FPÖ vs. „Ostküste“ und Sozialfälle

Also sprachen der laut Eigenwerbung durch und durch soziale und höchst philosemitische Heinz-Christian Strache und sein Generalsekretär Harald Vilmiski beim Neujahrsempfang der FPÖ: „Solchen Leuten (Israelitische Kultusgemeinde, Anm.) müssen wir entgegentreten, die dürfen nicht erfolgreich sein…Zocker von der Ostküste…Mindestsicherung für Mütter, nicht für Sozialschmarotzer…Freiwilligenheer ist ein utopisches, links-linkes Modell…Lebenslang ohne Bewährung…Asylbetrüger…unser Geld für unsere Leute…Saustall ausmisten„.

Also alles wie gehabt: Antisemitische Codes, Attacken gegen Repräsentanten der jüdischen Gemeinde, Ausspielen sozial Benachteiligter gegeneinander, Stimmungsmache gegen „das Ausland“, Appelle an niedrigste Instinke und kaum getarntes Stellen der Systemfrage. Ein „Programm“, mit dem die FPÖ auf dem Weg zur stärksten Partei in Österreich ist…

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4 Gedanken zu “FPÖ vs. „Ostküste“ und Sozialfälle

  1. Ja, wenn man denen nicht mit politischen und moralischen Argumenten entgegentritt, dann …
    Und ich sehe niemand am Horizont, der das tun würde. Die Grünen können leider die Wähler von HCS nicht erreichen und Frau Rudas ist bemüht am Aufbau von Netzwerken. Wenn die dann gut vernetzt ist, beginnt die Katastrophe. Ja und zur Herrn Faymann fällt mir wirklich nicht ein, nur das wenn ich seine Stimme höre, möchte ich gleich das Radio abschalten.
    So gesehen verstehe ich – die mir sehr unsympathische – Kreiskynostalgie.
    In Ungarn wird vorexerziert, wie man sehr schnell demokratische Strukturen abbaut. Und die Begeisterung eine HCS und von Andreas Mölzer ist auch so zu verstehen.

  2. Bemerkenswert.
    Beschwert sich zu Recht über Antisemitismus und verlinkt zu einer Zeitung, deren Nahostforum und -redaktion (!) ein Sammelbecken ekelhafter Antisemiten ist.

    @KarlPfeifer

    Die Rudas hat sich deutlicher als alle anderen von der FP distanziert. Mir ihr in der SPÖ werde es nie eine Koalition mit der FP geben.
    Demokratische Strukturen werden vor allem dort dünn, wo Demokraten wie du beginnen, Politik nur noch zu bashen anstatt sich mit Inhalten zu beschäftigen.
    Ausserdem halte ich es für kontraproduktiv Straches Gegnern in den Rücken zu fallen, nur weil sie nicht „perfekt“ sind.

  3. @ Tom93: Ich habe hier sowohl auf einen Artikel des „Standard“, als auch auf einen der „Presse“ verlinkt. Dass sich in BEIDER Zeitungen Internetforen Gesocks übelster Art breit macht, habe ich oft genug thematisiert. Dass die Redaktionen des „Standard“ und der „Presse“ „Sammelbecken ekelhafter Antisemiten“ seien, ist eine Unterstellung, der ich deutlich widersprechen möchte.

    ps: Du bist mit Karl Pfeifer per Du? Hoffentlich weiß er das auch…

  4. @Karl Pfeifer
    „In Ungarn wird vorexerziert, wie man sehr schnell demokratische Strukturen abbaut. Und die Begeisterung eine HCS und von Andreas Mölzer ist auch so zu verstehen.“ Das ungarische Volk würde einen Mölzer aus dem Land jagen, so wie schon Viktor Orban Jörgl aus dem Verein der europäischen Liberalen geschmissen hat.

    Die Vergleich hinkt nicht nur, der erbricht sich sogar…

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