Eine klitzekleine Schieflage

Elf russische Journalisten haben allein in diesem Jahr bereits gewaltsam ihr Leben verloren, zuletzt Jewgenij Fedotow am 23. Oktober in der Region Baikal. Mindestens 312 Journalistinnen und Journalisten wurden seit 1993 in der Russischen Föderation ermordet. Kaum ein Fall, der aufgeklärt wurde, selten ein Fall, der nicht politisch motiviert war, so die Stiftung zur Verteidigung von Glasnost. Jetzt dürfte es doch nur mehr eine Frage der Zeit sein, bis „Anonymous“ Putin und Medwedew die Hölle heiß macht und die Webauftritte russischer Konzerne, die mit diesen Mördern paktieren, lahmlegt, oder? Ach, ich vergaß: Die sozial gestörten und paranoiden Nerds werden ja nur dann aktiv, wenn ein anderer sozial gestörter und paranoider Nerd mit Messiaskomplex wegen sexueller Belästigung belangt wird. Dadurch wird die Meinungs- und Informationsfreiheit ja auch viel stärker gefährdet als durch Massenmord an kritischen Journalisten, nicht wahr?

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12 Gedanken zu “Eine klitzekleine Schieflage

  1. Eventuell sollten Sie sich informieren wer hinter „Stiftung zur Verteidigung von Glasnost“ steckt, und nicht unfundierte Behauptungen aufstellen!

    Im übrigen habe ich den link: „https://lindwurm.wordpress.com/2010/12/11/eine-klitzekleine-schieflage/“ an svr@gov.ru (tst3.svr@gov.ru) weitergeleitet.

  2. Dein Tonfall wird ja immer hysterischer bei dem Thema, was ist denn los? Schade übrigens daß du auf Kommentare nicht direkt reagierst. Was seltsam ist, immerhin postest du regelmäßig anscheinend oder tatsächlich antisemitische Äußerungen Von Standard-Lesern. Aber Kommentare unter deinen eigenen Artikeln sind keiner Entgegnung wert?

    Noch ein guter Artikel zum Terrorwahn etc:
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33790/1.html

    Zitat:
    „Ein interessanter Nebenaspekt im Lichte der aktuellen WikiLeaks-Berichterstattung: All die konservativen – was ja heutzutage die SPD größtenteils mit einschließt – bis autoritären Stimmen, die sonst angeblich nichts zu verbergen haben, jaulen nun theatralisch auf, da endlich einmal jemand ihnen Unliebsames ans Licht der Öffentlichkeit bringt. Die Heuchelei und Verlogenheit könnte nicht krasser sein. “

  3. @sukisouk

    Alleine das Du schon die „heise“ erwähnst, macht deinen Kommentar nicht lesenswert. Attention bekommst Du so nicht.

  4. Schade hätte ein interessanter Beitrag werden können, wenn der Autor verstehen würde wie die Welt funktioniert.

  5. @ Cajadehorros,
    Was ist schlecht an heise? mMn eine der wichtigsten deutschsprachigen Seiten über Medienpolitik. Wo informierst du dich über dieses Thema?

  6. „@ Cajadehorros,
    Was ist schlecht an heise? mMn eine der wichtigsten deutschsprachigen Seiten über Medienpolitik.“
    Ich hab wegen dem „wichtig“ wirklich schmunzeln müssen und heise ist eigentlich genauso „wichtig“ wie ’n Pestizid, wie z. B: die Piratenpartei.
    „Wo informierst du dich über dieses Thema?“
    Hm, so richtig informier‘ ich mich nicht über Wikileaks, aber wie bei Unfällen, kann man nicht wegsehen.

  7. Diese „Enthüllungen“ können tatsächlich nur solche Leute bewegen, die außer Wikileaks keine anderen Quellen kennen und nicht mitbekommen haben, dass sich Araber und Perser schon seit ein paar Hundert Jahren nicht grün sind.
    Nix gegen Wikileaks, aber es ist schon wirklich zum Gähnen, was da hochkommt.
    Wäre Julian Assange ein stinknormaler, aber tatsächlicher Journalist, der irgendwelche geheimen Informationen per Bild und Ton veröffentlicht hätte, und alle Zeitungen und TV-Sender dieser Welt hätten dies transportiert, und er wäre deshalb unter fadenscheinigen Anklagen verhaftet worden, wäre doch kaum einer dieser PC-Sesselfurzer auf die Idee gekommen, auch nur einen Finger für ihn zu krümmen. Wahrscheinlich hätten sie es noch nicht einmal mitbekommen – in der Printpresse der Internetausdrucker.
    Jetzt führerkultmäßig mit dem Assange-Konterfei auf dem T-Shirt rumlaufen (statt Che Guevara) ist ein Armutszeugnis: da hätte es schon vor etlichen Jahren genügend Gelegenheit dazu gegeben. Aber offensichtlich geht es nur um die bequeme und unabhängige Präsenz im Netz, und nicht um Transparenz oder gar Menschenrechte.
    Wikileaks soll bleiben, aber was tun mit der Schafherde?

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