Dem „Mustafa eine aufbrennen“…

Dass es immer noch widerwärtiger geht, beweist die FPÖ, die dieser Tage einen Comic an Wiener Jungwähler verschickt hat, in dem es eine Szene gibt, die man durchaus als Aufruf zur Gewalt gegen Türken verstehen kann.

Übersetzung : „Wenn du dem Mustafa eine verpasst, spendiere ich dir eine heiße Wurst“. „Ich nehme eine Burenwurst mit süßem Senf und einem Stück Brotende, HC“. (Bild © FPÖ via Salzburger Nachrichten)

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7 Gedanken zu “Dem „Mustafa eine aufbrennen“…

  1. „die man durchaus als Aufruf zur Gewalt gegen Türken verstehen kann.“
    Wahrscheinlich, wird in dem Comic „Mustafa“ auch als Gewalttäter dargestellt, davon kommt wahrscheinlich die Legitimation für die Gewalt.

  2. Bitte nicht so, gerade im Hinblick auf die FPÖ, ungenau sein. Als längst nicht mehr Jungwähler habe ich diese Zusendung auch bekommen. Und zweitens: es ist eine Dummheit, diese Zeichnung, aber auch die Reaktionen darauf. Der Nutzen ist für die FPÖ größer.
    Aber in dieser Zusendung gab es noch andere Aussagen, auf die zu reagieren ist:
    http://bernhardkraut.wordpress.com/2010/09/24/fpo-weis-nicht-fur-welche-wahl-sie-am-10-oktober-2010-kandidiert/

  3. Super Wahlwerbung für die FPÖler, „Die trauen sich noch was“ heisst das dann bei den Jungen im Oktober…was so ein dämlicher Comic an Gratis Propaganda bringen kann….ist in vielen Blogs und auf Facebook gerade der Renner. *Seufz*

  4. Auf Deutsch:
    Man muss die Volksverhetzung der FPÖ ignorieren und ihr Senken des Niveaus und der Moral unter dem Nullpunkt, um ihr ja auch nicht nur die geringste Öffentlichkeit zuzutragen? Klingt für mich nach „Appeasement“ und Verschließen vor Realitäten, was die Partei dann erst wieder als „Ausgrenzung“ bezeichnet.

    Das da oben ist einfach nur menschenverachtender Zynismus und bei einer dermaßen institutionalisierten Partei kann so etwas nicht tragbar sein.

  5. Heftig. Da fällt mir echt nichts mehr zu ein. Dass diese braunen Arschgeigen das Wort „freiheitlich“ für sich beanspruchen sollte jedem Liberalen die Zornesröte ins Gesicht treiben.

  6. Ehrlich gesagt haben mich die Zeichnungen zum Lachen gebracht, weil sie von derart entlarvender Dummheit sind:
    1. Strache mit dem Dannebrog? Will da einer, dem die Meinungsfreiheit eigentlich Blunzen ist, außer es geht gegen Moslems, den Fall Westergaard für sich vereinnahmen? Lächerlich. Oder sogar ein bisschen ärgerlich.
    2. Eine heiße Wurst für ein Steinschleuder-Attentat auf einen Mustafa: Blöder geht’s wohl nicht mehr. Kleine sprachpsychologische Randnotiz: Ist es ein Zufall, dass im Comic „Hasse“ geschrieben wird, obwohl das a doch als Langvokal auszusprechen ist und sich deshalb eigentlich die Schreibweise „Haaße“ aufdrängen würde? Aufschlussreich. (Für Korrekturen bin ich dankbar, mein Wienerisch ist rudimentär.)
    3. Wird der gute Mann wirklich mit „HC“ angesprochen? So wie das bei O. W. Fischer lächerlich wirken musste („O weh!“), erklärt das bei Strache vielleicht seine Ressentiments. Da er durch seine Vornamen von der für eine höhere Stellung im politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Establishment immer noch erforderlichen Promotion ausgeschlossen war – er wäre ja immer nur Dr. HC gewesen – blieb ihm kein anderer Weg offen, als Chef einer systemkritischen Partei zu werden. Bedauerlich.
    4. Hat Strache nicht kapiert, dass das Wahlalter nicht auf 6 Jahre gesenkt wurde? Wer soll denn sonst die Zielgruppe für diese Comics sein? Peinlich.

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