@ Viktor Orban & Co: May your shit come to life and kiss you on the face!

Kaum einen Tag in Kraft, schlug das neue ungarische Medienzensurgesetz zu. Erstes Opfer der Behörde „NMHH“ wurde der Privatsender „Tilos Radio“, der es gewagt hatte, einen Song des Rappers Ice-T zu spielen. „Jugendgefährend“, kreischte die NMHH, und zeigte den Sender an. In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts hatten amerikanische Politikergattinnen, denen langweilig war und die sich vor langhaarigen Rockern ebenso zu fürchten vorgaben wie vor Rappern, ähnliche Sorgenfalten auf den Heuchlerfratzen, weil freche Musiker ganz doll unanständige Sachen sangen. Was lag also näher, als wieder einmal eine „Ja-denkt-denn-niemand-an-die-Kinder“-Kampagne loszutreten und zu fordern (und letztlich auch durchzusetzen), dass die bösen CDs mit dieser aufrührerischen Negermusik, auf denen rein zufällig meist schwarze Künstler die Freiheit der Rede in Anspruch nahmen, mit einem „Parental Advisory Label“ gebrandmarkt werden mussten? Federführend in dieser Zensurbewegung war Tipper Gore, die Ehefrau vom heiligen Weltenretter Al. Frank Zappa fand damals die passenden Worte für Frau Gore, Worte, die ich hiermit auch Viktor Orban widmen möchte:

May your shit come to life and kiss you on the face.

Ebenfalls von Frank Zappa stammt ein angesichts der Entwicklung in Ungarn sehr aktueller Gegenentwurf zum „Parental Advisory Sticker“:

Und hier der Song von Ice-T, den Orbans Zucht-und-Ordnung-Truppe ehemals freien ungarischern Radiostationen zu senden untersagen will:

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