Wer und wie die Hamas real ist

Wer die Hamas ist und wie sie moralisch beschaffen ist, das kann jedem klar sein, der sich abseits weltfremder Propaganda nur fünf Minuten lang mit der Materie befasst. Manche schnallen es freilich immer noch nicht. Für solche Leute verlinke ich diesen  „Spiegel“-Artikel der in „israelkritischen“ Kreisen unverdächtigen Ulrike Putz, in dem die Nahostkorrespondentin, die früher gerne mal mit kernigen Raketenbastlern abgehangen ist, sich und ihren Lesern erstaunt eingestehen muss, dass die Hamas eine Mörderbande ist, die neben israelischen Zivilisten auch Kritiker, Rivalen und ökonomische Konkurrenten ermordet.

Auszüge: (…) Sein Sohn Munir, ein Kommandant der militanten Kassam-Brigaden der Hamas, galt zu diesem Zeitpunkt seit einem Monat als vermisst. „Der Mann sagte mir, Munir sei von den Ägyptern erschossen worden, aber das kann nicht stimmen“, erzählt sein Vater in seinem Wohnzimmer in Beit Lahia im Norden des Gaza-Streifens. „Munir wurde auf unserer Seite des Tunnels gefunden, da haben die Ägypter keinen Zutritt. Es muss die Hamas selbst gewesen sein, die ihn getötet hat.“ Der Vater glaubt zu wissen, warum sein damals 36-jähriger Sohn verschleppt wurde, warum er sterben musste: „In den Wochen vor seinem Verschwinden hatte er sich mit den lokalen Größen der Bewegung angelegt. Er hat ihnen vorgeworfen, korrupt zu sein. Sie haben Hilfsgelder nur an ihre eigenen Leute, nicht an die wirklich Bedürftigen verteilt.“ Der 63-Jährige weint, als er eines der Trauerplakate für seinen Sohn vorzeigt: „Hamas-Männer haben ihn umgebracht. Und dann sind sie bei seinem Trauerzug mitgelaufen.“ (…)

Die Herrscher des Gaza-Streifens scheinen bei Säuberungsaktionen in eigenen Reihen auch prominente Mitglieder nicht zu verschonen. Munir Warschara beispielsweise war ein wichtiger Waffeneinkäufer der Organisation – eine Tatsache, die seinen Vater mit Stolz, aber auch mit zusätzlichem Zorn erfüllt. „Er ist für sie in der ganzen Welt herumgereist, war für sie in Iran, Syrien, Irland. Und weil er die reine Lehre der Hamas vor Verfälschungen schützen wollte, haben sie ihn getötet.“

(…) Ihm und anderen Abtrünnigen sei gedroht worden: Entweder sie hörten auf, die Hamas zu kritisieren, oder die Bewegung brächte in Umlauf, sie seien israelische Kollaborateure – im Gaza-Streifen ein sicheres Todesurteil.

Und aus einem aktuellen Artikel der „Welt„: Bekennende Hamas-Gegner haben Angst vor einem Bestrafungsritual: Schüsse in die Kniekehlen. Rückblickend haben all jene Recht, die vor den negativen Folgen eines einseitigen Abzug Israels nach 38 Jahren Besatzung gewarnt hatten. Die moderate Palästinenserführung konnte sich damals vor fünf Jahren weder einen Verhandlungserfolg an die Brust heften noch Sympathiepunkte bei der Bevölkerung sammeln. Stattdessen argumentierte die Hamas, dass ihr fortwährender Raketenbeschuss Israel mürbe gemacht und schließlich zur Aufgabe Gazas gezwungen habe. Gegen Israel helfe nur reine Gewalt, lautet die Hamas-Logik bis heute.

Selbstverständlich ändern solche Artikel gar nichts an der Haltung jener Figuren, die uns andauernd damit die Ohren vorplärren, man müsse die „demokratisch gewählte“ Hamas doch bitte endlich als „gleichwertigen Verhandlungspartner“ akzeptieren. Sie ändern nichts daran, dass es vermutlich nur eine Frage der Zeit ist, bis der Wiener Gemeinderat erneut einstimmig eine de facto Pro-Hamas-Resolution verfassen wird. Sie ändern nichts daran, dass sich diverse westliche „Linke“ erneut mit Hamasfahnen schwingenden Terroristensympathisanten gemein machen werden. Wie auch? Diese Leute sind ja nicht blöd, es sind bloß Antisemiten.

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