Justizwahnsinn: Zwei Jahre bedingt für Kindesvergewaltigung und Entführung

Der Lindwurm ist bekanntermaßen kein großer Fan einer „Rübe-ab-Justiz“, aber was sich das Landesgericht im deutschen Osnabrück geleistet hat, kann auch ich nicht mehr nachvollziehen. Da wurde ein elfjähriges Mädchen entführt und vergewaltigt, und dafür fasst der Haupttäter eine Bewährungsstrafe aus? Zwei Jahre bedingt? Und seine Komplizen müssen auch nicht in den Knast? Ich zitiere:

Sowohl der heute 26-jährige Haupttäter als auch seine Eltern legten vor dem Landgericht umfassende Geständnisse ab, so dass dem Opfer eine Aussage über die schlimmen Tage im Oktober 2006 erspart blieben. Ihnen war offenbar auch bekannt, dass Geschlechtsverkehr mit unter 14-Jährigen unabhängig von jeder kulturellen Tradition eine Straftat ist, die auch in ihrem Herkunftsland strafrechtlich verfolgt wird. Nach einer Vermisstenmeldung hatten die Entführer aus dem Osnabrücker Land im Oktober 2006 nämlich mit ihrem elfjährigen Opfer die Wohnung gewechselt, um einer möglichen polizeilichen Verfolgung zu entgehen. Außerdem war dem Kind das Handy abgenommen worden, damit es keine Hilfe herbeirufen konnte. Eine Tat, die auch nach Feststellungen der Verteidiger der drei Angeklagten durch nichts zu entschuldigen ist. Das betonte auch der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung. Die große Strafkammer verhängte mit zwei Jahren Haft für den 26-Jährigen die auch von der Staatsanwaltschaft geforderte Mindeststrafe. Die 51 jährige Mutter wurde als Anstifterin zur gleichen Strafe verurteilt, der 52 Jahre alte Vater zu einem Jahr und sechs Monaten. Alle drei bekommen eine Strafaussetzung zur Bewährung auf drei Jahre.

Eine Gruppe von Leuten entführt also geplant und gezielt ein Kind, macht es völlig wehrlos, vergewaltigt es, weiß sehr wohl über die Strafbarkeit der Tat bescheid…. und es gibt Bewährungsstrafen? Warum? weil die Täter Analphabeten „aus dem muslimischen Kulturkreis“ sind, sich auf „Tradition“ berufen  und daher milder zu behandeln seien als autochthone Kinderficker? Sorry, aber diesen extremen Fall von „Migrantenbonus“ (genauer und weniger polemisch: Kulturrelativismus) vor Gericht kann wohl kein Mensch nachvollziehen oder gut finden.

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13 Gedanken zu “Justizwahnsinn: Zwei Jahre bedingt für Kindesvergewaltigung und Entführung

  1. unfassbar die tat, aber noch unfassbarer und eine schande für den deutschen rechtsstaat, das urteil!

  2. @alreech: ach und sie finden die strafe dann wohl angemessen nehme ich an! herkunft u. nationalität spielen keine rolle. hier geht es darum, dass eine 11 jährige vergewaltigt wurde. haben sie kinder? ich nehme an nicht.

  3. @wiltrud
    Ich wollt nur darauf Hinweisen das mit solchem Meldungen in einem Blog die Islamophobie und die Fremdenfeindlichkeit angeheizen könnten.
    Sie haben wohl nichts dagegen, wenn gegen Muslime gehetzt wird, nehme ich an ? 😉

  4. „Sie haben wohl nichts dagegen, wenn gegen Muslime gehetzt wird, nehme ich an ? “
    @alreech:ganz im gegenteil! aber bei der art von kriminalität ist mir der kulturelle, religiöse hintergrund schlichtweg wurscht. vergewaltigung, noch dazu von kindern muss hart bestraft werden. alles andere ist ein rückschritt in zeiten, welche wir uns wohl alle nicht mehr herbeiwünschen.

  5. Leider wurden aber der kulturelle und religiöse Hintergrund explizit erwähnt, ganz so wie bei entsprechenden Postings bei PI & Co.

    Und es gibt Bewährungsstrafen? Warum? weil die Täter Analphabeten „aus dem muslimischen Kulturkreis“ sind, sich auf „Tradition“ berufen und daher milder zu behandeln seien als autochthone Kinderficker?

    Sowas fördert Ausländerhass und Islamophobie, und das ist auch ein Rückschritt in die Zeiten die wir uns nicht mehr herbeiwünschen.

  6. Es steht doch wohl im verlinkten Artikel, dass es in muslimischen Kreisen nicht unüblich ist, Kinder zu verheiraten. Sie wussten, dass es in Dtl. stafbar ist, also wussten sie auch noch was sie taten. Soll man das nicht ansprechen, wenn der Hintergrund hier eben eine entscheidende Rolle spielt?
    Das Urteil ist ein Skandal und so jemand hat das Recht verwirkt, in Dtl. zu leben.

  7. ja, wer als erster islamophobie schreit hat gewonnen ^^
    wer den artikel vom lindwurm liest, erkennt worum es geht: um eine anders-beurteilung der angeklagten aufgrund ihres kulturellen hintergrundes. quasi ordinärer rassismus von deutschen gerichten aus. die kritik daran, ist eben keine anti-muslimische hetze, sondern genau das gegenteil. es wird nicht mehr oder weniger eingefordert als die gleichberechtigung von muslimen im rechtsstaat.
    hier jetzt PI zu wittern, die ihre eigenen probleme mit dem fall haben – allerdings aus ganz anderen gründen – ist einfach nur schwach.

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