Kreisky, Israel und das alles

Dass wir das „Kreisky-Jahr 2011“ haben bedeutet auch, dass sich alle möglichen und unmöglichen Kreisky-Kritiker wieder zu Wort melden. Nicht dass das schlecht wäre, denn gegen Kritik hätte gerade ein Bruno Kreisky, der ja ein geradezu radikaler Kritiker und damit Analytiker der Verhältnisse war, nichts einzuwenden gehabt, aber wenn Kritik in Kreiskys Wahrnehmung zu Verleumdung degenerierte, dann konnte er grantig werden, und wenn Kreisky grantig wurde, war man froh, nicht selbst seinen Grant heraufbeschworen zu haben, denn ein grantiger Kreisky war wie ein Elefantenbulle mit Stoßzahnschmerzen: Massiv, unberechenbar, wutblind. Diesen Grant haben auch Persönlichkeiten wie Golda Meir und Simon Wiesenthal zu spüren bekommen, was zu einer nachhaltigen, bis heute andauernden Beschädigung von Kreiskys Ruf in zionistischen Kreisen geführt hat. Viele verstanden nicht, wie ausgerechnet der Jude Kreisky eine teils brutal untergriffige Auseinandersetzung mit dem verdienstvollen „Nazijäger“ Wiesenthal führen konnte, eine Auseinandersetzung, ja Feindschaft, die übrigens bis zu beider Totenlager angedauert hat, und dass ausgerechnet der jüdische Bundeskanzler Kreisky sich dem israelischen Drängen, eine eindeutig antiarabische Position zu beziehen, verweigerte. Heute, viele Jahre nach dem Tod Kreiskys, nach dem Mord an Jitzchak Rabin, nach dem Niedergang der israelischen Arbeitspartei und nach dem Erstarken der Falken sowohl auf israelischer, als auch palästinensischer Seite, ist Kreisky für viele Nachgeborene nur mehr das, als was ihn Menachem Begin beschimpft hatte: „A Jewish traitor“. Nichts könnte falscher sein.

Kreisky und Wiesenthal, Kreisky und Israel, Kreisky und die PLO – das waren lauter höchst komplizierte Paarungen, denen das schludrige Freund-Feind-Denken, das mittlerweile verstärkt um sich gegriffen hat und das den intellektuellen Niedergang unserer Zeit spiegelt, nicht mal ansatzweise gerecht werden kann. Wir leben heute in Zeiten, in denen auf der einen Seite rechtszionistische und rechtskonservative Cliquen stehen, die jeden, und sei er auch der Leiter eines Zentrums für Antisemitismusforschung, wütend anspringen, sollte er auch nur schüchtern darauf hinweisen, dass es zwischen dem Antisemitmus und den antimuslimischen Ressentiments Parallelen geben könnte. Auf der anderen Seite haben wir arabische und islamistische Fanatiker sowie deren Claqueure und Nachplapperer im linken bis linksextremen Lager, die, enthirnt und moralfrei, auf Israel einprügeln und auch vor Allianzen mit arabischen und islamischen Judenhassern nicht zurückschrecken. Und dann gibt es da noch die echten Nazis, mehr, als uns lieb sein kann, die strategisch auf Islamophobie setzen, während sie im Hinterzimmer mit Vertretern des Iran über eine neue „Endlösung“ quatschen. Kurz: Schon zu Kreiskys Lebzeiten war es schwer, seine, vorsichtig formuliert, differenzierte Haltung zum Nahostkonflikt und zur jüdischen Gemeinde in Österreich zu vermitteln, heute ist es angesichts der Verhärtung aller Fronten und der rasant um sich greifenden Verblödung fast unmöglich.

Versuchen kann man es dennoch. Was wollte Bruno Kreisky in Bezug auf den Nahostkonflikt? Wieso führte er einen abstoßenden Kleinkrieg gegen Simon Wiesenthal? War Kreisky ein „jüdischer Verräter“, getrieben von, wie es von manchen unterstellt wird, „jüdischem Selbsthass“? Kreiskys Weltsicht wurde geprägt in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, einer Zeit, in der eines der Hauptziele sozialistischer Bewegungen die Überwindung von völkischen Kategorien war. „Rasse“ und Religion wurden als überholte und reaktionäre Hindernisse auf dem Weg zu einer humanen Zukunft gesehen, oder zugespitzt formuliert: Nicht Zion erkämpft der Juden Recht, sondern die Internationale erkämpft der Menschen Recht. Jüdisch zu sein war für den Kreisky der vornationalsozialistischen Zeit ein vernachlässigbarer Zufall der Geburt und das jüdische Volk eine reine Schicksalsgemeinschaft, die sich über die Verfolgung definierte. Die Nazi-Weltverbrechen haben diese Sicht in Kreisky sogar bestärkt, denn nach der Shoah meinte er erst recht, Judentum konstituiere sich über eine unfreiwillige gemeinsame Opfererfahrung. Freilich hatte er nach Auschwitz begriffen, dass ein jüdischer Staat notwendig ist, um eine Wiederholung des millionenfachen Abschlachtens zu verhindern, aber tief in ihm drin steckte trotz der ungeheuerlichen Ereignisse im braunen Europa halt immer noch der rote Internationalist, der im Zionismus letztlich nur eine weitere Form eines ethnisch verfassten Nationalismus sah, den es, streng nach sozialistischen Vorstellungen, zumindest zu kritisieren, wenn nicht zu bekämpfen galt. Kreisky wusste, was Antisemitsmus bedeutet. Er erfuhr ihn am eigenen Leib nicht nur durch die Nazis (und zuvor schon durch die „Christlich-Sozialen“), sondern auch ganz massiv seitens seiner eigenen Genossen. Nachdem das Zwölfjährige Reich in Trümmern lag musste er wie so viele andere Juden feststellen, dass ihn die SPÖ eigentlich gar nicht wiederhaben wollte, dass die Sozialdemokraten es gerne gesehen hätten, wenn er, wie leider so viele andere, vor allem jüdische Protagonisten der Partei, nicht mehr zurückgekehrt wäre aus der Vertreibung. Doch diese Leute haben sich verrechnet, sie haben den Österreich-Patriotismus Kreiskys ebenso unterschätzt wie dessen Wille, dieses Land umzukrempeln.

Da war er dann also, der Jude Kreisky, zurückgekehrt aus dem Exil, seine Familie ermordet vorfindend, zunächst von den eigenen Genossen als Störfaktor betrachtet, von starken Seilschaften und in die Partei integrierten Ex-Nazis lange, aber letztlich erfolglos diskriminiert, und übernahm in einem Akt bemerkenswerten politischen Willens die Führung der SPÖ, gewann Wahlen und schließlich sogar die absolute Mehrheit. Er saß im Bundeskanzleramt, und das musste ihm wie ein Triumph ohne Gleichen über die Nazis und die Antisemiten in der SPÖ, aber vor allem auch über die konservative ÖVP, welche gegen ihn ja sogar einen offen antisemitischen Wahlkampf geführt hatte, erscheinen. Und apropos ÖVP: Das wissen heute ja nicht mehr viele, weil viele es nicht erlebt haben und viele es gerne vergessen machen möchten, aber die antijüdische Haltung in dieser „christlichen“ Partei war massiv, vor allem außerhalb Wiens. Ich selbst, der ich in den 70er Jahren ein Kind war, kann mich noch daran erinnern, wie lokale ÖVP-Politiker über den „Saujud“ Kreisky schimpften. So wichtig und richtig es auch ist, die antisemitischen Strömungen und nationalsozialistischen Kontinuitäten innerhalb der österreichischen Nachkriegs-Sozialdemokratie zu beleuchten, so wenig darf man ausblenden, wie antijüdisch große Teile der ÖVP damals waren. Nur wenn man das weiß kann man Kreiskys Fehde mit Wiesenthal fair beurteilen. Wiesenthal engagierte sich stark in der ÖVP und war, im Gegensatz zu Kreisky, ein Verfechter des Zionismus. Und Wiesenthal war, was heute gerne ausgeblendet wird, nicht nur ein großartiger und zu recht höchst respektierter Aufarbeiter der NS-Vergangenheit, sondern auch partei- und tagespolitisch aktiv, und zwar eindeutig gegen die SPÖ gerichtet, ob es um die Ausrichtung der Israelitischen Kultusgemeinde ging oder um Koalitionsfragen im österreichischen Parlament. Und das hat Kreisky nicht ertragen. Da war er jetzt, der Jude Kreisky, endlich Bundeskanzler, hatte sich gegen die Ex-Nazis in seiner Partei durchgesetzt, hatte sich trotz antisemitischer Kampagnen der ÖVP an die Spitze der Republik gekämpft, und dann kam der ÖVP-nahe Wiesenthal daher und packte Belastungsmaterial gegen mehrere Minister der Kreisky-Regierung sowie gegen den damaligen FPÖ-Steigbügelhalter für Kreisky, Friedrich Peter, aus. Das empfand Bruno Kreisky als parteipolitisch motiviertes Manöver und, was wohl schwerer wog, als tiefe persönliche Kränkung. Und er reagierte unsouverän und patzig, verleumdete Wiesenthal auf eine unentschuldbare Weise, setzte Gerüchte in die Welt, Wiesenthal sei ein Kollaborateur gewesen. Das war nicht klug vom ansonsten so cleveren Politiker Kreisky, es war nicht anständig, aber es war menschlich. Von Kreiskys Warte aus gesehen waren Wiesenthals Enthüllungen ein unfairer Angriff eines Juden gegen einen anderen Juden, und das kränkte Kreisky genau so tief, wie Kreiskys Unterstellungen Wiesenthal kränkten.

Und dann war da dieses komplizierte und bis heute so oft missverstandene Verhältnis Kreiskys zu Israel und israelischen Politikern und Politikerinnen. Intellektuell hatte Kreisky sehr wohl verstanden, dass Israel eine historische Notwendigkeit war, aber tief in seiner Brust schlug das alte Herz des Internationalismus und des Misstrauens gegen ethnisch-religiös fundierte Gebilde, weshalb er zeitlebens Schwierigkeiten damit hatte, eine emotionale Verbindung zum zionistischen Projekt zu entwickeln. Realpolitisch hatte er den jüdischen Staat freilich akzeptiert, ja mehr sogar: Es war ihm ein tiefes persönliches Anliegen, dass Israel eines Tages in einer friedlichen Umgebung prosperieren würde. Und genau deswegen war er davon überzeugt, dass ein dauerhafter Kriegszustand keine reelle Zukunftsperspektive für Israel sein könne. Kreisky hat Arafat nicht deswegen lange gefördert und salonfähig gemacht, weil er Israel hasste, sondern weil er im PLO-Anfüher einen halbwegs rationalen Partner für Friedensgepräche sah, und, wie man im Kreisky-Archiv nachlesen kann, er schon in den 70ern und den frühen 80ern durch Analysen der Ereignisse im Iran und in Afghanistan die Furcht hatte, dass die weltlich orientierten Kräfte bei den palästinensischen Arabern von fundamentalistischen islamistischen Bewegungen hinweggefegt werden könnten. Wie weitsichtig das war, kann heute jeder nachvollziehen. Kreisky sah ein Zeitfenster, bis zu dessen Schließung ein gerechter Frieden zwischen gemäßigten Arabern und Israel möglich wäre. Aber schon 1983 hielt er in einem Zeitungskommentar frustriert fest: „Arafat hat versagt“. Abgesehen davon gab es stets ein großes Missverständnis zwischen (manchen) israelischen Politikern und Bruno Kreisky. In Israel konnten viele nicht verstehen, dass Kreisky als Jude nicht eindeutig und bedingungslos die israelische Politik verteidigte. Und Kreisky, Vertreter eines assimilierten europäischen Judentums und österreichischer Patriot, empfand es als eine freche Anmaßung, wenn ihm israelische Politiker vorschreiben wollten, wie er zu handeln habe. Kreisky war von einer Persönlichkeitsstruktur und seinen Überzeugungen her der Ansicht, er sei mindestens so bedeutend wie der jeweilige israelische Ministerpräsident. Zurufe aus Jerusalem sah er daher als persönlichen Affront.

Befasst man sich genauer mit Kreiskys Nahostpolitik, liest man seine Korrespondenzen aus dieser Zeit und betrachtet sein Agieren und seine privaten Äußerungen, so lässt sich ein Voruteil nicht halten: Kreisky war kein Feind Israels, er war kein „jüdischer Verräter“. Er hat sich sicherlich oft in vielen arabischen Politikern getäuscht, und er hat das auch zugegeben, aber er wollte einen Nahen Osten, in dem ein jüdisches Israel in Frieden mit seinen Nachbarn leben kann, in dem irgendwann einmal Demokratien neben anderen Demokratien existieren, die Geldmittel nicht mehr für die Rüstung draufgehen und religiöse Extreme keine Rolle mehr spielen. Und das war wohl nicht die schlechteste Utopie, die man sich als Bundeskanzler eines kleinen mitterleuoropäischen Staates aussuchen konnte.

Advertisements

14 Gedanken zu “Kreisky, Israel und das alles

  1. Ich finde das auch einen sehr fundierten Artikel. Ich lehne sowohl die kritiklose Kreisky-Verherrlichung (Kunz) wie auch das Kreisky-Bashing (Ortner) ab. Um Kreisky richtig beurteilen zu können muss man zuerst einmal sehen wo er das Land abgeholt hat und wo es nach ihm stand. Vor Kreisky war Österreich ein vormoderner Gottesstaat, in dem Ehemänner ihre Frauen straflos verprügeln und vergewaltigen konnten, in dem Homosexuelle eingekerkert wurden und Abtreibung sogar bei Lebensgefahr für die Mutter verboten war. Keine Sport- und Kulturveranstaltung war am Sonntag-Vormittag genehmigt um den verpflichtenden Kirchgang nicht zu stören. Nach Kreisky war Österreich im Gegensatz dazu viel näher an einer modernen Demokratie westlichen Zuschnitts.
    Dem gegenüber stehen aber auch Kreiskys negative Seiten: seine Unfähigkeit in der Wirtschaftspolitik, seine Ignoranz für Umweltthemen (die – Thema Zwentendorf – ja dann auch sein politisches Ende eingeläutet hat), sein – sagen wir mal – seltsames Verständnis von Pressefreiheit („Lernens Geschichte Herr Reporter…“) und sein unglücksselige Nahostpolitik. Wie Helmut Schmidt in der ZEIT schreibt war das größte Problem dabei, dass er einfach nicht verstanden hat als welche Zumutung es im der westlichen Welt gesehen wird wenn – nur 30 Jahre nach Kriegsende – jemand aus dem Geburtsland Hitlers, der selbst nicht davor zurückschreckt Nazis und Kriegsverbrecher in seine Regierung zu nehmen, versucht Israel Vorschriften zu machen. Und das als Kanzler eines Landes, das ein völliger sicherheitspolitischer Trittbrettfahrer auf Kosten der USA war. Ich persönlich bin jedenfalls sehr sehr froh darüber, dass – mit Eintritt in die EU – der Traum von einer „weltpolitischen Rolle des neutralen Österreich“ für immer vorbei ist.

  2. @ borrachon

    Hi! Ich habe ein paar Fragen an Dich:

    – Was meinst du genau mit „Unfähigkeit in der Wirtschaftspolitik“? Ich kann mir unter dieser Floskel nichts vorstellen.
    – Bist du der Meinung aus „Zwentendorf“ eine generelle „Ignoranz für Umweltthemen“ ableiten zu können oder meinst du eh nur diese eine Sache?
    – Inwiefern siehst du die Pressefreiheit in Gefahr, wenn sich jemand im Rahmen eines Interviews von unseren elend schlechten Journalisten nicht alles sagen lässt? Gab es da noch irgendwelchen Konsequenzen in puncto Pressefreiheit?

    Danke für Deine Antworten!
    LG

  3. @tom
    ich fang mal bei „3“ an: der „elend schlechte journalist“ war wohl ulrich brunner (die charakterisierung könnte stimmen). in diesem zitieren fall hat kreisky allerdings einfach nur unsinn geredet (er hatte bundespräsident kirchschläger mit den faschistischen putschisten in spanien verglichen) und brunner hat ihn zurecht korrigiert. da kreisky es einfach nicht ertragen konnte, nicht recht zu haben (was er intellektuell wohl bereits erkannt hatte) hackte er gleich auf brunner los. auch seine reaktion auf pressekritik aus dem in- und ausland zum thema „friedrich peter“ fällt mir mich in diese kategorie.
    zu „2“: ich denke dass kreisky trotz seines seltenen politischen gespürs die steigende bedeutung der umweltbewegung in den späten 70ern und frühen 80ern nicht erkannt hat. wie ich gelesen habe, teilen auch die meisten politikwissenschafter diese ansicht. zwentendorf war hier nur ein symbol (vermutlich war das wohl mehr sturheit wider besseren wissen).
    zu „1“: das war – sie haben recht – wohl zu hart formuliert.

  4. „Vor Kreisky war Österreich ein vormoderner Gottesstaat, in dem Ehemänner ihre Frauen straflos verprügeln und vergewaltigen konnten, in dem Homosexuelle eingekerkert wurden und Abtreibung sogar bei Lebensgefahr für die Mutter verboten war.“ Das meinst Du doch nicht Ernst?

  5. @ umbra: Informiere dich doch mal. Natürlich stimmt es, dass Frauen in Österreich bis in die 1970er Jahre hinein massiv benachteiligt waren und auf Abtreibung und Homosexualität „schwerer Kerker“ stand. Erst dank der modernen Frauenpolitik der damaligen(!) SPÖ hat sich die Situation stark verbessert. Leider scheinen diese Fakten vielen geschichtsvergessenen Zeitgenossen nicht bekannt zu sein.

  6. @ umbra: das beste beispiel für die „sexualmoral“ und „justiz“ in den 60ern war wohl der berühmteste österreicher der letzten 20 jahre: josef fritzl. er hat im jahr 1967 eine 24 jährige frau in ihrer wohnung (in die er eingebrochen war) zusammengeschlagen und vergewaltigt. dafür bekam er 10 monate gefängnis. hätte er im selben jahr seiner 18 jährigen tochter erlaubt mit ihrem 19 jährigem freund im seinem haus zu übernachten hätte er wohl zwei jahre haft bekommen 😉 die frau fritzl hat übrigens weder von der vergewaltigung noch von der 10 monatigen strafhaft irgendwetwas mitbekommen…

  7. „sollte er auch nur schüchtern darauf hinweisen, dass es zwischen dem Antisemitmus und den antimuslimischen Ressentiments Parallelen geben könnte. “

    Leise und schüchtern? Der Typ verharmlost seit Jahren systematisch den Antisemitismus. Ab der Stelle habe ich dann nicht mehr weitergelesen.

  8. „@ umbra: Informiere dich doch mal. Natürlich stimmt es, dass Frauen in Österreich bis in die 1970er Jahre hinein massiv benachteiligt waren und auf Abtreibung und Homosexualität „schwerer Kerker“ stand. Erst dank der modernen Frauenpolitik der damaligen(!) SPÖ hat sich die Situation stark verbessert. Leider scheinen diese Fakten vielen geschichtsvergessenen Zeitgenossen nicht bekannt zu sein.“
    Vor 30 Jahren war so ziemlich jedes Ländle mehr oder weniger „frauenfeindlich“, obwohl es auch Ausnahmen in der Zeit gab und Du übertreibst mit deinem Schlenker auf die Abtreibung & Homosexualität maßlos, denn damals war Abtreibung eine typische Beschäftigung die hinter verschlossenen Türen durchgeführt wurde, nebenbei war Abtreibung damals noch keine so beliebte Freizeitbeschäftigung wie heute…

    Übrigens hat die, ach so frauenrevolutionäre SPÖ damals mit dem Sinnbild für Frauenfeindlichkeit auf das Schlimmste paktiert, nämlich der FPÖ.

  9. „Vor 30 Jahren war so ziemlich jedes Ländle mehr oder weniger „frauenfeindlich““

    Falsch. Die skandinavischen Staaten waren schon damals weitaus fortschrittlicher als Österreich, ebenso Frankreich und Großbritannien.

    „damals war Abtreibung eine typische Beschäftigung die hinter verschlossenen Türen durchgeführt wurde“

    ??? Medizinische Eingriffe werden im Allgemeinen nicht an öffentlichen Orten vorgenommen, wirklich eine sensationelle Erkenntnis…

    „nebenbei war Abtreibung damals noch keine so beliebte Freizeitbeschäftigung wie heute“

    Wovon faselst du? Seit wann sollen medizinische Behandlungen eine „Freizeitbeschäftigung“ sein?

    „Übrigens hat die, ach so frauenrevolutionäre SPÖ damals mit dem Sinnbild für Frauenfeindlichkeit auf das Schlimmste paktiert, nämlich der FPÖ.“

    Sowohl die FPÖ als auch die ÖVP waren und sind frauenfeindlich – und?

  10. „Falsch. Die skandinavischen Staaten waren schon damals weitaus fortschrittlicher als Österreich, ebenso Frankreich und Großbritannien.“
    L-Mao, dass Einzige von den Deinen aufgezählten, dass man zu den „Aufgeklärten“ zählen kann, war das teuflische Skandinavien…

    Auch wenn Du den damaligen Zeitgeist richtig schön verklärst….
    „??? Medizinische Eingriffe werden im Allgemeinen nicht an öffentlichen Orten vorgenommen, wirklich eine sensationelle Erkenntnis…“
    Krankenhäuser zählen laut dem Gesetzt als öffentliche Insitution, das gilt auch für Abtreibungskliniken…

    Und früher wurde hinter verschlossenen Türen abgetrieben, um nicht von der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden…
    „Wovon faselst du? Seit wann sollen medizinische Behandlungen eine „Freizeitbeschäftigung“ sein?“Abtreibungen waren früher einfach noch kein Leistungssport wie Heute…..

    SCNR
    „Sowohl die FPÖ als auch die ÖVP waren und sind frauenfeindlich – und?“
    Nein, die ÖVP war durch ihre „kirchliche“ Position mehr oder minder an die „Frau-und-Kind“-Ideologie gebunden, nie aber wirklich mit fanatischem Eifer…

    Übrigens, im Buch der Frau Rosenkranz wird natürlich bestätigt, wie frauenfreundlich die ÖVP schon seit 50 Jahren ist…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s