Arabische Solidarität

Muntaser al-Saidi, der seine 15 Minuten Ruhm dadurch erlangte, dass er sein Schuhwerk in Richtung des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush schleuderte, ist arm dran(…) Zuvor hatte al-Saidi sich bitter beklagt, dass sämtliche Versprechen, die ihm in der arabischen Welt gemacht worden waren, nicht eingehalten wurden. Gegenüber der britischen Zeitung „Observer“ sagte er, er habe weder Autos, Kamele, Gold-besattelte Pferde bekommen noch eine jungfräuliche Braut. Das einzige Geschenk, das al-Saidi nach eigenen Angaben nach seiner Entlassung aus der Haft wirklich bekam, war ein Paar goldene Schuhe von einem kanadischen TV-Sender – mitsamt der Auszeichnung als „Mann des Jahres“.

Sauerei aber auch! Da vollbringt der Mann eine solche Heldentat gegen den damaligen Chef der ungläubigen Hunde, wird daraufhin in der arabischen Welt gefeiert und kriegt zB vom Emir von Quatar gleich mehrere Sportwägen versprochen, doch jetzt muss er am eigenen Leib erfahren, wie das so ist mit der weltberühmten arabischen Solidarität, dass diese nämlich zuvorderst aus Maulheldentum besteht, und nun sitzt er traurig in Bagdad und kann von Jungfrauen, Kamelen, Goldsätteln und Ferraris nur träumen. Aber der Mann muss nicht verzagen und etwa gar seine Schuhe in suizidaler Absicht gegen sich selbst richten, nein, denn die Hamas verspricht rasche und unbürokratische Unterstützung: Wie die Zeitung „Jerusalem Post“ auf ihrer Webseite berichtete, hat die Hamas dem irakischen Ex-Journalisten al-Saidi finanzielle Hilfe zugesagt. Der palästinensische (Hamas-, Anm.)Premierminister Ismail Haniya versprach, dass seine Regierung darauf vorbereitet sei, alle Unkosten für al-Saidis Verheiratung zu tragen. Auch bei der Suche nach einer palästinensischen Braut werde man behilflich sein. „Er ist im Gazastreifen herzlichst willkommen“, wurde der Premier zitiert.

Na bitte, geht doch. Nichts wie auf in den Gazastreifen, Herr al-Saidi, dort wartet eine garantiert unbefleckte Braut auf sie, und wenn sie der Hamas auch noch beibringen, Schuhe statt Rakten nach Israel zu feuern, könnten sie vielleicht noch als großer Friedensstifter in die Geschichte eingehen statt nur als armer Irrer und „Mann des Jahres“ verblödeter Westmedien…

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Ein Gedanke zu “Arabische Solidarität

  1. Irgendwie liest sich das wie eine Satire des frühen Woody Allen.

    Vielleicht ist es lohnender, einen Schuh auf Frau Merkel zu werfen. Dafür wird man zwar sicher weder Kamele noch Autos, Gold und Jungfrauen versprochen bekommen, denn die Autonome Szene hat eh kein Geld, wird aber sicher ebenfalls ihr Held und bekommt in jedem Antifa-Café lebenslang Freibier. Ist doch auch etwas.
    Und statt mit neun Monate Knast wird man mit einem Tag Untersuchungshaft und einer überschaubaren Geldstrafe wegen vorsätzlich versuchter Körperverletzung, die sicher von einem Soli-Fond übernommen wird auch noch ganz gut weg kommen.

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