Österreich am Abgrund

Im Nachrichtenmagazin „profil“ lese ich: (…) Zwei Jahre später hat diese Regierung die schlechtesten Sympathiewerte, seit es in Österreich große Koalitionen gibt: Bloß noch 53 Prozent würden laut Umfragen heute SPÖ oder ÖVP wählen. In den Daten der meisten Institute rangiert Heinz-Christian Straches FPÖ bereits vor der Volkspartei. Und wenn sich nichts Grundsätzliches ändere, seien die beiden Regierungsparteien „auf dem besten Weg, die FPÖ zur stimmenstärksten Partei zu machen“, meinte vergangene Woche der steirische Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ). Kollege Andreas Koller von den „Salzburger Nachrichten“, alles andere als ein Alarmist, meinte vergangenen Freitag gar schon: „Man wird sich an den Gedanken gewöhnen müssen, dass die FPÖ in der nächsten Regierung sitzen wird.“

Im „Standard“ lese ich: „Wenn Sie den Bundeskanzler direkt wählen könnten, für wen würden Sie sich entscheiden?“ Diese Frage stellt das Linzer Market-Institut regelmäßig einer repräsentativ ausgewählten Gruppe österreichischer Wahlberechtigter. Aber noch nie gab es solche Ausschläge wie in diesem Jahr – und noch nie war der Chef der FPÖ auf dem ersten Platz. Die Zahlen aus der Vorwoche zeigen aber genau das: Heinz-Christian Strache kommt auf 21 Prozent in der Kanzlerfrage, Amtsinhaber Werner Faymann nur auf 20. Und Josef Pröll, der im Lauf des Jahres zeitweise deutlich vor Faymann war, ist auf einen Tiefstwert von zehn Prozent abgestürzt.

Und auf der Neonazi-Website alpen-donau.info lese ich:  Wir verlangen von der FPÖ gemäß unserer Abmachung das unerbitterliche Eintreten gegen das verfassungswidrige Verbotsgesetz.

Wem jetzt der Ernst der Lage immer noch nicht klar ist, der ist fast beneidenswert ignorant oder naiv.

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3 Gedanken zu “Österreich am Abgrund

  1. zum glueck
    1) ist es nur oesterreich und kein land mit militaerischer staerke oder irgendeiner weltpolitischen wichtigkeit
    2) ist oesterreich in der EU
    3) wird strache sofort wieder abgewaehlt, sollte er jemals in die regierung kommen. siehe letztens.

    ja, ich bin ein glas-halb-voll typ. trotzdem ist auswandern eine option 🙂

  2. @pol: Auswandern hat bei mir in so einem Zusammenhang immer etwas von Weglaufen. Außerdem ist es egal, dass Österreich kein weltpolitisches Gewicht hat. Unser Ruf als Österreicher wird mal wieder kollektiv im Keller sein und darauf habe ich bei Gott keine Lust.

  3. „zum glueck
    1) ist es nur oesterreich und kein land mit militaerischer staerke oder irgendeiner weltpolitischen wichtigkeit“
    Zum Glock, Nein!

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