„Wenn wir als Märtyrer sterben“

Die Hamas hat ein UN-Sommerlager für Kinder überfallen und verwüstet. Das ist bereits die zweite Terroraktion gegen Kinderhilfsprojekte der UNO im Gazastreifen binnen weniger Tage. Aus der Sicht der Hamas ist das nur konsequent, denn wo kämen die Gotteskrieger auch hin, wenn ihr Nachwuchs ein paar unbeschwerte, von islamistischer Indoktrination freie Tage mit Spiel und Spaß verbringen würden und dabei glatt vorrübergehend vergessen könnte, die Juden zu hassen? Worum es bei den Angriffen geht, sagt die Hamas ja in aller Offenheit: Die Abteilung für die Rechte palästinensischer Flüchtlinge, die von der Hamas geleitet wird, hatte früher dem UNO-Hilfswerk für die palästinensischen Flüchtlinge (UNRWA) vorgeworfen, „mit kulturellen Mitteln in die Seelen palästinensischer Kinder einzudringen“. Ziel sei es, „ihren Glauben zu zerstören und zu erschüttern, mit Hilfe von Ideen wie Vergebung, Koexistenz und dem Vergessen der Vergangenheit“.

Vergebung und Koexistenz, das geht natürlich gar nicht, dagegen muss man etwas unternehmen! Und man unternimmt auch was. Zum Beispiel lässt man ein Kinderlied mit dem hübschen Titel „Wenn wir als Märtyrer sterben“ auf die arabischen Kids los, mitsamt einem Video, in dem Kinder fröhlich Krieg spielen und auf den Tod als Kämpfer gegen Israel vorbereitet werden. Ekelhafter geht es kaum. Es stellt sich hier natürlich einmal mehr folgende Frage: Was ist mit den westlichen Apologeten von Hamas, Hizbollah & Co los? Wie krankhaft fanatisch muss deren Judenhass sein, wenn sie sich zu Nützlichen Idioten von Gruppierungen machen, deren Wahnniveau allenfalls mit jenem der Nazis vergleichbar ist, die ja ebenfalls mit gruseligen Propagandaliedern und -filmen Kindern den „Heldentod“ schmackhaft machen wollten? Wie kann jemand ohne rot zu werden behaupten, es ginge ihm oder ihr um das Wohl der palästinensischen Araber, wenn er oder sie nicht nur zum Terror der Hamas schweigt, sondern nicht einmal mit der Schulter zuckt, wenn ihm oder ihr die volle Wucht der Menschenverachtung dieses Abschaums in Form von  Terroraktionen gegen Kinderferienlager und des offenen Eingeständnis, die eigenen Kinder nur allzu gerne in den Tod schicken zu wollen, entgegenschlägt? Zehntausende israelische Kinder, die in der lebensgefährlichen Reichweite der Hamas-Raketen aufwachsen, tragen lebenslang nachwirkende seelische Traumata davon (sofern sie das Glück haben, nicht von einer dieser Raketen getötet oder verstümmelt zu werden). Zehntausenden palästinensischen Kindern wird von den fanatischen arabischen Anführern die Kindheit gestohlen. Hunderte Kinder kamen bereits bei durch diese Fanatiker provozierten militärischen Auseinandersetzungen ums Leben. Wie vernagelt, empathieunfähig oder bösartig muss man sein, um diesen Irrsinn zu unterstützen? Was geht in den Köpfen von Henning Mankel Mankell, deutschen Linkspolitikern oder auch den Mitgliedern des Wiener Gemeinderates vor sich? Wie sehr muss man Juden hassen, um sich auf die Seite von Unmenschen zu stellen, für die das Leben an sich und das von Kindern im Speziellen keinen Wert darstellt außer einen propagandistischen? Wem es tatsächlich um das Wohl der Kinder im Nahen Osten geht, der unterstützt nicht die Hamas oder die Hizbollah, sondern im Gegenteil jene Projekte, die zB gemeinsame Sommerlager von arabischen und jüdischen Kindern veranstalten, wo genau das vermittelt wird, was die Hamas so fürchtet: Vergebung und Koexistenz nämlich.

Ich zitiere abschließend Golda Meir: „Frieden wird es geben, wenn die Araber ihre Kinder mehr lieben, als sie uns hassen“.

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5 Gedanken zu “„Wenn wir als Märtyrer sterben“

  1. Schrecklich, den armen Kinder solche Irrlehren wie Vergebung und Koexistenz beibringen zu wollen … könnte ja ihren friedfertigen islamischen Glauben erschüttern.

    Es ist mir dabei unweigerlich ein Abschnitt aus Horváts „Jugend ohne Gott“ durch den Kopf; da empört sich der Vater eines durch die Nazi-Ideologie irregeleiteten Knaben bei dessen Lehrer, weil dieser der Meinung war, Schwarze seien auch Menschen:

    «Oh, mir machen Sie nichts vor! Ich weiss es nur zu gut, auf welch heimlichen Wegen und mit welch perfiden Schlichen das Gift Ihrer Humanitätsduselei unschuldige Kinderseelen zu unterhöhlen trachtet!»

    Hamas-like, oder?

  2. huch, das zitat von golda meir kannte ich noch gar nicht – dabei ist es so passend.

    shame on me

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