Deine Frage nach den Kriegsparteien mit Hamas und Israel doch beantwortet sein!

    „tatsächlich aber hätte es gezeigt, dass es Israel _nicht_ darum geht, die Zivilisten im Gazastreifen dahinvegetieren zu lassen, sondern es ihnen ermöglicht, die medizinische Versorgung im Gazastreifen zu verbessern “

    Wäre es den „Friedensaktivisten“ darum gegangen, hätten nicht 700 Passagiere mitgemusst, die ja auch versorgt werden müssen und sie hätten eine von Israel angebotenen Optionen angenommen.

  12. „durch die „Warnschüsse“ wurden Leute getroffen, klar auf dem Video zu sehen.“
    Bestimmte Patronen, also die der „Paintballwaffen“ haben das Ziel bewaffnete Personen zu neutralisieren und in dem Fall kann man keine Verletzung sehen.

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